Auch ich kenne bisher kein Buch von Tobias aber habe nun auch die ersten Kapitel gelesen.
Mir ist es erst schwer gefallen mich in dem Buch einzufinden.
In SteHLeN hat es sich dann sehr verbessert allein durch den Satz: "Freiheit war das wertvollste Gut, das er jemals kennengelernt hatte."
Aber ich versuch es auch mal der Reihe nach (:
üBeRSCHReiTeNDiesen Teil habe ich wohl zunächst nur zur Kenntnisgenommen, wie gesagt mir fiel es am Anfang schwer mich einzufinden. Während der Panik im Volk musste ich an die Loveparade 2010 denken. Das Volk stand sich selbst im Weg und hat sich gegenseitig tot getrampelt.
Hier wird schon deutlich dass die Stadtmenschen eher schlecht da stehen. Auch der 'kluge' Ausruf "Er hat die Axt!" lässt das Volk nicht unbedingt intelligent aussehn.
Das Gemetzel fand ich gut und die Betrachtungsweisen von Welw finde ich sehr interessant. Er sieht das ganze anders als das restliche Volk, scheint sich dabei auch gleichzeitig als etwas besonderes zu fühlen. Auch dass er an den Taten so fasziniert ist finde ich gut, Faszination des Grauens!? (:
MISSaCHTeNDas Geschehen aus der Barbarensicht hat mir schon besser gefallen. Ich finde ihn im übrigen sehr intelligent, er weiß vielleicht nicht viel von dem Leben in Städten und den ganzen Regeln und Dingen die sich Stadtmenschen erdacht haben, aber dumm ist er sicherlich nicht.
Die Alte fand ich allerdings sehr komisch und weiß bis jetzt noch nichts damit anzufangen.
Ich vermute auch, dass es sich bei hell-dunkel-hell um eine Ohnmacht handelt. Der Barbar hat sicherlich auch irgendwo seine Grenzen und das zeigt sich dabei, auch wenn er nochmal davon kommt.
BeDRäNGeNDie Frau am Fluss fand ich zwar nett, aber ich habe mich nicht länger damit beschäftigt ob sie nun tot ist oder nicht. Ich denke aber, dass sie es nicht überlebt hat.
Zuerst habe ich gedacht die Frau spinnt völlig, aber letztlich zeigte sich, dass der Barbar für sie doch eine echte Bedrohung war. Vielleicht hat sie ihn aber auch auf sich aufmerksam gemacht und erst sein Interesse geweckt dadurch dass sie geflüchtet ist?
STeHLeN...hat mir bisher am besten Gefallen. Einblicke in die Gedanken des Barbaren. Stück für Stück erkundet er alles, nimmt alles in sich auf und ist neugierig und interessiert. Auch die Szene mit den Bildern fand ich toll und wie er anscheinend eine gewisse Angst oder zumindest ein Unwohlsein empfunden hat. Aber wer fühlt sich nicht komisch, wenn man sich beobachtet fühlt?
Die Szene mit dem Mädchen fand ich gut. Er hat sie befreit, weil es geht und er Freiheit als wichtig empfindet. Allerdings wollte er sie danach nicht an der Backe haben - was ich gut verstehen kann, Frauen sind bei solchen Geschichten (Cooler Typ rettet junges Mädchen) meist unfähig und hinderlich, bringen dabei sich und ihren Retter in weiter Gefahren.
Er lässt sie also zurück und lässt sie vorher noch ihre Schuld begleichen. Was ich auch wieder komisch fand. Aus heiterem Himmel wird sich ins Stroh geworfen.
Seine Überlegungen in dem Haus finde ich auch interessant, vorallem dass er sich für die leise Flucht entscheidet. Er hätte genauso gut ein erneutes Blutbad veranstalten können, aber es gibt einen anderen, einfacheren Weg, der weniger Tote fordert, so lässt er auch den Späher am Leben, er sieht keinen Sinn darin ihn zu töten.
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Ein namenloser Verurteilter, der seiner seiner eigenen Hinrichtung entgehen kann und auf seiner Flucht ein Blutbad anrichtet, damit ging es ja schon mal gut los. Aber bisher wurde ja noch nichts über den Hintergrund seiner Strafe geschrieben, und überhaupt wissen wir noch nicht viel ohn ihm, nur dass er sehr unberechenbar, gefühllos und unbeherrscht.
Nicht, dass sich seinen Weg in die Freiheit erkämpft hat, er überfällt eine Frau, missbraucht sie und bringt ihren Geliebten um. Bösartiger geht es wohl kaum. Wurde er deshalb eingesperrt? Weil er so ein "Monster" bzw. Barbar ist? Oder steckt er mehr dahinter und er wurde womöglich zu diesem Barbaren gemacht?
Hingerichtet werden sollte er doch wegen der Kneipenschlägerei wo vier Menschen zu Tode kamen oder?
Die Hintergründe warum er so ist, wie er ist würden mich auch interessieren, allerdings mag ich es auch darüber zu spekulieren und mir in Gedanken zu überlegen warum er so geworden ist.
Es wäre allerdings interessant zu wissen, warum er die Entwicklung der Zivilisation verpasst hat.
Er wirkt auf mich allerdings nicht Gefühllos, er empfindet vieles, beispielsweise ist er wütend darüber, dass Tleck ihn reingelegt hat und möchte sich dafür rächen. Auch scheint er eine sanfte Seite zu haben, was sich zeigt, als er das junge Reh berührt (hier überwiegt aber anscheinend wieder die grausame Seite in ihm).
Aber mich hat es schon etwas gewundert, dass der Namenlose einfach so in das Geschäft eingewilligt hat, an materiellen Dinge wie Geld, Schmuck und sowas scheint er ja kein großes Interesse zu haben.
Ich fand es zunächst auch eigenartig, aber vielleicht willigt er einfach ein weil es geht? Es wird ihm angeboten, er hat nichts besseres zu tun, er hat langeweile, es interessiert ihn vielleicht auch, was es mit dem ganzen Gelaber über Magie etc. auf sich hat, vielleicht macht er es einfach zum Vergnügen?
Die vielen Umschreibungen des Barbaren finde ich toll: der Delinquent, der Verurteilte, der Geflohene, der Fremde, der Eindringling und mein Favorit: der Unbefugte
Die Beschreibungen fand ich auch toll. Das zeigt doch nur, dass der Barbar ein wirklich vielseitiges Wesen ist und garnicht nur ein dummer Barbar. (: Auch wenn er nicht unbedingt positiv beschrieben wird *gg*