So liebe Leserunde,
jetzt komme ich auch endlich wieder zum posten. Zu allerst ein Wort an Tammy und Imlammenien - wie schön, dass Ihr auch gleich gut ins Buch eingetaucht seid und es Euch gefällt. Ich freue mich übrigens auch sehr, diese Leserunde hier zu begleiten

Achso, noch ein kleines Lob an die Aufmachung: Die Karte im Buchinneren - also in den Hardcoverwänden - find ich super! So muss man sie nicht in den einzelnen Anfangs- oder Endseiten suchen (meist sind die Seiten immer schwerer auseinander zu kriegen), sondern kann sie bei Bedarf einfach so schnell aufschlagen und nachsehen. Und es sieht toll aus!
Ja, ich finde die Aufmachung des Buches auch wirklich gut gelungen!
Danke. Das freut mich und ich leite das, wie gesagt, gerne weiter. Ich persönlich fand auch gerade die Karte wichtig, weil man sich so einfach besser im damaligen Europa orientieren kann.
Aber sie scheint es ja Nicholas angetan zu haben. Er war es doch, der sich ins Kloster geschlichen hat, um ihr den ominösen Beutel zu bringen, oder? Ich habe da ja so ein romantisches Gefühl bei den beiden ... 
Das geht mir auch so! Ich fand das schon total süß, dass er sich extra ins Kloster schleicht und sie ja eigentlich mitnehmen möchte, oder? Nur weil sie krank ist, muss er wieder gehen, aber lässt ihr zumindest den Beutel da! Ich bin ja schon sehr gespannt, was in dem Beutel drinnen ist...
So, so ... interessant, wie Ihr das seht. Mehr von mir dazu im nächsten Abschnitt ...
Entspricht dieses vereitelte Attentat auf den Admiral Coligny Tatsachen?
Gute Frage!
Ich muss zugeben, dass ich mich in diesem Teil der Geschichte mal wieder nicht besonders gut auskenne. 
Aber ich verlasse mich jetzt einfach darauf, dass ich bei der Lektüre des Romans auch diesbezüglich etwas dazu lernen werde. Da ist auf Claudia ganz sicher Verlass! 
Also, Madeleine ist natürlich eine fiktive Figur und das Attentat im Wirtshaus hat es deshalb so nicht gegeben. Es entspricht aber den Tatsachen, dass es zu dieser Zeit - also nach dem Freispruch des Admiral de Coligny durch das königliche Gericht - wohl mehrere Attentatsversuche seitens der Guise auf Coligny gab. Sie werden auch in den historischen Quellen erwähnt. In Anlehnung daran ist im Roman auch die "Wirtshausszene" entstanden.
Die Guise sind mir definitiv nicht sympathisch! Aber sind es die Protestanten? Ich bin mir noch nicht sicher. Zum einen kann ich nicht verstehen, wie man so auf seiner Religion beharren und sich danach definieren kann, zum anderen weiß ich über Philippe, Nicolas und die anderen noch zu wenig.
Ich finde die rivalisierenden Parteien beide suspekt. Aber es ist auch mal schön, wenn in einem Buch nicht klar definiert ist, wer die Guten und wer die Bösen sind...
Wobei ich nicht denke, dass die Konfession wirklich eine so große Rolle für die Männer spielt, es geht doch eher um Politik und Macht bzw. bei den Guise um Blutrache - kein Motiv, das ich nachvollziehen kann...
Ja, ich weiß nicht, ob es bei Ronsad oder bei Nicholas erwähnt wurde, aber einer der beiden hat sich ja auch für die Protestanten entschieden, weil es die Konfession war, die dem Adel mehr Eigenständigkeit gegenüber der Krone zusprach und auch keinen Papst hatte, der da noch mitmischte.
Also, die Guise sind Katholiken - in den nächsten Abschnitten werden die Fronten zwischen ihnen und den Protestanten auch noch sehr viel klarer zutage treten und das wird ganz deutlich werden. Ich stimme Euch zu, dass es gerade in den oberen Schichten natürlich auch sehr um den Machterhalt ging, gerade für die Katholiken. Der Glaube hat ja damals auch gleichzeitig eine Gesellschaftsordnung festgelegt - dem König wurde seine Herrschaft so ja zum Beispiel durch "Gottes Gnaden" zugesprochen und er wurde in und durch die katholische Kirche gekrönt und gesalbt. Insofern befürchtete man damals natürlich, dass der Protestantismus auch die bestehenden Herrschaftsverhältnisse in Frage stellen könnte.
Aber ich gebe euch Recht: Die Religion wird meiner Meinung nach auch nur vorgeschoben, um die Politik, die eigentlich dahinter steht, zu verschleiern. Im Endeffekt geht es ja doch nur um Macht!
Das gilt zumindest für die, die diese Machtkämpfe inszenieren. Das dumme Fußvolk, dass sich dann instrumentalisieren lässt, glaubt meist tatsächlich an einen höheren Zweck - oder braucht einen Buhmann, um von seinem eigenen Unglück abzulenken. Aber das ist ja heute nicht anders. Schlimm sowas! 
Den Gedanken hatte ich beim Recherchieren und Schreiben auch immer. Die religiösen Konflikte sind leider immer noch genauso aktuell. Manchmal hat sich seit damals leider erschreckend wenig verändert, aber gerade deshalb finde ich es so interessant, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen, weil man auch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Gegenwart bekommt.
Obwohl ich auch fast vermute, dass die Mutter nicht wollte, dass ihre Tochter sich zu gut mit Kräutern auskennt, da sie dann gleich noch suspekter wird. Frauen, die sich mit Kräutern auskennen, wurden ja eh immer misstrauisch beäugt. Wenn dann auch noch Madeleines Gabe dazu kommt, wird sie ja ganz schnell als Hexe angesehen! 
Da ist natürlich was dran. Erst solche Kenntnisse und dann noch diese Gabe... Was könnte Madeleine dann anderes in den Augen ihrer Mitmenschen sein als eine Hexe? 
Sehr interessant, wirklich und da habt Ihr natürlich recht! Leider muss ich mich ansonsten was Madeleine' Mutter und Madeleines' Herkunft angeht bei den Antworten noch etwas zurückhalten
