Autor Thema: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)  (Gelesen 3621 mal)

Offline nimue

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Lumen

Es geschehen seltsame Dinge in London. Geheimnisvolle Nebel suchen die Stadt der Schornsteine heim, und das, was sich darin verbirgt, verbreitet Schrecken und Furcht. Emily Laing, deren Leben nicht so geworden ist, wie sie es sich einst erhofft hatte, ist in einem Netz aus Lügen und Intrigen gefangen, das großes Elend über jene bringt, die ihr am Herzen liegen. Und so begibt sie sich mit dem mürrischen Alchimisten Wittgenstein und ihrer Freundin Aurora Fitzrovia ein letztes Mal hinab in die Uralte Metropole. Dort zieht eine geheimnisvolle Gemeinschaft schon seit Jahrhunderten die Fäden, die Londons Schicksal bestimmen. Sprechende Ratten, wilde Winde und geheimnisvolle Ewige kreuzen ihren Weg, der tief hinab direkt in den Schlund der Hölle führt. Und während Aurora gemeinsam mit dem Lichtwesen Lilith den Limbus durchstreift, begeben sich Wittgenstein und Emily ins geheimnisumwitterte Prag, wo vieles begonnen hat und wo sie nach einem Engel suchen, den man einst Lycidas nannte.



Verlosung:

je ein Exemplar der Taschenbuchausgabe haben gewonnen:

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Mein Herzlicher Dank dafür gilt dem Heyne Verlag.



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Tirah



Liebe Grüße
nimue
« Letzte Änderung: 16. Oktober 2006, 18:51:22 von nimue »
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Offline Tirah

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #1 am: 16. Oktober 2006, 21:22:26 »
Hallo!

Morgen  startet die Leserunde zu "Lumen" und ich begrüße alle Teilnehmer(innen) und ganz gesonders Christoph, der unsere Leserunde begleitet  :winken:

Hier in diesem Bereich könnt ihr bis einschließlich Seite 66  schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Bitte lest euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQ durch (es gab inzwischen ein paar Änderungen). Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Nun wünsche ich uns allen viel Spaß!

viele Grüße
Tirah 

viele Grüße
Tirah

Offline Tirah

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #2 am: 17. Oktober 2006, 15:19:17 »
Dann will ich auch gleich mal anfangen:  ;D

Heute mittag habe ich mit dem Buch angefangen und war sofort in der Geschichte drin, für mich sind die Bücher um Emily einfach Wohlfühlbücher.
Zur Vorsicht hatte ich letzten Monat nochmal Lycidas und Lilith gelesen. Leider scheint Maurice Micklewhite tatsächlich tot zu sein, dabei hatte ich so gehofft, daß er doch noch wieder auftaucht. Und was ist mit Little Neil - sollte er tatsächlich für immer verschollen sein?
Die Szene zwischen Adam und Emily fand ich traurig, ich glaube, daß Adam ziemlich zerrissen ist. Aber daß Emilys Mutter gestorben ist... ich frage mich, ob tatsächlich Mushroom Manor dahinter steckt und welchen Zweck das alles hat.
Die Geschichte der RailMail hat mir gefallen, ich konnte all die Briefe direkt vor mir sehen.

Überhaupt gefällt mir sowohl die Atmosphäre als auch die Sprache des Buches sehr gut.
Auf Seite 15 sagt Emily z.B.: "Zu viele Menschen, die einst ihren Himmel gefunden hatten, verloren sich irgendwann im Labyrinth des Lebens und blieben auf ewig Verirrte." Mir hat dieser Satz sehr gefallen, er ist aktuell und wahr.
viele Grüße
Tirah

Offline Alfa_Romea

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #3 am: 17. Oktober 2006, 15:52:37 »
Hi!

Ich habe heute Nachmittag die ersten beiden Kapitel gelesen. Da es eine Weile her ist, seit ich "Lycidas" und "Lilith" gelesen habe, fällt es mir zunächst schwer, den Anschluss an die Geschichte wieder zu finden. Aber glücklicherweise hat Christoph Marzi kleine Hinweise und Rückblenden eingestreut, die dem Gedächtnis wieder ein wenig auf die Sprünge helfen.

Dass Emilys Mutter tot ist, hat mich auch erst in dem Moment berührt, in dem Emily begreift, dass ihre Mutter in ihren letzten Sekunden an sie gedacht hat  :(

Die geheimnisvollen Nebel scheinen mir eine besonders perfide Teufelei zu sein. Spannend, dass sie offenbar auch die "normale" Welt heimsuchen.

@Tirah: Du schreibst, dass "Lumen" etc Wohlfühlbücher für dich sind. Da geht es mir ganz anders: Die Atmosphäre ist düster und wenig tröstlich. Ich bin froh, dass ich nicht in Emily Laings Welt leben muss. Natürlich können auch düstere Bücher Wohlfühlbücher sein, aber dazu ist mir die Trilogie zu gruselig.

Liebe Grüsse

Alfa Romea

Offline Saltanah

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #4 am: 17. Oktober 2006, 17:16:46 »
Hallo allerseits, hallo Christoph :winken: ,

ich werde meinen ersten Kommentar zu diesem Buch mit einem ordentlichen Schimpfer beginnen >:(:
Wer soll dieses Buch eigentlich halten können? Nicht alle Fantasy-Leser und schon gar nicht alle Fantasy-Leserinnen haben Bratpfannenhände. Das Buch ist viel zu dick (rein physisch also, ob es auch zu lang ist, wird sich weisen)! Zur Zeit lese ich parallel "Anna Karenina", dass auch nicht bequem zu halten ist, obwohl es (trotz 130 Seiten mehr Umfang) ganze 1,4 cm - ich habe nachgemessen - dünner ist. Und da es trotz kleinerem Format pro Seite ganze 10 Zeilen mehr Text aufweist, kann ich nur konstatieren, dass Lumen in etwas anderer Aufmachung (mit dünnerem Papier und kleinerem Text) angenehm handlich sein könnte. Nur hätte der Verlag dann wohl nicht den stolzen Preis von 14 Euro verlangen können.

Zum Inhalt:
Ein sehr schöner, atmosphärisch dichter Anfang. Huh, so gruselig! Ebenso wie Alfa würde auch ich das Buch wegen der unheimlichen Stimmung nicht als Wohlfühlbuch gezeichnen.
2 Jahre sind seit dem Ende dess letzten Buches vergangen, aber glückliche Jahre waren es nach den furchtbaren Ereignissen damals nur bedingt gewesen. Tragisch ist vor allem, dass sich die beiden Freundinnen auseinandergelebt haben.
Leider scheint Maurice Micklewhite tatsächlich tot zu sein, dabei hatte ich so gehofft, daß er doch noch wieder auftaucht.
Ach, das Buch ist ja noch lang. Da kann noch einiges geschehen. Wobei ich wirklich hoffe, dass er wirklich tot ist! Ich mag es nämlich gar nicht, wenn Leute wieder von den Toten auferstehen (oder plötzlich doch wieder sehend werden, oder von unheilbaren Krankheiten genesen).

Neil Trent ist ja auch so ein Wiederauferstehungskandidat, nachdem er, mit seinem Schiff verschollen als tot betrauert wurde, aber auf der Beerdigung vielleicht doch wieder gesichtet wurde.

Alles in allem hat mir der Anfang richtig gut gefallen.
Aber.
Der Stil.
Dieser abgehackte Stil.
Geht mir schon jetzt auf die Nerven. :(
In den "normal" erzählten Passagen bin ich ganz hin und weg von dem Buch und begeistere mich über gelungene Formulierungen, wie z. B. der letzte Satz des ersten Kapitels: Und all die Briefe, die sie niemals geschrieben hatte, wurden zu Tränen, die sie nicht einmal weinen konnt.  :'(
aber dann.
Kommt's wieder.
Hoffentlich nicht so oft. :(

Ach ja, noch etwas ist mir aufgefallen: "Fragen Sie nicht" ist zu "Fragen sie besser nicht" oder "Fragen sie mich nicht" mutiert ;D .

Offline sandhofer

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #5 am: 17. Oktober 2006, 17:34:10 »
Hallo zusammen!

[...] kann ich nur konstatieren, dass Lumen in etwas anderer Aufmachung (mit dünnerem Papier und kleinerem Text) angenehm handlich sein könnte. Nur hätte der Verlag dann wohl nicht den stolzen Preis von 14 Euro verlangen können.

Wenn ich rasch OT werden darf: Das bezweifle ich. Bzw.: Das Buch wäre wohl sogar eher teurer geworden. Je dünner und leichter das Papier, desto höher sind die Anforderungen an Druckmaschine und -farbe. Vgl. den Artikel Bibelpapier bei Wikipedia.

Grüsse

Sandhofer

Offline malta

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #6 am: 17. Oktober 2006, 17:56:25 »
Hallo an alle!

Ich habe gestern abend kurz nach Mitternacht angefangen zu lesen, als ich endlich "durfte"  :) - die ersten beiden Kapitel habe ich jetzt schon "durch" und freue mich schon darauf, heute abend weiterzulesen!

Für mich stimmt - genau wie in den ersten beiden Romanen - wieder alles. Atmosphäre, Sprache, Thema...

Was die Sprache angeht, finde ich gerade die "abgehackten"  Sequenzen interessant. Der Wechsel zwischen langen, komplexen Sätzen über die man zum Teil lange nachdenken kann,  und diesen ganz Kurzen, bei denen syntaktisch oft etwas fehlt sorgt für Spannung beim Lesen. Man überfliegt nicht nur, sondern befasst sich wirklich auch mit der Sprache.

Inhaltlich gefällt mir die Idee des belebten Nebels sehr gut ( ich schätze mal Christoph, dass auch Dir John Carpenters The Fog  gut gefallen hat  ;D)
Und ein ganz tolles Bild fand ich die eisüberzogenen Betten im ehemaligen Waisenhaus!

Sehr anrührend fand ich Emilys Erkenntnis, dass Mia Manderley sie trotz ihrer Krankheit erkannt hatte und positive Gefühle mit ihr verbunden hatte.

Was mir nicht gefallen hat,  war Emilys Reaktion auf Adams Ankündigung den Winter über in Paris arbeiten zu wollen. Was spricht denn dagegen, für ein paar Monate mit ihrer großen Liebe in Paris zu leben? Ich fand ihre Reaktion unangemessen - wenn Du weg bist, bist Du weg...  Klar, London ist ihre Heimat, aber Adam möchte vielleicht auch mal etwas anderes erreichen als durch die U-Bahn zu tingeln. Ich finde ihre Paris- oder ich-Mentalität hier etwas irritierend...

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Grundstimmung eher depressiv ist,  Aurora, Emily, alle scheinen in ihrem Leben vor sich hinzudümpeln.  Beide werden des öfteren als müde beschrieben. Aurora ist einsam, Emily anscheinend auch (trotz Adam), es gibt keine wirkliche Kommunikation mehr zwischen ihnen - das mail rail center hat mir übrigens auch ganz grossartig gefallen als Symbol für misslungene Kommunkation. Überhaupt scheint mir das ein zentrales Motiv zu sein - Emily besuchte ihre Mutter, kann aber nicht mit ihr kommunizieren, Aurora denkt an ihren verstorbenen Vater, mit dem sie nie als Vater reden konnte, mit Dariusz kann man nicht offen sprechen, da er zu enge Kontakte zu Blackheath hat, und Wittgenstein.... Fragen sie nicht...  ;D

Ich bin gespannt wie es weitergeht!

Offline Tirah

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #7 am: 17. Oktober 2006, 20:24:27 »
Ich bin bei Lumen im gleichen Zwiespalt wie auch schon bei den beiden Vorgängerromanen: Einerseits genieße ich die Atmosphäre (die kurzen Sätze stören mich gar nicht) und fühle mich unheimlich wohl beim lesen und versuche, jeden Satz auszukosten. Andererseits ist es aber auch spannend und ich will ganz schnell erfahren, wie es weitergeht  ;D

Wo wir aber gerade beim meckern sind: mich stört die Einbandfarbe, die paßt nicht so recht zu den ersten beiden Teilen. Etwas mehr ins Blaue wäre schön gewesen...  ;D Aber ich fürchte, daß der Autor da nur wenig Mitspracherecht hatte, oder? Das Umschlagmotiv gefällt mir dagegen sehr.

viele Grüße
Tirah

Offline Severine

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #8 am: 17. Oktober 2006, 22:44:37 »
Hallo Zusammen,

hier auch mal von mir ein erster Eindruck.
Schön, daß es wieder mit einem "Die Welt ist gierig..."-Satz anfängt. Überhaupt gefällt mir sehr gut, wie die einzelnen Bücher quasi mit einem "Vorgreifen" beginnen und wir erst nach und nach erfahren, wie es zu dieser Anfangssituation gekommen ist. Auch die kurzen, manchmal aus nur einem Wort bestehenden Sätze stören mich gar nicht, ich finde, sie machen einen großen Teil des Reizes der Reihe erst aus.

Die Grundstimmung erscheint mir irgendwie noch deprimierender als bei "Lycidas" und "Lillith", trotzdem würde ich die Reihe durchaus als "Wohlfühlbücher" beschreiben insofern, daß es mir einfach sehr viel Freude bereitet, sie zu lesen. Nicht, daß die Atmosphäre besonders kuschelig wäre, im Gegenteil, obwohl es "nur" Bücher sind, bin nach dem Lesen total durch den Wind, weil ich ganz einfach mit den Figuren mitleiden muß.

Tja, zum Inhalt bisher- ich gehe fest davon aus, daß Master Micklewhite tot bleiben wird und ich bin etwas zwiegespalten darüber. Einerseits mochte ich den Charakter gern und hätte es für Aurora schön gefunden, wenn sie etwas mehr Zeit mit ihm hätte verbringen und ihren Vater besser kennenlernen dürfen, andererseits bin ich kein Fan dauernder Wiederbelebungen, mich hat es beispielsweise schon ein bißchen "gestört", wie schnell Aurora ihrerzeit aus dem Jenseits zurückgekehrt ist oder wie nebenbei Emily ihr Augenlicht wiedererlangt hat.

Emilys Reaktion auf Adams Reise nach Paris scheint auf den ersten Blick übertrieben, bedenkt man jedoch, wieviel sie bisher stets verloren hat, sobald sie es gefunden glaubte und was sie in ihrem kurzen Leben schon erleben mußte, wird es wieder verständlicher.
Der Nebel.... brrr. Fiese Sache das, zumal es dagegen ja erstmal (ich bin schon etwas weiter) kaum ein Mittel zu geben scheint. Und hinter allem steht bei mir wieder die große Frage "Wer und vor allem Warum?".

Zum Schluß noch ein bißchen Lobhudelei an den Autor: Christoph, ich finde, Du hast einen wunderbaren Stil, derartiges ist mir in der deutschsprachigen Fantasy bisher so noch nicht begegnet. Auch die Verquickung all dieser Legenden, Bücher und Filme, die mir immer wieder Aha-Erlebnisse bescheren, ist wunderbar und wird immer wieder glaubwürdig und logisch aufgelöst.
Und es macht immer wieder Spaß, Parallelen herauszufinden- vor kurzem habe ich z.B. noch China Mievilles "King Rat" gelesen- auch wieder ein kleiner Aha-Effekt.  ;)

LG,
Severine (um Nachsicht bittend, weil es ihre allererste Lesrunde ist- falls sie Blödsinn schreibt oder an falscher Stelle oder whatever...)

Offline Alfa_Romea

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #9 am: 17. Oktober 2006, 23:00:50 »
Hi Malta!

Zitat von: malta
Was mir nicht gefallen hat,  war Emilys Reaktion auf Adams Ankündigung den Winter über in Paris arbeiten zu wollen. Was spricht denn dagegen, für ein paar Monate mit ihrer großen Liebe in Paris zu leben? Ich fand ihre Reaktion unangemessen - wenn Du weg bist, bist Du weg... 

Da muss ich Emily doch ein wenig in Schutz nehmen. Sie ist schliesslich erst 18, Adam ist ihr erster Freund. Da würde wohl noch so manche junge Dame im selben Stil reagieren. Zehn Jahre später hätte es sicher anders ausgesehen.

@Saltanah:
*handreich* Ich mag die abgehackten Sätze auch nicht und merke, dass ich diese kurzen Passagen nur überfliege... Im Wechsel mit den längeren (und anspruchsvolleren) Sätzen wird das Buch so recht anstrengend zu lesen. Aber wir halten durch, wir müssen ja schliesslich wissen, wie es ausgeht, nicht wahr?  ;)

Liebe Grüsse

Alfa Romea

Offline christophmarzi

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #10 am: 17. Oktober 2006, 23:16:39 »
Hallo & guten Abend,

... und es ist schön, einige alte Bekannte wieder zu sehen. Da ich gerade erst von einer Lesung nach Hause komme, fällt die Antwort für heute recht kurz aus.

@ Tirah: schön, dass du die Moderation übernimmst (Aufs Cover habe ich gar keinen Einfluss, die Farbe wird aber bei der nächsten Auflage dunkler ausfallen - das war auch so geplant, das ist wohl ein Fehler der Druckerei).

@ Severine: willkommen zur ersten Leserunde.

@ Sandhofer und Malta: huhu

@ Alfa-Romea & Saltanah:
Hey.
Meine.
Gnadenlosesten.
Aber.
Immer auch.
Konstruktiven.
Kritiker(innen).
Der.
Letzten.
Leserunde.
Sind auch.
Wieder.
Da.
Freu  :P
Schön.
Euch.
Wieder
Hier.
Zu sehen.
Hi.
Hi.
Hi. ;)

@ alle anderen, die noch einsteigen ... bis bald (morgen kümmere ich mich ausführlich um die Fragen).
Versprochen.

Liebe Grüße für heute & gut`Nacht,

Christoph.
 :winken:

Offline Queezle

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #11 am: 17. Oktober 2006, 23:22:09 »
Ich will ehrlich sein, ich habe geschummelt und bereits gestern um 23.00 Uhr mit dem Buch begonnen. Schon ahnend, dass mir der Vorteil nichts nutzen würde - und siehe da, ich hänge jetzt schon hinterher.  ;)

Zunächst einmal zum Buchformat: Nach der Arbeit habe ich es mir mit dem Buch in der Badewanne versucht gemütlich zu machen. Und festgestellt, dass selbst das warme Badewasser die Schulter-Arm-Verspannung nicht kompensieren kann.  ;D

Zum Buch selbst: Nach einer Reihe von schlecht geschriebenen Büchern ist es wirklich wieder eine Wohltat, ein Buch zu lesen, dass sowohl gut formuliert als auch flüssig geschrieben ist. Die Atmosphäre ist so dicht, dass ich sie schon als erdrückend empfinde. Den Wechsel im Schreibstil von den langen, kompakten zu den kurzen, abgehackten Sätzen fand ich anfangs interessant, nach der zunehmenden Häufung hoffe ich aber auch, dass er künftig etwas sparsamer eingesetzt wird. Dem Lesevergnügen tut dies aber bisher keinen Abbruch, ich finde es (mal wieder) wunderbar geschrieben.

Sehr traurig fand ich den Entfremdung zwischen Aurora und Emily und die Vorstellung, wie Aurora jeden Tag alleine zum Grab von Maurice Micklewhite geht. Dass Aurora die letzten zwei Jahre einsam und unglücklich verbrachte, derweil sich Emily auf Adam fixiert hat, spricht nicht unbedingt für eine positive Entwicklung von Emilys Charakter. Emilys Reaktion auf Adams Paris-Pläne fand ich auch übertrieben, passt aber insofern. Wobei ich ja vermute, dass dies in Vorbereitung auf die weiteren Ereignisse geschrieben wurde. Es bleibt abzuwarten.

Insgesamt gefällt mir das Buch bisher so gut, dass ich es am liebsten abbrechen, beiseite legen  und wieder mit dem ersten Band anfangen würde. Ich weiß nicht, ob ich zuviel lese oder alt werde: Ich habe die beiden Vorgängerbände Anfang des Jahres gelesen und habe echte Gedächtnislücken. Die vielen kleinen Hinweise sind vielleicht ein wenig hilfreich, helfen meinem Gedächtnis aber nicht wirklich auf die Sprünge und machen mich vorrangig ärgerlich auf mich selbst.
 :-\

Ein Wort noch zur Karte: Die ist wie immer sehr gelungen. Ich freue mich schon auf Prag.  ;)

Offline Dreamy

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #12 am: 18. Oktober 2006, 09:43:56 »
Hallo zusammen,
Hallo Christoph,

ich bin schon wieder total begeistert von dem Buch und froh das ich noch soviel davon vor mir habe.

Das Format und die Schriftgröße des Buches stören mich überhaupt nicht, ich habe schon um einiges unhandlichere Bücher gelesen.

Christoph, dein Stil ist einfach herrlich und gehört für mich absolut zu den Büchern über "Die Uralte Metropole" dazu. Die abgehacken kurzen Sätze sowie die verwinkelten langen Sätze gehören für mich einfach dazu und machen es zu etwas besonderem.

Die Atmosphäre des Buches ist wie in den letzten beiden Büchern einfach umwerfend und mitreißend, manchmal muss ich einfach im Lesen innehalten und eine Minute die Augen schließen um mir das Gelesene vor Augen zu führen und die Atmoshphäre richtig wirken zu lassen, z.B. das zugefrorene Weisenhaus, die vergessenen Briefe in der RailMail, die geheimnissvollen Nebel überall in London.

Emilys Reaktion auf Adams Reise nach Paris scheint auf den ersten Blick übertrieben, bedenkt man jedoch, wieviel sie bisher stets verloren hat, sobald sie es gefunden glaubte und was sie in ihrem kurzen Leben schon erleben mußte, wird es wieder verständlicher.

Da bin ich voll und ganz deiner Meinung, in Emilys Leben hatte bis jetzt nichts Bestand. Ich kann ihre Reaktion auch sehr gut verstehen.

Das Aurora und Emily sich anscheinend soweit voneinander entfernt fand ich auch erst sehr traurig, aber wer weiß wie sich das alles noch entwickelt.

Der Tod von Emilys Mutter, bzw. die Bilder die Emily in ihrem Kopf gesehen und gefühlt hat haben mich auch sehr bestürzt und schaudern lassen. Was muss das arme Mädchen denn noch alles durchmachen.

Die sehr fließend und geschickt eingebauten Rückblicke und Verweise haben mir übrigens den Hals gerettet. Ohne sie währe ich mit Sicherheit an manchen Stellen wirklich ind Grübeln gekommen. Danke für diese kleinen Gedankenschubser Christoph.

Ich bin wirklich sehr gespannt was uns diesesmal alles erwartet, und kannes fast nicht glauben das dies mein letzter Ausflug in die "Uralte Metropole" sein soll. :(

 :lesen:
Lieber Barfuss als ohne Buch - Isländisches Sprichwort

Offline Tirah

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #13 am: 18. Oktober 2006, 09:54:46 »
@Christoph:
 ;D
Es ist übrigens das erste Mal, daß ich eine Leserunde moderiere, erwartet also nicht zuviel  :)

@AlfaRomea:
Ich denke auch, daß Emilys Reaktion auf Adams Weggang in ihrem Alter begründet liegt. Und in ihrer Vorgeschichte: sie hatte nie Familie und jetzt hat sie sich an jemanden gehängt, der sie im Stich läßt, so sieht sie es zumindest. Und an ihrem Alter wird auch die Entfremdung von Aurora gelegen haben. Mal ehrlich: in dem Alter und beim ersten Freund - wer hat denn da noch Zeit für alte Freundinnen?  :D Außerdem haben sie ja nun wirklich nicht nur Schönes zusammen erlebt, vielleicht braucht sie darum auch ein bißchen Abstand von Aurora.

@Severine: Wo Du gerade Mievielle erwähnst - ob der Tunnelstreicher und Dinsdale wohl auch wieder auftauchen? Ich überlege gerade: In London hat Mievielle einen französichen Namen, in Paris hatte er einen englischen Namen. Ob er wohl in Prag wieder erscheint? Er scheint sich ja in den Metropolen gut auszukennen. Nur: Was für einen Namen hat er dann?   ;D
Ich mag übrigens diese Sätze "Die Welt ist gierig..." auch sehr, aber bislang kommen mir einfach zuwenig davon vor.

@Queezle:
Bei Prag denke ich immer an Golem - ob wohl wieder ein Golem mitspielt?
viele Grüße
Tirah

Offline Weratundrina

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Re: Christoph Marzi - Lumen (Buch I: Anfang bis Kapitel 2, bis Seite 66)
« Antwort #14 am: 18. Oktober 2006, 16:18:15 »
Nach 3 Wochen funktioniert das Internet endlich wieder - pünktlich zu der von mir sehnlichst erwarteten Leserunde.  :anbet:
Mein Buch hab ich gestern Mittag bekommen - irgendwie hat es wie Lycidas den Fehler, dass es viel zu schnell zu Ende ist (von Lillith war ich ja nicht soooooo begeistert, aber  Lumen schliesst für mich (zum Glück) direkt wieder an Lycidas an. Leider bin ich schon zu 3/4 durch.  :'( und ich weiss jetzt schon wieder nicht, was ich danach noch lesen soll. So ging es mir damals schon mit Lycidas.

Hach ja...was soll ich sagen.

Ich liebe diese Welt, ich liebe diese Leute, ich liebe den Schreibstil...

Viele der "abgehackten Sätze" (vor allem  "Dieses Kind!", "Fragen Sie nicht!" und "Es gibt keine Zufälle!") sind bei uns schon längst zum Familienvokabular geworden.  ;)

Und jetzt muss ich nach den wichtigsten Tätigkeiten im wieder funktionierenden Internet unbedingt weiterlesen.  :lesen:

Greetz,
Weratundrina

...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM