Autor Thema: 04 - Kapitel 17 (Interplanet. Medienzentrum, Erde) bis Ende (Seite 139 bis Ende)  (Gelesen 394 mal)

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3893
Hier könnt Ihr von Seite 139 bis zum Ende schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 22. März 2012, 22:29:56 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline schokotimmi

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 216
    • Hakuna Matata!
Huhu,

ich bin soeben fertig geworden - irgendwie ging es nun doch alles recht schnell.
Eine riesen Werbeaktion also - das finden ich ja mal richtig genial. Das passt zum gesamten Buch, also ich mag die Auflösung auch wenn mir der Weg dort hin nicht so wirklich lag.

Aber mehr sag ich erstmal nicht und warte auf weitere Reaktionen.

Schönen Abend
schokotimmi
Hakuna Matata!

Offline Räubertochter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 465
    • Bücher Bär
Insgesamt kann ich schon mal sagen, dass mir der vierte Abschnitt bisher leider weniger gut gefallen hat. Wir erfahren zwar die Auflösung, aber irgendwie erscheint sie mir unbefriedigend. Aufgrund aller dieser Verwirrungen und Andeutungen habe ich wohl etwas erheblich größeres erwartet und war entsprechend etwas enttäuscht. Das lief mir alles etwas zu glatt. So leid mir das tut, denn den Anfang fand ich absolut klasse und sehr vielversprechend. :(

Aber der Reihe nach. Im letzten Abschnitt bin ich vermehrt über umgangssprachliche Ausdrücke wie zB. "Fuzzi" gestolpert. Ich kann aber ehrlich gesagt nicht feststellen, ob  die Sprache irgendwie salopper wird, oder ob ich vorher mehr gefesselt war und sie mir daher vielleicht weniger aufgefallen ist.

Einwandfrei war natürlich die Anspielung auf die 42 - die durfte hier auch wirklich nicht fehlen. Eines der Highlights dieses Abschnittes. Hatte Walpar eigentlich sein Handtuch dabei? ;) Und auch die Erwähnung von Jules Verne mochte ich sehr.

In Gottes Kopf (und nicht nur da, aber hier häuft es sich jetzt so) wimmelt es von 80er Jahre Anspielungen. Uwe, hast du eigentlich "Ready Player One" gelesen? Das könnte dir gefallen ;D

Es tut mir leid, dass mein Posting nicht etwas positiver ist. :(
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Offline Worthüterin

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 272
    • Die Worthüter
So, jetzt bin ich auch durch.
Und ich glaube, ich habe zu hastig gelesen oder es ging aus anderen Gründen eine Menge an mir vorbei.
Das Ende finde ich grundsätzlich okay, allerdings habe ich ca. ein Dutzend offene Fragen:

Wer wie was warum hat Tilko von der Sekte in die Werbeagentur gewechselt?
Was hatte die Sekte am Ende mit dem Ganzen zu tun? Stand sie nun in Zusammenhang mit der Werbeagentur oder hat sie einfach die Gelegenheit ergriffen, sich selbst und ihre kruden Ideen zu vermarkten? (ich glaube, zweiteres) Wie kam sie mit der Bombe in die Gottesfigur? Wie haben sie von der erfahren? Über Tilko?
Warum Kerbil sie austricksen konnte, habe ich auch nicht verstanden. Den Abschnitt habe ich sogar zweimal gelesen. Warum glaubt ihm der Oberguru, der doch ganz genau wissen müsste, was in seinem Großen Fahrplan steht? Und was ist nicht von 1979? Was ist denn der "Große Fahrplan" jetzt überhaupt?

Warum haben sich Tilko und Walpar getrennt? Was sollte mir die Szene mit  und seiner Oma sagen? Die empfinde ich im Nachhinein als vollständig überflüssig.

Noch mehr Anspielungen auf noch mehr Filme, mit denen ich nichts anfangen kann und langsam bekomme ich ein Gefühl dafür, wie es schokotimmi mit dem Rest des Buches ging.
"Hat jemand Marvin gesehen?" ist garantiert auch aus einem Film. "Stunde der Falken", "Tote schlafen fest" etc. kenne ich nicht. Und so ist auch die Auflösung mit Mr X (=der Namenlose) als MacGuffin (=der eigentlich unwichtige) für mich so naja, während ein Hitchcock-Fan sich vermutlich vor Lachen wälzen würde.
Aber ehrlich: Auch das habe ich nicht ganz verstanden: Ein MacGuffin soll doch was unwichtiges sein und ohne Mr X's Initiative würden sie alle immer noch auf dem Mars herumstehen und sich angucken, Walpar wäre noch im Kerker des Gerichtsvollziehers...

Wie gesagt, insgesamt gut und nicht zu schnell, aber verwirrend, und das hinterlässt bei mir ein vages Gefühl der Enttäuschung. Besser kann ich das nicht formulieren.  :-[
Diana Menschig
Hüter der Worte (Knaur TB)
Fantasy. Weltenwechsel. Buch-in-Buch. Heiter bis grantig.

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3893
Hallo zusammen,

ich habe das Buch mit einem Grinsen geschlossen. Sicher habe ich auch nicht alle Anspielungen verstanden, aber die Geschichte bot trotzdem so viele, teils absurde Details, die mir Spaß machten und auch die Figuren strahlten für mich jede für sich so eine skurrile Stimmung aus, die mich innerlich oft lachen ließ. 

Die Auflösung mit der Werbepuppe hat mir auch gut gefallen. Da wird die ganze Nation verrückt gemacht. Medien, Sekten und ich weiß nicht wer und was ist hinter DER großen Sache her und dabei ist es nur wieder Werbung.  ;D Die lief ja sowieso schon die ganze Zeit an allen Ecken und Wänden, das hätte man sich ja eigentlich von Anfang an denken können.  ;)

Wer wie was warum hat Tilko von der Sekte in die Werbeagentur gewechselt?

Naja, er hat wohl noch rechtzeitig gemerkt, in welchen Fängen er sich da verlieren wird und kurz vor der Prüfung noch die Notbremse gezogen. Ich kann mir denken, dass er nach der Trennung von Walpar dort erst mal sein Heil gesucht hat und dann doch gemerkt hat, dass das nichts für ihn ist. So wie manche bei Trauer in ein Kloster gehen, aber doch  nicht für immer dort bleiben.

Stand sie nun in Zusammenhang mit der Werbeagentur oder hat sie einfach die Gelegenheit ergriffen, sich selbst und ihre kruden Ideen zu vermarkten?

Ich denke, sie hat die Gelegenheit genutzt. Oder ist durch Tilko erst auf die Idee gekommen, sie zu nutzen.

Wie kam sie mit der Bombe in die Gottesfigur? Wie haben sie von der erfahren? Über Tilko?

Ja, habe ich so verstanden. Tilko hat doch gesagt, es sei seine Schuld. Wahrscheinlich hat er vor dem Weggang dem Sektenführer erzählt, wohin er geht und was dort gemacht wird. Der Sektenführer wusste ja, dass Tilko wegen einer Werbefirma die Sekte verlassen hat. Vielleicht geht Tilkos Schuld ja auch so weit, dass er für den Verlust des Fingers verantwortlich ist und das auch dem Sektenführer erzählt hat. So kam mir das vor.

Warum Kerbil sie austricksen konnte, habe ich auch nicht verstanden. Den Abschnitt habe ich sogar zweimal gelesen. Warum glaubt ihm der Oberguru, der doch ganz genau wissen müsste, was in seinem Großen Fahrplan steht?

Offensichtlich ist er unsicher genug, um sich verwirren zu lassen. Und ein kurzes Zweifeln reichte ja aus. Das hat Kerbil schlau gemacht!  ;D Was es mit den Jahreszahlen auf sich hatte, weiß ich aber auch nicht.

Warum haben sich Tilko und Walpar getrennt? Was sollte mir die Szene mit  und seiner Oma sagen? Die empfinde ich im Nachhinein als vollständig überflüssig.

Warum sie sich getrennt haben, finde ich jetzt nicht so wichtig. Irgendein Beziehungsdilemma, wie es immer wieder vorkommt. Die Szene mit der Oma war im Nachhinein wohl der Moment, wo Tilko merkte, dass er was angestoßen hat, also entweder den Finger gelöst und/oder dem Sektenführer davon erzählt, worauf das Chaos ausbrach. Er wirkte im Nachhinein jetzt in der Szene jedenfalls so, als würde ihn etwas belasten, das er loswerden wollte. Seine Oma ha das leider nicht gemerkt.

Aber ehrlich: Auch das habe ich nicht ganz verstanden: Ein MacGuffin soll doch was unwichtiges sein und ohne Mr X's Initiative würden sie alle immer noch auf dem Mars herumstehen und sich angucken, Walpar wäre noch im Kerker des Gerichtsvollziehers...

Ich habe das so verstanden, das nicht die Person das Unwichtige war, sondern das besondere Geheimnis.  ;) Da wird dauernd auf ein Geheimnis angespielt, dabei ist es gar nicht vorhanden oder nicht von Belang. So etwas in der Art hatte ich ja schon vermutet. Vielleicht habe ich das falsch verstanden, aber so kam es bei mir an.

Insgesamt hat mir das Buch, wie gesagt viel Spaß gemacht und ich habe es gerne gelesen. Vielleicht mag Uwe ja noch ein paar übersehene Details aufzeigen?

Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline schokotimmi

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 216
    • Hakuna Matata!
Hallo,

nach ein paar Tagen hat sich das Ganze bei mir ein wenig gesetzt und ich muss sagen, viel wird von diesem Buch bei mir nicht hängen bleiben. Der Anfang war richtig super, Aktion pur ;in der Mitte gab es einige humorvolle gleichzeitig erschreckend realistische Szenen und das Ende ging einfach nur schnell. Die Auflösung mit der Werbung gefällt mir immer noch, aber ich habe zum einen keinen echten Durchblick wer da jetzt wie drauf gekommen ist und wie es alles zusammenhängt und das blöde ist, so wirklich interessiert es mich auch nicht.
Die meisten Filmbbezüge hab ich nicht kapiert, weil ich die Filme nicht kenne - insofern wohl einfach nicht mein Buch.

Viele Grüsse
schokotimmi
Hakuna Matata!

Offline Worthüterin

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 272
    • Die Worthüter
Warum haben sich Tilko und Walpar getrennt? Was sollte mir die Szene mit  und seiner Oma sagen? Die empfinde ich im Nachhinein als vollständig überflüssig.

Warum sie sich getrennt haben, finde ich jetzt nicht so wichtig. Irgendein Beziehungsdilemma, wie es immer wieder vorkommt. Die Szene mit der Oma war im Nachhinein wohl der Moment, wo Tilko merkte, dass er was angestoßen hat, also entweder den Finger gelöst und/oder dem Sektenführer davon erzählt, worauf das Chaos ausbrach. Er wirkte im Nachhinein jetzt in der Szene jedenfalls so, als würde ihn etwas belasten, das er loswerden wollte. Seine Oma ha das leider nicht gemerkt.

Ach, ich hätte mit schon ein wenig mehr "Fleisch auf den Rippen" gewünscht, was das Verhältnis der beiden angeht. Walpar ist immerhin der Protagonist und sein verkorkstes Liebesleben hat ja nicht nur entscheidenden Anteil an den Entwicklungen, er hängt dem ganzen (der Beziehung, bzw. Tilko) auch noch sehr nach. Mir geht's wiederum nicht um den konkreten Grund (z.B. weil Walpar seine Haare nicht aus dem Abfluss entfernt und Tilko die Zahnpastatube nicht geschlossen hat  :angst: ), sondern mehr um die gesamte Geschichte zwischen den beiden. Ich meine: der Spruch auf Tilkos T-Shirt, dass er einen richtigen Mann such, geht Walpar schon hart an (erscheint mir so). Warum also macht Tilko das? Was gibt es für einen Hintergrund? Doch, das hätte mich schon interessiert, das bleibst mir zu oberflächlich.

Aber ehrlich: Auch das habe ich nicht ganz verstanden: Ein MacGuffin soll doch was unwichtiges sein und ohne Mr X's Initiative würden sie alle immer noch auf dem Mars herumstehen und sich angucken, Walpar wäre noch im Kerker des Gerichtsvollziehers...

Ich habe das so verstanden, das nicht die Person das Unwichtige war, sondern das besondere Geheimnis.  ;) Da wird dauernd auf ein Geheimnis angespielt, dabei ist es gar nicht vorhanden oder nicht von Belang. So etwas in der Art hatte ich ja schon vermutet. Vielleicht habe ich das falsch verstanden, aber so kam es bei mir an.

Ach so, okay, das ergibt Sinn.
Diana Menschig
Hüter der Worte (Knaur TB)
Fantasy. Weltenwechsel. Buch-in-Buch. Heiter bis grantig.

Offline Uwe Post

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 13
    • uwepost.de
Ich gebe gerne ein paar Antworten:

Wer wie was warum hat Tilko von der Sekte in die Werbeagentur gewechselt?
Wer in einer Werbeagentur arbeitet, hat irgendwann keine Freizeit mehr, um Sektentreffen zu besuchen.
Zitat
Was hatte die Sekte am Ende mit dem Ganzen zu tun? Stand sie nun in Zusammenhang mit der Werbeagentur oder hat sie einfach die Gelegenheit ergriffen, sich selbst und ihre kruden Ideen zu vermarkten?
Ja, ganz genau. Die Sekte ist ein Trittbrettfahrer.
Zitat
Wie kam sie mit der Bombe in die Gottesfigur? Wie haben sie von der erfahren? Über Tilko?
Genau. Kurz bevor ihm die Zeit fehlte, zu Sektentreffen zu gehen, hat er es irgendwie verraten.
Zitat
Warum Kerbil sie austricksen konnte, habe ich auch nicht verstanden. Den Abschnitt habe ich sogar zweimal gelesen. Warum glaubt ihm der Oberguru, der doch ganz genau wissen müsste, was in seinem Großen Fahrplan steht? Und was ist nicht von 1979? Was ist denn der "Große Fahrplan" jetzt überhaupt?
Kennt ihr noch die dicken Kursbücher, die es früher mal gab, und in denen alle Züge standen? So eins ist der "Große Fahrplan", hübsch in Leder gebunden. Nur der Hohepriester kann darauf Botschaften lesen - mit anderen Worten, er denkt sie sich aus. Wer hier Parallelen zu realen Religionen und deren heiligen Schriften sieht, dem kann ich nur sagen: Hey, von mir habt ihr das aber nicht!  :)
Der Hohepriester wird von Kerbil einen Moment lang an der Nase rumgeführt (wenn das Böse keine Schwächen hätte, wäre es unbesiegbar - Beweis siehe jeden beliebigen Thriller oder Krimi), aber diese Zeitspanne genügt.
Zitat
Warum haben sich Tilko und Walpar getrennt? Was sollte mir die Szene mit  und seiner Oma sagen? Die empfinde ich im Nachhinein als vollständig überflüssig.
Sie dient der Einführung der zerrissenen Figur Tilko, außerdem hat es mir Spaß gemacht, die Sache mit dem Seniorenzentrum zu zeigen  :) Vieles in der Szene kann man erst im Nachhinein verstehen, denn der arme Mann kommt ja kaum zu Wort.
Zitat
Noch mehr Anspielungen auf noch mehr Filme, mit denen ich nichts anfangen kann und langsam bekomme ich ein Gefühl dafür, wie es schokotimmi mit dem Rest des Buches ging.
"Hat jemand Marvin gesehen?" ist garantiert auch aus einem Film. "Stunde der Falken", "Tote schlafen fest" etc. kenne ich nicht. Und so ist auch die Auflösung mit Mr X (=der Namenlose) als MacGuffin (=der eigentlich unwichtige) für mich so naja, während ein Hitchcock-Fan sich vermutlich vor Lachen wälzen würde.
Das Buch enthält so viele Anspielungen an die Popkultur, dass 1. nicht jeder alles kennen kann und 2. jeder aber ein bisschen was wiedererkennt. Dieser Spagat ist unvermeidbar; mein Ziel war es aber natürlich, dass das Buch selbst dann lesenswert ist, wenn  man nicht alle Anspielungen versteht.
Um ehrlich zu sein: Ihr habt hier im Laufe der Leserunde Anspielungen gefunden, die ich gar nicht reingeschrieben habe, d.h. die Ähnlichkeiten sind Zufall.
Ziel  des Lesens sollte es m.E. nicht sein, eine möglichst hohe Prozentzahl auf der "na, alles erkannt?"-Skala zu erreichen. Das Buch soll unterhalten (und an den satirischen Stellen zum Nachdenken anregen).
Übrigens ist nicht Lang X der McGuffin, sondern sein "dunkles Geheimnis". Dies ist eine der Meta-Anleihen bei der Popkultur, die die Verwendung von MacGuffins aufs Korn nimmt. Das sind ja Einrichtungen der künstlichen Spannungserzeugung, die ein guter Autor nicht nötig haben sollte. Deshalb ist das dunkle Geheimnis auch am Ende tatsächlich irrelevant.

Viele von euch stellen fest, dass das Buch eine hohe Geschwindigkeit hat. Ein Hochgeschwindigkeits-SciFi-Abenteuer zu schreiben war genau meine Absicht, deshalb fehlt ein ausführlicher Blick auf persönliche Beziehungen zwischen Walpar und Tilko, aber auch auf Nera (die eigentlich eine sehr vielschichtige, verrückte Person ist), ja sogar auf Kerbil und seine Eltern, und nicht zuletzt auf Emmali Costello, die sich nach einem unfreiwilligen Quatling-Bad einbildet, einen Exterminierungsauftrag mit Ziel Walpar erhalten zu haben. Dass dieses Tempo nicht jedermanns Sache ist, kann ich gut nachvollziehen. Positioniert Walpar am entgegengesetzten Ende einer Skala, deren obere Regionen mit "George R. R. Martin" und "Tad Williams" markiert sind. Natürlich zeigt sich in dieser Grundanlage auch eine Ansicht des Autors bezüglich unseres Zeitgeistes. Schnell, schneller, bloß nicht nach hinten schauen, nach vorne schon gar nicht, bloß keine Zeit mit Tiefgang verschwenden, wir konsumieren immer nur Popkultur, die sich die ganze Zeit selbst zitiert. Daher ist der Roman auch im Präsens geschrieben (was ich ehrlich gesagt als gewagtes Experiment empfunden habe, aber keiner von euch hat sich dran gestört). Deshalb beginnt das Buch auch mit Popkultur-Zitaten und endet mit einem der berühmtesten überhaupt.

Tja, was soll ich noch sagen... vielleicht hier gar nix,  sondern im Fazit-Thread?  ;)
« Letzte Änderung: 10. April 2012, 19:39:59 von Uwe Post »

Offline Räubertochter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 465
    • Bücher Bär
Um ehrlich zu sein: Ihr habt hier im Laufe der Leserunde Anspielungen gefunden, die ich gar nicht reingeschrieben habe, d.h. die Ähnlichkeiten sind Zufall.

Na, wir sind ja findig :D
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Offline Worthüterin

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 272
    • Die Worthüter
Um ehrlich zu sein: Ihr habt hier im Laufe der Leserunde Anspielungen gefunden, die ich gar nicht reingeschrieben habe, d.h. die Ähnlichkeiten sind Zufall.

Na, wir sind ja findig :D

Also ich denke auch, das schaukelte sich bis jetzt in jeder Leserunde, die ich mitgemacht oder nachgelesen habe, so ein bisschen hoch, und gerade das finde ich das interessante daran. Später mehr :-)
Diana Menschig
Hüter der Worte (Knaur TB)
Fantasy. Weltenwechsel. Buch-in-Buch. Heiter bis grantig.

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3893
Danke Uwe, für deine Erklärungen. Na, da lag ich mit einigen Einschätzungen ja gar nicht verkehrt.

Ein Hochgeschwindigkeits-SciFi-Abenteuer zu schreiben war genau meine Absicht, deshalb fehlt ein ausführlicher Blick auf persönliche Beziehungen zwischen Walpar und Tilko, aber auch auf Nera (die eigentlich eine sehr vielschichtige, verrückte Person ist), ja sogar auf Kerbil und seine Eltern, und nicht zuletzt auf Emmali Costello, die sich nach einem unfreiwilligen Quatling-Bad einbildet, einen Exterminierungsauftrag mit Ziel Walpar erhalten zu haben. Dass dieses Tempo nicht jedermanns Sache ist, kann ich gut nachvollziehen.

Als schnelle Geschichte habe ich es auch empfunden, aber nicht als Nachteil. Es passte für mich von Anfang an zur Stimmung der Geschichte und ich hatte persönlich auch gar kein so sehr großes Interesse an den vergangenen persönlichen Hintergründen. Ich erlebte die Handlung als den Moment, in dem sie geschah und das reichte mir seltsamerweise. So, als wenn ich kurz auf einen Zug mit aufgesprungen wäre, um die momentane Situation mitzuverfolgen und dabei eben einfach mitgerissen wurde.

Ich finde das total interessant, denn normalerweise sind mir die Persönlichkeit, das Leben, Hintergründe, der Charakter, etc.  der Figuren und auch die beschriebene Welt sehr wichtig und deshalb lese ich auch die von dir genannten und ähnliche Autoren sehr gerne. Und ich würde auch nicht nur Geschichten lesen wollen, in denen genau das fehlt. Aber es war eine interessante Erfahrung, die mir zudem sogar noch Spaß gemacht hat. Und als Leserin, die gerne auch mal offene Enden in Romanen hat, hat sich bei mir zudem schon längst die eigene Fantasie eingeschaltet und mir die fehlenden Informationen zu Walpar, Tilko und Co. nachgeliefert.  ;)

Daher ist der Roman auch im Präsens geschrieben (was ich ehrlich gesagt als gewagtes Experiment empfunden habe, aber keiner von euch hat sich dran gestört).

Das ist mir schon nach einer Weile mal aufgefallen und ich weiß, dass viele das nicht mögen (und habe deshalb dann auch auf entsprechende Kommentare gewartet  ;) ) aber ich persönlich habe nichts gegen diese Form, habe sie sogar in letzter Zeit erstaunlich oft in Romanen erlebt. Wobei ich es, wie gesagt, oft gar nicht gleich merke. Mich kann man damit also nicht erschrecken.  ;D

Um ehrlich zu sein: Ihr habt hier im Laufe der Leserunde Anspielungen gefunden, die ich gar nicht reingeschrieben habe, d.h. die Ähnlichkeiten sind Zufall.

Na, wir sind ja findig :D

Das finde ich ja auch mal lustig!  :D

Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Leen

  • Lindwurm-Züchterin
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 364
  • Vorsicht, Bücherwürmer sind Kleindrachen!
    • Comic Culture Verlag
 :-[ Ich bin jetzt auch fertig und irgendwie total verwirrt  ::) ich werds mal ein wenig sacken lassen, ehe ich noch was dazu schreibe *seufz*

SuB-Abbau 2012: - ein Versuch ist es wert :)
    Marion Zimmer Bradley - Trapez
    Jacqueline Carey - Kushiel
    Patrick Rothfuss - Name des Windes
mein Leserundenkalender

Offline Worthüterin

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 272
    • Die Worthüter
Diana Menschig
Hüter der Worte (Knaur TB)
Fantasy. Weltenwechsel. Buch-in-Buch. Heiter bis grantig.

Offline Räubertochter

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 465
    • Bücher Bär
Das ist ja klasse! 8) :geil:

Den will ich auch!
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3893
Liebe Grüße
Heimfinderin