Inzwischen haben wir drei Opfer des Trümmermörders:
- eine junge Frau (maximal 22 Jahre)
- einen alten Mann (ca. 70 Jahre)
- ein Mädchen (mindestens 6 Jahre)
Gemeinsamkeiten:
- Die drei Opfer werden in ehemaligen Arbeitervierteln gefunden
- Sie wurden mit einer dünnen Drahtschlinge erdrosselt
- Beim alten Mann und dem Mädchen wurde ein Medaillon gefunden.
- Zwei der Opfer waren bei ihrer Ermordung offenbar arglos, nur der alte Mann wies Spuren von Gegenwehr und Gewalt auf.
- Alle Opfer waren in einem passablen Ernährungszustand und hatten keine Spuren harter Arbeit
Damit ist mein Anfangsverdacht, dass die junge Frau die Geliebte eines britischen Besatzungssoldaten sein könnte, hinfällig.
Ich
vermute nun, dass eine Familie ermordet wurde. Vielleicht nimmt ein ehemaliger KZ-Häftling Rache an einer Verräter-Familie, die seine Familie an die Gestapo ausgeliefert hat.
Das würde auch den Tod des Mädchens erklären. Rache, für das Sterben eines Kindes im KZ. Eine Hypothese, mehr nicht. Ansonsten tappe ich ziemlich im Dunklen....

Das Mädchen mag eine gute Spur sein: wenn sie zur Schule gegangen ist, wird ihr Fehlen früher oder später auffallen. Irgendwie beruhigend, dass es wenigstens etwas Normalität im Leben der Kriegskinder gab.

Maschke, für den ich noch im ersten Leseabschnitt eine Lanze brach, entpuppt sich nun doch als ein Widerling

. Ich hoffe, das Stave noch irgendwas ans Licht zerren kann, das ihn aus dem Polizeidienst entfernt.
Nicht überraschend ist die Beziehung Erna Berg – Mc Donald. Schon als sie zusammen in Staves Büro auftauchten, war die Sache klar. Merkwürdig, dass Stave, ein guter Ermittler, in dieser Hinsicht zunächst blind war.... Ich gönne es den Beiden und hoffe für Erna, dass sie mehr als nur eine kurze Affäre ist.
Rätselhaft ist Anna von Veckinhausen, die widersprüchliche Angaben macht. (S. 116)

.
Was verbirgt sie?
Erschüttert war ich über menschenverachtenden Umgang mit ehemaligen KZ-Häftlingen und Displaced Persons. Hier habe ich wieder etwas dazu gelernt.
Heute Morgen habe ich auch einige Bilder von Hamburg im Jahr 1947 gegoogelt und bin
in Gedanken mit Stave durch die Trümmerlandschaft gelaufen.
Es ist und bleibt keine einfache Lektüre...
Bis später
