Autor Thema: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)  (Gelesen 497 mal)

Offline urlaubsbille

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Re: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)
« Antwort #15 am: 20. März 2012, 20:33:03 »
Mir stellt sich die Frage, kompensiert Frank durch die Machtausübung gegenüber Tobias, daß er im Laden nicht viel zu melden hat? Bei der Beerdigung muß er seinem Geschäftspartner Carsten gegenüber Rechenschaft darüber ablegen, daß er den Laden einige Tage geschlossen hatte und ist dabei recht kleinlaut und unterwürfig.

Offline apassionata

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Re: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)
« Antwort #16 am: 20. März 2012, 20:36:14 »
Mir stellt sich die Frage, kompensiert Frank durch die Machtausübung gegenüber Tobias, daß er im Laden nicht viel zu melden hat? Bei der Beerdigung muß er seinem Geschäftspartner Carsten gegenüber Rechenschaft darüber ablegen, daß er den Laden einige Tage geschlossen hatte und ist dabei recht kleinlaut und unterwürfig.

Könnte ich mir durchaus vorstellen. Es scheint fast, als wäre Tobias für Frank wie eine Art Ablassventil.
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline tigi86

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Re: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)
« Antwort #17 am: 21. März 2012, 00:12:22 »
Wie schrecklich, jetzt wird Tobias auch noch mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert, als wäre er nicht schon genug gebeutelt, jetzt verliert er seine einzige Bezugsperson und Frank und dessen seniler Vater schieben ihm die Schuld zu, weil seine Mutter Charly zur Einschläferung bringen wollte, was ich sehr traurig fand, da es dafür überhaupt keinen Grund gab.

Entsetzlich fand ich, dass Frank nach der Todesnachricht nur Sarah in den Arm nimmt, gehört es sich nicht, dass beide Kinder ein Recht auf Trost haben? Wie kann man nur so bösartig sein. Kein Wunder, Franks Vater ist ja nicht anders, kein Wunder, dass Tobias' Erzeuger so geworden ist, obwohl er vor seiner beruflichen Selbstständigkeit ja auch liebevoller sein konnte, da sich Tobias sich seinen "alten" Vater zurückwünscht.

Im Nachinhein denke ich, Frank hat seine Frau nie wirklich geliebt, so abfällig er nach ihren Tod redet, und seinem Vater sogar zustimmt, nachdem er ihm sagt, er hat ihm immer vor ihr gewarnt.  Der kurze Auftritt seiner Geliebten spricht ja auch für sich.


Selbst auf der Beerdigung müssen sie Tobias demütigen und versuchen noch ihn von Vivien fernzuhalten.

Nachdem Vivien ihm, nach seinem Sturz in die Pfütze geholfen hat, sind sie sich kurz näher gekommen, obwohl sie na kurz ihn einfach stehen gelassen hat. Und Nach einem Wechsel in die Gegenwart sehen wir, dass sie sich sehr negativ verhändert hat. Ich hatte schon die Hoffnung, aus den beiden werden richtig gute Freunde, weil sie durch ihre Außenseiterrolle ja doch irgendwie etwas gemeinsam haben, aber anscheinend muss sie schon eine enorme Wandlung durchgemacht haben, wenn aus einem einfühlsamen und ruhigen Mädchen so eine eingebildete Zicke wird.

Das geht uns wohl allen so. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es nach wie vor Tobias Familie ist und er ist gerademal acht Jahre alt. Wir als Aussenstehende und dann auch noch Erwachsene haben da leicht zu reagieren.

Natürlich ist es als Außenstehender leicht zu reagieren, aber ihre Mutter hat doch tagtäglich zugesehen, wie Frank er beide Kinder so gegensätzlich behandelt, sie hätte doch handeln müssen, wie kann man nur wegschauen, wenn ein Elternteil die Kinder derart misshandelt. Was wäre, wenn sie noch leben würde, würde sie dann auch auf Tobias' Liste stehen? Damals war sie noch ein wichtiger Bezugspunkt für in, aber in der Gegenwartsgeschichte sehe die Sache dann bestimmt auch anders aus, er würde ihr sicher vorwerfen, einfach weggeschaut zu haben.

Mir stellt sich die Frage, kompensiert Frank durch die Machtausübung gegenüber Tobias, daß er im Laden nicht viel zu melden hat? Bei der Beerdigung muß er seinem Geschäftspartner Carsten gegenüber Rechenschaft darüber ablegen, daß er den Laden einige Tage geschlossen hatte und ist dabei recht kleinlaut und unterwürfig.

Das könnte natürlich ein Grund für seine Ausschweifungen sein, da er dieses aggressive Verhalten, zumindest in dem Ausmaß, ja erst nach der Existenzgründung an den Tag gelegt zu haben schien.

Offline apassionata

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Re: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)
« Antwort #18 am: 21. März 2012, 07:22:35 »
Das geht uns wohl allen so. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es nach wie vor Tobias Familie ist und er ist gerademal acht Jahre alt. Wir als Aussenstehende und dann auch noch Erwachsene haben da leicht zu reagieren.

Natürlich ist es als Außenstehender leicht zu reagieren, aber ihre Mutter hat doch tagtäglich zugesehen, wie Frank er beide Kinder so gegensätzlich behandelt, sie hätte doch handeln müssen, wie kann man nur wegschauen, wenn ein Elternteil die Kinder derart misshandelt. Was wäre, wenn sie noch leben würde, würde sie dann auch auf Tobias' Liste stehen? Damals war sie noch ein wichtiger Bezugspunkt für in, aber in der Gegenwartsgeschichte sehe die Sache dann bestimmt auch anders aus, er würde ihr sicher vorwerfen, einfach weggeschaut zu haben.

Das stimmt natürlich. Meine Aussage bezog sich aber hier auf Katjas Aussage, dass man Tobias am liebsten zurufen würde die Beine in die Hand zu nehmen und wegzulaufen.  ;)
Ob die Mutter, sollte sie noch leben auch irgendwann auf der Liste gelandet wäre? Früher oder später denke ich schon. Nämlich dann, wenn Tobias in diesem letzten Halte und Trostpunkt durch seine Passivität eben diesen nicht mehr sehen könnte, und seine Wut darüber über sein Unverständnis triumphieren würde. Oder?
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Offline tigi86

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Re: 02 - Kapitel 11 bis Ende Kapitel 22 (S.124)
« Antwort #19 am: 21. März 2012, 10:17:58 »
Das stimmt natürlich. Meine Aussage bezog sich aber hier auf Katjas Aussage, dass man Tobias am liebsten zurufen würde die Beine in die Hand zu nehmen und wegzulaufen.  ;)
Ob die Mutter, sollte sie noch leben auch irgendwann auf der Liste gelandet wäre? Früher oder später denke ich schon. Nämlich dann, wenn Tobias in diesem letzten Halte und Trostpunkt durch seine Passivität eben diesen nicht mehr sehen könnte, und seine Wut darüber über sein Unverständnis triumphieren würde. Oder?

Ah genau, ok. Stimmt natürlich, in dieser Hinsicht ist es für uns Erwachsene wirklich leicht zu reagieren und als er älter wurde, hatte er doch noch immer den Hass auf seinen Vater und seine neue Lebensgefährtin, warum hat er es dann nicht versucht, zu verduften? Er steigert sich ja immer mehr in seine Wut rein.