Hallihallo,
erinnert mich bitte daran, dass ich nächstes Mal die Einteilung anders gestalte. Für Langsamleser sind die großen Abschnitte ja nix

Ich muss leider zugeben, dass bei mir noch der Meißnersche Wow-Effekt ausbleibt. Mir fehlt einfach der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht, wobei es mir erstaunlicherweise überhaupt nichts ausmacht, dass der Barbar nicht redet.
STöReN
Das hatte für mich sehr viel Marquis-de-Sade-Flair. Angefangen mit den Namen Setepenre und Valenzio, über die Grausamkeiten, Sex mit Leichen und sonstigen Perversitäten, das Schwanz-Gerede bis hin zu Valenzios Ansprache auf Seite 243. Ich kenne von de Sade bisher nur "Justine", aber da herrschte für mich ähnlich Atmosphäre. Diese Gier nach Belustigung und Blut - oder Belustigung durch Blut. Setepenre halte ich übrigens weder für verrückt, noch krank oder von Drogen beeinflusst. Ich halte sie schlicht und einfach für gelangweilt.
ZeRSTöReN
Am interessantesten fand ich hier die Pointe: Dass die Waldmenschen eine neue Götze bauen, die dem Barbaren nachgebildet ist. Konsequenterweise könnte man nun vermuten, dass der Falke auch etwas nachgebildet wurde. Und dass die Götter aus Vernichtung neu entstehen. Warum waren es immer sechs Gegner? Musste hier ein bestimmtes Ritual (für die Opferung) eingehalten werden? Hätten sie ihn zusammen angegriffen hätten sie gesiegt, aber aus ihrem Opfer hätte kein neuer Gott entstehen können. Vielleicht war die Zeit des Falken einfach abgelaufen.
FReSSeN
Haha... zarte, knusprige Kinder sind ja schon seit "Hänsel & Gretel" nichts neues

Aber das Kapitel zeigt wieder ganz deutlich: Bisher hat sich der Barbar noch nicht so barbarisch wie seine Gegner aufgeführt (mit einer Ausnahme: Dem geschändeten Mädchen und dem lieben Jungen). Auch in diesem Kapitel wieder: Dekadenz und Langeweile. Fehlte noch der Sex, dann wären wir wieder beim Marquis

Vielleicht findet sich dafür ja auch noch eine Leserunde? 
Vielleicht 