Autor Thema: Finanzen, Steuerberater und KSK  (Gelesen 1432 mal)

Offline Jeanne

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    • Jeanine Krock
Finanzen, Steuerberater und KSK
« am: 28. Oktober 2006, 17:30:22 »
Liebe KollegInnen,

heut einmal ein paar Frage zu einem ganz sensibeln Thema: Geld.
(Nein, ich frage nicht nach den euren Prozenten – noch nicht *g*)

Steuerberater
Arbeitet jemand von euch mit einer Steuerberaterfirma zusammen, die sich auf Autoren etc. spezialisiert hat? Ich hatte gerade Probleme mit der Anerkennung meines Arbeitszimmers (abgelehnt) und auch ansonsten ist mir die diesjährige Steuererklärung etwas über den Kopf gewachsen. Ich möchte gar nicht wissen, wie's im nächsten Jahr aussieht! (Für alle neugierigen Nichtautoren: Ich kann nicht vom Schreiben leben und das ist – steuerlich gesehen – sehr kompliziert!)

KSK
Zudem erhoffe ich mir von einem Profi auch Tipps zum Thema Künstlersozialkasse (KSK). Kann ja sein, dass mit dem nächsten Titel alles vorbei ist, aber wenn es irgendwo Geld zu sparen oder Zuschüsse zu bekommen gilt, dann wäre man doch dämlich, diese Chance nicht zu nutzen solange es sie noch gibt! Meist bin ich so blöd :-(

Gespannt ...
Jean(i)ne


PS
Wer schon mal von der VG-Wort etwas erhalten hat, ist ebenfalls herzlich eingeladen, seine Erfahrungen zu teilen  :-*
"Die Sternseherin" - Ein Vampire&Feen-Roman (Teil II)

Offline Dirk Bernemann

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Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #1 am: 29. Oktober 2006, 00:40:29 »
Ebensolche Problematik hab ich auch. Deswegen sollt ich das hier beobachten.

Kann auch nicht von der Kunst leben, hab es aber vor und weiß nicht, wie ich das alles verrechnen, bzw. beim Finanzamt geltend machen kann.

Also, erfahrene Schreiber und Menschen, die ihr Brot mit Worten verdienen, keep on rockin.

... der kleine personifizierte Mittelfinger gewidmet den umgebenden Umständen ...

Offline Kara

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    • Ann-Kathrin Karschnick
Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2006, 12:03:13 »
Ich habe dieses Jahr auch meine erste Steuererklärung mit meinen Büchern vor mir.  "Nebenbei" (eigentlich Vollzeit) arbeite ich in einer Reederei und habe den Verkauf meiner Bücher zur Zeit nur als Nebenjob.

Also immer her mit den Tipps.

Liebe Grüße,
Kara *zeitfrischumgestellthat* ;D
Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet mit Schokolade

Offline ulli

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    • Ulrike Renk
Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2006, 12:55:12 »
Leben kann ich vom Schreiben noch nicht. Das Arbeitszimmer ist jedoch anerkannt worden.

Ich bin in der KSK. Versteh aber deine Frage nicht.

Ich bekomm jedes zweite Jahr Geld von der VG Wort.
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine überraschte Frau

Offline Dagmar Trodler

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Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #4 am: 29. Oktober 2006, 22:59:01 »
Wo, wenn nicht hier, soll man fragen?  :P
Ich hatte niemanden, den ich fragen konnte und bin eine lange Zeit dumm und besinnungslos durchs Freiberuflertum gestolpert.
Wir hatten vier Jahre lang einen Steuerberater und machen unsere Steuererklärung seit letztem Jahr selber, weil der Herr dann doch zu teuer geworden ist  :vogelzeigen: - von den Rechnungen hätte ich locker 3 Monate leben können  :o
Mein Mann zieht das seither ganz tapfer durch *großenordenverleiht* und hat dem Herrn sogar Fehler nachweisen können. Mit dem Finanzamt gibt es keine Probleme, außer daß man sich vielleicht wundert, daß wir das selber machen *g*

Mein Arbeitszimmer wird anerkannt (wieso nicht? Wo soll ich sonst schreiben??)
Als Autor hat man halt außer Büchern und Recherchereisen (so man recherchieren muss) sowie Radiergummis nicht viel zum absetzen, ist leider so. Diesbezüglich Kreativität zu entwickeln kann einem Ärger bringen - mancher Finanzbeamte kann mit den unregelmäßigen "Einkommensverhältnissen" von Schriftstellern nicht so viel anfangen. Man verärgere sie daher besser nicht.
Manche Krankenkasse ist da auch etwas zäh - ich wollte zu Anfang mich privat versichern (als Ex-Krankenschwester weiß ich schon, wieso   8) ) - fand leider keine Kasse, die Autoren nehmen wollte. Der schärfste Vorschlag bezüglich fehlendem Monatseinkommens kam von der HUK: "Können Sie mit ihrem Verlag nicht ein Monatsgehalt verabreden?"
*indietischkantebeiß* COOOOOLE Idee!! *gleichmalindietatumsetzt*
Schriftsteller sind offenbar immer noch als brotlose Schmarotzer verschrieen.
Ich trat daraufhin in die KSK ein und werde dort bleiben, solange es geht.
VG-Wort: ja, bin dort eingetragen, bekomme jährlich einen Scheck, der mir beweist, wenn die Leute schon nicht die Bücher so kaufen wie der Verlag es gern hätte, so leihen sie sie in den Büchereien zumindest fleissig aus :P

Liebe Grüße, Dagmar  :)
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2006, 23:00:48 von Dagmar Trodler »

Offline Jeanne

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Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #5 am: 30. Oktober 2006, 11:39:59 »
Also mein Arbeitszimmer wurde abgelehnt, weil ich mit meiner Autorentätigkeit weniger als 50% des Jahreseinkommens erwirtschafte. Außerdem hat sich im Gespräch ergeben, dass sie fanden, ich hätte zu wenig Platz, um ein Arbeitszimmer zu besitzen. Das allerdings kann nur auf einem Missverständnis beruhen (über 100 qm für 2 Personen sollten ausreichen) und ich hoffe, diesen Punkt noch klären zu können.

Was die KSK betrifft, finde ich es ziemlich schwierig, Prognosen über meine zukünftigen Erlöse aus der Autorentätigkeit zu geben und weiß deshalb nicht, ob sie für mich zum jetzigen Zeitpunkt in Frage kommt. Ich werde mich mal bei www.mediafon.net informieren.

 :lesen: Jeanine
"Die Sternseherin" - Ein Vampire&Feen-Roman (Teil II)

Offline Nicole

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Re: Finanzen, Steuerberater und KSK
« Antwort #6 am: 02. November 2006, 17:17:24 »
Ich mache meine Steuererklärung schon immer selber, bisher wurde mein Arbeitszimmer anerkannt, letztes Mal wollten sie aber noch mal alle Daten, inkl. Grundriss.
Du musst das Arbeitszimmer aufschlüssen, d.h. Quadratmeterzahl, ist der Raum von anderen Räumen begehbar, wie viele Türen gehen ab, Fenster, liegt dort Wasseranschluss? Wird das Zimmer anderweitig genutzt und wirklich nur von dir? Außerdem wären die Unkosten bei den Angaben des Zimmers gut. Also musst du die Heizkosten und evtl. Renovierungen nur für das Zimmer einreichen oder prozentuall aufschlüsseln.
Du kannst Einspruch einlegen und versuchen das Arbeitszimmer geltend zu machen. Vielleicht klappt es.

Auch bei der VG Wort bin ich schon lange, ebenso seit einigen Jahre bei der KSK. Du kannst dich niedrig einstufen lassen, was dein Einkommen betrifft. Natürlich ist es schwierig vorab Angaben zu machen, was im Jahr darauf eingenommen werden könnte. Aber eine Schätzung ist immer möglich und sollte die Millionen kommen, kann man ja so fair sein und bei der KSK nachträglich Bescheid geben. ;-) (Wäre auch besser, die KSK prüft auch schon mal, heißt es zumindest!)
Einen Teil des Beitrags der KSK zahlst du selbst, der anderen läuft dann über deine Wahlkrankenversicherung. Die KSK führt Rente etc.ab, so als seist du in einem "normalen" Beruf.

Beste Grüße, Nicole
+++ Das Memorial +++