Hallo werte Mitleser,
ich habe diesen Abschnitt zwar bereits gestern erledigen können, war aber zu ausgelaugt, um noch etwas schreiben zu können:
STöReN:
Unser Barbar hat die unsanfte Landung im See gut überstanden und hat sich dann an Bord eines Vergnügungsdampfers gerettet. Schon die ersten Beschreibungen haben mir ein unangenehmes Gefühl beschert, aber Setepenre war richtig widerwärtig. So ein egomanisches Miststück, dass die Welt als ihre Spielwiese betrachtet - und ausgerechnet sie überlebt das Blutbad an Bord, obwohl sie sogar noch Männer auf den Barbaren gehetzt hat! Hat sich da das Gehirn des Barbaren ausgeschaltet und er konnte nur noch mit dem Magen und später mit dem Schwanz denken??? 
Das sind für gewöhnlich die einzigen Dinge mit denen der Barbar denkt, wenn er nicht gerade beim Kämpfen ist.

Dieses Kapitel hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn ich die Kämpfe nicht als allzu fordernd empfand. Nachdem Borr, der mich an den unkaputtbaren "Beißer" aus James Bond erinnert hat gestorben war ist bereits klar gewesen, dass Valenzio keine Gefahr mehr darstellen wird.
Setepenre ist ein sehr intriganter Charakter, die sich anscheinend darauf versteht Männer zu manipulieren und sich daran erfreut wenn diese um sie kämpfen. Das dem Barbar ihr anzügliches Verhalten gefällt war abzusehen. Fies fand ich vor allem wie sie den sterbenden, in seinen Innereien liegenden Valenzio im letzten Augenblick seines Lebens mitteilt: "Ich glaube ich werde seinen
Schwanz mögen!" Im Grunde war er mit seinem idiotischen Benehmen aber selbst schuld und ist wegen seiner eigenen Dummheit gestorben.
Ungewollt komisch war die Szene als der Sklave auf Geheiß seines Herren versucht den Lendenschurz des Barbaren herabzuziehen. Sein Schicksal war natürlich besiegelt. Um die Sklaven tut es mir Leid, aber die andere Möglichkeit- sich gegen ihre Herren zu stellen wäre wahrscheinlich ebenfalls nicht von großem Erfolg gekrönt gewesen, denn sobald das Schiff in den Hafen einläuft/ aufläuft würde die Jagd auf sie eröffnet werden.
Zum Kapitel
ZeRSTöReN habe ich gleich einmal eine Frage an Tobias, die vielleicht auch schon einmal in anderen Leserunden gestellt wurde: Glaubst du an ein höheres/höhere Wesen? Wenn ja welcher Religion bist du zugehörig/ an was genau glaubst du? Ich habe bemerkt das Götter des Öfteren eine große Rolle in deinen Büchern spielen- deshalb die Frage.
Nun aber zum eigentlichen Kapitel. Der Barbar soll im Auftrag eines Hauptmanns eine Götterstatue der Waldmenschen (waren es die Grünen Horden?) verstümmeln. Der Lohn dafür ist der Helm des Mannes. Der Auftrag gelingt, auf dem Rückweg bekommt er es mit Kriegern zu tun, die immer zu sechst auftreten. Als sie immer härter werden (den Vergleich von odenwaldcollies mit einem Computerspiel finde ich übrigens sehr gelungen) flieht er und bekommt den Helm. Die Waldmenschen errichten eine neue Statue: Den Barbaren selbst, den sie ebenfalls Kelwor-Opfer nennen.
Zu Beginn hat mir schon einmal gefallen, wie der Barbar beharrlich den Helm für sich beansprucht. Das Ganze hat mich ein wenig an das Verhalten eines kleinen Kindes erinnert, der Kommandant gibt schließlich entnervt auf. Den Auftrag an sich fand ich auch sehr interessant, er bekommt es mit einem Gegner aus Fels zu tun.
Dann der Rückweg: Was hat es mit der Zahl sechs auf sich. Anscheinend laufen diese Waldmenschen immer in dieser Konstellation umher. Ich vermute zwar, dass hier wahrscheinlich keine geplante tiefere Bedeutung vorliegt, aber trotzdem ist es interessant zu spekulieren. Hätte der Barbar ihr Aussehen besser beschreiben können wüssten wir vielleicht mehr: Es könnte schließlich sein, dass es sich um eine best. Familienkonstellation handelt.
Wikipedia sagt zur Bedeutung der Zahl Sechs (mathematische Bedeutung etc. weggelassen):
Nach der Bibel erschuf Gott die Erde in sechs Tagen (siehe Augustins Bemerkung im Gottesstaat).
Der Buddhismus unterteilt die Welt in sechs Daseinsbereiche, in denen ein Wesen wiedergeboren werden kann. Sie werden auf dem tibetischen Lebensrad bildlich dargestellt. Der Sechsstern ist ein sechseckiger Stern aus zwei sich überlappenden gleichseitigen Dreiecken.
Der Davidstern
Das Hexagramm, ein Stern mit sechs Strahlen, der aus zwei übereinander gelegten Dreiecken gebildet ist, ist religiöses Symbol in einigen Religionen, so im tantrischen Hinduismus und im Buddhismus. Abgeleitet daraus ist er ein Zeichen der Alchemie, bei dem die überlappenden Dreiecke die Elemente symbolisieren. Als so genannter Brauerstern war das Hexagramm das Zunftzeichen der Brauer und Mälzer. Daraus leitet sich die Verwendung in Wirtshausschildern ab. Als Davidstern (hebr. מגן דוד, Magen David – „Schild Davids“) ist es das Symbol des Judentums und des Volkes Israel.
Das Buch der Wandlungen (Yijing) beruht auf Vierundsechzig Hexagrammen, die aus je sechs Yin- oder Yang-Linien bestehen. Zur Bedeutung der Sechs in der chinesischen Zahlensymbolik siehe dort.
Den markierten Bereich fand ich interessant- wurden sie einfach immer wieder geboren in neuen Körpern und der Barbar kämpfte immer wieder gegen dieselben Gegner? Ich kenne mich mit dem Buddhismus allerdings nicht wirklich aus und kann somit auch nichts über diese sechs Daseinsbereiche aussagen.
FReSSeN:Die Geschichte wie Jenny Mai-Nuyen dir das erzählt hat klingt aus deiner Sicht irgendwie unheimlich.

Eine tolle Idee ist das ganze auf jeden Fall, sie einzubauen war auf keinen Fall eine Fehlentscheidung. Im übrigen war es für mich im Gegensatz zu Originaldibbler und einigen anderen nicht von Anfang an klar, dass die Kinder geopfert werden. Erst als sie dann zu singen begannen:"...Unseren Eltern zum Dank, für Speise und Trank..." war mir klar, welches Schicksal sie zu erfüllen hat.

Ich freu mich schon auf Hiob...

Allerdings fällt es mir schwer vorzustellen, dass eine solcherart sadistisch "Barbarei" in unserer Zivilisation möglich wäre. Allein das die Eltern im Anschluss das zarte Fleisch ihrer eigenen, gemästeten Kinder kosten werden (Schade, dass es hier keinen Kotz-Smiley gibt)
Und dem Magistrat und dem Lautenspieler scheint das Ganze auch noch sehr zu gefallen:


Naja, bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht und freue mich bereits auf Indencron, Tleck und alle weiteren wiederkehrenden Charaktere. Mal sehen, wen Tobias als würdig genug erachtet...