Autor Thema: 04 - Kapitel 35 bis einschl. Kapitel 46 (Seite 179 bis Seite 236)  (Gelesen 1041 mal)

Offline Räubertochter

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Re: 04 - Kapitel 35 bis einschl. Kapitel 46 (Seite 179 bis Seite 236)
« Antwort #45 am: 05. März 2012, 09:36:21 »
Hm, für welche Altersgruppe würdest du dann denn die "Ines" empfehlen? Ganz unvoreingenommen?  ;)

Ca ab 12 Jahren. Jüngere interessiert meistens das Geknutsche noch nicht. ;D Und so ab 15, 16 ungefähr wird die Liebesgeschichte vermutlich zu "harmlos" werden. Die Haupthandlung um das Refugium finde ich auch so ab 11, 12 ok (je nach Buchfresser- und Abhärtungsgrad) und funktioniert vermutlich auch noch für Ältere (siehe auch wir hier ;))

Nun, es ist schwer, die Protagonisten aus dem "Flüstern" - erwachsene, gereifte Figuren mit oft tragischem Schicksal - mit einer Dreizehnjährigen zu vergleichen ... da täte man Ines arg unrecht.

Ines ist für ihr Alter schwer vernünftig. Ich bin gerade gezwungen, mit meinem Sohn im Auto einen Beast-Quest-Band nach dem anderen zu hören - das ist ein nerviger, unreifer, angeberischer Protagonist. Und außerdem leiden die Bücher an Recherche-Fehlern ... ::)
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Offline smyrill

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Re: 04 - Kapitel 35 bis einschl. Kapitel 46 (Seite 179 bis Seite 236)
« Antwort #46 am: 05. März 2012, 12:25:53 »
Hm, ich stand ihr einfach beobachtend nüchtern gegenüber. Weder sympathisch, noch unsympathisch.  Den Hauptgrund sehe ich darin, dass ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre.

Echt, spielt das eine Rolle ?
Also, ich finde auch Kleinkinder sympatisch oder unsympatisch, genauso wie Jugendliche oder Hochbetagte... Das hat für mich wenig mit dem Alter zu tun.  ???
Nein, was für Figuren ich sympathisch oder unsympathisch finde, hat nicht direkt mit Alter oder Geschlecht zu tun.
Ich meinte mehr, wie bereits gesagt, die Gesamtwahrnehmung des Buches. Die Thematik spricht mich sehr an, das Buch ist an sich gut gemacht. Und die Umsetzung - empfinde ich - im positiven Sinne sehr zielgruppengerecht. Aber ich bin eben nicht Zielgruppe und an dem Punkt verabschiede ich mich (leider) innerlich.

Und anders herum erleichtert Übereinstimmung natürlich schon die Identifikation. Gerade bei Jugendbüchern sind die Protagonisten ja nicht zufällig Alterzielgruppe + 1-2 Jahre alt.

Worthüterin: Ich kann dich da vollkommen verstehen - ich für mich würde schon sagen, Ines ist mir sympathisch auch wenn sie teenagermäßige Dinge tut. Aber dass ich sie tiefergehend in mein Herz geschlossen hätte, kann ich nicht behaupten. Das schiebe ich zum einen darauf, dass es ein Jugendbuch ist und damit nur einen begrenzten Rahmen hat, zum anderen aber auch auf die Atmosphäre die Ines ausstrahlt. Es gab z.B. in den Kurzgeschichten ("Das Flüstern zwischen den Zweigen") Charaktere die mich auf 15 Seiten mehr beeindruckt haben als Ines im ganzen Buch.
Kann man irgendwie verstehen was ich meine?

Grüße
schokotimmi

Ich finde das ja echt faszinierend...

Ich kann ziemlich gut auch Protagonisten aus Jugendbüchern ins Herz schließen...

Liegt das daran das ich womöglich selber auch einen "begrenzten Rahmen" habe !? ;)  ;D
(Was bedeutet das denn hier für das Buch, "begrenzter Rahmen" ?)

Oder daran das ich selber Kinder habe (und meine "Große" 12 Jahre ist) ?

Ich denke man muß natürlich auch unterscheiden zwischen Sympatie und Identifikation...

Das man sich mit einem "altersgleichen" Proganosten eher indentifizieren kann ist klar... Aber Sympatie hat ja nichts so direkt mit Identifikation zu tun !?

Offline schokotimmi

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Re: 04 - Kapitel 35 bis einschl. Kapitel 46 (Seite 179 bis Seite 236)
« Antwort #47 am: 05. März 2012, 14:22:39 »
Nun, es ist schwer, die Protagonisten aus dem "Flüstern" - erwachsene, gereifte Figuren mit oft tragischem Schicksal - mit einer Dreizehnjährigen zu vergleichen ... da täte man Ines arg unrecht.

Oh, bitte nicht falsch verstehen, ich dachte da z.B. an Sia aus "Der Mann aus dem Wald" - für mich schon ein wenig vergleichbar. Aber es ist eben auch eine andere Art von Geschichte.

Hm, ich stand ihr einfach beobachtend nüchtern gegenüber. Weder sympathisch, noch unsympathisch.  Den Hauptgrund sehe ich darin, dass ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre.

Echt, spielt das eine Rolle ?
Also, ich finde auch Kleinkinder sympatisch oder unsympatisch, genauso wie Jugendliche oder Hochbetagte... Das hat für mich wenig mit dem Alter zu tun.  ???
Nein, was für Figuren ich sympathisch oder unsympathisch finde, hat nicht direkt mit Alter oder Geschlecht zu tun.
Ich meinte mehr, wie bereits gesagt, die Gesamtwahrnehmung des Buches. Die Thematik spricht mich sehr an, das Buch ist an sich gut gemacht. Und die Umsetzung - empfinde ich - im positiven Sinne sehr zielgruppengerecht. Aber ich bin eben nicht Zielgruppe und an dem Punkt verabschiede ich mich (leider) innerlich.

Und anders herum erleichtert Übereinstimmung natürlich schon die Identifikation. Gerade bei Jugendbüchern sind die Protagonisten ja nicht zufällig Alterzielgruppe + 1-2 Jahre alt.

Worthüterin: Ich kann dich da vollkommen verstehen - ich für mich würde schon sagen, Ines ist mir sympathisch auch wenn sie teenagermäßige Dinge tut. Aber dass ich sie tiefergehend in mein Herz geschlossen hätte, kann ich nicht behaupten. Das schiebe ich zum einen darauf, dass es ein Jugendbuch ist und damit nur einen begrenzten Rahmen hat, zum anderen aber auch auf die Atmosphäre die Ines ausstrahlt. Es gab z.B. in den Kurzgeschichten ("Das Flüstern zwischen den Zweigen") Charaktere die mich auf 15 Seiten mehr beeindruckt haben als Ines im ganzen Buch.
Kann man irgendwie verstehen was ich meine?

Grüße
schokotimmi

Ich finde das ja echt faszinierend...

Ich kann ziemlich gut auch Protagonisten aus Jugendbüchern ins Herz schließen...

Liegt das daran das ich womöglich selber auch einen "begrenzten Rahmen" habe !? ;)  ;D
(Was bedeutet das denn hier für das Buch, "begrenzter Rahmen" ?)

Oder daran das ich selber Kinder habe (und meine "Große" 12 Jahre ist) ?

Ich denke man muß natürlich auch unterscheiden zwischen Sympatie und Identifikation...

Das man sich mit einem "altersgleichen" Proganosten eher indentifizieren kann ist klar... Aber Sympatie hat ja nichts so direkt mit Identifikation zu tun !?

Oh je - Entschuldigung  :-[, mit "begrenztem Rahmen" meinte ich auf keinen Fall Gedanken, Gefühle, Intellekt oder Wissen - ich meinte einfach, die Länge/ Seitenanzahl und damit verbundene Details die man zeichnen kann. In einen Roman über 1000 Seiten, hat man viel mehr Zeit und Platz die Hauptperson darzustellen bzw. kennenzulernen. D.h. nicht, dass es so sein Muss - es gibt Figuren in solchen Dicken Brocken mit denen werde ich auch über 1000 Seiten nicht warm, und bei Ines gibt nach 290 Seiten schon eine positive Grundeinstellung, aber eben auch nicht mehr. Vllt. kann ich es so ausdrücken - eine Figur mit Potential in eventuellen Fortsetzungen.

Vllt. liegt es aber auch wirklich daran inwieweit man mit der dargestellten Generation verbunden ist - meine Tochter ist erst 2 und wenn ich von diesen Teenager-Probleme lese, graut es mir eher davor und es macht sich Ratlosigkeit breit wie ich damit umgehen werde. Ja, ein wenig Unverständnis ist da - v.a. weil ich mich auch mit den Jahren an Abstand an mich selbst als 13-Jährige so nicht erinnere. Also doch eine Frage der Identifikation - in der Vergangenheit eben.

Viele Grüße
schokotimmi
Hakuna Matata!

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Re: 04 - Kapitel 35 bis einschl. Kapitel 46 (Seite 179 bis Seite 236)
« Antwort #48 am: 05. März 2012, 16:53:08 »
(...) Kann man irgendwie verstehen was ich meine?

Grüße
schokotimmi
Also ich habe es voll und ganz verstanden  :winken: . Ines ist ja nicht flach und weicht nicht sehr von dem ab, was ich von ihr in dem Alter erwarten würde.

Ich denke man muß natürlich auch unterscheiden zwischen Sympatie und Identifikation...

Das man sich mit einem "altersgleichen" Proganosten eher indentifizieren kann ist klar... Aber Sympatie hat ja nichts so direkt mit Identifikation zu tun !?
Doch, ich denke schon. Sympathie ohne Identifikation geht, klar, wie du selbst sagst.
Die Sympathie ist aber notwendig, um sich zu identifizieren. Und ich glaube, die Identifikation wirkt sich dann wiederum auf die Sympathie zurück: Du verzeihst der Figur eher, wenn sie was doofes tut.
Beides hat wiederum nichts damit zu tun, ob du ein Buch/ eine Geschichte gut findest oder nicht.

Und da versuche ich ja (vergeblich), Markolfs Frage vernünftig zu beantworten: Warum ich zu Ines nichts empfinde. Ich kann es halt nicht sagen. Nur vermuten, dass es anders wäre, wenn ich mich hätte identifizieren können.
(Sind wir eigentlich schon zu offtopic?)
Diana Menschig
Hüter der Worte (Knaur TB)
Fantasy. Weltenwechsel. Buch-in-Buch. Heiter bis grantig.