So, jetzt nähern wir uns mit großen Schritten dem Showdown.

Thomas' Vater fand ich rührend und es ist traurig zu lesen, wie schwer es Ruth und Thomas fällt, mit seiner Erkrankung umzugehen. Gut hat mir aber gefallen, wie freundlich Anna mit dem älteren Herrn umgegangen ist. Und das, obwohl er offensichtlich Helen bevorzugt hat.

Das macht mir Anna noch mal ein Stück sympathischer.
Und einen Brief von Helen gab es auch noch. Sie hatte also eine Flucht nach Johannesburg geplant. Ob das die IMSS-Leute womöglich mitbekommen haben und sie deshalb gleich beseitigt haben? Bestimmt hat man sie auch beschattet. Fragt sich nur noch, warum sie dann in dieses Fitnessstudio gegangen ist und sich mit diesem geheimnisvollen Unbekannten unterhalten hat. Vielleicht Erpressung?
Nun wissen Thomas und Anna endlich, wer hinter den ganzen Untaten steckt: eine PR-Firma aus Brüssel. Kubens scheint auch gehörigen Respekt vor diesen Leuten zu haben; wahrscheinlich hat er auch schon negative Erfahrungen mit übermächtigen PR-Firmen machen müssen. Immerhin hat Thomas jetzt die Anschrift. Und von seinem Vater eine Schrotflinte, die er auch dringend benötigt, wie sich danach herausstellt.
Ich fand es schon bedenklich, dass Geldorf Thomas an der Grenze abfangen lässt. Zunächst dachte ich an ein Strafverfahren wegen der Sache auf dem Bahnhofsklo, und dass sie Thomas womöglich den Mord anhängen wollen. Um die Sache mit dem Bahnhofsklo ging es dann ja immerhin wirklich. Es ist nicht schwer zu erraten, wer hinter dem anonymen Anruf bei der Polizei steckt.
Meine frühere Vermutung hat sich bestätigt: Geldorf weiß ganz genau, dass Thomas in diese Sache verwickelt ist. Warum er wohl trotzdem auf die Abnahme der Fingerabdrücke und der Tonbandstimme verzichtet hat?
Anna hat mit ihrem Alleingang ziemlich leichtsinnig gehandelt. Damit hat sie es den Entführern sehr leicht gemacht. Das bringt Thomas in eine sehr verzwickte Situation. Immerhin ahnt er ja, dass diese Leute ihn nicht einfach wieder gehen lassen werden, wenn er die Daten-CD nach Flandern bringt. Und trotzdem bleibt ihm nichts anderes übrig, wenn er Anna lebend wiedersehen will. Nicht gerade eine beneidenswerte Lage.
Thomas' Täuschungsmanöver, um seine Beobachter von der Polizei abzuschütteln, war ja sehr gerissen.

Sehr faszinierend fand ich Thomas' Veränderung dargestellt. Interessant, wie ein friedliebender und unbescholtener Mensch wie Thomas auf einmal Gefallen am Umgang mit einer Waffe findet und einen Geldboten unter Einsatz von Gewalt und Wahrheitsserum zum Reden bringt. Immerhin fühlt er sich dabei reichlich unwohl und ihn plagen trotz allem noch Skrupel. Ob er diese auch noch verlieren wird?
In dem Gespräch mit dem Boten bekommen wir Leser wieder einige interessante Informationen über die Probleme der Ölindustrie. Jetzt wissen wir auch, weshalb Jaeggi sterben musste.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob es zu einem Zusammentreffen von Thomas mit diesem Morisaitte kommen wird. Hoffentlich kommen er und Anna da heil wieder raus.
