Autor Thema: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake  (Gelesen 287 mal)

Aldawen

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5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« am: 03. Februar 2012, 06:59:39 »
Hier könnt Ihr zum fünften Teil schreiben.

Spoilermarkierungen sind auf Grund der Beschränkung nicht vorgesehen.


Aldawen

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #1 am: 14. Februar 2012, 21:10:49 »
Diesmal also ein Abschnitt aus Blueskins Sicht, das fand ich auch sehr interessant. Seine Theorie zu seiner Hautfarbe ist gar nicht mal so schlecht, es gibt durchaus Volksgruppen in Westafrika, die eher bläulich-schwarz als braun-schwarz sind. Wenn dann noch irgendwelche genetischen Abweichungen bei ihm ins Spiel kommen, mag das also durchaus hinkommen.

Als es hieß, Hope sei in Bedlam, mußte ich natürlich sofort an Henry und Bess denken. Allerdings war ich dann doch überrascht, daß Blueskin sofort erwogen hat, den beiden zu helfen. Bess ist ja nun nicht gerade seine beste Freundin, und auch Henry hat ihm bislang nicht so furchtbar viel Anlaß geboten, ihn als besten Kumpel zu betrachten. Immerhin ist jetzt aber Blueskin unzweifelhaft klar, daß Jack die Seiten gewechselt hat, ich hatte ja erst Bedenken, daß er Bess nicht glauben würde. Und Poll scheint er etwas zu unterschätzen, in mehr als einer Hinsicht  ;)   Bin gespannt, was aus den beiden noch wird, obwohl Blueskins Leben im Moment eh nicht mehr allzu viel wert sein dürfte.

Den Hintereingang nach Bedlam würde ich dann aber doch lieber nicht nehmen wollen, jedenfalls nicht als Eingang. Als Ausgang vielleicht schon eher, aber auch das würde mich wohl Überwindung kosten *schüttel*  Was ich mich sofort gefragt habe, als Bess Blueskin berichtete, man habe Henry krank weggebracht: Ist das echt oder schauspielert er? Das weiß man bei ihm ja nie so genau. Ich könnte mir vorstellen, daß er sich auch darüber im Klaren ist, daß aus der Krankenstation oder was immer das ist, eher ein Entkommen möglich ist, als aus dem Rohbau, so wie dieser beschrieben wurde. Doch, je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir dabei.

Und was hat es mit diesem ominösen Brief auf sich? Ich verstehe da nur Bahnhof, aber lange kann die Auflösung ja jetzt nicht mehr auf sich warten lassen, das ist immerhin beruhigend  ;D

Und abgesehen davon fand ich es gar nicht nett, durch die Anmerkungen daran erinnert zu werden, daß ich seit Ewigkeiten keine Partie Bridge mehr gespielt habe  ;)

Offline mamasein2009

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #2 am: 17. Februar 2012, 17:08:47 »
Teil 5 geschafft und wir erfahren etwas zur Geschichte aus der Sicht von Blueskin.
Interessant und sehr gut aufgebaut fand ich, dass der Lebenslauf von Joseph Blake erläutert wurde und man sich ein Bild von seiner Jugend machen kann.
Die Einstiegssätze zum 5. Teil haben mich doch erstmal tief Luft holen lassen, ich dachte mir, nein, es kann doch nicht sein, dass er tot ist, aber zum Glück hatte es sein gutes Ende.

Als Blueskin weiß, wo sich Hope aufhält, wendet er sich an Geoff und erhält auch Hilfe von ihm. Seine Aufmachung als Frau hätte ich zu gern beim Besuch von Bedlam gesehen. Die Szene zwischen Hope und Mary hat mich sehr berührt, auch die Fragen und REaktionen von Hope und so ganz schwachsinnig kann sie ja auch nicht sein, weil sie wußte, dass sie Blueskin nicht verraten sollte.
Von ihr erfährt er auch, dass sich Bess und Henry dort befinden. Für ihn ist klar, dass er auch sie befreien muss.

Tja, die etwas andersartigen Erkundigung von Bedlam wurde sogut beschrieben, dass ich mir öfters im Gedanken die Nase zugehalten habe und bei der Erwähnung der mehrbeinigen Tiere mir eine Gänsehaut über den Rücken lief - sehr perfekt.

Durch Bess erfährt er den Verrat durch Jack, als treuer Freund, verteidigt er ihn, obwohl die ersten Zweifel an ihm nagen. Es wird ihm immer bewußter

Doch er ist nicht ganz allein - er hat Polly, die ihm hilft.

Es taucht ein ominöser Brief auf bzw. es wird von ihm geredet, ist deswegen die eine Oboe zerbrochen wurden? Und wer hat ihn entwendet, wenn nicht der Mörder, oder war noch jemand anwesend?

Es bleibt spannend, denn es sind noch viele Fragen offen und ich hoffe im 6. Teil erfahren wir was zur Befreiung.

Aldawen

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #3 am: 17. Februar 2012, 18:58:29 »
Interessant und sehr gut aufgebaut fand ich, dass der Lebenslauf von Joseph Blake erläutert wurde und man sich ein Bild von seiner Jugend machen kann.

Das ist sowieso etwas, was mir an Toms Bücher immer sehr gut gefällt. Ich finde es einfach interessant, mögliche Lebensläufe aus den unteren Gesellschaftsschichten nachzuvollziehen. Nicht jeder ist ja schon in diesem Milieu geboren (wie bspw. Bess) oder nimmt es einfach klaglos hin. Blueskin hatte sicher auch andere Vorstellungen, aber die Möglichkeiten sind natürlich arg beschränkt. Trotzdem hätte er sein Leben auch anders führen können, er hatte schon Entscheidungsspielräume, daher geht es für ihn wohl auch in Ordnung. Sonst hätte er schlußendlich vielleicht länger gelebt, aber ob er glücklicher gewesen wäre?

Die Szene zwischen Hope und Mary hat mich sehr berührt, auch die Fragen und REaktionen von Hope und so ganz schwachsinnig kann sie ja auch nicht sein, weil sie wußte, dass sie Blueskin nicht verraten sollte.

Blöd ist sie ja nicht, daß hat Blueskin auch Henry schon gesagt. Außerdem liebt sie einerseits ihren Bruder und ist andererseits durch Mary auch etwas abgelenkt. Aber trotzdem habe ich in dem Moment auch gedacht „Kluges Mädchen!“

Es taucht ein ominöser Brief auf bzw. es wird von ihm geredet, ist deswegen die eine Oboe zerbrochen wurden? Und wer hat ihn entwendet, wenn nicht der Mörder, oder war noch jemand anwesend?

Fragen über Fragen ...

Offline mamasein2009

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #4 am: 17. Februar 2012, 20:13:56 »
Etwas habe ich vergessen; Geoff redet ja von seinem Sohn Jeremiah, der aufgestiegen ist und ein Restaurant eröffnet hat und im 1. Teil sagt ja Henry, dass sein Vater die Ahnentafel bis zu diesem Jeremiah nachverfolgen konnte. Ich denke, dass Jeremiah auch noch auftauchen wird.

Offline illy

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #5 am: 18. Februar 2012, 08:14:01 »
Endlich  mal wieder etwas zum Lesen gekommen...

Tja, ich habe bei der ersten Beschreibung von Blueskin nicht so recht aufgepasst, dass er wohl einfach nur schwarzafrikanischer Abstammung ist, kam mir gar nicht so sehr in den Sinn. Irgendwie hatte ich schon beim ersten Nennen des Namens jemanden im Kopf, dessen Gesicht durch einen Schwarzpulverunfall verfärbt ist (in irgendeinem Buch kommt so jemand vor, die Pulverreste, die unter der Haut geblieben sind, schimmern bläulich). Jetzt kann ich mir auch eher vorstellen, dass er im Halbdunkel nicht so sehr auffällt, unter einer Schicht Dreck sieht man die dunklere Hautfarbe ja nicht mehr so sehr...

Ich finde es schön, dass Hope sich in Bedlam augenscheinlich wohlfühlt und eine Freundin gefunden hat. Die Mädchen dürften zu den angenehmeren Bewohnern der Anstalt gehören und dementsprechend auch ein paar Freiheiten genießen.Aktuell kann ich mir vorstellen, dass Wilde auch ein paar Pence für sie zahlt, eine gesunde Hope ist ein besseres Lockmittel, als eine, die vor Verzweiflung stirbt. Vielleicht ist er ja manchmal auch wirklich ganz nett. Sein Verhalten Geoffrey gegenüber (nachdem das Bein ab war) war ja auch ganz in Ordnung.  (Nein, ich finde ihn nicht wirklich nett, aber gestehe ihm durchaus ein paar nette Momente zu) Selbst der Bösewicht des Buches verhält sich ab und zu anständig, schön, dass hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben wird.  :daumen:
Und blöd ist das Mädel ja nicht, Sie durchschaut die Beziehungen der Menschen um sich herum und hält so brav den Mund und verrät ihren Bruder nicht.

Was ich mich sofort gefragt habe, als Bess Blueskin berichtete, man habe Henry krank weggebracht: Ist das echt oder schauspielert er? Das weiß man bei ihm ja nie so genau. Ich könnte mir vorstellen, daß er sich auch darüber im Klaren ist, daß aus der Krankenstation oder was immer das ist, eher ein Entkommen möglich ist, als aus dem Rohbau, so wie dieser beschrieben wurde. Doch, je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir dabei.

Schauspielert er? Natürlich könnte es durchaus sein, dass sein Körper mit dem Wasser dort oder mit ihm unbekannten Viren nicht klar kommt und eine leichte Erkältung oder Magen-Darm-Geschichte sich ziemlich heftig äussert, aber angesichts der aktuellen Seitenzahl wäre das vermutlich ein Problem zuviel. Also doch eher Schauspielerei  ;D

Etwas habe ich vergessen; Geoff redet ja von seinem Sohn Jeremiah, der aufgestiegen ist und ein Restaurant eröffnet hat und im 1. Teil sagt ja Henry, dass sein Vater die Ahnentafel bis zu diesem Jeremiah nachverfolgen konnte. Ich denke, dass Jeremiah auch noch auftauchen wird.

Ja, die Verbindung fände ich auch nett.

Offline Moorteufel

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #6 am: 18. Februar 2012, 10:59:01 »
Etwas habe ich vergessen; Geoff redet ja von seinem Sohn Jeremiah, der aufgestiegen ist und ein Restaurant eröffnet hat und im 1. Teil sagt ja Henry, dass sein Vater die Ahnentafel bis zu diesem Jeremiah nachverfolgen konnte. Ich denke, dass Jeremiah auch noch auftauchen wird.

Jeremiah ist quasi der Missing Link der Ingrams. Geoff hat einen Sohn, der ein Coffee House an der Piccadilly betreibt und nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben will. Und Henry hat Jeremiah als ältesten bekannten Urahn. Zu dumm nur, dass die für uns so offenkundige Verbindung zwischen Geoff und Henry von diesen beiden nicht erkannt werden kann. Da stehen sie sich gegenüber und haben keine Ahnung, dass sie miteinander verwandt sind.
Die Coffee House/Hotel-Ebene der Familie Ingram wird übrigens im dritten London-Roman (1888) eine nicht unwichtige Rolle spielen.
Liebe Grüße
Tom Finnek

Offline mamasein2009

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #7 am: 18. Februar 2012, 12:22:15 »

Jeremiah ist quasi der Missing Link der Ingrams. Geoff hat einen Sohn, der ein Coffee House an der Piccadilly betreibt und nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben will. Und Henry hat Jeremiah als ältesten bekannten Urahn. Zu dumm nur, dass die für uns so offenkundige Verbindung zwischen Geoff und Henry von diesen beiden nicht erkannt werden kann. Da stehen sie sich gegenüber und haben keine Ahnung, dass sie miteinander verwandt sind.
Die Coffee House/Hotel-Ebene der Familie Ingram wird übrigens im dritten London-Roman (1888) eine nicht unwichtige Rolle spielen.

Prima, da wissen wir ja was auf uns im 3. Teil zu kommt. ;)
Henry und Geoff mag ich ja schon!

Online Spatzi79

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #8 am: 18. Februar 2012, 13:22:14 »
Wie bei diesem Abschnittstitel zu erwarten, war Blueskin doch aus dem Feuer entkommen und eine andere Leiche wurde irrtümlich für die seine gehalten.
Und zum Glück hat auch Hope überlebt. Für sie ist der Aufenthalt in Bedlam wohl gar nicht so schlimm, immerhin hat sie dort eine Freundin gefunden. Ich fand es schön, dass Blueskin das relativ schnell akzeptiert und sich nun erstmal um Beth und Henry kümmert.

Denn Missing Link zwischen den Ingrams habe ich mal wieder überlesen... aber dadurch dass ich den ersten Band nicht kenne, fehlt mir bei Geoffs Erzählungen natürlich ein bisschen der Wiedererkennungseffekt, denke ich.

Seinen Fluchtweg fand ich ziemlich eklig, egal in welche Richtung *bäh*
Und wenn ich mir vorstelle, dass Blueskin da mit einer nicht verheilten Brandwunde in dieser Brühe rumschwimmt, wundert es mich, dass er sich noch keine scheußliche Infektion zugezogen hat...

Poll war bisher ja noch kaum groß in Erscheinung getreten, aber offensichtlich mag sie Blueskin ganz gerne. Das sind ja zwei nette Pärchen, die sich hier anbahnen, Poll und Blueskin, Bess und Henry  ;D

Aldawen

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #9 am: 18. Februar 2012, 15:00:19 »
Vielleicht ist er ja manchmal auch wirklich ganz nett. Sein Verhalten Geoffrey gegenüber (nachdem das Bein ab war) war ja auch ganz in Ordnung.  (Nein, ich finde ihn nicht wirklich nett, aber gestehe ihm durchaus ein paar nette Momente zu) Selbst der Bösewicht des Buches verhält sich ab und zu anständig, schön, dass hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben wird.  :daumen:

Ja, stimmt, das mit Geoff war dann letztlich doch ein für seine Verhältnisse geradezu netter Zug. Das macht Wild nicht sympathisch, aber immerhin.

Denn Missing Link zwischen den Ingrams habe ich mal wieder überlesen... aber dadurch dass ich den ersten Band nicht kenne, fehlt mir bei Geoffs Erzählungen natürlich ein bisschen der Wiedererkennungseffekt, denke ich.

Jeremiah ist auch für diejenigen neu, die den Vorgänger gelesen haben, da war Geoff noch ein bißchen jung für eigenen Nachwuchs, Du hast also diesbezüglich keine Nachteile gegenüber uns  ;D

Jeremiah ist quasi der Missing Link der Ingrams. Geoff hat einen Sohn, der ein Coffee House an der Piccadilly betreibt und nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben will. Und Henry hat Jeremiah als ältesten bekannten Urahn.

Kein Wunder, wenn Jeremiah die Verbindung mit seinem Vater so konsequent abgebrochen hat, dann wird er wohl dafür gesorgt haben, daß man ihn nicht mit diesem in Beziehung setzen kann, und mit dem zeitlichen Abstand von Henry schon überhaupt nicht. Schade für die beiden, aber andererseits vielleicht auch besser so. Wer weiß, ob und was sie sich zu sagen hätten ...

Offline Tammy1982

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #10 am: 18. Februar 2012, 17:06:11 »
Hallo Ihr Lieben,

wie ich gehofft hatte, hat Blueskin das Feuer tatsächlich überlebt und ein armer Penner wurde mit ihm verwechselt. Überrascht, aber sehr erfreut, war ich dann aber auch zu lesen, dass auch Hope das Feuer unbeschadet überstanden hat, auch wenn mir bei der Erwähnung, dass sie jetzt in Bedlam ist, fast schlecht geworden ist. Zum Glück scheint es ihr da aber wirklich gut zu gehen. Mr Wild hat wohl tatsächlich auch eine weiche Seite...

Vielleicht ist er ja manchmal auch wirklich ganz nett. Sein Verhalten Geoffrey gegenüber (nachdem das Bein ab war) war ja auch ganz in Ordnung.  (Nein, ich finde ihn nicht wirklich nett, aber gestehe ihm durchaus ein paar nette Momente zu) Selbst der Bösewicht des Buches verhält sich ab und zu anständig, schön, dass hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben wird.  :daumen:
Ich finde das auch super, dass hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben wird, sondern auch die "Bösewichte" ihre "netten" Seiten haben. Dass Wild Hope anständig behandelt, finde ich schon mal wirklich sehr nett von ihm. V. a. angesichts der Tatsache, dass er ja denkt, dass Blueskin tot ist. Also hat er eigentlich gar keinen Nutzen mehr davon sich gut um Hope zu kümmern!
Die Geschichte von Geoff und Wild hat mich trotz allem schmunzeln lassen. Ja, der Überbringer der schlechten Nachrichten ist oft nicht sonderlich beliebt! Obwohl die Aktion von Wild schon krass ist: Geoff mal kurzerhand das Bein abzuhacken. Die "aufopfernde Pflege" von Blueskin's Mutter zeigt dann auch wieder ihr wahres Gesicht: Hauptsache ihr Geldbeutel stimmt...  >:( ::)

Interessant und sehr gut aufgebaut fand ich, dass der Lebenslauf von Joseph Blake erläutert wurde und man sich ein Bild von seiner Jugend machen kann.

Das ist sowieso etwas, was mir an Toms Bücher immer sehr gut gefällt. Ich finde es einfach interessant, mögliche Lebensläufe aus den unteren Gesellschaftsschichten nachzuvollziehen. Nicht jeder ist ja schon in diesem Milieu geboren (wie bspw. Bess) oder nimmt es einfach klaglos hin. Blueskin hatte sicher auch andere Vorstellungen, aber die Möglichkeiten sind natürlich arg beschränkt. Trotzdem hätte er sein Leben auch anders führen können, er hatte schon Entscheidungsspielräume, daher geht es für ihn wohl auch in Ordnung. Sonst hätte er schlußendlich vielleicht länger gelebt, aber ob er glücklicher gewesen wäre?

Ja, die Einblicke in die Lebensläufe finde ich auch total spannend und sehr interessant. Spannend auch, dass alle Charaktere trotz widriger Umstände doch das Beste versuchen aus ihrem Leben zu machen und interessanterweise nicht aufgeben. Z. B. Bess hätte ja wirklich allen Grund zu verzweifeln, aber sie tut es nicht. Auch Blueskin hat keine besonders liebevolle Mutter und führt nicht gerade ein tolles Leben, aber er macht das Beste daraus und ich glaube bis zu dem Zeitpunkt, als er erfährt, dass Jack ein Verräter ist, hat ihm sein Leben auch sehr gut gefallen. Der Verrat von Jack sitzt, denke ich, schon tief.

Aber es gibt ja einen kleinen Hoffnungsschimmer durch Poll. Sie und Blueskin finde ich auch ein sehr schönes Paar!  ;)

Was ich mich sofort gefragt habe, als Bess Blueskin berichtete, man habe Henry krank weggebracht: Ist das echt oder schauspielert er? Das weiß man bei ihm ja nie so genau. Ich könnte mir vorstellen, daß er sich auch darüber im Klaren ist, daß aus der Krankenstation oder was immer das ist, eher ein Entkommen möglich ist, als aus dem Rohbau, so wie dieser beschrieben wurde. Doch, je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir dabei.

Schauspielert er? Natürlich könnte es durchaus sein, dass sein Körper mit dem Wasser dort oder mit ihm unbekannten Viren nicht klar kommt und eine leichte Erkältung oder Magen-Darm-Geschichte sich ziemlich heftig äussert, aber angesichts der aktuellen Seitenzahl wäre das vermutlich ein Problem zuviel. Also doch eher Schauspielerei  ;D

Ich muss gestehen, dass ich hier an Schauspielerei gar nicht gedacht habe... Alleine bei der Vorstellung, dass man in so einem Horror-Gebäude eingesperrt wird und da wohl eher nicht mehr lebend heraus kommen wird, wird mir ja schon ganz schlecht, von daher könnte ich mir schon gut vorstellen, dass Henry durchdreht. Andererseits ist die Argumentation, dass Henry nur über die Krankenstation wenn überhaupt eine Fluchtmöglichkeit hat, nicht von der Hand zu weisen... Lassen wir uns überraschen, ob er wirklich so abgebrüht ist...

Dass Blueskin mit seiner eiternden und entzündeten Brandwunde durch Kot und Abfälle stampft, hat mich auch nur schaudern lassen... Ein Wunder, dass er wirklich noch überleben soll, bis zu seiner Hinrichtung...  :o

Und die Frage der Fragen: Was will Wild für einen Brief haben?  :-\

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Scorch

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #11 am: 26. Februar 2012, 14:57:06 »
Ich habe mir heute ein bisschen Zeit zum Lesen freigeschaufelt und werde das Buch hoffentlich heute schaffen, denn auf die Auflösung bin ich schon sehr gespannt.

Der Besuch (sowohl am Tage als auch in der Nacht  :D) in Bedlam hat mir super gefallen! Schön, dass es Hope einigermaßen gefällt und sie eine Freundin gefunden hat. Die beiden zusammen stelle ich mir wirklich niedlich vor und für sie wird es dort sicherer sein als im Schlepptau von Blueskin. Bei den "gesunden" Sonntagsbesuchern kann man doch einfach nur den Kopf schütteln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich auf diesen Ausflug freuen kann. Kein Wunder, dass die Kranken noch verschreckter entlassen werden. Da sind mir Säufer oder Huren aber bedeutend sympathischer, als diese widerlichen Gaffer.  >:(

Geoff hatte nun also auch seinen großen Auftritt und konnte den Geheimgang stolz präsentieren!  ;D Ich bin sehr froh, dass die Gerüche nur in unserem Kopf existieren, denn die Kleider müssen erbärmlich gestunken haben.  :ohnmacht:
Bess' Reaktion bei seinem plötzlichen Auftreten war spitze! Bei dem Schnarchen hatte ich aber auch eher an einen Mann gedacht, hatte sie sich nicht in ihrem Kapitel über schnarchende Freier aufgeregt.  ;) Ich sehe aber gerade keine Chance einer Flucht für sie.. Henry hat es da geschickter gemacht oder ist er schon so verzweifelt, dass er mittlerweile von der Zukunft, Flugzeugen & Co. spricht?

Über Polls tatkräftige Unterstützung hätte ich jubeln können, da bahnt sich doch eine zarte Liebe an.  :) Hat es Jack jetzt dahingerafft und die Geschichte wurde demnach tatsächlich verändert?

Offline Scorch

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #12 am: 26. Februar 2012, 15:11:31 »
Es taucht ein ominöser Brief auf bzw. es wird von ihm geredet, ist deswegen die eine Oboe zerbrochen wurden? Und wer hat ihn entwendet, wenn nicht der Mörder, oder war noch jemand anwesend?

Den Brief hatte ich ja schon völlig vergessen, was vermutlich daran liegt, dass ich ihn nicht zuordnen kann.  :clown:
Klärt sich durch sein Auffinden der Tod von Bess' Ehemann auf? Warum sollte Jack bzw. Mr. Wild dann daran Interesse haben? Eigentlich müsste den Brief dann doch Hell and Fury haben, weil er den Selbstmord inszeniert hat und der arbeitet doch für den Dieb.. oder kam er zu spät?  ???

Tja, ich habe bei der ersten Beschreibung von Blueskin nicht so recht aufgepasst, dass er wohl einfach nur schwarzafrikanischer Abstammung ist, kam mir gar nicht so sehr in den Sinn. Irgendwie hatte ich schon beim ersten Nennen des Namens jemanden im Kopf, dessen Gesicht durch einen Schwarzpulverunfall verfärbt ist

Ich hatte auch an Schwarzpulver gedacht und war ganz erstaunt, dass er seine Gene als Grund für die Hautfarbe sieht. Logischer ist die afrikanische Abstammung allerdings schon, wenn man die Vergangenheit der Mutter besser kennt.

Vielleicht ist er ja manchmal auch wirklich ganz nett. Sein Verhalten Geoffrey gegenüber (nachdem das Bein ab war) war ja auch ganz in Ordnung. 

Wenigstens wird er dadurch auch in Ruhe gelassen, damit Wild seine Schuldgefühle (sofern er welche hat) etwas besser ertragen kann. Mit beiden Beinen wäre er bestimmt schon längst am Galgen gelandet.

Die Coffee House/Hotel-Ebene der Familie Ingram wird übrigens im dritten London-Roman (1888) eine nicht unwichtige Rolle spielen.

Das ist ja dann ein ziemlicher Zeitsprung, aber ich freue mich trotzdem sehr.  8)


Aldawen

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #13 am: 26. Februar 2012, 19:29:35 »
und für sie wird es dort sicherer sein als im Schlepptau von Blueskin.

Das ist gut möglich, bei Blueskins „Beschäftigung“ wird sie immer ein dankbarer Ansatzpunkt sein, wenn man ihn treffen will, in Bedlam ist sie dem entzogen.

Bei den "gesunden" Sonntagsbesuchern kann man doch einfach nur den Kopf schütteln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich auf diesen Ausflug freuen kann. Kein Wunder, dass die Kranken noch verschreckter entlassen werden. Da sind mir Säufer oder Huren aber bedeutend sympathischer, als diese widerlichen Gaffer.  >:(

Andere Zeiten, andere Sitten, und keinesfalls abwegig. Ich habe gerade einen Roman gelesen, der in deutlich jüngerer Zeit auf Jamaika spielt und der Umgang mit geistig Behinderten bzw. psychisch Kranken unterscheidet sich von dem hier nicht sonderlich.

Eigentlich müsste den Brief dann doch Hell and Fury haben, weil er den Selbstmord inszeniert hat und der arbeitet doch für den Dieb.. oder kam er zu spät?  ???

Oder er hat ihn einfach nicht gefunden?

Wenigstens wird er dadurch auch in Ruhe gelassen, damit Wild seine Schuldgefühle (sofern er welche hat) etwas besser ertragen kann. Mit beiden Beinen wäre er bestimmt schon längst am Galgen gelandet.

Das ist allerdings nicht ausgeschlossen. Ob das nun aber angesichts des Lebens, das Geoff führt, besser oder schlechter wäre, wage ich nicht zu entscheiden ...

Offline Scorch

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Re: 5 – Fünfter Teil: Blueskin Blake
« Antwort #14 am: 26. Februar 2012, 19:45:27 »
Bei den "gesunden" Sonntagsbesuchern kann man doch einfach nur den Kopf schütteln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich auf diesen Ausflug freuen kann. Kein Wunder, dass die Kranken noch verschreckter entlassen werden. Da sind mir Säufer oder Huren aber bedeutend sympathischer, als diese widerlichen Gaffer.  >:(

Andere Zeiten, andere Sitten, und keinesfalls abwegig. Ich habe gerade einen Roman gelesen, der in deutlich jüngerer Zeit auf Jamaika spielt und der Umgang mit geistig Behinderten bzw. psychisch Kranken unterscheidet sich von dem hier nicht sonderlich.

Ich mag mir das trotzdem nicht vorstellen.. die Schreie müssen doch durch Mark und Bein gehen.. :wegrenn:

Eigentlich müsste den Brief dann doch Hell and Fury haben, weil er den Selbstmord inszeniert hat und der arbeitet doch für den Dieb.. oder kam er zu spät?  ???

Oder er hat ihn einfach nicht gefunden?

Wenn die Zeit zu knapp ist und ein Mann, der sonst nur mit den Fäusten arbeitet, ein gutes Versteckt nicht findet, wundert mich das nicht.  ;D

Wenigstens wird er dadurch auch in Ruhe gelassen, damit Wild seine Schuldgefühle (sofern er welche hat) etwas besser ertragen kann. Mit beiden Beinen wäre er bestimmt schon längst am Galgen gelandet.

Das ist allerdings nicht ausgeschlossen. Ob das nun aber angesichts des Lebens, das Geoff führt, besser oder schlechter wäre, wage ich nicht zu entscheiden ...

Eine gewisse Lebensfreude strahlt Geoff meiner Meinung schon aus und wenn er nicht gerade in der Kot-Wanne in die Abwässer rutscht, kann er mit seinen Beobachtungen ein bisschen im Mittelpunkt stehen, was ihm bestimmt auch ganz gut gefällt.  ;) Er hat sich gut damit arrangiert und das ist doch die Hauptsache..