Leserundenarchiv > Wolfram Fleischhauer – Die Frau mit den Regenhänden
Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)
nimue:
Hier ist Platz für die Rezensionen, die ihr vielleicht nach dem Lesen und der Leserunden schreiben wollt.
Papyrus:
Welch ein qualitativ hochwertiger Start in das Lesejahr 2007.
Erst einmal vielen Dank an diese Runde und an Wolfram für diese gemeinsame Lektüre.
Es gibt Bücher die sich besser erschließen wenn man sie gemeinsam liest. Dieses Buch gehört für mich eindeutig in diese Kategorie.
Das Buch hat mich zutiefst berührt, nachdem ich eine Nacht Pause eingelegt habe möchte ich mein Fazit zu dem Buch abgeben:
1867, Weltausstellung in Paris. Die Leiche eines Kindes wird in der Seine gefunden und die Mutter zur Mörderin erklärt. Sie aber beteuert beharrlich ihre Unschuld.
Der Leser erlebt und erfährt auf spannende Art und Weise Geschichtsunterricht, eingebetet in einen unglaublichen Krimi.
Doch dient diese Geschichte eher als Fundament für die Geschehnisse welche sich im Jahr 1992 ereignen.
Bruno, der Ich-Erzähler der aktuellen Ereignisse, nimmt uns mit auf eine Reise deren Ziel man erst versteht wenn man angekommen ist.
Bruno macht seinen Doktor in Architekturgeschichte und begibt sich in die öffentliche Bibliothek in Paris um Informationen über die Weltausstellung 1867 zu erhalten.
Er verliebt sich in Gaëtane, eine Frau die er in der Bibliothek kennerlernt und die sich auch für die Zeit der Weltausstellung interessiert.
Warum erforscht sie die Vergangenheit? Und wie ist ihr Schicksal mit den Geschehnissen von 1867 verwoben?
Das Ende darf nicht erzählt werden, es muss gelesen, ja erfahren werden.
Hervorzuheben ist der wundervolle ruhige Schreibstil von Wolfram Fleischhauer mit phantastischen literarischen Bildern.
Schlicht und doch ergreifend erzielt das Buch seine Wirkung. Eine schreckliche Geschichte die wunderschön erzählt ist.
Jaqui:
Obwohl ich das Buch gerade selbst gelesen habe, habe ich bei deiner Rezi eine Gänsehaut bekommen.
--- Zitat ---man muss den Schluss erfahren
--- Ende Zitat ---
das ist genau der richtige Ausdruck.
Ich muss noch eine Nacht darüber schlafen, dann werde ich mich auch an meine Rezi wagen.
Katrin
Jaqui:
Ich habe mich entschlossen, doch noch heute eine Rezi schreiben:
Ich habe das Buch heute beendet und möchte meine Rezi schreiben, obwohl eigentlich zu Papyrus Rezi nichts mehr hinzuzufügen ist.
Inhaltsangabe von amazon: Paris im Frühjahr 1867: Aus den dunklen Gewässern der Seine wird die Leiche eines Kindes geborgen. Für die Polizei steht fest: Die Mutter des Babys ist schuldig und muss zum Tode verurteilt werden. Aber warum verschwinden plötzlich Zeugen und Beweismaterial? Warum interessieren sich auf einmal die höchsten Regierungskreise für den Vorfall? 100 Jahre später beginnt eine junge Frau über die Hintergründe zu recherchieren.
Meine Meinung: Ich habe das Buch in drei Tagen verschlungen, genauer gesagt in 12 Stunden. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil es mir so super gefallen hat. Wer wissen will warum, muss es wirklich selber lesen, denn im Grunde kann man nicht beschreiben, welchen Eindruck das Buch auf mich hatte.
Ich habe noch nie so lebendigen Geschichtsunterricht bekommen. Die Handlung floss nur so dahin und das bei einem sehr ruhigen Schreibstil. Das fand ich bewundernswert. Da die Handlung immer abwechselnd einmal in der und in der Zeit spielt, bekommt man immer alles wichtige mit.
Ich habe bis zum Schluss nicht gewusst, wie alles zusammenpassen soll und am Ende hatte ich das Buch in der Hand, war einfach nur fassungslos und hatte Tränen in den Augen.
Es ist wie Papyrus schon schrieb, man muss das Buch erfahren.
Es war mein zweites Buch von Fleischhauer, aber es war ganz sicher nicht mein letztes von ihm. Ich finde es immer faszinierend, wie detailverliebt an die Geschichten heran gegangen wird.
Das Buch ist ein absoluter :buchtipp: Ich denke nicht, dass so schnell was nachkommt, was auch nur annähernd an das Buch rankommen wird.
Katrin
qantaqa:
Ich kann mich Papyrus und Jaqui nur anschließen: das Buch ist sehr bewegend, aber nicht nur das absolut unerwartete Ende sondern das Buch insgesamt. Mit seinen vielen Facetten hat es mir eine Menge Stoff zum Nachdenken gegeben.
Es war mein erstes Buch von Wolfram Fleischhauer und ich bin von dem klaren Schreibstil völlig begeistert. Viele Bilder sind in mir entstanden, die sicher noch eine Weile bei mir bleiben werden. So ein Buch legt man nicht weg und geht zur Tagesordnung über.
Ich möchte mich bei Wolfram für dieses wunderbare Buch und seine Begleitung herzlich bedanken. Der Leserunde danke ich für die angenehme Atmosphäre. Ich bin froh, dass ich Die Frau mit den Regenhänden nicht allein gelesen habe.
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