Harte Worte. Ich denke, dass man sich in Ines' Alter mit den Eltern oft uneins ist, missversteht und auch streitet, weil die Weltsicht eine andere ist und natürlich das pubertäre Hormongewitter ein übriges tut, aber das würde ich doch nicht als "nichts miteinander anfangen können" beschreiben. Das wäre ja traurig, wenn das normal wäre.
Na, mit "nichts anfangen können" meine ich wirklich nicht mehr als das. Ich habe schon den Eindruck, dass Ines ihre Eltern einfach nicht versteht. Sie ist aus dem Alter raus, in dem sie vlt. naiv nachgefragt hätte "Mama, warum bist du so traurig?" oder "Papa, warum bist du so oft weg?", aber noch nicht in dem Alter, in dem sie begreift, dass viel mehr dahintersteckt. Sie hat nur ein diffuses Gefühl, das etwas nicht stimmt, so wirkt es auf mich.
Bsp: Ines begreift, das ihre Mutter ihren Kindern nicht einfach den Spaß verderben will, wenn sie verbietet, auf den Steg hinauszugehen, aber ich glaube, Ines begreift noch nicht, warum ihre Mutter es wirklich tut (=Sorge, Kinder behüten wollen) - und witzig und erfreulich ja hier auch die Spitze des Autors, dass Agnes der Mutter dann auch noch recht geben muss

Veiths Erinnerungen an seine Kindheit - bzw. den Ausschnitt davon, den wir erfahren - bezieht sich ja auf das dörfliche Leben in dem Haus, das sich, glaube ich, in den 50ern und 80ern nicht so wirklich voneinander unterschieden hat. Die Frage ist natürlich, inwiefern man sich als "Städter" da wiederfindet.
Sehe ich auch so. Ich bin in den 80ern in einem Dorf aufgewachsen und habe zu der Zeit viele Kinderbücher gelesen, die in den 50ern/60ern entstanden sind. Mit den Figuren und deren Lebensumständen konnte ich mich trotzdem sehr gut identifizieren.
Hm, da sehe ich schon einen Unterschied, da ja gerade auf die frühere Sauberkeit des Weihers, an dem Agnes' Haus steht, eingegangen wird.
Und das war ja in den 80ern ein Riesenthema. Hier bei uns in den Seen, wo meine Eltern noch gebadet haben, herrschte in meiner Kindheit die Angst vor, wir Kinder könnten uns auflösen, wenn wir mit dem Wasser in Berührung kommen. Oder das der Bauer seine Apfelbäume mit Pestiziden spritzt und man deshalb keine Äpfel direkt vom Baum essen darf (Wir haben es trotzdem gemacht - ich habe überlebt...) Ich übertreibe jetzt, aber gerade dieses Umweltgedöns war doch DAS Thema in der Zeit.
Egal, nur eine Kleinigkeit.
Ach so, Agnes müsste ca. 1930-1933 geboren sein, weil Veith sagt, dass sie bei Kriegende (=1945) so alt war, wie Ines jetzt (=13/14). Wie gesagt, es passt ja auch alles, es verwirrt mich nur.

Was bedeuten die Namen Agnes und Ines denn nun?
So, und was würde ich mir wünschen? Mir gefällt ja schon der Panthersessel. Mehr Zeit ist auch ein Traum. Und den Putzroboter sowie den Hundeausbruchsicheren Garten nehme ich auch.
Und eine Tüte Chips mit ständig wechselnder Geschmacksrichtung, die nicht dick macht, das wäre was...