Bei mir schrappt das Buch gerade haarscharf am "zuviel des Guten" vorbei. Erst die Sintflut, dann Sodom und Gomorrah und jetzt auch noch Troja! Hm, ich hoffe nur, dass nicht noch weitere Städte/Länder von Nebel/Dürre/oder gar noch einer unbekannten "Schwester" der beiden (also im Endeffekt von den Mala'ak ha Mawef) zerstört worden sind. Dann wäre für mich eine Grenze überschritten.
Auch bei dem "schwarzen Nebel" im 8. Kapitel verdrehte ich erst die Augen (nicht noch ein lebender Nebel), kam aber bei weiterem Nachdenken zu dem Schluss, dass es passt. In einer Welt, in der sehr viel belebt ist, muss dies natürlich auch auf den altbekannten Londoner Nebel zutreffen, der ja lange vor den neuen, gefährlichen Nebeln existierte. Wie ist es mit dem Ausdruck "Londons Efeu" für den Nebel, Christoph? Hast du ihn geprägt, oder bist du anderswo darauf gestoßen. Er gefällt mir gut; der Nebel, der sich an alle Gebäude klammert und sie einhüllt wie eben Efeu, das hat was.
Pasteurella Pestis

. Eine schöne Figur! Aber auch hier diese Gleichzeitigkeit. Kaum ist ihre Geschichte erzählt, stecken die Helden auch schon in einer Pestgrube fest. Mir persönlich ist es lieber, wenn solche Szenen längerfristig vorbereitet werden. So macht es auf mich mehr den Eindruck: "ah, noch eine schöne Idee! Wie bringe ich die unter? Ja klar, so; fertig, abgehakt", um dann nie wieder eine Rolle zu spielen. (Falls doch, nehme ich alles zurück.)
Ende Kap. 8:
Ein lange totgeglaubter Mensch hat den "guten" Nebel geschickt. Ich hoffe nur, dass das Neil Trent ist, und nicht etwa ein von den Toten zurückgekehrter Micklewhite. Wenn ihr heute abend ein Wutgebrüll aus Richtung Norden hört, war er es

.
Sehr positiv vermerken möchte ich das seltene Vorkommen der "abgehackten Sätze". Ich habe nämlich nicht grundsätzlich etwas gegen das Stilmittel, nur gegen dessen übertriebenen Gebrauch. Bei Lycidas war ich 600 Seiten lang davon begeistert, aber gegen Ende ging es mir wahnsinnig auf die Nerven und seitdem ist meine Toleranzschwelle dafür sehr niedrig. Aber so wie in den letzten Kapiteln eingesetzt, gefällt es mir richtig gut!