So, jetzt kommen meine Eindrücke zu diesen drei Kapiteln:
Unterwerfen:
Erstmal mußte ich grinsen, wie weit doch die Wahrnehmungen auseinandergehen können

Die Einen sind hin und weg von der Hochstadt und der Barbar empfindet die Stadt als stinkend, einengend und abstoßend vor. Erinnert mich an Venedig: die Einen finden es toll, die Anderen erinnern sich an den Gestank

Kein Wunder, daß dem Barbaren die Sicherungen durchbrennen. Aber ein Wunder, daß er sich von dem Kind hat mitziehen lassen - da muß er schon gewaltig verwirrt und auch hilfslos gewesen sein.
Und das Überangebot an Frauen scheint ihn wohl zu besänftigen - erstaunlich, wie gut sie ihn "im Griff" haben

Für den Barbaren ist das zwar eine recht ruhige Zeit, aber irgendwie ist er dort nicht er selbst, das hält er nicht lange durch. Ich fand es schon erstaunlich, daß er es überhaupt so lange dort ausgehalten hat. Was aber sicherlich auch an seinen Ausflügen lag (und sich erstmal gründlich verläuft

).
Bei dem Mannweib mußte ich auch an Grace Jones denken

Aber ganz freiwillig scheint sie ja nicht in dem Bordell zu sein - ein Parallele zu dem Mädchen in dem Käfig. War klar, daß sie sich die erstbeste Gelegenheit zur Flucht nicht entgehen läßt. Wobei ich glaube, daß der Barbar ihr früher oder später eh zur Flucht verholfen hätte, dabei hätte dann vielleicht was weniger einstecken müssen

Die Dame, die zum Schluß auftaucht, würde mich auch interessieren - mal sehen, vllt. treffen wir sie doch noch in einem zukünftigen Projekt von Tobias

Brandschatzen:
So ruhig es im vorigen Kapitel zuging, so heftig mußte jetzt wohl die ganze angestaute Energie und der Frust aus ihm raus, daß er bei der Auslöschung eines Dorfes mitmacht

Und er scheint doch der Lautäußerung fähig: S. 193 "Lachen und rennen und schreien wie er" und S. 195 "Sein Schreien wie Gelächter".
Plündern:
Ah, nach dem Heiligen und dem Gott nun ein Drache, den er sehen und mit dem er sich messen will. Rührend, daß er dem sterbenden Vater Schatten spendet; auch wenn er dann doch ungeduldig wird, was sicherlich auch an dem Redefluss des Vaters liegt.
Als er diesen Fledertieren begegnet, denkt er an die Brandschatzung des Dorfes: so richtig scheint er sich nicht mehr an die Begebenheit erinnern zu können. Ich habe das so verstanden, daß er sich nicht mal wirklich sicher ist, ob es diese Horde überhaupt gab oder ob er wie in einem Rausch gehandelt hat und der Meinung ist, es müßten mehrere gewesen sein (sie schienen ihm so ähnlich zu sein). Wobei, ich denke schon, daß es die Horde gab und das Meuteverhalten war, in der Gruppe und im Rausch das Dorf niederzubrennen.
Ganz schön aggressiv, dieses ganze Geflatter, ob flugfähig oder nicht - und der Drache scheint ein ganz schöner Stinker zu sein *würgs* Als er den Jungen findet, zeigt er doch widerwillig etwas Interesse an dem Jungen (er schaut sich ihn und seine Verletzungen an), er auf das Nötigste beschränkt, indem er ihm eines der beiden Schwerter da läßt. Die Überlebenschancen des Jungen sind zwar höher, nachdem der Drache nicht mehr lebt, aber von den Fledertieren waren ja auch noch einige übrig, daher habe ich wenig Hoffnung, daß der Junge das überleben wird. Spektakulär der Flug auf dem Drachen, auch wenn es stinkt, und der anschließende Absturz.