Autor Thema: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN  (Gelesen 1671 mal)

Offline nimue

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02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« am: 20. April 2012, 05:52:43 »
Hier könnt ihr zu den Kapiteln NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN und DeMüTiGeN schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Offline Old Fisherman

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #1 am: 23. April 2012, 18:12:40 »
Hallo werte Leserundenmitglieder,

ich habe diesen Abschnitt bereits gestern Abend gemeldet und denke es ist an der Zeit, dass ich mich einmal hierzu zu Wort melde.

NieDeRReiSSeN

Der Barbar wird nach einem unüberlegtem Überfall, als Söldner in einer Festung augenommen, welche von den Grünen Horden bedroht wird und bekommt dabei einen echten Heiligen zu sehen- in mehr oder minder gutem Zustand. Ich bezweifle, dass die Arbeiten des Pflegers von Erfolg gekrönt werden...
Sehr gut hat mir die Anspielung auf ein weiteres Volk- die Quallenmenschen gefallen. Wobei man sich ja nicht sicher sein kann, ob es "normale" Menschen sind oder tatsächlich chimärenhafte Wesen. Auch die grünen Horden fand ich sehr interessant. Sind es vielleicht tatsächlich die Exkremente der Festungsbewohner, welche zum Angriff dieser Barbarenstämme führen?
Aufgeregt hat mich das Vorgehen der Söldner gegenüber dem Barbaren, obwohl sie der Welt mit seinem Tod vielleicht einen großen Gefallen getan hätten. Aber allein bei seinem Anblick greifen sie gleich zu den Waffen, anstatt es erst einmal "vernünftig" zu versuchen. Wenn diese Männer auch den grünen Horden gegenüber immer von Grund auf feindselig und aggressiv gegenüber stehen ist der Krieg ja wohl auch kein Wunder.
Schön beschrieben fand ich die einzelnen Charaktere Trezoi, Garifalks, der Mitläufer, dessen Namen ich mir nicht merken konnte... :-\
Von Garifalks, demjenigen, der als Einziger den Ansturm überlebt hat werden wir wahrscheinlich nichts mehr hören. Dazu erschien er mir nicht wichtig genug.

auSLöSCHeN

Dieses Kapitel hat mir neben STeHLeN bislang am besten gefallen. Hier war der bislang deutlichste Magieeinschlag zu verspüren. Die Beschreibungen des Stegs, des giftigen Moors, der gefährlichen Kreaturen, die im Wasser lauern z.Bsp. die Qualle, welche sich einem der Untoten über den Kopf stülpt. Das Alles war unglaublich spannend geschildert. Auch die "Zombies" hatten es in sich.
Von dem getöteten Freund hatten wir im Haus des Stadtmagiers schon einmal gehört. Dort sagt der Barbar, dass ihn der Duft des blauen Flakons, an die Blumenwiese erinnert auf der er diesen getötet habe. Letzten Endes hat er das Fläschchen ja auf seinen Freund geschmissen.
Unklar bleibt, warum sie gegeneinander gekämpft haben und warum der Barbar (der in diesem Kapitel glaube ich auch so genannt wird) den Steg entlang gegangen ist. Ich vermute, dass er einfach nur die Herausforderung suchte...

DeMüTiGeN

Nach dem Heiligen schon wieder die nächste Enttäuschung für den armen Barbaren- er hat es aber echt nicht leicht :schwert:. Jetzt erfahren wir zumindest, was es mit dem Helm auf sich hat. Tja Tobias, hättest du diese Szene nicht geschrieben, hättest du jetzt nicht den Salat mit dem Cover...
Abgesehen habe ich das Gedicht des alten Mannes, der dieses mal zum Glück verschont wird auch nach mehrmaligem Lesen nicht oder nur wenig begriffen. Die Zerstörung des Dorfes war wieder einmal unglaublich grausam. (warum hat er das eigentlich gemacht- auf Grund des Gedichtes?) Wäre er bei der Hinrichtung gestorben, wäre diesen Menschen viel Leid erspart worden.
Stehst du immer noch hinter deinem "Liebling", Myriel? ;D

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Von den bisher aufgetauchten, womöglich wichtigen Personen wie Tleck, Eurese, Indencron hören wir in diesem Teil nichts. Da Tobias aber wiederkehrende Figuren angekündigt hat bin ich weiterhin zuversichtlich. Gespannt bin ich, ob wir noch etwas von dem Söldnerführer hören, der den Barbar immer noch zu jagen scheint (Kap. DeMüTiGeN)

LG,
Fisherman

Offline Phy

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #2 am: 24. April 2012, 16:45:57 »
Wuhu (: langsam bin ich im Lesefluss was dieses Buch angeht, allerdings fehlt mir noch immer irgendwas. Es gibt zwar viele Fragen, die beziehen sich aber mehr auf die Vergangenheit als auf das was noch passieren wird. Häppchenweise gab es ja aber schon ein paar Infos über die Vergangenheit... (:

NieDeRReiSSen
Irre ich mich oder wird der Barbar hier das erstemal Barbar genannt? Vielleicht bin auch nur durch Teil 1 darauf aufmerksam geworden, weil da jemand über die Bezeichnungen vom Barbaren geschrieben hat.
Hier finde ich zeigt sich, dass der Barbar sich Gedanken macht über die Auswirkungen seines Handelns (S.101) - er überlegt was passiert wenn er einfach geht.
Er scheint auch recht wenig Zugehörigkeitsgefühl zu haben, zeigt allerdings Pflichtbewusstsein.
Hier gab es dann auch eine Erklärung warum er sich auf solche Sachen überhaupt einlässt: Er will was erleben, Abenteuer, interessante Dinge herausfinden usw.
Schließlich zeigt er auch, dass er Intelligent ist, er schmiedet umfangreiche Pläne, wie er in die Burg gelangen kann, er denkt weit und ist nicht der dümmliche Kämpfer für den er oft gehalten wird.
Lustigerweise wird dann die Burg durch die Dummheit/den Leichtsinn der Menschen gestürmt die sie eigentlich verteidigen wollten.
In der Burg beweist der Barbar dann dass er durchaus auch Gefühle empfindet, er honoriert den Mut der Frau, indem er sie am leben lässt. Obwohl sie ihn Angegriffen hat. Das zeigt auch, dass er sich in andere Menschen hineinversetzen kann, sonst wäre ihm nicht bewusst gewesen, welch Überwindung das womöglich für die Frau war.
Er zeigt wieder wie Intelligent er ist, als er sich einen praktischen Nutzen für Parfüm überlegt. Finde ich sehr toll, ich empfinde Parfüm meist selbst als unnötig etc. =D
Und schließlich kann man in etwa abschätzen wie alt der Barbar ist: ~20 Jahre (S.110).
Finde ich sehr interessant, ich hätte ihn älter geschätzt.
Der Bedienstete vom Heiligen beweist absolute Unfähigkeit, er weiß nicht was er ohne seinen Herrn tun soll, ist vollkommen hilflos und bezeichnet anschließend, ironischer Weise, den Barbaren als zu jung - dabei ist dieser Eigenständiger als die Leute in der Burg (:

ausLöSCHeN
Ein wirklicher kurzer Abschnitt, den ich sehr eindrucksvoll fand. Die Beschreibungen wirken unglaublich echt und man kann sich wunderbar selbst an diesen ort befördern und sich vorstellen was der Barbar dort sieht.
Hier begegnet der Barbar mehrfach dem Tod und auch hier erfahren wir dann etwas über ihn: Er war beliebt bei Mädchen und schon immer ein guter Kämpfer etc. und er hat einen Freund ermordert. War dieser Freund ihm zu ähnlich? Konnten deswegen nicht beide weiter leben? Der Barbar fomuliert etwas in dieser Richtung.
Die Gedichtartigen Einschübe finde ich wundervoll, das hat mir sehr sehr gut gefallen, es verstärkt die Stimmung die in diesem Moor herrscht.

Leider hab ich den Abschnitt komplett im Zug gelesen, werde das vielleicht heute abend im Bett nochmal tun, mal sehen wie die Wirkung dann ist.

Finde diesen Teil aufjedenfall sehr gelungen.

DeMüTiGeN
Hier haben mich die Kletterfähigkeiten besonders beeindrucht *gg* (ich kletter selbst seit ~2Jahren) Und das der Barbar mal eben so Barfuß eine überhängende Wand hochhüpft fand ich sehr stark. Witzig fand ich, dass er sich durch die Schuhe später beeinträchtigt fühlt und mehr aus dem Armen klettert (tztzt). Bin selbst noch nicht Barfuß geklettert, tät mir zu sehr weh (: Aber der Barbar ist anscheinend ausreichend abgehärtet (:

Der Barbar scheint sich stark auf seine Instinkte zu verlassen (das hatten wir auch vorher schon festgestellt) - hier benutzt er seinen Geruchssinn und entdeckt dadurch die Männer.

Er zeigt keinerlei Angst vor Heiligen oder Götter, die scheinen nicht zu seinem Weltbild zu gehören, er scheint daran nicht zu glauben. Er geht auf die Begegnungen zu und fordert den Glauben der Menschen heraus und erkennt jedes Mal welch ein Unsinn das doch war. Er stellt Heilige und Götter im Kampf in Frage und weicht auch nicht zurück. War der Gott nur ein Gott weil die Menschen ihn gefürchtet haben? Sieht der Barbar durch seine Furchtlosigkeit den Glauben nicht? Er hat keine Angst vor dem Tod, für ihn ist das etwas natürliches, so wie das Leben und wie alles was er kennt. Er braucht nichts übernatürliches, keinen Glauben an einen Gott um mit seinem Leben zurecht zukommen.

Im Kampf gegen den "Gott" mekrt man wieder dass der Barbar nicht dumm ist, er beobachtet genau und sucht nach der Schwachstelle seines Gegners. Er ist ein taktischer Kämpfer, kein hau drauf Typ, was man eigentlich von ihm erwarten könnte.
Obwohl er so stark etc. ist nutzt er trotzdem seinen Kopf um Kämpfe zu gewinnen - macht ihn das so besonders?

(Der beschriebene "Gott" ist auf dem Titelbild oder? Warum wurde ausgerechnet dieser Charakter dafür ausgesucht? Oo)

Offline Old Fisherman

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #3 am: 24. April 2012, 16:57:20 »
Wobei das Pflichtbewusstsein aber nicht sehr lange andauert- bei der Verteidigung des Tores war besagter Barbar aus unerfindlichen Gründen unauffindbar. ;)
Ansonsten ist es mir beim Lesen fast genauso ergangen, wie dir. Die Gnade des Barbaren scheint tatsächlich vorhanden zu sein, aber nicht immer: Die Vernichtung des gesamten Bergdorfs war bislang seine grausamste Tat.

LG,
Fisherman

Offline Phy

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #4 am: 24. April 2012, 18:58:19 »
Aufgeregt hat mich das Vorgehen der Söldner gegenüber dem Barbaren, obwohl sie der Welt mit seinem Tod vielleicht einen großen Gefallen getan hätten. Aber allein bei seinem Anblick greifen sie gleich zu den Waffen, anstatt es erst einmal "vernünftig" zu versuchen. Wenn diese Männer auch den grünen Horden gegenüber immer von Grund auf feindselig und aggressiv gegenüber stehen ist der Krieg ja wohl auch kein Wunder.

Das fand ich auch schlimm, alle wollen direkt draufhaun und behaupten hinterher sie wollen vernünftig reden (aber erst als sie merken, dass sie sonst nur weitere Verluste erleiden würden).


Zitat
Unklar bleibt, warum sie gegeneinander gekämpft haben und warum der Barbar (der in diesem Kapitel glaube ich auch so genannt wird) den Steg entlang gegangen ist. Ich vermute, dass er einfach nur die Herausforderung suchte...
Ich glaube dass beide der festen Überzeugung waren dass nur einer von beiden existieren könnte. Ich könnte mir Eifersucht o.Ä. vorstellen, immerhin erwähnt der Barbar auch Mädchen (:

Zitat
Die Zerstörung des Dorfes war wieder einmal unglaublich grausam. (warum hat er das eigentlich gemacht- auf Grund des Gedichtes?) Wäre er bei der Hinrichtung gestorben, wäre diesen Menschen viel Leid erspart worden.
Stehst du immer noch hinter deinem "Liebling", Myriel? ;D

Aber das Dorf hat auch so unter dem Gott gelitten.
Vielleicht zerstört er das Dorf, weil der alte Mann andeutet, dass Menschen die Gebirge nicht bezwingen sollten und die Natur unangetastet bleiben soll.
Ich könnte mi vorstellen, dass der Barbar gegen die Bebauung von schönen Plätzen ist. Das Gebirge scheint ihm auch gut zu gefallen, sonst könnte er wohl kaum so gut klettern.
Vielleicht hat er den Eindruck, dass das Dorf die Natur gefährdet hat und wollte die Natur beschützen? (ja das ist alles weit hergeholt)

Wobei das Pflichtbewusstsein aber nicht sehr lange andauert- bei der Verteidigung des Tores war besagter Barbar aus unerfindlichen Gründen unauffindbar. ;)
Ansonsten ist es mir beim Lesen fast genauso ergangen, wie dir. Die Gnade des Barbaren scheint tatsächlich vorhanden zu sein, aber nicht immer: Die Vernichtung des gesamten Bergdorfs war bislang seine grausamste Tat.

Ich vermute mal einfach, dass da seine Neugier (wer ist der Heilige) überwiegt hat und er für sich entschlossen hat, dass die Burg eh nicht zu halten wäre. Gut vermutlich hätte er einiges ausrichten können, aber wer weiß ob er bei einer so großen Überzahl nicht schwer verwundet worden wäre.
Und vielleicht hat er auch in der Zeit, in der er in der Burg war, gemerkt, dass er eigentlich auf der anderen Seite steht. Er gibt schließlich auch Stücke vom Schwein ab und teilt mit den grünen (:
Überhaupt scheint er ja nicht viel davon zu halten wenn Menschen große Gebäude errichten und Regeln aufstellen. Er hat vielleicht einfach mit den Waldbewohnern mehr sympathisiert.


Liebe Grüße
Phy

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #5 am: 25. April 2012, 09:16:02 »
Vielleicht hat er den Eindruck, dass das Dorf die Natur gefährdet hat und wollte die Natur beschützen? (ja das ist alles weit hergeholt)

Gute Idee aber. Wenn Naturschützer solche Typen wären wie der Barbar, würde niemand sich mehr trauen, seine leere Chipstüte einfach in den Wald zu schmeißen ...  :D

 :winken:: Tobias

Offline Phy

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #6 am: 25. April 2012, 10:02:54 »
Vielleicht hat er den Eindruck, dass das Dorf die Natur gefährdet hat und wollte die Natur beschützen? (ja das ist alles weit hergeholt)

Gute Idee aber. Wenn Naturschützer solche Typen wären wie der Barbar, würde niemand sich mehr trauen, seine leere Chipstüte einfach in den Wald zu schmeißen ...  :D

 :winken:: Tobias

Vielleicht sollte ich aufhören den Barbar als gut zu sehen *gg* Irgendwie bin ich pro Barbar.
Und wäre das nicht toll wenn keiner mehr Müll im Wald lässt? =p *gg*

Originaldibbler

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #7 am: 25. April 2012, 10:33:17 »
NieDeRReiSSen

Ein sehr spannendes Kapitel, das viele klassische Conan-Elemente enthält. Vorallem der sehr enttäuschende Heilige hat mir gut gefallen.

ausLöSCHeN

Irgendwie hat mich das Kapitel nicht so richtig erreicht. Der Barbar will durch einen Sumpf in dem Untote sind und die er dann halt tötet...

DeMüTiGeN

Bislang das beste Kapitel! Vorallem, weil hier auch das Grundthema (Überlegenheit der Natur über die Kultur) sehr schön in den Vordergrund tritt.

Offline Magnhor

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #8 am: 25. April 2012, 14:41:55 »
NieDeRReiSSeN

Hier erfahren wir endlich ein paar Hintergründe über den Barbaren. Er erinnert sich nicht an seine Eltern und er tötete vor Jahren seinen Freund.
Ich persönlich frage mich schon, ob es einen bestimmten Grund gibt, warum der Barbar schweigt.
Legte er einst einen Schwur ab? Gehört das zur Barbarenmentalität? Schweigt er aus Überzeugung, nur stark zu sein zu können, wenn er schweigt? (Auch ein Lächeln tat er als Schwäche ab.) Obliegt es seinem Naturell, oder hatte er gar ein traumatisches Erlebnis bzw. eine außergewöhnliche schwierige Vergangenheit?

Doch zugeben muss man, dass er so ungesellig gar nicht ist, da er sich durchaus auch Gruppen anschließt. Er kann sogar Provokationen erdulden, wie die von Trezoi … bis zu einem gewissen Grad … also das Ende von ihm - wie das Schwein am Spieß - fand ich … grauenvoll!


auSLöSCHeN

Ich empfand dieses Kapitel mit der bislang dichtesten, kältesten und düstersten Atmosphäre. Sehr zu bedauern hatte ich, dass es schon so schnell zu Ende war! Wo war der Kraken? Ich hoffte auf eine Begegnung mit einem Ungetüm der besonderen Art.
Dennoch: Erstmals präsentiert uns Tobias in diesem Roman mit den Untoten ein Fantasy-Element.
Mit auSLöSCHeN war sicherlich auch die Erinnerung an die Tötung an seinen Freund gemeint. Der Barbar überwindet seine Erinnerungen, die ihn belasten. Letztlich muss man sich auch fragen, ob der Barbar wirklich seinem toten Freund begegnet ist, oder ob der Barbar durch seine von der Sumpfatmosphäre  berauschten Sinne den letzten Gegner als jenen sehen wollte … um sich der Last von den Schultern zu nehmen! Insofern muss man ihn auch im mentalen Sinne als einen wahren Überlebenskünstler bezeichnen!


DeMüTiGeN

Das war eine echt gute Einbindung des Buchcovers. Man will fast meinen Tobias erteilt den Verantwortlichen für die Gestaltung des Buches eine Lektion … nach dem Motto: „Ihr gebt mir nicht das Cover, das ich mir wünschte? So seht, was ich davon halte!* ;)
Dass hier kein Gott herrscht, hat der Barbar ja schon selbst vermutet.
Ich frage mich auch, wer denn nun der Anführer dieser Gruppe war? Der Behelmte oder der Alte? Letzterer lässt einen sehr geheimnisvollen Eindruck zurück. Sein Verhalten, seine Aussagen, sein Gedicht und vor allem sein Abgang: Er sah aus, als würde er in den Mond hineinsteigen und verschwinden. Grandios!
Letztlich zerschmettert der Barbar die Brücke und vernichtet damit auch noch das Dorf. Wo er hinkommt, stürzt alles ins Verderben.
« Letzte Änderung: 25. April 2012, 14:52:51 von Magnhor »

Offline Magnhor

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #9 am: 25. April 2012, 15:08:06 »
Eure Kommentare kann ich leider erst später lesen ... mein anderthlbjähriger Sohnemann ist gerade erwacht ... d.h. keine Muße mehr, sondern ... ACTION!!!

Offline Loomis

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #10 am: 25. April 2012, 15:44:22 »
Für das Cover des Buches muss ich jetzt aber mal ne Lanze brechen!  ;)
Obwohl es nicht das Motiv ist, das Tobias sich gewünscht hätte, ist es dennoch schön gemalt, stellt eine tatsächliche Szene aus dem Buch dar und weist auch viele Details auf, die genau so im Text vorhanden sind.
Über so viel Texttreue wären viele Autoren froh, deren Bücher mit irgendwelchen 08/15-Covern verschandelt werden, die absolut gar nichts mit dem Inhalt zu tun haben.

Offline Old Fisherman

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #11 am: 25. April 2012, 16:50:25 »
Ich fand die Atmosphäre in dem Sumpfkapitel auch toll, wobei es mir aber eher exotisch, tropisch erschien als kalt. Ich glaube aber, dass es sich um seinen wirklichen Freund handelte.
Der Barbar entspräche damit wahrscheinlich...

Mammutspoiler

...der Erdbeben-Organisation

Mammutspoiler ENDE

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Fisherman

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #12 am: 25. April 2012, 18:48:28 »
Für das Cover des Buches muss ich jetzt aber mal ne Lanze brechen!  ;)
Obwohl es nicht das Motiv ist, das Tobias sich gewünscht hätte, ist es dennoch schön gemalt, stellt eine tatsächliche Szene aus dem Buch dar und weist auch viele Details auf, die genau so im Text vorhanden sind.
Über so viel Texttreue wären viele Autoren froh, deren Bücher mit irgendwelchen 08/15-Covern verschandelt werden, die absolut gar nichts mit dem Inhalt zu tun haben.

Loomis, wenn ich Dich nicht schon durch etliche Leserunden kennen würde, hätte ich diese Ironie jetzt wirklich für bare Münze genommen.
Aber hier nochmal für alle, weil auch Phy nach dem Cover fragte: Die Geschichte DeMüTiGeN habe ich verfasst, nachdem sich der Verlag für dieses Titelbild entschieden hatte und es mir zuschickte. Ich dachte: "Nein, das ist nicht mein Barbar da vorne drauf. Also wer könnte das sein? Wie wäre es mit: jemand, der zwar fürchterlich angibt, den mein Barbar dann aber verhältnismäßig mühelos plattmacht?" Und deshalb stimmen halt alle Details der Kleidung und der Landschaft.
Aber stimmt: schön gemalt ist es tatsächlich. Und irgendwie mag ich ja auch inzwischen dieses eisige Blau, jetzt, wo's draußen langsam wärmer wird ...

  :autsch:: Tobias

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #13 am: 25. April 2012, 18:53:00 »
Und wäre das nicht toll wenn keiner mehr Müll im Wald lässt? =p *gg*

De-fi-ni-tiv. Und deshalb: Ranger-Barbaren in jedes Naturschutzgebiet!

 :barbar: :elefant: :barbar:: Tobias

Offline Loomis

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Re: 02 - NieDeRReiSSeN, auSLöSCHeN, DeMüTiGeN
« Antwort #14 am: 25. April 2012, 20:13:51 »
Loomis, wenn ich Dich nicht schon durch etliche Leserunden kennen würde, hätte ich diese Ironie jetzt wirklich für bare Münze genommen.
Aber hier nochmal für alle, weil auch Phy nach dem Cover fragte: Die Geschichte DeMüTiGeN habe ich verfasst, nachdem sich der Verlag für dieses Titelbild entschieden hatte und es mir zuschickte. Ich dachte: "Nein, das ist nicht mein Barbar da vorne drauf. Also wer könnte das sein? Wie wäre es mit: jemand, der zwar fürchterlich angibt, den mein Barbar dann aber verhältnismäßig mühelos plattmacht?" Und deshalb stimmen halt alle Details der Kleidung und der Landschaft.
Aber stimmt: schön gemalt ist es tatsächlich. Und irgendwie mag ich ja auch inzwischen dieses eisige Blau, jetzt, wo's draußen langsam wärmer wird ...

  :autsch:: Tobias
Was? Oh Mann!  :o
 :D