Autor Thema: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende  (Gelesen 770 mal)

Online Kati

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04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« am: 01. März 2012, 20:10:57 »
Hier könnt Ihr von Seite 157 bis zum Ende schreiben.
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Online Spatzi79

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #1 am: 10. März 2012, 16:57:14 »
Also, ich musste nun wissen, wie das alles endet!

Die Szenen auf der Insel in Venedig hatten etwas von einem Traum - diese ganze Sache mit der Vision, das musste ich zweimal lesen.
Wie lebten diese beiden Kerle denn da, wie haben sie sich versorgt, ohne dass jemand etwas mitbekommen hat?
Aber irgendwie auf jeden Fall faszinierend!

Und dort erfährt Anna endlich mehr über ihre Vergangenheit, dass sie die Tochter von Aramäos ist und allein ihre Berührung die Siegel zerfallen lässt.
Und Aramäos wiederum ist der Sohn von Raphael, dem großen Jäger der abtrünnigen Engel und Schattenläufer? Was für eine Ironie, dass dieser selbst einer Frau verfallen ist und einen Sohn gezeugt hat, der wiederum die Raphaeliten beinahe ausgelöscht hat und dessen Blutlinie den Nazgarth befreien kann...

Vitali entpuppt sich als deutlich mutiger, als ich ihn eingeschätzt hatte. Er springt tatsächlich über seinen Schatten und fliegt in den Irak. Kain scheint ihm ja wirklich sehr am Herzen zu liegen.

Und Bartolo ist tatsächlich ein Verräter. Was genau war denn nun seine Motivation hinter alldem? Armageddon töten zu lassen, damit die anderen des Ordens als Versager dastehen und er die Macht übernehmen kann? Und mit dem befreiten Nazgarth meinte er, wäre er dann schon fertig geworden?? Ganz schön eingebildet, der Kerl!

Der Kampf zwischen Kain und dem Nazgarth ging mir ein bisschen lange, aber Anna hat die Zeit ja gebraucht - aber was genau hat sie da getan? So richtig verstanden habe ich das wohl nicht...
Und vor allem ist der Engel ja immer noch da und stört die Ruhe des Nazgarth, oder? Die Sache ist also noch längst nicht endgültig ausgestanden?  ;)

Andrea, magst du noch ein bisschen was zu Emily erklären? Ich fürchte, ich bringe das jetzt nicht mehr zusammen, wie ist es dazugekommen, dass sie zur Kreatur des Nazgarth wurde?

Offline agu

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #2 am: 10. März 2012, 17:49:42 »
Andrea, magst du noch ein bisschen was zu Emily erklären? Ich fürchte, ich bringe das jetzt nicht mehr zusammen, wie ist es dazugekommen, dass sie zur Kreatur des Nazgarth wurde?
Na klar :)
Der Nazgarth rekrutiert seine Helfer ja nach einem simplen (und nicht bewusst gesteuerten) System: Das, was er ausstrahlt, dringt in ihren Geist, sucht sich ihre sehnlichsten Wünsche und verspricht ihnen die Erfüllung, wenn sie dem Nazgarth und seinen Zielen dienen. Das funktioniert umso besser, je verzweifelter dieser Wunsch ist. Wenn der Nazgarth seinen Ruf aussendet, ist das wie ein Eisenspan, der in ein Feld von Magneten geworfen wird (wobei die Menschen den Magneten entsprechen) - er nistet sich dort ein, wo die Verzweiflung hinter dem Wunsch am stärksten ist.
Emily hat sich nach der Infektion mit dem Medikament aus Schattenläufer-Blut in 'Engelsjagd' in ein Monster verwandelt, und das, wo ihr die eigene Schönheit stets als das allerwichtigste Gut auf Erden erschien, das ihr ermöglicht hat, ihre Wünsche und Ziele zu erreichen. Einmal ausgelöst, wucherte diese Mutation immer weiter, befeuert von jedem Blutmahl, das sie zu sich nahm. Bis eine Kreatur übrig blieb, die nur unter extremsten Schmerzen existieren konnte, die sich selbst zutiefst hasste und verabscheute und sich doch nicht töten konnte, die also gezwungen war, immer weiter zu leben. Die Stimme des Nazgarth streifte sie und blieb an ihr hängen, denn Emily erwies sich als extrem fruchtbarer Boden - und noch dazu hielt sie sich in der Nähe des ersten Siegels auf.
So wurde Emily zum Sucher und begab sich, angetrieben von den Versprechungen des Nazgarth, auf die Suche nach den Siegeln. Und da von jedem Siegel ja ein winziges bisschen Kraft in sie hineinfloss, spürte sie auch, wie ihre Existenz sich bereits verbesserte. Vor allem, nachdem sie über die Kraft der Illusion verfügte, verzehnfachte sich ihre Motivation. Die Kraft der Siegel heilte sie auch, nachdem sie in Notre Dame von Anna mit der vergifteten Klinge verwundet worden war. Zwar verfügte sie durch die Mutationen über einen ähnlich widerstandsfähigen Körper wie Kain, sogar noch deutlich stärker, aber ohne die Hilfe der Stimme und die Magie der Juwelen wäre sie wohl am Gift zugrundegegangen.
Nun ist Emily zwar physisch extrem stark und deshalb nicht leicht zu besiegen, aber in diesem Körper steckt immer noch der Geist der etwas naiven, oberflächlichen und eitlen jungen Frau, die Violets Schwester war. Das wird ihr am Ende auch zum Verhängnis. Der Trick mit Annas Gesicht funktioniert nicht zweimal, und Kains plötzliche Huldigung, als sie in dieser Phönix-Gestalt steckt, lenkt sie lange genug ab, dass er sie verletzen und aus dem Konzept bringen kann. Weil es immer ihr wichtigstes Lebenselixier war, dass Männer ihr zu Füßen lagen.   

Zitat
Und Bartolo ist tatsächlich ein Verräter. Was genau war denn nun seine Motivation hinter alldem? Armageddon töten zu lassen, damit die anderen des Ordens als Versager dastehen und er die Macht übernehmen kann? Und mit dem befreiten Nazgarth meinte er, wäre er dann schon fertig geworden?? Ganz schön eingebildet, der Kerl!
Bartolo ist ja der Antagonist, aber einer, der nicht böse um des Bösen willen ist, sondern selbst zutiefst an die Richtigkeit seiner Ziele glaubt. Als junger Mann trieb ihn vor allem Ehrgeiz, deshalb stellte er seine Karriere auch über die Gefühle seines Bruders. Um seine Ziele zu erreichen, kennt er kaum Skrupel, denn er glaubt daran, dass der Zweck die Mittel heiligt. Er identifiziert sich mit dem Raphaelitenorden, es ist sein Leben und alles, was er kennt. Dass der Orden seine einstige Bedeutung verloren hat, schmerzt ihn zutiefst.
Aramäos Tod ist ein großer Triumph für den jungen Bartolo und katapultiert ihn in die Führungsspitze des Ordens, denn dieser Coup macht ihn zur Legende. Die kleine Anna, die er am Ort von Aramäos Tod vorfindet, bringt ihn allerdings aus dem Konzept. Bartolo ist zwar skrupelloser als die meisten anderen Ordensbrüder, aber die Ermordung des Kindes bringt er dann doch nicht übers Herz. Es ist ein Moment der Schwäche, und im Nachhinein rechtfertigt er es vor sich, indem er sich versichert, dass schon nichts passieren wird. Sie weiß nichts über ihre Herkunft, und wenn er sie gut behütet, wird sie es auch nicht erfahren. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie jemals ihre Hände auf die Siegel legt, ist doch verschwindend klein! Die Siegel sind seit vielen Hundert Jahren in alle Winde verstreut. Bartolo zieht das Kind auf, und er liebt Anna wie ein Vater. Das tut er wirklich. Und mit den Jahren verliert die potentielle Bedrohung durch ihre Herkunft auch an Schärfe für ihn, denn alles ist ja gut! Dass sie so hervorragende Talente als Schriftgelehrte zeigt, macht ihn stolz.
Und nun passiert das Undenkbare: Ein Engel wandelt wieder auf der Welt, und der Nazgarth erwacht. Damit hat niemand gerechnet, auch Bartolo nicht. Doch als es geschieht, begreift er blitzschnell, wie ihm das helfen kann, den Orden wieder erstarken zu lassen. Wenn der Dunkle Jäger erst ein paar Städte in Asche gelegt hat, wird man sich an die Raphaeliten erinnern. Und dann werden sie die Welt retten und dafür große Ehren erfahren. Ihre alte Bedeutung zurückerlangen. Wie durch göttliche Fügung hat er selbst das Werkzeug in der Hand, das sowohl den Nazgarth loslassen, als ihn auch wieder einkerkern kann.
Kain soll Armageddon töten, damit der Sucher ungestört seinen Job tun kann. Und Anna ist der Plan B - falls der Sucher stirbt, gehen die Juwelen durch ihre Hände, und die Siegel brechen in jedem Fall. Außerdem ist sie ihm, wie er glaubt, in treuester Loyalität ergeben, d.h. sie kann den Killer erledigen und zu ihm zurückkehren, ohne irgendwem ein Wort zu verraten. Dass sie bei der ganzen Aktion sterben könnte, glaubt er nicht. Sie ist immerhin vom Blut. Und er ist bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, zu wichtig ist ihm das Gelingen dieses Jahrhundertplans.
Das ist die Tragik in Bartolos Charakter: Er hat große Überzeugungen und Träume, er ist in der Lage zu lieben, aber er ist auch ein Fanatiker und er verliert das Maß für die Dinge. Deshalb zerstört er, obwohl er eigentlich etwas erschaffen möchte, und tut verabscheuenswerte Dinge, die er vor sich selbst mit dem höheren Ziel rechtfertigt.

Zitat
Der Kampf zwischen Kain und dem Nazgarth ging mir ein bisschen lange, aber Anna hat die Zeit ja gebraucht - aber was genau hat sie da getan? So richtig verstanden habe ich das wohl nicht...
Anna erklärt es am Ende ja ein wenig - es hat damit zu tun, dass sie durch ihre Abstammung quasi mit dem Nazgarth verwandt ist, und dass er verwandtes Blut nicht angreift, sondern sich im Gegenteil von der Gegenwart eines verwandten Wesens beruhigen läßt. Sie ist deshalb die Einzige, die die Juwelen berühren kann, und die vor allem - durch die magische Verbindung mit seiner Essenz in den Juwelen - mit seinem Geist 'verschmelzen' kann. Was sie getan hat, ist eigentlich einfach: Sie hat während dieser Verschmelzung das tobende Wesen beruhigt und zurück in den Schlaf gesungen. Die Essenz floss zurück in die Juwelen, und deshalb konnte sie sie wieder aus der Statue lösen und die Verbindung unterbrechen. Der Nazgarth schläft wieder.
Allerdings wird er das - wie Du schon richtig bemerkst  ;D - nicht lange tun, denn der Engel ist ja immer noch da, und er zupft noch immer am Bewusstsein des Dunklen Jägers.
Also gibts wohl noch mindestens eine Schlacht, die geschlagen werden und eine Geschichte, die erzählt werden muss  ;)

Online Spatzi79

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #3 am: 10. März 2012, 17:59:58 »
Danke! Jetzt sehe ich einiges klarer!
Leserunden sind schon was tolles!

Also gibts wohl noch mindestens eine Schlacht, die geschlagen werden und eine Geschichte, die erzählt werden muss  ;)

Das klingt sehr gut  ;D

Online Kati

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #4 am: 10. März 2012, 18:25:56 »
Wow, was für ein Showdown. In meinem Kopfkino hat ständig Nicolas Cage an die Tore geklopft, um die Rätsel mit zu entschlüsseln und in die Gruft zu steigen. Ich schau so ein Zeug ja gern. Hast du gut hinbekommen, Andrea. Meine Nerven waren zum zerreissen gespannt. ;D

Es hat schon mit Anna auf der insel angefangen. Diese Illusionen konnte ich mir sehr gut vorstellen. Aber kurz hast du mich in die Irre geführt. Marco sagte, der Sucher kommt. Und ich wusste von Kain, der mit dem Boot zur Insel unterwegs ist. Für einen kurzen Moment haben sich da meine Gedanken überschlagen. Schade das Anna dort nur wenig Zeit blieb. Dieser Ort war perfekt, um ihre Geschichte zu erfahren. Das war wirklich traurig.  :'(

"Du könntest Nazgarth so lang mit Fragen bestürmen, bis er entnervt das Handtuch wirft."  :D Sie kann aber auch wirklich schön plappern, unsere Anna.

Emilys Tod habe ich ehrlich gesagt herbei gesehnt. Das musste ein Ende haben. Sie war doch schrecklich als diese Kreatur.

Bartolo!  >:(
Irgendwie kann ich seine Gründe auch verstehen, aber damit geht er über Leichen. Meine Güte, was für ein scheußlicher Plan, den Jäger zu entfesseln, nur damit die Raphaeliten wieder anerkannt werden. Dort unten in dieser Gruft haben sich die Ereignisse überschlagen. Ich habe es nicht fertig gebracht, Satz für Satz zu lesen. Ich wollte ganz schnell wissen, ob Kain das durchsteht.  :schwitzen:

Anna hatte die richtige Eingebung, daran hab ich nicht gezweifelt! Das Ende mit dem Job bei Tomasz, der Aussprache mit Vitali und mit Bartolo und das Geständnis ihrer Liebe ist ein runder Abschluss. Ich bleibe dabei, bester Band der Reihe für mich.  8)

Online Kati

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #5 am: 10. März 2012, 18:57:09 »
Zitat von: agu
Die Essenz floss zurück in die Juwelen, und deshalb konnte sie sie wieder aus der Statue lösen und die Verbindung unterbrechen. Der Nazgarth schläft wieder.

Ah ok! Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärung. Das mit den Steinen hier hat mir wirklich gefehlt. Ich hatte mich nämlich gewundert, warum sie die plötzlich berührt und sie nicht zerfallen bzw. waren sie vorher ja fest in dieser Statue.

Zitat von: Spatzi
Vitali entpuppt sich als deutlich mutiger, als ich ihn eingeschätzt hatte. Er springt tatsächlich über seinen Schatten und fliegt in den Irak. Kain scheint ihm ja wirklich sehr am Herzen zu liegen.

Der hat mich auch überrascht! Er wirkte immer mehr böse und hinterhältig, als hätte er einen mächtigen Plan. Nun erscheint er doch menschlich und als Freund.  :)

Was mir noch einfällt: Wie wird eigentlich bestimmt, in welchen "Alter" die Wesen vom Blut unsterblich bleiben? Also Vampire bleiben doch immer in dem Alter, in dem sie gebissen werden. Die Schattenläufer scheinen jedoch immer in der Blüte ihres Lebens zu stehen.
« Letzte Änderung: 11. März 2012, 18:42:21 von Kati »

Offline agu

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #6 am: 11. März 2012, 20:24:21 »
Was mir noch einfällt: Wie wird eigentlich bestimmt, in welchen "Alter" die Wesen vom Blut unsterblich bleiben? Also Vampire bleiben doch immer in dem Alter, in dem sie gebissen werden. Die Schattenläufer scheinen jedoch immer in der Blüte ihres Lebens zu stehen.
Schattenläufer altern in gewisser Weise schon, aber sehr sehr langsam.
Sie werden ja nicht'gemacht' wie Vampire, sondern geboren. Bis etwa zum Alter von 25 Jahren entwickeln sie sich ganz normal wie Menschen. Ab da - also ab dem Punkt, wo beim Menschen die Zellalterung einsetzt, verlangsamt sich dieser Alterungsprozess extrem, weil die Erneuerungsrate ihres Blutes so enorm ist - natürlich auch wieder abhängig davon, in welcher Generation sie sind. Das heißt, ein Erstgeborener altert deutlich langsamer als einer, der in sechster oder siebter Generation geboren wird, mit entsprechend schwächerem Blut.
Deshalb erscheinen die meisten Schattenläufer in der Blüte ihrer Jahre, vor allem, wenn sie nicht älter als drei- oder vierhundert Jahre sind. Sehr alte Schattenläufer allerdings zeigen auch körperlich ganz langsam Alterserscheinungen - Mordechai zum Beispiel, oder Thomasz, beides Erstgeborene mit mehreren tausend Jahren auf dem Buckel, erscheinen dann eher wie ein Mensch mit Mitte Vierzig. Auch Katherina fällt in diese Kathegorie, sie sieht aus wie eine Enddreißigerin, die sich gut gehalten hat.

Liebe Grüße,
Andrea

Online Kati

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #7 am: 11. März 2012, 21:12:00 »
Vielen Dank für die Erklärung, Andrea. Schattenläufer müsste man sein.  ;D

Offline Kiala

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #8 am: 12. März 2012, 11:00:29 »
So! Bevor ich eure Beiträge lese, werde ich erst mal meine Eindrücke aufschreiben. Eigentlich wollte ich das schon gestern machen, aber Kopfschmerzen haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der letzte Abschnitt hatte es jedenfalls wieder in sich.
Eins vorweg: Die Sache mit Kains Heilung in jeder Hinsicht habe ich immer noch nicht ausgeknobelt. Klar, dass Annas starkes Blut gegen das Gift hilft. Das haben die beiden ja wunderbar noch ein weiteres Mal beweisen, aber der Rest?

Jedenfalls dauert es ja nicht lange bis Kain sich entschließt Anna zu folgen!  ;D
Ich fand seine Sorge um Anna jedenfalls sehr süß!
Und Kain scheint eine Menge trockenen Humor zu haben, der nun nach und nach erst zu tragen kommt. Besonders, wenn er mit Vitali spricht, aber auch mit Anna im Bett!  ;D

Anna hingegen hofft auf Bartolos Milde, wenn sie ihm ein weiteres Siegel bringt und macht sich auf den Weg nach Venedig zu Aramäos Villa. Hier war mir rasch klar, dass Anna mehr Erfolg haben wird als anderen, gehört sie doch zur Familie.
Und so kommt es auch. Anna findet die verborgene Villa und endlich erfährt sie (und wir Leser) alles über ihre Herkunft.
Einiges hatten wir uns ja schon zusammengereimt, einiges ist neu.
Anna ist also wirklich Aramäos dritte Tochter.
Aramäos ist Raphaels Sohn (Ja, ja! Wenn man andere verurteilt...) und deswegen nicht vom Fluch nur Söhne bekommen zu können betroffen. Der Nazgarth ist aus den Blut eines Engel und seiner Gefährtin erschaffen, die wiederum Annas Großmutter ist. Das erklärt ihre Fähigkeit mit den Siegeln und ihre Verbindung zu Nazgarth.
Wobei ich finde, dass sich Giacomo etwas schwammig ausdrückt, was das Schicksal der ersten Tochter angeht. Niemand, weiß genau, was passiert ist, aber Aramäos soll sie getötet haben. Hmm. Sollen wir das glauben?
Die Kleine konnte jedenfalls nichts dafür, dass ihr Großvater ein Arschloch ist, das ein Monster geschaffen hat und ihr Vater so doof ist und ihr die Siegel zum Spielen gibt!  >:(
Und wenn man seine Tochter so sehr liebt, dass man ihr die kostbarsten Juwelen zum Spielen gibt, tötet man danmn das Kind wegen etwas, für das es gar nichts kann? Noch schreibe ich Annas Schwester jedenfalls nicht ab.
Und wo genau ist eigentlich dieser Mistkerl Raphael abgeblieben? Und warum hat sich dieser tolle "Gott" eigentlich nicht nochmal eingemischt? Richten ein heiloses Chaos an, nur weil sich ein paar Leute verlieben und verschwinden dann!  >:(

Und dann kommt es mal wieder dicke. Nicht nur Emily taucht auf, sondern die Raphaeliten auch. Was die da gesucht haben, frage ich mich allerdings schon. Eigentlich hatten die da nichts zu suchen. Emily war als Sucher immer noch unterwegs, sie selbst haben da nichts gefunden. Sind sie also Anna gefolgt? Aber sie sollten sie doch schnappen, oder? Da bringt Schießen eher wenig. Weder, um Anna zu bekommen, noch das Siegel.
Kain erscheint jedenfalls mal wieder als Retter in der Not.  :herz:
Emily erweist sich als ziemlich clever als sie Annas Gestalt annimmt. Das verschafft ihr den entscheidenden Moment zu fliehen. Zum Glück nutzt ihr das nicht lange was!
In Niniveh ist endlich Schluss mit der Kröte! Kain hat endlich ihre Eitelkeit durchschaut und nun liegt der entscheidende Moment bei ihm.

Leider hält der Triumph nicht lange und beide fallen mitsamt den Siegeln in die Hande der Raphaeliten!
Anna wird angeklagt und muss sich nun Bartolos wahren Charakter stellen.
Erst recht natürlich dann in der Höhle als er den Nazgarth befreit.  ::)

Zum Glück ist Vitali in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben. Er hat weiter ermittelt und ist nun in den Irak gekommen und nutzt alte Bekanntschften. Und zum Glück erweisen sich nicht alle Raphaeliten als mieser Abschaum! Dieser Abbas scheint ja einigermaßen vernünftig zu sein.

Wobei mir immer noch nicht ganz klar ist, was dieser verrückte Bartolo erreichen wollte. Es macht nicht so viel Spaß die Macht in einer Welt zu haben, die in Schutt und Asche liegt, oder? Idiot!
Hoffen wir, dass er auch bekommt, was er verdient und er es nicht schafft sich rauszureden.

Kains Liebesgeständnis am Ende war wirklich herzergreifend! Seufz!
Und unsere kleine, clevere Anna ist immer für eine Überraschung gut! Sie hat also einen der Steine durch Glas ersetzt!  8)

Offline Kiala

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #9 am: 12. März 2012, 11:21:52 »
Wie lebten diese beiden Kerle denn da, wie haben sie sich versorgt, ohne dass jemand etwas mitbekommen hat?
Aber irgendwie auf jeden Fall faszinierend!
Fand ich auch. Haben die Raphaeliten den armen Schattenläufer eigentlich getötet?

Was für eine Ironie, dass dieser selbst einer Frau verfallen ist und einen Sohn gezeugt hat, der wiederum die Raphaeliten beinahe ausgelöscht hat und dessen Blutlinie den Nazgarth befreien kann...
Allerdings! Selber schuld kann ich da nur sagen!
Leider müssen deswegen nur noch mehr Unschuldige büßen.  :(
Und die Erschaffung des Nazgartz ist solch ein Frevel! Wie kann man nur auf so eine peverse Idee kommen?
Das größte Opfer dabei ist ja fast der Nazgarth selbst. Arme Kreatur!

Und Bartolo ist tatsächlich ein Verräter. Was genau war denn nun seine Motivation hinter alldem? Armageddon töten zu lassen, damit die anderen des Ordens als Versager dastehen und er die Macht übernehmen kann? Und mit dem befreiten Nazgarth meinte er, wäre er dann schon fertig geworden?? Ganz schön eingebildet, der Kerl!
Genau mein reden! Besonders intelligent scheint er ja nicht zu sein.
Andreas Erklärung kann ich ja zu einem Großteil verstehen, aber mein Verständnis hört auf, als er wirklich den Nazgarth befreit.
Jetzt mal im Ernst: Hat er wirklich geglaubt (und wenn ja, wo kam denn dieser Irrglaube her?), dass der Jäger einfach nur den Engel tötet, ein, zwei Szadte verwüstet und er ihn dann wieder bändigen kann? Wie hätte das denn funtktionieren sollen?
Ehrgeizige Pläne sollte man immer in all ihren Konsequenzen durchdenken, besonders wenn man etwas losschickt, dass das Ende der Welt bedeuten kann!  ::) Alles andere deutet für mich auf Geisteskrankheit oder abgrundtiefe Dummheit hin.

So richtig verstanden habe ich das wohl nicht... Und vor allem ist der Engel ja immer noch da und stört die Ruhe des Nazgarth, oder? Die Sache ist also noch längst nicht endgültig ausgestanden?
Die ganze Sache war wirklich recht kompliziert! Zum Glück hat Anna das am Ende nochmal erklärt und Abndrea übernimmt den Rest.

Also gibts wohl noch mindestens eine Schlacht, die geschlagen werden und eine Geschichte, die erzählt werden muss  ;)
Na! Darauf hoffen wir doch!  :winken:

Ich bleibe dabei, bester Band der Reihe für mich.  8)
Da bin ich ganz deiner Meinung!  :five:

Offline Stormcrow

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #10 am: 13. März 2012, 10:23:50 »
"Meine Dienste haben ihren Preis. Wie willst du bezahlen?"  :totlach:

Siehe da, was passiert denn da gegen den Schluss noch: Kain hat einen Grund zum Leben gefunden. Kain hat plötzlich etwas zu verlieren. Kain wird plötzlich ganz zahm. Kain denkt ans Fragen, bevor er ans Töten denkt.  :D ;D Sie haben es aber auch wirklich verdient, die beiden.

Der Showdown muss ich aber ehrlich sagen hat mir nicht soo gefallen. Ich kann nicht einmal den Daumen drauflegen, was es ist, irgendwie war es mir glaube ich einfach zu viel. Da passiert eine ganze Menge in sehr wenig Zeit. Und Bartolo habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden: Ist das alles? Um ihren Ruf zu retten quasi und ohne Plan, wie er das anstellen soll, wenn die Kreatur erst ausbricht? Der ist wirklich nicht mehr ganz dicht.

Und was ist nun eigentlich mit Emily? Ist sie tot?

Die Szenen auf dieser Insel in Italien fand ich dafür umso besser. So ein schöner Ort, ich will auch dort hin. :) Marco hat mir auch gefallen, der hat so etwas Unweltliches an sich.

Und jetzt werde ich mich mal durch eure Beiträge ackern.  ;)
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Offline Stormcrow

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #11 am: 13. März 2012, 10:37:51 »
Zitat von: Spatzi
Vitali entpuppt sich als deutlich mutiger, als ich ihn eingeschätzt hatte. Er springt tatsächlich über seinen Schatten und fliegt in den Irak. Kain scheint ihm ja wirklich sehr am Herzen zu liegen.

Der hat mich auch überrascht! Er wirkte immer mehr böse und hinterhältig, als hätte er einen mächtigen Plan. Nun erscheint er doch menschlich und als Freund.  :)

Witzig. Auf mich wirkte er eher verschupft, so als versuche er verzweifelt, sich für eine Seite zu entscheiden, schafft es aber nicht so richtig. Zum Glück hat er sich letztlich richtig entschieden.  :) Und ich sagte doch der ist in Kain verknallt.  :P

Ach, übrigens fand ich auch Abbas sehr sympathisch am Ende, als er ein wahres edles Gemüt zeigt und Güte walten lässt.

Und wenn man seine Tochter so sehr liebt, dass man ihr die kostbarsten Juwelen zum Spielen gibt, tötet man danmn das Kind wegen etwas, für das es gar nichts kann? Noch schreibe ich Annas Schwester jedenfalls nicht ab.
Und wo genau ist eigentlich dieser Mistkerl Raphael abgeblieben? Und warum hat sich dieser tolle "Gott" eigentlich nicht nochmal eingemischt? Richten ein heiloses Chaos an, nur weil sich ein paar Leute verlieben und verschwinden dann!  >:(

So wie ich das verstanden habe, war ihm gar nicht so recht bewusst, was es mit den Steinen auf sich hat, bis sie zusammenfielen. Und dann wird er wohl ausser Konzept geraten sein und in der Verzweiflung sein Kind erschlagen haben.  ???

@agu: Auch von mir danke für die Erklärungen, vor allem das mit Bartolo verstehe ich jetzt. So ein Idiot, der Typ.  >:(
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Online Kati

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #12 am: 13. März 2012, 14:45:36 »
Zitat von: Stormy
Und ich sagte doch der ist in Kain verknallt.  :P

Ja, du hast ihn geoutet.  ;D

Online Spatzi79

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #13 am: 13. März 2012, 14:58:46 »
Auf die Idee wäre ich nie gekommen!

Offline Kiala

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Re: 04 - Seite 157 (Kapitel 16) bis Ende
« Antwort #14 am: 13. März 2012, 15:51:27 »
Echt nicht?
Den Eindruck hatte ich nämlich auch!
Irgendwie finde ich ihn ja süß. Er ist völlig zufrieden, dass Kain nun Anna hat und ihn nicht mehr umbringen will!  ;D
Wenn nur alle Männer so leicht zufrieden zustellen wären!

Auch im Übrigen hatte ich den gleichen Eindruck wie Stormcrow. Vitali, der sich windet und nicht wirklich für eine Seite entscheiden kann, weil er nicht genug Mut und Entschlusskraft findet. Als böse oder hinterhältig habe ich ihn nie empfunden.
Als Charakter fand ich ihn aber sehr interessant.

So wie ich das verstanden habe, war ihm gar nicht so recht bewusst, was es mit den Steinen auf sich hat, bis sie zusammenfielen. Und dann wird er wohl ausser Konzept geraten sein und in der Verzweiflung sein Kind erschlagen haben.  ???
Meinst du? So im Affekt? Das würde ich eventuell noch abnehmen.
Aber konnte er denn sofort bei Zerfallen der Siegel wissen, was passiert? Im gleichen Moment? Ich denke doch, die Siegel werden zerfallen sein und der Nazgarth erhebt sich aus seinem Berg und fängt dann an zu töten und zerstören. Erst dann hätte er doch einen Zusammenhang feststellen können?
Ich hatte bei der Erzählung aber nicht den Eindruck, dass die Tötung des Mädchens so zeitgleich passiert ist. Es klang eher so, dass er sie später aus Berechnung getötet hätte. Und das passt für mich nicht wirklich. Überhaupt eiert Giacomo da ganz schön rum.


Hat denn nun einer das mit dem Lösen des Blutfluchs und der Blutsucht ausgeknobelt?
Ist Kain jetzt nur nach Annas Blut süchtig oder gar nicht mehr?
In jedem Fall ist es ja so stark, dass es die Vergiftung heilt und Kain sehr stark und schnell macht. Sonst hätte er gegen den Nazgarth ja keine Chance gehabt.