Leserundenarchiv > Petra Schier – Die Gewürzhändlerin

05 - S. 284 - S. 369

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Weda:

--- Zitat von: Avila am 06. April 2012, 23:32:32 ---... Eigentlich müssen sie und Martin sich ja nur eingestehen, dass sie einander mehr als nur mögen und alles ist gegessen, aber ich weiß ja nicht, ob das bei den beiden so einfach geht ...

--- Ende Zitat ---

So einfach geht das aufgrund ihres Standesunterschiedes ja nicht.
Von Martin wird ja erwartet, daß er eine ebenbürtige Kaufmannstochter heiratet. Wenn auch nicht aus Liebe, dann um seine Geschäfte weiter voranzutreiben, siehe Ludwina, dieses Schiff, das ihm dann ganz gehört, wenn er in die Heirat mit Therese einwilligt.

Und Luzia lässt keine Gefühle erst zu, da sie weiß, das eine Verbindung mit Martin, dem reichen und angesehenen Kaufmann nicht möglich ist, ja sogar nicht geduldet würde, als allererstes von seiner Mutter!
Und sie kann auch nicht daran glauben, daß ein Mann wie Martin sich ausgerechnet in sie, die arme Bauernstochter verlieben könnte.........

starone:
Hallo alle Zusammen, :winken:

was für ein Kapitel jeder  trägt sich mit Heiratspläne nur bei Martin und Luzia gibt es immer noch keine  positive Wendung. Schlimm wie Martin eine neuerliche heimliche Begegnung  von Roland und Luiza mitbekommt. Das fand ich schon sehr traurig für Martin. Interessant dann aber wieder seine nächste Reaktion. Es ist er sauer auf ihre neuerlichen Handelsversuche jetzt mit Buchfarben. Da zieht er für meine Begriffe eine ziemlich Show ab und ihr letztendlich doch Hilfe angedeihen zu lassen. Und versucht dann trotzdem sein Glück bei dieser Kussaktion. Bei der doch beide merken müssten, da ist einfach mehr drin für beide, aber nichts passiert weiter.....

Immer noch Katz-und Mausspiele bei den beiden ::).

Schön auch der Dialog den Luiza mit Kapitän Loerbek geführt hat, da musste ich schon sehr schmunzeln,  wie sie dieser Raubein von  Mann doch auch um "den Finger gewickelt hat".

Der Stand der Personen hatte wirklich einen hohen Stellenwert in dieser Zeit. Ich möchte da gerne an den Anfang des Kapitels erinnern. Die Sache mit der Weinbestellung der Hübschlerwirtin. Sie durfte von Luzia nicht Mal bei der Geldübergabe die Fingerspitzen berühren und auch sonst war sie als Mensch  im Hause von Martin, Martins Mutter zeigt das ganz gut einfach unerwünscht. Dabei leisten auch diese Frauen und ihr Beruf einen guten Dienst für die Allgemeinheit oder?

Pater Georg und seine Vorstellung von Sünde und Moral ::).Als wäre eine Berührung der Hübschlerin schon eine Beichte wert. Da wundert mich es auch nicht das Luiza da so eingestellt ist, wenn es um ihren Stand und den von Martins geht.

Aber der gute Anton, hat da schon den Durchblick  und  erkennt klar wo es bei den beiden hackt. Netterweise versucht er  Martin sogar noch  Tipps zugeben. Schlimm wie sich der Herr Boos jetzt benimmt, da ihm Luzia , sicherlich eher unbewusst die Kunden abspenstig macht.

Ich glaube, da hat Martin wahrscheinlich noch alle Hände voll zu tun, um Unheil von seinem Geschäft und Luzia , als seiner Gehilfin abzuhalten.

LG..starone.. :winken: :lesen:

Tammy1982:

--- Zitat von: starone am 07. April 2012, 14:28:20 ---Der Stand der Personen hatte wirklich einen hohen Stellenwert in dieser Zeit. Ich möchte da gerne an den Anfang des Kapitels erinnern. Die Sache mit der Weinbestellung der Hübschlerwirtin. Sie durfte von Luzia nicht Mal bei der Geldübergabe die Fingerspitzen berühren und auch sonst war sie als Mensch  im Hause von Martin, Martins Mutter zeigt das ganz gut einfach unerwünscht. Dabei leisten auch diese Frauen und ihr Beruf einen guten Dienst für die Allgemeinheit oder?

Pater Georg und seine Vorstellung von Sünde und Moral ::).Als wäre eine Berührung der Hübschlerin schon eine Beichte wert. Da wundert mich es auch nicht das Luiza da so eingestellt ist, wenn es um ihren Stand und den von Martins geht.

--- Ende Zitat ---

Ja, der Stand spielt hier wirklich eine sehr wichtige Rolle. Diese Doppelmoral mit den Hübschlerinnen finde ich auch ganz furchtbar. Einerseits sucht doch fast jeder Mann mal ein Hurenhaus auf, andererseits dürfen aber "ehrbare" Frauen von einer Hübschlerin nicht einmal angefasst werden. Wie lächerlich ist denn das? Da geht der Mann zur Hure und fasst danach seine eigene Frau an, aber das ist nicht so schlimm, wie wenn die Frauen sich gegenseitig berühren...  :vogelzeigen: ::)
Und du hast Recht: Angesichts dieser Standesdünkel ist es sehr gut nachvollziehbar, dass Luzia sich auch so viele Gedanken um ihre Herkunft macht!

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

starone:
Besonders wenn man bedenkt, das manchen ehrbaren Ehefrauen dieser Gang zur Hübschnerin auch nicht ungelegen kann ;)

Überhaupt diese Getue, was  eine Frau darf oder was nicht...keinen Wandel mit Wein, aber Gewürze wäre noch O.K. und wenn man sich an die Frau als Verkäuferin/Händlerin  am Marktstand gewöhnt hat :).

LG..starone... :winken:

Avila:
Ich gebe euch da vollständich Recht, aber die Doppelmoral gibt es heute immer noch. Auch wenn sie nicht mehr so groß ist, weil die Kirche ihre Finger nicht mehr im Spiel hat. Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, dass das Nicht-Anfassen auch was mit dem Glauben zu tun hat, oder? Wenn sie Luzia anfasst, könnte diese teufliche Blabla auf sie überspringen? Oder vertue ich mich da? Petra?  ;D
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wird  mit ihnen heute anders umgegangen? Eher nicht ...


--- Zitat von: Weda am 07. April 2012, 13:14:16 ---
--- Zitat von: Avila am 06. April 2012, 23:32:32 ---... Eigentlich müssen sie und Martin sich ja nur eingestehen, dass sie einander mehr als nur mögen und alles ist gegessen, aber ich weiß ja nicht, ob das bei den beiden so einfach geht ...

--- Ende Zitat ---

So einfach geht das aufgrund ihres Standesunterschiedes ja nicht.
Von Martin wird ja erwartet, daß er eine ebenbürtige Kaufmannstochter heiratet. Wenn auch nicht aus Liebe, dann um seine Geschäfte weiter voranzutreiben, siehe Ludwina, dieses Schiff, das ihm dann ganz gehört, wenn er in die Heirat mit Therese einwilligt.

Und Luzia lässt keine Gefühle erst zu, da sie weiß, das eine Verbindung mit Martin, dem reichen und angesehenen Kaufmann nicht möglich ist, ja sogar nicht geduldet würde, als allererstes von seiner Mutter!
Und sie kann auch nicht daran glauben, daß ein Mann wie Martin sich ausgerechnet in sie, die arme Bauernstochter verlieben könnte.........

--- Ende Zitat ---

Ja, der Standesdünkel steht den beiden da sehr im Weg. Luzia fasst noch mehr als Martin! Wirklich traurig -- und so ärgerlich!

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