Autor Thema: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN  (Gelesen 1920 mal)

Offline odenwaldcollies

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #45 am: 24. April 2012, 13:11:37 »
Ja, nach jedem Kapitel bleiben so viele Fragen offen ... und wir werden wohl nie erfahren, was die Antworten sind. Sehr Schade.

Offene Fragen: ja. Aber schade finde ich das nichtl. Es muss ja nicht immer alles bis ins kleinste Detail erzählt werden...

Mich stört das hier auch nicht, da bleibt Raum für eigene Spekulationen.
Liebe Grüße
Karin

Offline Magnhor

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #46 am: 24. April 2012, 15:19:44 »
Nur damit kein falscher Eindruck hier entsteht: Mich stört es auch nicht!  :fluestern:

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #47 am: 24. April 2012, 16:36:28 »
Ich finde einfach, dass Romane, in denen jedes einzelne Detail innerhalb des Handlungsgerüstes einen tieferen Sinn ergibt, zu ausgedacht, zu klinisch ausgeklügelt wirken.
Das wirkliche Leben ist ja auch viel komplexer. Man begegnet jemandem und denkt, das hat Bedeutung, aber man trifft denjenigen niemals wieder. Oder umgekehrt: man unterschätzt die Auswirkung einer Begegnung total. Ehe man sich versieht, ist man verheiratet. (Fallbeispiel, nicht autobiographisch  :P).
Deshalb stehen bei mir (im MAMMUT-Zyklus kann man das auch sehr schön sehen) wichtige Informationen gleichberechtigt neben vernachlässigbaren. Die Leser sollen den Unterschied nicht erkennen können, und deshalb bestenfalls ALLES mit großer Aufmerksamkeit bedenken.

 :kochen:: Tobias

Offline marqs

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #48 am: 24. April 2012, 17:01:00 »
Ich finde einfach, dass Romane, in denen jedes einzelne Detail innerhalb des Handlungsgerüstes einen tieferen Sinn ergibt, zu ausgedacht, zu klinisch ausgeklügelt wirken.
Das wirkliche Leben ist ja auch viel komplexer. Man begegnet jemandem und denkt, das hat Bedeutung, aber man trifft denjenigen niemals wieder. Oder umgekehrt: man unterschätzt die Auswirkung einer Begegnung total. Ehe man sich versieht, ist man verheiratet. (Fallbeispiel, nicht autobiographisch  :P).
Deshalb stehen bei mir (im MAMMUT-Zyklus kann man das auch sehr schön sehen) wichtige Informationen gleichberechtigt neben vernachlässigbaren. Die Leser sollen den Unterschied nicht erkennen können, und deshalb bestenfalls ALLES mit großer Aufmerksamkeit bedenken.

 :kochen:: Tobias


im Gegensatz zum von mir schon zitierten Rollenspielbeispiel: da ist krampfhaft jedes Ereignis mit der Haupthandlung verknüpft... bis man schließlich als Spieler da auf jede Kleinigkeit achtet und als Aufhänger für alles nimmt (um das zu brechen, hat ich als spielleiter immer auch komplett "irrelevante" infos und begebenheiten  ;))

Offline Myriel

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #49 am: 24. April 2012, 19:53:07 »
Ja, nach jedem Kapitel bleiben so viele Fragen offen ... und wir werden wohl nie erfahren, was die Antworten sind. Sehr Schade.

Offene Fragen: ja. Aber schade finde ich das nichtl. Es muss ja nicht immer alles bis ins kleinste Detail erzählt werden...

Mich stört das hier auch nicht, da bleibt Raum für eigene Spekulationen.

Zumal das Buch ja auch noch lange nicht zu Ende ist ... ich denke schon, dass zumindest einige der Personen nochmal vorkommen oder Bezüge zu den Ereignissen auftauchen.

Woran mich das Buch übrigens vom Aufbau her erinnert: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
Dort wird auch aus einzelnen Kurzgeschichten ein Mosaik aufgebaut und erst auf den letzten Seiten wird das entscheidenden Steinchen platziert. Ich bin gespannt, was Tobias uns hier noch für Mosaiksteine präsentiert.

Offline sandhofer

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #50 am: 24. April 2012, 20:04:14 »
Ich finde einfach, dass Romane, in denen jedes einzelne Detail innerhalb des Handlungsgerüstes einen tieferen Sinn ergibt, zu ausgedacht, zu klinisch ausgeklügelt wirken.

Hat da jemand Umberto Ecos "Der Name der Rose" gelesen?  ;D

Offline Räubertochter

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #51 am: 24. April 2012, 20:37:18 »
So, ich bin dann auch mit dem ersten Abschnitt fertig und tauche aus einem Meer von Blut wieder auf :ohnmacht:

Um den Seelenfrieden würde ich nur bei einer Leserin fürchten, die ansonsten ausschließlich Rosamunde Pilcher und Julia Franck liest. Aber wer einen Kriminalroman verkraftet oder den "Herr der Ringe" mit seinen Orks, Schlachten, Gefahren und Riesenspinnen, dürfte von einer blutfarbenen Barbarendämmerung nicht umgehauen werden ...  ;)

Mein Seelenfrieden ist zum Glück noch vorhanden - aber ich finde das Buch schon eine Nummer krasser als ziemlich vieles, was ich bisher gelesen habe. Ich habe doch sehr deutlich ;D gemerkt, dass ich "aus dem Jugendbuch komme" und der Barbar für Teenies zum größten Teil eher ungeeignet ist :o

Der Barbar ist ja ein ungemütlicher Geselle, obwohl er an der Stelle, wo er das Mädchen freilässt, doch irgendwie Herz zeigt. Ich muss zugeben, das hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Besonders, nachdem ich erwartet hatte, dass er das Mädel am Fluss links liegen lässt, weil sie ihm ja nicht direkt in seinem Wege stand und er da schon ziemlich wenig Herz gezeigt hat. Ich habe ja schon mal erwähnt, dass ich im Spekulieren ganz schlecht bin - dies ist ein treffender Beweis :-[

Der Barbar erinnert mich übrigens an Jason Momoa, auch wenn der nicht direkt "hübsch" ist. Aber dafür ist er auch eine Bestie. ;D

In den Kapiteln zwei bis vier waren mir die Zusammenhänge Handlung-Titel relativ einleuchtend, im ersten habe ich etwas gegrübelt. Ist da die Grenze vom Leben zum Tode üBeRSCHRiTTeN worden? Wenn nicht, bin ich noch nicht dahintergekommen.

Die alte Frau, die dem Barbaren hilft, als er verletzt und dreiviertel tot im Walde liegt, fand ich sehr schräg. Sie hilft ihm, poppt ihn und lässt ihn dann liegen ... nicht direkt nachzuvollziehen ...

Als der Barbar dann den Auftrag mit dem Einbruch annimmt, habe ich zuerst gar nicht geglaubt, dass er für jemanden arbeiten mag. Ich hätte eher angenommen, dass er nur für sich selbst arbeitet. Aber im Verlauf des Einbruches kommt ja zutage, dass er durchaus in Betracht zieht, für Geld einzubrechen. Besonders barbarisch fand ich hier übrigens sein Verhältnis zu Büchern. Tse ...

Nun würde mich natürlich noch interessieren, was das für eine Falle war. War es wirklich ungefähr so, wie es sich der Barbar zusammengereimt hat, oder liegt etwas ganz anderes zugrunde? Vielleicht war es wegen des Blutbades am Anfang, vielleicht wegen des Mädchens am Fluss, wer weiß.

Noch ein paar Gedanken zur Sprache:
Sie gefällt mir ausgezeichnet. Mit nur wenigen Sätzen entstehen ziemlich klare Bilder in meinem Kopf. Krasse Bilder zwar, aber nu ja. Ich lese hier ja nicht Nesthäkchen. ;D
Die vielen Analogien für den Schmerz in der Schulter gefielen mir auch echt gut. Sowas habe ich noch nie gehört.

Einmal bin ich gestolpert, nämlich auf S. 33 über den Nachtzerrer - ist das ein fehlerhafter Nachtzehrer, oder bin ich nur ungebildet? ;D Ebenso mit "tausendfaltig" - gibt es das wirklich, oder ist das einfach eine Verschmelzung von mannigfaltig mit tausendfach?

So, und jetzt gucke ich mal, was ihr hier schon für viele tausend Beiträge geschrieben habt ... :ohnmacht:
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Offline Räubertochter

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #52 am: 24. April 2012, 21:40:18 »
Ich hatte mich ehrlich auch gefragt, wie breit muss der Kamin wohl sein, damit der große Barbar mit seinen breiten Schultern so gut durch den Kamin passt. Der Gute hätte auch stecken bleiben können!  :o

Was der Weihnachtsmann kann, kann der Barbar schon lange ;D Ich vermuite mal, er hätte den Kamin einfach durch Muskelanspannung gesprengt, wenn er steckengeblieben wäre. ;D

Interessant fand ich in diesem Abschnitt auch der sich ständig wiederholende Satz "Es wurde dunkel, und es wurde wieder hell, aber es war noch immer der selbe Tag"- ist das etwa bereits eine Andeutung auf die Barbarendämmerung?
Ich habe einfach angenommen, dass er kurz bewusstlos geworden ist.

Ich hoffe der Barbar verreckt, aber wahrscheinlich wird dieser Wunsch gar nicht oder erst am Ende des Buches in Erfüllung gehen.  >:(

Interessant: Ich nicht. Ich hoffe weder, dass er lebt, noch dass er stirbt, noch dass er gar geläutert wird oder was auch immer. Ich lasse einfach wirken.

Meinst du etwa die Szene, als Bestar in Wandry angeworben wird, bin mir nicht sicher.

Huch, nein, ich meinte eigentlich die Szene in der Rodraeg Bestar und Migal anwirbt. Er gibt den auftauchenden Interessenten doch auch alles aus, egal ob sie dabei sind oder nicht. Oder irre ich mich?

Ja, das war auch so.

Ich habe jetzt auch das vierte Kapitel beendet und es bleiben eine Menge fragen offen. ich glaube diese Bilder und die Personen darauf, werden noch eine große Rolle für die Handlung spielen: Der Rothaarige und die junge Frau könnten die beiden Geliebten aus dem dritten Kapitel sein. Das zehnjährige Mädchen, das Fischmaulmädchen, dass vielleicht seit seinem zehntem Lebensjahr in diesem Keller "gehalten" wird.
Was hat es mit den mumifizierten Geschlechtsteilen und den anderen Objekten auf sich? Welcher Sadist ist in diesem Keller tätig. Stimmt die Vermutung des Barbaren, dass die Büsten die Freunde des Hausbesitzers darstellen? Was hat es mit den verschiedenen Frauenkleidern auf sich? Werden mehrere Frauen in dieses Haus verschleppt?

Interessant, dass du dir darüber Gedanken machst, wie diese Dinge weiterhin eine Rolle spielen könnten. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass der Barbar jetzt weiterzieht und das alles hinter sich lässt. Jetzt muss ich auch grübeln, ob das Vorkommnis die weitere Handlung beeinflusst.
Das heißt dann wohl für mich: :lesen:

Das kann ich so unterschreiben. Irgendwie hat man so ein Gefühl, als müsste es irgendwo hin gehen. So als ob der Barbar einen Weg zu gehen hat.

Es wäre allerdings interessant zu wissen, warum er die Entwicklung der Zivilisation verpasst hat.

Ich hatte das Gefühl, dass er aus einem Teil der Welt kommt, den die Zivilisation auf ihrem Weg ausgelassen hat.

Dass sie noch am Leben ist, glaube ich nicht. Da hätte ihr Geliebter in meiner Vorstellung anders reagiert, hätte vielleicht eine Truppe zusammengestellt und wäre besser vorbereitet gewesen. So aber wirkt sein Angriff wie eine Tat im Affekt, im Schock auf das, was seiner Geliebten zugestoßen ist.

Woher weiß er aber, wenn sie tot ist, wer es getan hat?

Deshalb meine Vermutung/Hoffnung: Sie wurde "nur" vergewaltigt, hat ihrem Geliebten erzählt, was passiert ist und der ist wutentbrannt dem Bedränger nachgeritten, um sie zu rächen.

Ich habe es so verstanden:
Der Geliebte sieht zufällig den Barbaren, der immer noch blutbesudelt ist, sieht den Rock seiner Liebsten, die Ohrringe seiner Liebsten - und klinkt aus. Ích muss gestehen, dass ich den "neuen Morgen" offenbar komplett überlesen habe. :-[
Liebe Grüße,
Verena

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Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #53 am: 25. April 2012, 08:58:10 »
Mein Seelenfrieden ist zum Glück noch vorhanden - aber ich finde das Buch schon eine Nummer krasser als ziemlich vieles, was ich bisher gelesen habe. Ich habe doch sehr deutlich ;D gemerkt, dass ich "aus dem Jugendbuch komme" und der Barbar für Teenies zum größten Teil eher ungeeignet ist :o

Ja, das ist natürlich kein Jugendbuch. Da ich überhaupt noch nie ein Jugendbuch geschrieben habe, vergesse ich das stets zu erwähnen ...  :unschuldig:

Die alte Frau, die dem Barbaren hilft, als er verletzt und dreiviertel tot im Walde liegt, fand ich sehr schräg. Sie hilft ihm, poppt ihn und lässt ihn dann liegen ... nicht direkt nachzuvollziehen ...

Warte erstmal ab, bis Du eine uralte Räubertochter geworden bist, die alleine im Wald lebt ...  :P

Einmal bin ich gestolpert, nämlich auf S. 33 über den Nachtzerrer - ist das ein fehlerhafter Nachtzehrer, oder bin ich nur ungebildet? ;D Ebenso mit "tausendfaltig" - gibt es das wirklich, oder ist das einfach eine Verschmelzung von mannigfaltig mit tausendfach?

Der Nachzerrer heißt eigentlich "Nachzehrer" (schauste hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Nachzehrer), aber ich wollte ihn noch etwas ruppiger und weniger deutsch.
Und "tausendfaltig" ist natürlich eine Verschmelzung. Ich mache das gerne, Worte neu konfigurieren und anschauen, was daraus geworden ist.

Und auf Deine Frage zum "üBeRSCHReiTeN" bin ich in Antwort 31 in diesem Thread schon etwas ausführlicher eingegangen ...

 :winken:: Tobias

Offline Räubertochter

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #54 am: 25. April 2012, 09:33:49 »
Ja, das ist natürlich kein Jugendbuch. Da ich überhaupt noch nie ein Jugendbuch geschrieben habe, vergesse ich das stets zu erwähnen ...  :unschuldig:

Das war gar nicht vorwurfsvoll gemeint - sorry, wenn das so klang. :winken:
Ich weiß ja auch, dass es keins ist. Aber weil ich in letzter Zeit fast nur Jugendbücher gelesen habe, bin ich etwas unsanft auf dem Boden der Erwachsenenliteratur gelandet ;D

Die alte Frau, die dem Barbaren hilft, als er verletzt und dreiviertel tot im Walde liegt, fand ich sehr schräg. Sie hilft ihm, poppt ihn und lässt ihn dann liegen ... nicht direkt nachzuvollziehen ...

Warte erstmal ab, bis Du eine uralte Räubertochter geworden bist, die alleine im Wald lebt ...  :P

 :totlach: Okay, dann ist die Motivation vielleicht verständlicher.

Der Nachzerrer heißt eigentlich "Nachzehrer" (schauste hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Nachzehrer), aber ich wollte ihn noch etwas ruppiger und weniger deutsch.
Und "tausendfaltig" ist natürlich eine Verschmelzung. Ich mache das gerne, Worte neu konfigurieren und anschauen, was daraus geworden ist.

Wie peinlich, da habe ich dem Nachze(h/r)rer noch ein t verpasst, obwohl er mir (bildlich gesprochen) schon begegnet ist :-[

Die kreativen Wortveränderungen finde ich total klasse. Ich untersuche und zerlege gerne Worte, versuche ihren Ursprung zu finden und bedaure manchmal dass ich kein Griechisch kann ;D Ich bin shcon auf weiteres gespannt.

Und auf Deine Frage zum "üBeRSCHReiTeN" bin ich in Antwort 31 in diesem Thread schon etwas ausführlicher eingegangen ...

Ja, das habe ich dann später auch gelesen, vielen Dank. :winken:

Ich poste immer erst mal unvoreingenommen und lese danach erst die anderen Beiträge. Das würde wohl meine Antwort zu sehr beeinflussen.
Liebe Grüße,
Verena

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Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #55 am: 25. April 2012, 18:25:49 »
Das war gar nicht vorwurfsvoll gemeint - sorry, wenn das so klang. :winken:
Ich weiß ja auch, dass es keins ist. Aber weil ich in letzter Zeit fast nur Jugendbücher gelesen habe, bin ich etwas unsanft auf dem Boden der Erwachsenenliteratur gelandet ;D

Ich habe das auch nicht als Vorwurf verstanden, keine Sorge.  :five: Und ich gebe gerne zu, dass der Übergang von der Jugend zum Erwachsensein durchaus sanfter hätte ausfallen können als ausgerechnet mit: BaRBaReNDäMMeRuNG ...
Und trotzdem denke ich: Wer Fantasy mit Kampfgetümmel kennt, kommt eher damit klar, als wenn einer ansonsten nur deutsch-deutsche Familienaufarbeitungen liest.

 :barbar:: Tobias

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #56 am: 25. April 2012, 18:29:27 »
Hat da jemand Umberto Ecos "Der Name der Rose" gelesen?  ;D

Noch nicht. Aber es liegt schon seit zwei Jahren auf meinem "Demnächst"-Stapel und robbt sich in diesem (durch Abbau der darüber liegenden) langsam nach oben.
Bin schon sehr gespannt auf Ecos Borges-Bezüge, weil ich ein großer Fan von Borges bin.

 :lesen:: Tobias

Offline Llyren

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #57 am: 25. April 2012, 23:09:37 »
Ich hoffe der Barbar verreckt, aber wahrscheinlich wird dieser Wunsch gar nicht oder erst am Ende des Buches in Erfüllung gehen.  >:(

Seltsam, ich empfinde das momentan noch gar nicht so. Im Gegenteil hatte ich zu Beginn schon die Befürchtung: Na toll, jetzt bringt er seinen Helden schon ganz am Anfang um und erzählt uns erst hinterher, wie es dazu kam.
Momentan bin ich trotz allem irgendwie noch eher auf Seiten des Barbaren, so komisch das auch klingt. Vielleicht liegt es daran, dass seinen Handlungen jeder böse Willen oder gar bewusste Grausamkeit fehlt?


Ich finde einfach, dass Romane, in denen jedes einzelne Detail innerhalb des Handlungsgerüstes einen tieferen Sinn ergibt, zu ausgedacht, zu klinisch ausgeklügelt wirken.
[...]
Deshalb stehen bei mir (im MAMMUT-Zyklus kann man das auch sehr schön sehen) wichtige Informationen gleichberechtigt neben vernachlässigbaren. Die Leser sollen den Unterschied nicht erkennen können, und deshalb bestenfalls ALLES mit großer Aufmerksamkeit bedenken.

Das klingt nach einem guten Kompromiss. Alles muss auch gar nicht ineinanderpassen, aber wenn mir zu viele Informationen zu detailliert präsentiert werden, die dann letztendlich keine Bedeutung haben, fühle ich mich doch eher an der Nase herumgeführt.
Klasse finde ich dann das, was Myriel meinte: Wenn sich langsam (oder ganz plötzlich, je nachdem) einzelne Teile zusammenfügen und ein großes Ganzes bilden.
Und im Idealfall bleiben dann auch noch einige Fäden unverknotet hängen, die der Geschichte noch mehr den Eindruck verleihen, dass sie auch nur ein Ausschnitt aus einer viel größeren Welt ist.


Ach ja, um mal auf etwas ganz Banales zu sprechen zu kommen: Hat eigentlich die Groß- und Kleinschreibung des Überschriften irgendetwas zu bedeuten, oder ist das nur ein netter Einfall? Denn für reine barbarische Wildheit (wobei unser Barbar ja immer wieder betont, dass er gar nicht lesen kann und darin auch keinen Sinn sieht...) ist es ja schon wieder zu regelmäßig.
« Letzte Änderung: 25. April 2012, 23:11:30 von Llyren »
Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

Offline Magnhor

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #58 am: 26. April 2012, 14:55:56 »

Klasse finde ich dann das, was Myriel meinte: Wenn sich langsam (oder ganz plötzlich, je nachdem) einzelne Teile zusammenfügen und ein großes Ganzes bilden.
Und im Idealfall bleiben dann auch noch einige Fäden unverknotet hängen, die der Geschichte noch mehr den Eindruck verleihen, dass sie auch nur ein Ausschnitt aus einer viel größeren Welt ist.


Na dann solltest du nach der Barbarendämmerung  noch unbedingt das Mammut lesen!! Oder kennst du diese Reihe schon?

Offline Tobias O. Meißner

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Re: 01 - üBeRSCHReiTeN, MISSaCHTeN, BeDRäNGeN, STeHLeN
« Antwort #59 am: 26. April 2012, 17:19:10 »
Ach ja, um mal auf etwas ganz Banales zu sprechen zu kommen: Hat eigentlich die Groß- und Kleinschreibung des Überschriften irgendetwas zu bedeuten, oder ist das nur ein netter Einfall? Denn für reine barbarische Wildheit (wobei unser Barbar ja immer wieder betont, dass er gar nicht lesen kann und darin auch keinen Sinn sieht...) ist es ja schon wieder zu regelmäßig.

Stimmt, für Barbarei ist das System zu penibel eingehalten. Ich wollte einfach nur Bewegung im Schriftbild haben. Und irgendwie die "harten" Konsonanten mehr betonen als die "melodiösen" Vokale.

 :orogontorogon:: Tobias