Autor Thema: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN  (Gelesen 1925 mal)

Offline nimue

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01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« am: 20. April 2012, 05:51:10 »
Horcht auf, ihr Narren,
es ist soweit!
Die Dämmerung naht,
Barbarenzeit!

Hier könnt ihr zu den Kapiteln üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, und STeHLeN schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Bitte lest euch kurz vorher nochmal die Leserunden-FAQ durch. Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Fragen, Wünsche und Anregungen im Zusammenhang mit der Leserunde dürft ihr natürlich gerne an mich richten.

Ich wünsche uns allen viel Spaß!   ;D

Viele liebe Grüße
nimue
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Offline Magnhor

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #1 am: 20. April 2012, 17:03:30 »
Hallo alle zusammen,

den Reimen werd‘ ich persönlich weichen,
zu viel Zeit braucht‘s ohnegleichen.


üBeRSCHReiTeN

Binnen einer halben Seite fühlte ich mich in der Geschichte richtig drin. Das schafft wieder einmal nur Tobias. Mein letztes Buch, das ich gelesen hatte, Splitterwelten von Michael Peinkofer zum Beispiel, schaffte es erst nach satten 150 Seiten!!!

Ich war überrascht, dass wir den Barbaren im ersten Kapitel in einer solchen Lage auffinden. Aber spätestens nach dem Satz auf S. 9: „Der Delinquent hatte eine Kapuze auf, wie sie in anderen Städten der Henker trug,“ war mir klar, wer der wahre Henker sein wird!  :barbar:

Meine Erwartungen bezüglich meines Skripts zum Barbaren haben sich gänzlich erfüllt. Unser Barbar scheint Howards Conan nicht unähnlich. Ich bin gespannt wie er von Tobias im Verlauf des Romans weiterentwickelt wird.



MISSaCHTeN

Ja! In diesem Kapitel bekommen wir zu sehen, dass der Barbar auch nur ein Mensch mit Schwächen ist. Er hätte ohne Hilfe nicht überleben können. Das Dahinscheiden des Barbaren, die Beschreibungen um den Kampf mit den Schmerzen und seinem Bewusstsein haben mir sehr gut gefallen, allen voran: „An seinem Rücken hing ein Volk, das an ihm zog. Ein Volk aus Meißeln.“ (S. 29)

Ich frage mich, wer die Alte wohl war? Rettete sie den Barbaren aus Eigennutz, nur damit sie auf ihm 'Reiten' durfte, oder steckt da noch was anderes dahinter? War es eine Kräuterhexe? Werden wir ihr wiederbegegnen?


BeDRäNGeN

 :'( Ich hoffte das Mädchen käme davon! Wir werden wohl niemals erfahren, ob der Barbar sie nur mit Gewalt genommen hatte, oder ob er sie tötete. Vielleicht hatte sich das Mädchen selbst noch hingegeben? Vielleicht lebt sie noch? …. ???

Ich hatte mich ehrlich auch gefragt, wie breit muss der Kamin wohl sein, damit der große Barbar mit seinen breiten Schultern so gut durch den Kamin passt. Der Gute hätte auch stecken bleiben können!  :o

Mir den Barbaren in einer Art Frauenrock vorzustellen … das fiel mir sehr schwer und wirkt irgendwie lächerlich.
Das zeigt nur wie egal dem Barbaren die Äußerlichkeiten sind.


STeHLeN

Immer noch kein Wort vom Barbaren! Irgendwie macht das den Barbaren so unscheinbar und lässt ihn damit harmlos wirken! Noch hat er keinerlei Intelligenz bewiesen. Ich habe so das Gefühl, der Barbar wird erst wirklich bedrohlich wirken, wenn er nicht nur Wilde, sondern auch Intelligenz bewiesen hat.
Hmmm …. Mal sehen, ob sich da noch etwas tun wird.

Dennoch ein sehr schöner Satz auf S. 70: „Es war kein Vorteil in aufklappbaren Schachteln versinken zu können.“

Insgesamt fand ich das Kapitel aber das bislang beste, denn Tobias hat hier eine ganz tolle Ideensammlung ganz hervorragend umgesetzt: Der Barbar und die Kosmetik, die psychologische Wirkung auf Personen durch Bilder, die einen zu beobachten scheinen, der vermutete Voodoo-Raum, in dem das arme, verunstaltete Mädchen haust.
Das Schicksal des Mädchens erinnerte mich sehr an die Prognostica von Hiob’s Spiel.  8)
Dass sich der Barbar nach seiner zweiten Verausgabung mit dem Mädchen etwas seltsam fühlte könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass er mit einer Krankheit angesteckt wurde?  :lesen:
« Letzte Änderung: 20. April 2012, 17:05:35 von Magnhor »

Offline Old Fisherman

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #2 am: 20. April 2012, 18:49:37 »
Hallo miteinander,
nachdem ich mich bereits in den Vortagen mit "Wolfskrieger" auf diesen Roman eingestimmt habe und er dann gestern tatsächlich noch rechtzeitig angekommen ist, bin ich jetzt schon Feuer und Flamme, was diese Leserunde angeht- die ersten Kapitel haben bereits für sich gesprochen, wobei ich STeHLeN noch nicht gelesen habe.
Zuerst einmal ein paar Worte zum Cover: Auch wenn, es mich nicht ganz so sehr anspricht wie das der "Soldaten" sieht das Ganze auf jeden Fall fantastisch aus. Vor allem der "Helm" wirkt regelrecht kurios. Ich bin gespannt, ob wir ihn im Laufe des Romans noch antreffen werden.
Kurios sind auch die Überschriften zu den jeweiligen Kapiteln. Die Konsonanten sind groß, die Vokale klein geschrieben.Ich glaube im Tenach stehen/standen auch nur Konsonanten, dabei bin ich mir aber nicht hundertprozentig sicher. :unschuldig:

üBeRSCHreiteN

Ähnlich wie Maghnor fand ich sofort Zugang zu der Geschichte. Das sich die Szene in ein Massaker verwandeln würde, war eigentlich schon klar- spätestens als man merkte das es DER BARBAR war, der hingerichtet werden sollte. Witzig fand ich die Szene auf dem Dach, als der Armbrustschütze dem Barbaren erstmal einen langen Monolog auftischt, bevor er angreift- ebenso der Hauptmann der Wache, der seine sterbenden Leute zusammenscheißt und dann quasi kampflos stirbt. ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass Welw Indecron auch noch den Löffel abgibt, aber das war wohl eine falsche Vermutung. Ich bin gespannt ob er oder die Kurtisane noch eine größere Rolle spielen werden.
Ich frage mich auch, ob Chaerea wirklich alt ist, oder Welw pädophil. Denn, wenn Chaerea schon älter ist, werden ihre Dienste wohl weniger gefragt sein, oder? ???
Haben die Worte des Anklägers etwas zu bedeuten? Als er Vom Leben ZUM Tod betont, konnte ich noch einen Zusammenhang zu der Kapitelüberschrift herstellen, bei den nachfolgenden Worten aber weniger. Hat jemand von euch eine Ahnung?

Ansonsten haben mir Tobias Beschreibungen wieder sehr gut gefallen, vor allem was das Geschehen auf dem Marktplatz anging. Die stummgenähten Leibsklaven, die das Karussell ziehen konnte ich mir lebhaft vorstellen. Einzig der erste SatzDie Menschen kamen, um den Tod zu begehen hat mich irritiert. Bei einer solchen Formulierung, dachte ich zuerst an einen Selbstmordritus.

Ob der Barbar Conan ähnlich ist, kann ich allerdings nicht beurteilen, da ich Howards Bücher nicht gelesen habe. Ich frage mich, was sich im Wirtshaus ereignet hat, damit er die Menschen umgebracht hat.

MISSaCHTeN
Zitat
Ja! In diesem Kapitel bekommen wir zu sehen, dass der Barbar auch nur ein Mensch mit Schwächen ist.
Nach diesem Kapitel glaube ich eher weniger, dass der Barbar ein Mensch ist(auch wenn ich natürlich weiß, wie du es meinst). So wie dieses Kapitel geschildert wird, erscheint er mir mehr wie ein Tier. Ich denke, der Barbar redet auch deshalb nichts, weil er so sehr verwildert ist, dass er das Sprechen nicht mehr beherrscht. Auch vergisst er Alles sofort wieder und ist sich immer nur seiner derzeitigen Lage bewusst, anderes scheint für ihn nicht zu zählen.
Was die Kräuterfrau angeht, glaube ich aber nicht, dass sie noch eine Rolle spielen wird...

Interessant fand ich in diesem Abschnitt auch der sich ständig wiederholende Satz "Es wurde dunkel, und es wurde wieder hell, aber es war noch immer der selbe Tag"- ist das etwa bereits eine Andeutung auf die Barbarendämmerung?
Des weiteren fiel mir die Szene mit dem Reh auf: Ist das eine Andeutung auf menschliche Überreste im Inneren des Barbaren, die sich gegen diese Bluttat sträuben? Ist der Barbar gar bessesen?

BeDRäNGEN

Das war für mich das bislang grausamste Kapitel, ich hoffe sehr das das namenlose Mädchen überlebt hat. Ich hoffe der Barbar verreckt, aber wahrscheinlich wird dieser Wunsch gar nicht oder erst am Ende des Buches in Erfüllung gehen.  >:(

Offline Peinapfel

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #3 am: 21. April 2012, 19:11:08 »
Soo, ich bin auch durch den ersten Abschnitt durch und bin begeistert. Mal wieder der Meißner-Effekt.

Überschreiten

Was für eine Eröffnung. Wer vorher nicht ganz glauben konnte, dass der Barbar wirklich ausnahmslos barbarisch ist (wie ich), der wurde jetzt eines besseren belehrt. Was für ein Gemetzel.
Dadurch, dass dem Namenlosen alles so leicht gefallen ist (Fesseln zerreißen, Axt einhändig führen), bekam ich erst eine richtige Vorstellung von seinem massiven Körper und seiner unbändigen Kraft. Gut veranschaulicht. In diesem Zusammenhang auch mein Lieblingssatz in dem Kapitel (auf S.19)

Zitat
Als wäre er bereits ein Leichnam, der sich vermehrte, indem er weitere Leichen erzeugte.

Dieser Satz veranschaulicht es perfekt: Der Barbar ist ein völlig emotionsloser Mensch.

ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass Welw Indecron auch noch den Löffel abgibt, aber das war wohl eine falsche Vermutung. Ich bin gespannt ob er oder die Kurtisane noch eine größere Rolle spielen werden.

Da Welw Indencron gleich zu Beginn vorgestellt wurde und sein weiteres Interesse am Barbaren sehr deutlich umschrieben wird, gehe ich stark davon aus, dass er wieder auftaucht. Vielleicht um Experimente mit ihm durchzuführen, oder um zu versuchen ihn zu sozialisieren...

Missachten

Ich fand zunächst den Perspektivwechsel interessant. Dieses Kapitel aus Sicht des Barbaren war viel einfacher geschrieben, in kurzen Sätzen und mit häufigen Wiederholungen. Dies hat mir verdeutlicht, dass der Barbar sehr simpel und instinktiv denkt. Sein Schmerz ist unglaublich lebhaft beschrieben.
Das alte Weib war merkwürdig, und ihre Vergewaltigung des Barbaren war einfach nur absurd.

Was die Kräuterfrau angeht, glaube ich aber nicht, dass sie noch eine Rolle spielen wird...

Interessant fand ich in diesem Abschnitt auch der sich ständig wiederholende Satz "Es wurde dunkel, und es wurde wieder hell, aber es war noch immer der selbe Tag"- ist das etwa bereits eine Andeutung auf die Barbarendämmerung?

Ich glaube es auch nicht. Sie hat dafür viel zu wenig Eindruck auf mich gemacht, im Gegensatz zu Welw.
Zu dem sich wiederholenden Satz: Ich glaube, der Barbar versteht nicht, was Ohnmacht ist. Für ihn ist es nur ein simples Ereignis: Hell --> Dunkel --> Hell. Schmerz ist für ihn gleich zu jedem anderen Gefühl (Lachen, Schlafen), deswegen denkt er, er könne sie durch einander ersetzen.

Natürlich ist der Barbar auch nur ein Mensch mit Schwächen. Aber dadurch, dass er das selbst nicht realisiert, sondern nur seinen Instinkten folgt, wirkt er eher wie ein Tier. Er denkt ja gar nicht darüber nach, dass er nur knapp dem Tode entronnen ist, dank eines anderen Menschen. Für ihn ist irgendwie alles selbstverständlich.

Bedrängen


Und wieder ein Perspektivwechsel. Und wieder ist die Sprache auf die Person angepasst. Sie ist einfach, aber voller Emotionen, so wie das Mädchen.
Das Kapitel zeigt, wie furchteinflößend der Barbar ist. Bloß durch seine reine Anwesenheit, ist das Mädchen durch und durch panisch geworden und wusste praktisch schon, was geschehen wird.

:'( Ich hoffte das Mädchen käme davon! Wir werden wohl niemals erfahren, ob der Barbar sie nur mit Gewalt genommen hatte, oder ob er sie tötete. Vielleicht hatte sich das Mädchen selbst noch hingegeben? Vielleicht lebt sie noch? …. ???

Huch, darauf, dass sie noch leben könnte, bin ich noch gar nicht gekommen. Vielleicht, weil ich den Barbaren als zu barbarisch einschätze. Für mich hat sich mittlerweile das Bild manifestiert, dass er ein sehr simpler Mensch ist, der ausschließlich seinen grausamen Instinkten folgt: Wenn ihm etwas im Weg steht, zerstört er es. Wenn ihn jemand bedroht, tötet er ihn. Wenn er etwas braucht, nimmt er es sich. Wenn er geil ist, fickt er.

Stehlen

Auch für mich das bisher intensivste Kapitel. Hatte ebenfalls ein kleines Hiob-Feeling, vor allem im Ritualraum. Aber zusätzlich hatte ich noch ein Mammut-Feeling und zwar bei diesem Satz auf S. 52, in der Rekrutier-Szene in der Taverne:

Zitat
"Greif zu, mein Junge! Iss und trink! Das geht alles auf meine Rechnung, egal, ob du dich nun entscheidest, für mich zu arbeiten, oder nicht."

Na, an welche Mammut-Szene erinnert euch das? ;)

In dieser Szene habe ich das erste Mal so richtig die Werte des Barbaren kennengelernt. Er rettet das Mädchen aus dem Käfig, aber nicht aus Mitleid. Sondern weil für ihn Freiheit das wertvollste Gut, das er kennengelernt hat, ist, und er es ihr vergönnt.
Außerdem respektiert er es, dass Schuld beglichen wird (S.83, Beischlaf mit Fischmaulmädchen).
Diese Werte sind für mich typische Werte eines Kriegers. Eine Art Ehrenkodex. Ich bin gespannt, ob dies weiterhin so bleibt, oder ich mich in ihm täusche.

Dass sich der Barbar nach seiner zweiten Verausgabung mit dem Mädchen etwas seltsam fühlte könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass er mit einer Krankheit angesteckt wurde?

;D Könnte sein. Ich musste bei der Stelle nur ein bisschen schmunzeln und hab mir gedacht, dass einem nach 2 mal schon ein bisschen schwindelig sein darf :err:

Offline Kati

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #4 am: 21. April 2012, 20:54:26 »
So, hier kommt die Neue. Ich kenne bisher kein Buch von Tobias. Mal schauen, ob ich mich in der Runde integrieren kann.  ;D

Der Stil ist sehr außergewöhnlich, gefällt mir gut. Ich mag diese kleinen Wortspielereien.. Wiederholungen, um immer noch eins darauf zu setzen. Oder wie im ersten Kapitel den Anfangssatz am Ende wieder aufgreifen mit dem Wissen und neuer Bedeutung.
Ich finde es nur etwas störend, dass dieser Kerl so unnahbar ist. Dadurch das er nicht redet, bleibt er so fremd. Gut, wahrscheinlich soll das ein Barbar auch sein. Nur wirkt er nach außen wie ein dummes, aber gefährliches Riesenbaby. Seine Gedanken zeugen aber doch von Intelligenz. Ich will einfach viel mehr wissen... wie heißt er? Wo kommt er her? Was ist sein Ziel / sein Auftrag? Eine sympathische Nebenfigur würde mir hier sehr helfen, aber die gibt es auch nicht. Kaum klammert man sich lesetechnisch an eine, murkst er sie ab.  ;D Es wird also sicher ein ganz neues Leseerlebnis für mich, wenn das so weiter geht.  ;)

Überschreiten
Ein Blutbad zwar, aber es war eindrucksvoll geschrieben. Indencron beobachtet gut, fast wie ein Fan. Ich hatte ja angenommen, dass er sich auf die Suche nach dem Barbaren macht und ihn später in diesem Feld findet. Er schien doch großes Interesse an dem Kerl zu haben. Na vielleicht kommt das noch.

Missachten
Sehr viel Emotion in dem Abschnitt. Die Flucht und die Angst vor erneuter Gefangennahme war allgegenwärtig. Dieser Bolzen hat ihn echt geärgert. Da ist ein Barbar ein Kerl wie ein Baum, nichts haut ihn um und dann kommt er nicht an ein Stück Metall, was ihn immer weiter davondriften lässt aufgrund der Schmerzen. Hat mir gefallen.
Wer war denn die Alte die dort einen wehrlosen Typ im Wald einfach ausnutzt? Tzz  ;D

Bedrängen
Ab diesem Kapitel hatte es mich richtig. Erst habe ich mich über ein nettes weibliches Wesen gefreut. Sie wurde so gut vorgestellt... ihr einsames aber glückliches Leben dort usw. Und dann spielt Tobias wieder gut mit der Angst. Erst fand ich es übertrieben, wie sie sich dort verbarrikadiert. Schließlich war der Barbar doch am Fluß völlig normal, aber dann...  :o Wie ein Weihnachtsmann durch den Schornstein, Mist!Sie wird nicht überlebt haben, oder? Sonst hätte ihr Liebhaber sie dort doch nicht allein gelassen, um ihm nachzureiten.

Stehlen
Tleck die kleine Laberbacke, da soll noch mal einer behaupten, Frauen reden ohne Luft zu holen.  ;D  Dort im Haus kam die Intelligenz des Barbaren gut raus. Als er die Falle bemerkt und dort am Fenster steht und überlegt wie ein Detektiv... beeindruckend. Aber stimmt das alles so? Wollte Tleck wirklich das Mädchen? Was treiben die da für miese Spiele im Keller? Voodoozauber ok, aber Frauen im Käfig... oha.
Ich hoffe nur, dass sie den Wert des Ohrrings noch erkennt, wenn sie ihn das zweite mal sieht.  ;D

LG Kati  :winken:

Offline roulade

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #5 am: 21. April 2012, 21:50:34 »
Vieles wurde schon gesagt, darum fasse ich mich kurz. Ich bin bis jetzt auch begeistert! Vor allem von der Poesie der Sprache, die in krassem Gegensatz zu den beschriebenen Geschehnissen steht.

Die vielen Umschreibungen des Barbaren finde ich toll: der Delinquent, der Verurteilte, der Geflohene, der Fremde, der Eindringling und mein Favorit: der Unbefugte  :totlach:

Zwei Sätze, die mir gefallen haben:

Die Spuren ihres Liebsten trieben im Fluss davon.

Flussabwärts würde man den Tod und das Leben trinken, wenn man aus dem Fluss schöpfte.

Von dem sich wiederholenden Satz "Es wurde dunkel und es wurde hell, und es war noch immer derselbe Tag" habe ich mich wie hypnotisiert gefühlt. Die Auslegung, dass es eine Ohnmacht sein könnte, klingt gut.

Der Ausdruck "ihr guter Junge" hat mich etwas irritiert. Tja, der Gute hat nun Flügel.  - Das war die Szene, die ich am grausamsten fand, grausamer noch als das Gemetzel im ersten Kapitel. Ich hoffe auch, dass das Mädchen noch am Leben ist.

Erstaunt war ich von der Verteilung meiner Sympathien im ersten Kapitel: ich freute mich, dass er frei kommt, und das Gemetzel hat mich nicht weiter gestört. Aber Indencron habe ich als kalt, berechnend und sadistisch empfunden.

Im Kapitel "STeHLeN" kam für mich auch die Intelligenz des Barbaren und eine Art Wertesystem durch. Auch mir hat dieses Kapitel bisher am besten gefallen.


PS: Möge der Barbar noch viele Auflagen erfahren - in diesem Sinne mache ich auf einen Tippfehler aufmerksam - Seite 63 dritte Zeile von oben: "und führte den Säbel hindurch, dem er dem Jungen auf der Fuchsstute abgenommen hatte." (richtig: ...den er dem Jungen...)



Offline Old Fisherman

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #6 am: 21. April 2012, 22:27:06 »

Zitat
"Greif zu, mein Junge! Iss und trink! Das geht alles auf meine Rechnung, egal, ob du dich nun entscheidest, für mich zu arbeiten, oder nicht."

Na, an welche Mammut-Szene erinnert euch das? ;)


Meinst du etwa die Szene, als Bestar in Wandry angeworben wird, bin mir nicht sicher.

Ich habe jetzt auch das vierte Kapitel beendet und es bleiben eine Menge fragen offen. ich glaube diese Bilder und die Personen darauf, werden noch eine große Rolle für die Handlung spielen: Der Rothaarige und die junge Frau könnten die beiden Geliebten aus dem dritten Kapitel sein. Das zehnjährige Mädchen, das Fischmaulmädchen, dass vielleicht seit seinem zehntem Lebensjahr in diesem Keller "gehalten" wird.
Was hat es mit den mumifizierten Geschlechtsteilen und den anderen Objekten auf sich? Welcher Sadist ist in diesem Keller tätig. Stimmt die Vermutung des Barbaren, dass die Büsten die Freunde des Hausbesitzers darstellen? Was hat es mit den verschiedenen Frauenkleidern auf sich? Werden mehrere Frauen in dieses Haus verschleppt? Ich kann mich den Meinungen der anderen nur anschließen. Ein sehr interessantes, atmosphärisches Kapitel! Mit Tleck und Eurese kommen denke ich, zwei weitere wichtige Personen ins Spiel und auch der vernarbte Knabe (der mich auch an das "Mammut" erinnert, obwohl ich mir was die Narben angeht nicht ganz sicher bin) und die Frau auf den anderen Büsten könnten womöglich noch handlungsrelevant werden.

Als besonderer Satz ist mir noch aufgefallen:Der Mond steckte fest in einem Morast aus Wolken Ich mag solche bildhaften Vergleiche.

Zitat
Ich habe so das Gefühl, der Barbar wird erst wirklich bedrohlich wirken, wenn er nicht nur Wilde, sondern auch Intelligenz bewiesen hat.
Ich finde ihre Fluchtaktion war schon ziemlich intelligent, er hätte sich ja auch einfach ins Gemetzel stürzen können. Ansonsten- das er die Parfümfläschchen trinkt und das er den Sinn von Büchern nicht versteht zeugt natürlich davon, dass er nur wenig Ahnung vom städtischen Leben hat und dazu eine ganze eigene Ansicht entwickelt hat. Auch scheint er immer nach festgelegten Prinzipien zu handeln.

Außerdem ist die Taktik des Barbaren doch eigentlich gar nicht so schlecht. Wenn ihn jeder für vollkommen verblödet hält, unterschätzt man ihn natürlich auch...

Ich bin schon auf die nächsten Kapitel gespannt...

Offline tigi86

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #7 am: 21. April 2012, 23:05:06 »
Ein namenloser Verurteilter, der seiner seiner eigenen Hinrichtung entgehen kann und auf seiner Flucht ein Blutbad anrichtet, damit ging es ja schon mal gut los. Aber bisher wurde ja noch nichts über den Hintergrund seiner Strafe geschrieben, und überhaupt wissen wir noch nicht viel ohn ihm, nur dass er sehr unberechenbar, gefühllos und unbeherrscht.

Nicht, dass sich seinen Weg in die Freiheit erkämpft hat, er überfällt eine Frau, missbraucht sie und bringt ihren Geliebten um. Bösartiger geht es wohl kaum. Wurde er deshalb eingesperrt? Weil er so ein "Monster" bzw. Barbar ist? Oder steckt er mehr dahinter und er wurde womöglich zu diesem Barbaren gemacht?

Stehlen
Tleck die kleine Laberbacke, da soll noch mal einer behaupten, Frauen reden ohne Luft zu holen.  ;D  Dort im Haus kam die Intelligenz des Barbaren gut raus. Als er die Falle bemerkt und dort am Fenster steht und überlegt wie ein Detektiv... beeindruckend. Aber stimmt das alles so? Wollte Tleck wirklich das Mädchen? Was treiben die da für miese Spiele im Keller? Voodoozauber ok, aber Frauen im Käfig... oha.

Vielleicht sollte er auch Beweise vernichten, es könnte ja auch sein, dass der Hausherr von jedem seiner Kunden eine Büste angefertigt hat um dann irgendwelches Voodoozeugs daran zu vollführen, falls die Kunden ihre Schulden nicht begleichen. Und unser namenloser Krieger soll halt den Beweis stehlen, dass Tleck als Freier sich am Mädchen vergangen hat.

Aber mich hat es schon etwas gewundert, dass der Namenlose einfach so in das Geschäft eingewilligt hat, an materiellen Dinge wie Geld, Schmuck und sowas scheint er ja kein großes Interesse zu haben.


Offline Peinapfel

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #8 am: 21. April 2012, 23:31:08 »
Oder wie im ersten Kapitel den Anfangssatz am Ende wieder aufgreifen mit dem Wissen und neuer Bedeutung.

Oh, danke für den Hinweis, ist mir gar nicht aufgefallen. Das sind wirklich Vorteile einer solchen Leserunde! :winken:

Ich hoffe nur, dass sie den Wert des Ohrrings noch erkennt, wenn sie ihn das zweite mal sieht.  ;D

:D
Die Szene fand ich auch sowas von absurd....irgendwie als ob 2 Affen versuchen miteinander zu kommunizieren. Barbar und Fischmaul sind sich wirklich gar nicht so unähnlich. Stumm und ohne sozialen Umgang. Der eine schluckt Make-Up, die andere Ohrringe...
Aber interessant ist, dass er lächelt, als sie den Ohrring verschluckt. Da scheinen doch Emotionen vorhanden zu sein.


Erstaunt war ich von der Verteilung meiner Sympathien im ersten Kapitel: ich freute mich, dass er frei kommt, und das Gemetzel hat mich nicht weiter gestört. Aber Indencron habe ich als kalt, berechnend und sadistisch empfunden.

Jetzt wo du es sagst, es ging mir genauso. Irgendwie bin ich auch instinktiv davon ausgegangen, dass er zu Unrecht verurteilt wurde. (Vielleicht weil ich bei der Szene an Braveheart denken musste...langhaariger Mann auf dem Schafott :-\ )


Meinst du etwa die Szene, als Bestar in Wandry angeworben wird, bin mir nicht sicher.

Huch, nein, ich meinte eigentlich die Szene in der Rodraeg Bestar und Migal anwirbt. Er gibt den auftauchenden Interessenten doch auch alles aus, egal ob sie dabei sind oder nicht. Oder irre ich mich?

Ich habe jetzt auch das vierte Kapitel beendet und es bleiben eine Menge fragen offen. ich glaube diese Bilder und die Personen darauf, werden noch eine große Rolle für die Handlung spielen: Der Rothaarige und die junge Frau könnten die beiden Geliebten aus dem dritten Kapitel sein. Das zehnjährige Mädchen, das Fischmaulmädchen, dass vielleicht seit seinem zehntem Lebensjahr in diesem Keller "gehalten" wird.
Was hat es mit den mumifizierten Geschlechtsteilen und den anderen Objekten auf sich? Welcher Sadist ist in diesem Keller tätig. Stimmt die Vermutung des Barbaren, dass die Büsten die Freunde des Hausbesitzers darstellen? Was hat es mit den verschiedenen Frauenkleidern auf sich? Werden mehrere Frauen in dieses Haus verschleppt?

Interessant, dass du dir darüber Gedanken machst, wie diese Dinge weiterhin eine Rolle spielen könnten. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass der Barbar jetzt weiterzieht und das alles hinter sich lässt. Jetzt muss ich auch grübeln, ob das Vorkommnis die weitere Handlung beeinflusst.
Das heißt dann wohl für mich: :lesen:


Aber mich hat es schon etwas gewundert, dass der Namenlose einfach so in das Geschäft eingewilligt hat, an materiellen Dinge wie Geld, Schmuck und sowas scheint er ja kein großes Interesse zu haben.

Ja, wunderlich ist das schon. Wohl nicht für das Essen und Trinken, das hätte er ja auch so bekommen. Vielleicht hat er gehofft in dem Haus etwas von anderem Wert zu finden. So etwas wie die Ohrringe, diese scheinen ihm ja auch optisch gefallen zu haben. Oder er ist es irgendwoher gewohnt, dass ihm Befehle erteilt werden...

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #9 am: 22. April 2012, 10:20:49 »
@alle: Ich finde es großartig, wie Ihr jedes Kapitel einzeln behandelt! Da die Kapitel nämlich wie Kurzgeschichten in sich rund sind, fürchtete ich schon, dass, wenn das Buch in fünf größere Abschnitte eingeteilt wird, dann das Spezifische der einzelnen Kapitel ein wenig untern Tisch fällt. Aber Ihr seid halt unglaublich versierte Leserundler, man merkt das immer wieder ...  :anbet:

@Roulade: Der Fehler ist ärgerlich, und selbstverständlich alleinige Schuld meines Lektors ...  ;D
@Peinapfel: Du hast recht mit Rodraeg und dem "Mammutgründungsessen." Und Rodraeg war stets viel knapper bei Kasse als Tleck und hatte mehr Leute zu verköstigen (darunter zwei Halbbarbaren ...), wie ungerecht!

 :popcorn:: Tobias

Offline sandhofer

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #10 am: 22. April 2012, 10:58:06 »
Das Zitat von Robert E. Howard, gleich zu Beginn, musste ja kommen ...  ;D Wobei witzigerweise "Jenseits des Schwarzen Flusses" eine völlig atypische Conan-Story ist: keine Zauberer und Dämonen. Sondern die Geschichte einer gescheiterten Zivilisierung einer "Frontier". Der Zusammenprall von Kultur-Schrägstrich-Zivilisation und Wilden-Schrägstrich-Barbaren wird eigentlich selten bei Howard so sehr thematisiert wie in dieser Story. Und zum Schluss zieht sich tatsächlich die Zivilisation wieder vor den Wilden (den Pikten) zurück. "Jenseits des Schwarzen Flusses" ist eigentlich "Lederstrumpf im barbarischen Gewand. Nur dass bei Cooper letzten Endes die Indianer halt doch den Kürzeren ziehen.

Unser Barbar scheint Howards Conan nicht unähnlich.

Hmm ... ja. Allerdings hat Conan geredet. Sogar in Fremdsprachen. (Wenn auch mit einem barbarischen Akzent ;).) Und Conan verspürte offenbar nie Schmerz, im Gegensatz zu diesem Barbaren hier. Und irgendwie erinnere ich mich nicht daran, dass Conan Bier getrunken hätte. Immer nur Wein. Literweise.  ;D

Ist dieser Barbar hier ein Tier? Wohl kaum. Ein Fremder in einem fremden Land, ja. Getrieben von andern Bedürfnissen als seine Umgebung. Nicht ohne Gefühl - in das Mädchen ohne Zähne da aus dem Keller hatte er sich ja fast ein wenig verliebt.

Da die Kapitel nämlich wie Kurzgeschichten in sich rund sind, fürchtete ich schon, dass, wenn das Buch in fünf größere Abschnitte eingeteilt wird, dann das Spezifische der einzelnen Kapitel ein wenig untern Tisch fällt.

Du verzeihst mir, wenn ich dann aus dem Rahmen falle. Ich habe diesen Barbaren hier, bzw. dieses Buch, bis dato tatsächlich eher gelesen wie die Geschichten um Conar. Letzten Endes bilden sie sehr wohl ein Gesamtbild des Barbaren, aber jede steht im Grunde genommen für sich. Wiederkehrende Figuren, ausser dem Barbaren, erwarte ich deshalb eigentlich nicht.

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #11 am: 22. April 2012, 13:30:45 »
Nur dass bei Cooper letzten Endes die Indianer halt doch den Kürzeren ziehen.

Alles Andere wäre ja - angesichts der historischen Abläufe - Fantasy gewesen ...  ;)

Du verzeihst mir, wenn ich dann aus dem Rahmen falle. Ich habe diesen Barbaren hier, bzw. dieses Buch, bis dato tatsächlich eher gelesen wie die Geschichten um Conan. Letzten Endes bilden sie sehr wohl ein Gesamtbild des Barbaren, aber jede steht im Grunde genommen für sich. Wiederkehrende Figuren, ausser dem Barbaren, erwarte ich deshalb eigentlich nicht.

Aus dem Rahmen fallen ist in dieser Leserunde ausdrücklich erwünscht. (Bei meinem nächsten Roman "Beamtenverdämmern" dann nicht mehr. Verspäteter Aprilscherz.) Und was das Kurzgeschichtenhafte angeht, habe ich mich an einer Mischform versucht. Jedes Kapitel kann für sich selbst stehen und zeigt eine komplette Facette des Barbaren. Aber es wird ein paar wiederkehrende Figuren geben, und auch Bezüge der Kapitel aufeinander. (Kleidung und Schmuck zum Beispiel sind als durchlaufender Faden angelegt.)

 :lesen:: Tobias

Offline sandhofer

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #12 am: 22. April 2012, 14:46:30 »
Nur dass bei Cooper letzten Endes die Indianer halt doch den Kürzeren ziehen.

Alles Andere wäre ja - angesichts der historischen Abläufe - Fantasy gewesen ...  ;)

 :daumen:

Offline Old Fisherman

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #13 am: 22. April 2012, 15:26:53 »
@Peinapfel: Auf Anhieb ist mir nur die Szene eingefallen in der Bestar Bier spendiert bekommt, aber du hast natürlich recht. Weiß auch nicht, wie ich das "legendäre" Gründungstreffen übersehen konnte. :boahnee:


Sie wird nicht überlebt haben, oder? Sonst hätte ihr Liebhaber sie dort doch nicht allein gelassen, um ihm nachzureiten.


Wenn der Barbar, das Mädchen vergewaltigt, aber nicht getötet hat, wäre das aber auch ein Grund dafür, dass er ihm nachreitet, um ihn für seine Tat büßen zu lassen. Leider werden wir wahrscheinlich nie erfahren, was genau sich in ihrem Haus ereignet hat.

Offline Magnhor

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #14 am: 22. April 2012, 15:30:26 »
Das Zitat von Robert E. Howard, gleich zu Beginn, musste ja kommen ...  ;D Wobei witzigerweise "Jenseits des Schwarzen Flusses" eine völlig atypische Conan-Story ist: keine Zauberer und Dämonen. Sondern die Geschichte einer gescheiterten Zivilisierung einer "Frontier". Der Zusammenprall von Kultur-Schrägstrich-Zivilisation und Wilden-Schrägstrich-Barbaren wird eigentlich selten bei Howard so sehr thematisiert wie in dieser Story. Und zum Schluss zieht sich tatsächlich die Zivilisation wieder vor den Wilden (den Pikten) zurück. "Jenseits des Schwarzen Flusses" ist eigentlich "Lederstrumpf im barbarischen Gewand. Nur dass bei Cooper letzten Endes die Indianer halt doch den Kürzeren ziehen.

Vielen Dank für diesen Verweis und Vergleich. Leider kenne ich Howards Conan nicht so gut wie du und sicherlich manch andere hier, aber da Barbarendämmerung laut Tobias auch als Hommage an dessen Werk angesehen werden kann finde ich es wichtig, wenn Kenner wie du, sandhofer, öfters Kommentare in diese Richtung machen würden.
Ich habe dieses Buch hier (vor Jahren und leider nur flüchtiger als Tobias Bücher) gelesen und vorliegen: . Doch in diesem ist die Kurzgeschichte Jenseits des schwarzen Flusses nicht enthalten. Womöglich ist diese im längst vergriffenem zweiten Band?
« Letzte Änderung: 22. April 2012, 15:32:09 von Magnhor »