Nun hat sich der Verdacht also doch bestätigt, Robert ist der Mörder und zu meiner Überraschung war er auch an den Morden in den USA schuld war, im Nachhinein sind dadurch die Ähnlichkeiten logisch. Aber ich hoffte trotz allem, dass Marcel uns am Schluss doch noch einen anderen Mörder präsentiert. Aber spannend und temporeich war es trotzdem. Und es war auch interessant zu beobachten, so tragisch es auch ist, wie sich Robert durch seine Ermittlungsarbeit selbst überführen will, da er ja unter dieser Störung leidet und sich wahrscheinlich nicht bewusst ist, dass er der wahre Täter ist.
Auch Max war wie bereits vermutet Roberts Einbildung, denn sein Bruder ist schon lange tot, deswegen konnte er auch immer verschwinden, als sich Besuch ankündigte.
Ein Glück, dass Tania überlebt - auch wenn sie es vielleicht noch nicht als solches begreifen kann. Aber der letzte Satz ist ja durchaus hoffnungsvoll - hoffen wir, dass er für sie gilt.
Wenn ich nichts überlesen habe, hat sie am Ende durch Roberts Wahnvorstellungen überlebt, denn er war sich nicht bewusst, dass er der eigentliche Mörder ist und hat die Taten seinem toten Bruder in die Schuhe geschoben. Also seine Schizophrenie war ihr Glück, auch wenn es etwas makaber klingt.
Na, manchmal ist es schon seltsam, mit welchem Maßstab Leser/Rezensenten Bücher bewerten. Aber nun gut, Geschmäcker sind halt verschieden, und manche verlangen bei einem Serienkiller-Thriller halt auch viel Gemetzel und Blut. Und so wird es auch in Zukunft bleiben, gleichwohl ich hoffe, dass dieser immense Drang nach Härte wieder etwas nachlässt und sich Geschichten durchsetzen, die mehr auf den psychologischen Schrecken setzen ...
Ich hatte letztes Jahr ein solches Buch von einem amerikanischen Thrillerautor gelesen und ich muss sagen, so richtig konnte ich mich mit diesen Gewalt- und Blutorgien nicht anfreunden, mir gefällt dein Verzicht auf unnötige Gewalt- und Blutorgien schon besser, denn diese unnötige Härte trägt ja nicht zwangsläufig zur Spannung bei.
Ähnlich ist dieses Phänomen ja auch bei Filmen zu beobachten. Leider.
Ich mag solche Spiel mit meinen Figuren: dass sie in einer Geschichte in den Fokus rücken, in der nächsten dann nur sporadisch auftreten, wo vorhergehende Nebenfiguren dann die Hauptrolle übernehmen, nur um in der darauffolgenden Geschichte wieder in den Hintergrund zu rücken. Einzig Kalkbrenner - oder jetzt Sera - bleiben die Figur, die immer im Zentrum stehen ...
Gefällt euch so etwas auch? Würde mich mal interessieren ...
Ansich gefällt es mir, wenn eine interessante Figur mehr in den Vordergrund rückt, die erst, weil es erst vielleicht besser für die Handlung ist, eher eine Nebenrolle eingenommen hat.