Ich schreibe das mal in diesem Thread, es paßt gerade so schön.
Ich glaube, das Problem ist, daß in "Lycidas" alles noch neu und aufregend war, die Figuren wurden eingeführt, man mußte als Leser erst noch mit allem vertraut werden, daß ein Höhepunkt quasi den anderen jagte, ein Aha-Effekt den nächsten, war noch frisch und ungewöhnlich.
Mittlerweile sind Emily und Co. fast schon alte Bekannte, wir haben uns an Christophs Stil und seine Art zu schreiben gewöhnt, daß wir bei jeder Wendung denken können, "Ah, da kommt schon wieder was".
Wenn man die Trilogie nun einigermaßen "intensiv" gelesen hat können gerade die Überraschungen den Leser kaum noch überraschen.
Das finde ich auf der einen Seite nicht schlecht, weil ich ich immer neugierig bin zu erfahren "Na, was hat er jetzt daraus wieder gemacht" und es mir auch gut gefällt, daß der Schreibstil über viele hundert Seiten so stringent weitergeführt wird, andererseits ist es schon ein wenig anstrengend, wenn ein "Knall" den nächsten nicht nur jagt, sondern geradezu hetzt.
Von Langeweile war ich allerdings glücklicherweise auch immer weit entfernt, einfach, weil ich immer wissen wollte, was nun noch an Einfällen kommt und wie die einzelnen handlungsstränge nun aufgelöst werden.
LG,
*Severine*