Leserundenarchiv > Wolfram Fleischhauer – Die Frau mit den Regenhänden
Die Frau mit den Regenhänden (Kapitel XV bis Ende)
Redcat:
Ach, irgendwie habe ich bis kurz vor Schluss noch gehofft, dass Gaetane überlebt.
Ich weiß, alles steuerte die ganze Zeit schon auf das unausweichliche hin.
Aber vielleicht erhalten nun wenigstens Marie und Johann noch eine Chance, auch wenn Marie mir nicht den Eindruck macht, als wenn sie je wieder Freude am Leben haben könnte :(
Anders als bei den anderen Leserinnen und Lesern erging es mir eher so, dass mir Maries Schicksal näher ging als das von Gaetane. Ich wurde irgendwie während des ganzen Buches nicht so richtig warm mit ihr.
Liebe Grüße
Redcat
Erendis:
Hallo ihr,
was für ein erschütterndes und trauriges Schlusskapitel!
Ich kannte die Geschichte der Streitereien um den AIDS-Test und den Medikamenten schon aus einem Film und schon da machte es mich unglaublich wütend, schließlich wurde diese langwierige politische Debatte zwischen den USA und Frankreich auf dem Rücken einer großen Zahl von Opfern dieser Krankheit ausgetragen.
Nun, da liebgewonnene Buchcharaktere davon betroffen sind, macht es mich noch um einiges nachdenklicher und wütender. Vom Blutkonservenskandal in Frankreich wusste ich auch noch nichts, dafür bin ich auch noch zu jung. Ich finde es einfach nur traurig, dass so etwas geschehen konnte - und das ganze ist ja auch noch gar nicht so lange her...
Gaetanes Ende ging mir sehr zu Herzen. Gut, dass sie in den letzten Monaten ihres Lebens wenigstens noch jemanden wie Bruno als Stütze hatte. Mich machte ebenfalls Gaetanes Geschichte mehr betroffen als Maries Geschichte, was vielleicht damit zusammenhängt, dass Maries Geschichte im Grunde ja auch Gaetanes Geschichte ist und von ihr selbst verfasst wurde.
Für Marie und Johann erhoffe ich mir ein gutes Ende, denn die beiden können nun sicherlich auf die Hilfe von Mathilda und Antoine hoffen. Ich denke nicht, dass Mathilda die beiden einfach so ihrem Schicksal überlassen wird.
"Die Frau mit den Regenhänden" ist ein wundervolles Buch mit einem sehr erschütternden und aktuellen Thema, das sich allerdings erst zum Schluss herausstellt, den größten Teil des Buches über denkt der Leser, es handele sich um einen Roman, der einfach nur einen Kindsmord zum Thema hat. Das macht das Ende umso überraschender und erschütternder. Ein wirklich tolles Buch und jede Leseminute hat sich gelohnt!
Ich bin schon gespannt auf die anderen Bücher von Wolfram Fleischhauer, die alle auf meiner Wunschliste stehen (und jetzt natürlich ganz weit nach oben gerutscht sind).
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