uNTeRWeRFeN:An diesem Kapitel hat mir sehr gut der Gegensatz zwischen den Barbaren als freiheitsliebender Landbewohner und den Städtern gefallen. Schon die ersten Beschreibungen der engen Gassen in der Stadt, deren Mauern alles unangenehme auf den Barbaren zurückwarfen, haben ein sehr eindringliches Bild gezeichnet.
Schön auch der Gegensatz zwischen dem Barbaren, der kurzerhand den Kopf des anrempelnden Mannes eindrückt, und dem handzahmen Riesen, der sich von einem kleinen Jungen an der Hand wegziehen lässt. Genau diese Momente sind es, die mich dem Barbaren nicht wirklich böse sein lassen.
Dass er das Angebot von Ionie als Rausschmeisser in ihrem Freudenhaus annimmt, hat mich nicht gewundert. Hingegen war ich sehr erstaunt darüber, dass er es so lange bei ihr ausgehalten hat. Erst nach einem Monat verlässt er das Haus zum ersten Mal und das auch nur, um die "Elfen" zu sehen. Ich würde es vermutlich nicht halb so lange in einem Haus aushalten - und dann der Barbar als Naturbursche ... erstaunlich.
Auch erstaunlich fand ich, wie er sich immer wieder durch die leichte Berührung der Frauen oder durch ein sanftes Wort beruhigen lässt und seinem Wüten Einhalt geboten wird.
Wovon ich übrigens fest ausgehe, ist dass wir zumindest eine der beiden Frauen, die am Ende des Kapitels solch einen starken Eindruck auf den Barbaren gemacht haben, wiedersehen oder zumindest von ihnen hören werden.
BRaNDSCHaTZeN:Ein ganzes Kapitel nur in Versform - als ich den Anfang gesehen hatte, dachte ich "och nee, bitte keine 20 Seiten in der Form". Zum Glück waren es nur knapp 4 Seiten und damit gut verkraftbar. Entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen kamen die beschriebenen Ereignisse klar rüber und es wurde auch gut die befreite Stimmung des Barbaren transportiert, der sich freut einfach nur laufen zu können. Und wie schön, dass es da anscheinend noch mehr Gleichgesinnte gibt, denen er sich anschließen kann.
PLüNDeRN:Wieder ist es die Neugier des Barbaren, die ihn in ein Abenteuer führt. Nach Heiligen und Göttern ist es diesmal ein Drache, den er sich anschauen will.
Befremdlich war für mich die ungeduldige Reaktion des Barbaren, als der Alte noch mit Sterben beschäftigt war. Erst spendet er ihm fürsorglich Schatten, dann aber kann es ihm nicht schnell genug gehen, bis der Alte endlich tot ist.
Geschickt gemacht waren die unterschiedlichen Stufen von Ungeheuern und die damit verbundenen Vermutungen, ob diese Wesen als Drachen hätten durchgehen können und ob es überhaupt einen Drachen gibt - bis dieser dann doch noch auftaucht.
Schmunzeln musste ich während des gemeinsamen Flugs von Drache und Barbar - der Drache ließ den Barbaren dann los, aber der Barbar den Drachen nicht.

Als der Barbar die Landung im Wasser anstrebt, weil er auf Land nicht so leicht würde landen können, war ich erst reichlich skeptisch, doch zum Glück wird noch darauf hingewiesen, dass Wasser aus großer Höhe steinhart ist und der Körper des Drachen als Puffer dient.
Die letzten Sätze musste ich dann doch mehrmals lesen, weil ich erst dachte, der Barbar lässt sich im Wasser treiben und gibt auf. Doch womit wären dann die weiteren Seiten des Buches gefüllt? Also nochmal gelesen bis "Seine Füße schlagen aus." bei mir als Schwimmbewegung angekommen waren.