Leserundenarchiv > Tobias O. Meißner – Barbarendämmerung

05 - SauFeN, BeGaFFeN, auFBeGeHReN, üBeRWäLTiGeN, uNTeRWaNDeRN, VeRWeiGeRN

<< < (10/25) > >>

Llyren:

--- Zitat von: Myriel am 10. Mai 2012, 20:43:16 ---
--- Zitat von: Llyren am 08. Mai 2012, 22:44:21 ---Ich stehe einfach darauf, wenn ein Buch so endet wie es begonnen hat. Wenn ein Satz, ein Absatz, eine Szene oder sogar ein ganzes Kapitel praktisch einen Rahmen rund um die Geschichte bilden. Gerade hier ist das sehr schön gelungen.
--- Ende Zitat ---

Jepp, dieses letzte Kapitel hat dem Buch einen Rahmen verliehen, der die einzelnen Geschichten zusammenhält. Ich glaube ohne dieses Kapitel hätte ich das Buch ungläubiger zugeklappt - nach dem Motto: Und das war's jetzt? So aber hat sich der Kreis geschlossen. (A silence of three parts ;) )

--- Ende Zitat ---

Psst, bist Du ruhig!

tigi86:
Nun ist das Buch also schon zuende.


--- Zitat von: Old Fisherman am 08. Mai 2012, 19:04:31 ---Und die Studenten/Studentinnen jubeln ihm zu, was den Barbaren stolz macht.

--- Ende Zitat ---

Er erntet zwar Anerkennung, zumindest scheint es ihm so, aber schade, dass es unter solchen
Bedingungen stattfindet.

Aber im Großen und Ganzen wurde ich aus dem Barbaren nicht so richtig schlau, vielleicht weil
mir etwas mehr an Hintergrundinformationen fehlt, wie er beispielsweise so wurde, wie er ist,
aber dann wäre es wahrscheinlich nicht mehr so interessant  :)

Peinapfel:

--- Zitat von: Myriel am 10. Mai 2012, 20:43:16 ---Meiner Meinung nach war das nicht so klar. Die frische Luft und der Hauch von Freiheit, den Du hier nennst, mögen dem Barbaren geholfen haben zu entkommen, nachdem er seine Entscheidung gefällt hatte. Aber die Entscheidung selbst trifft er, weil er die Anwesenden als unwürdig erachtet:

"Diese Menschen waren es nicht wert, dass er von ihnen getötet wurde. Er war keine flüchtige Zerstreuung für Nichtswürdige."

Mit einem anderen Publikum, eventuell Eurese als seinen Bezwinger unter ihnen, hätte er sich eventuell töten lassen ohne Widerstand zu leisten. Aber hier passen ihm die Umstände seines Todes einfach nicht.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt. Aber ich würde das trotzdem nicht als "inneren Kampf mit sich selbst" bezeichnen. Ich glaube, er trifft einfach eine Entscheidung, zu der er sich nicht sonderlich durchringen muss.

Magnhor:

--- Zitat von: Myriel am 10. Mai 2012, 20:43:16 ---
--- Zitat von: Llyren am 08. Mai 2012, 22:44:21 ---Ich stehe einfach darauf, wenn ein Buch so endet wie es begonnen hat. Wenn ein Satz, ein Absatz, eine Szene oder sogar ein ganzes Kapitel praktisch einen Rahmen rund um die Geschichte bilden. Gerade hier ist das sehr schön gelungen.
--- Ende Zitat ---

Jepp, dieses letzte Kapitel hat dem Buch einen Rahmen verliehen, der die einzelnen Geschichten zusammenhält. Ich glaube ohne dieses Kapitel hätte ich das Buch ungläubiger zugeklappt - nach dem Motto: Und das war's jetzt? So aber hat sich der Kreis geschlossen. (A silence of three parts ;) )

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Peinapfel am 10. Mai 2012, 17:46:10 ---So, ich bin auch durch...aber weiß nicht recht, was ich von dem Ende halten soll.
Ich bin von einem Tod in einem alles bisherige übersteigenden Kampf ausgegangen. Aber wie ihr schon schreibt, das Schließen eines Rahmens um die Geschichte war auch ein würdiger Abschluss. Dass alle Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen doch nichts bringen, um gegen die Freiheit des Barbaren vorzugehen, schließt seine Charakterbeschreibung, die sich durch das ganze Buch gezogen hat, sinnvoll ab.

--- Ende Zitat ---

Hmmm ... da fällt mir ein, was ich noch los werden wollte:
Zum Ende des Buches hatte ich einst so eine Idee, und ich war ganz nah dran damit. Ich las den vor dem Verkaufsstart veröffentlichten Text von Piper und machte mir irgendwann einmal Gedanken darüber, wie das Ende des Buches wohl aussehen könnte. Da kam ich auf die Idee, dass dem Barbaren nach all seinen Abenteuern, Ermordungen und weiteren kriminellen Taten langsam bewusst wird, was er da die ganze Zeit anstellt. Die Zeiten des Verdrängens neigen sich dem Ende und dann gibt es ein Schlüsselerlebnis, das den Barbaren, der niemals spricht, zu einer Heulsuse werden lässt - in etwa so wie in Rambo; nur von Tobias subtiler dargestellt.
Dass der Barbar dann nach SauFeN tatsächlich kaum wiederzuerkennen ist traf mich trotz meiner Spekulation sehr unerwartet und wirkte sehr befremdlich auf mich. Die mutmaßliche Tragödie hielt Tobias dann aber schnell im Zaum, indem aus dem Barbaren binnen kürzester Zeit aus einem Häufchen (gefolterten, geschwächten, fast in Selbstaufgabe verlorenen) Elend wieder der Erhabene wird, der Wilde und Unabhängige, dem es um nichts weiter geht als frei zu sein und seine natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen, seinen Hunger und Durst, seinen Sexualtrieb und seine Neugierde, der sich in keinerlei Unwesentlichkeiten und Zwänge verliert, wie es ein Zivilisierter so tut, weil dieser im Übermaß lebt und zu schwach ist, um für sich selbst sorgen zu können!

Phy:
Ich hab den letzten Teil auch schon seit ein paar Tagen zu ende gelesen, komme aber erst jetzt dazu etwas zu schreiben...

Saufen
Ich finde es lustig wie der Barbar auch hier wieder "kämpft" und gewinnt. Und seinen Gegner auf eine ganz andere Art und weise erlegt.
Das "Noch einen" kam meiner Meinung nach auch ganz klar vom Schiedsrichter und/oder Gegner (mal so mal so ^^).

Begaffen
Ich finde nicht, dass sich der Barbar hier anfangs untypisch verhält. Wie auch ganz am Anfang wird er hier von wem anders erstmal versorgt (das alte Weib, dass sich danach einen Ritt gönnte). Und im Anschluss benutzt (:
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass er es ganz witzig fand sich diesen Stadtmenschen gegenüber zu stellen. Dann schien er aber doch etwas überwältigt, soviel Begeisterung ist er ja nicht gewohnt.


Aufbegehren
Hier fand ich das zeichnende Mädchen besonders und das Interesse des Barbaren an den beiden Frauen.
Da kämpft er um Leben und Tod und macht sich dabei Gedanken welches Weib er gern nehmen würde...

Überwältigen
Die Bogenschützen finde ich nicht unbedingt bewundernswert. Sie verschont ja nicht den Barbaren, sie hat nur keine Lust etwas zu erlegen, was wer anders schon getroffen hat (sie kauft ja auch keine getragene Kleidung). Ehrlich gesagt wäre es vielleicht auch nett gewesen wenn der Barbar hier stirbt.

Unterwandern
Aua =/
Solche Kapitel sind immer toll, wenn man sich direkt alles am eigenen Leib vorstellt. Gut dass ich eine Frau bin und nur erahnen kann welche Schmerzen der zweite Folterknecht dem Barbaren zugefügt hat.

Verweigern
Ich finde den Titel des Kapitels toll. Der Barbar verweigert sich einfach dem Tod. Er will das in dem Moment nicht, also macht er es auch nicht. Wie beim Sportunterricht, wenn man sich einfach auf die Bank setzt und nicht mitspielt.
Lustig ist auch: Wie bei der ersten Hinrichtung wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber auch hier wurden wieder Details vergessen, die dem Barbaren die Flucht erlaubten.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln