Wo, wenn nicht hier, soll man fragen?

Ich hatte niemanden, den ich fragen konnte und bin eine lange Zeit dumm und besinnungslos durchs Freiberuflertum gestolpert.
Wir hatten vier Jahre lang einen Steuerberater und machen unsere Steuererklärung seit letztem Jahr selber, weil der Herr dann doch zu teuer geworden ist

- von den Rechnungen hätte ich locker 3 Monate leben können

Mein Mann zieht das seither ganz tapfer durch *großenordenverleiht* und hat dem Herrn sogar Fehler nachweisen können. Mit dem Finanzamt gibt es keine Probleme, außer daß man sich vielleicht wundert, daß wir das selber machen *g*
Mein Arbeitszimmer wird anerkannt (wieso nicht? Wo soll ich sonst schreiben??)
Als Autor hat man halt außer Büchern und Recherchereisen (so man recherchieren muss) sowie Radiergummis nicht viel zum absetzen, ist leider so. Diesbezüglich Kreativität zu entwickeln kann einem Ärger bringen - mancher Finanzbeamte kann mit den unregelmäßigen "Einkommensverhältnissen" von Schriftstellern nicht so viel anfangen. Man verärgere sie daher besser nicht.
Manche Krankenkasse ist da auch etwas zäh - ich wollte zu Anfang mich privat versichern (als Ex-Krankenschwester weiß ich schon, wieso

) - fand leider keine Kasse, die Autoren nehmen wollte. Der schärfste Vorschlag bezüglich fehlendem Monatseinkommens kam von der HUK: "Können Sie mit ihrem Verlag nicht ein Monatsgehalt verabreden?"
*indietischkantebeiß* COOOOOLE Idee!! *gleichmalindietatumsetzt*
Schriftsteller sind offenbar immer noch als brotlose Schmarotzer verschrieen.
Ich trat daraufhin in die KSK ein und werde dort bleiben, solange es geht.
VG-Wort: ja, bin dort eingetragen, bekomme jährlich einen Scheck, der mir beweist, wenn die Leute schon nicht die Bücher so kaufen wie der Verlag es gern hätte, so leihen sie sie in den Büchereien zumindest fleissig aus

Liebe Grüße, Dagmar
