Autor Thema: 02 - Seite 73 bis 158 (einschließlich des Kapitels "Das Mädchen ohne Namen")  (Gelesen 566 mal)

Offline dubh

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Hier könnt Ihr zum zweiten Abschnitt - Seite 73 bis 158 (einschließlich "Das Mädchen ohne Namen") - schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
Menschen sind senkrechte Schweine. Edgar Allan Poe

Offline lesegrete

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Inzwischen haben wir drei Opfer des Trümmermörders:
-   eine junge Frau (maximal 22 Jahre)
-   einen alten Mann (ca. 70 Jahre)
-   ein Mädchen (mindestens 6 Jahre)

Gemeinsamkeiten:
-   Die drei Opfer werden in ehemaligen Arbeitervierteln gefunden
-   Sie wurden mit einer dünnen Drahtschlinge erdrosselt
-   Beim alten Mann und dem Mädchen wurde ein Medaillon gefunden.
-   Zwei der Opfer waren bei ihrer Ermordung offenbar arglos, nur der alte Mann wies Spuren von Gegenwehr und Gewalt auf.
-    Alle Opfer waren in einem passablen Ernährungszustand und hatten keine Spuren harter Arbeit

Damit ist mein Anfangsverdacht, dass die junge Frau die Geliebte eines britischen Besatzungssoldaten sein könnte, hinfällig.
Ich vermute nun, dass eine Familie ermordet wurde. Vielleicht nimmt ein ehemaliger KZ-Häftling Rache an einer Verräter-Familie, die seine Familie an die Gestapo ausgeliefert hat. ???
Das würde auch den Tod des Mädchens erklären. Rache, für das Sterben eines Kindes im KZ. Eine Hypothese, mehr nicht. Ansonsten tappe ich ziemlich im Dunklen.... :-\

Das Mädchen mag eine gute Spur sein: wenn sie zur Schule gegangen ist, wird ihr Fehlen früher oder später auffallen. Irgendwie beruhigend, dass es wenigstens etwas Normalität im Leben der Kriegskinder gab.  ;)

Maschke, für den ich noch im ersten Leseabschnitt eine Lanze brach, entpuppt sich nun doch als ein Widerling :o. Ich hoffe, das Stave noch irgendwas ans Licht zerren kann, das ihn aus dem Polizeidienst entfernt.

Nicht überraschend ist die Beziehung Erna Berg – Mc Donald. Schon als sie zusammen in Staves Büro auftauchten, war die Sache klar. Merkwürdig, dass Stave, ein guter Ermittler, in dieser Hinsicht zunächst blind war....  Ich gönne es den Beiden und hoffe für Erna, dass sie mehr als nur eine kurze Affäre ist.

Rätselhaft ist Anna von Veckinhausen, die widersprüchliche Angaben macht. (S. 116) ???.
Was verbirgt sie?

Erschüttert war ich über menschenverachtenden Umgang mit ehemaligen KZ-Häftlingen und Displaced Persons. Hier habe ich wieder etwas dazu gelernt.

Heute Morgen habe ich auch einige Bilder von Hamburg im Jahr 1947 gegoogelt und bin
in Gedanken mit Stave durch die Trümmerlandschaft gelaufen.
Es ist und bleibt keine einfache Lektüre...
Bis später  :winken:




« Letzte Änderung: 22. Januar 2012, 17:19:11 von lesegrete »
Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.

Chinesisches Sprichwort

Offline CayR

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Es gibt einen Farbfilm, den ein Hamburger Feuerwehrmann nach dem Feuersturm 1943 gedreht hat. Der zeigt das Ausmaß der Zerstörungen:
http://www.youtube.com/watch?v=GQfsINt-aqQ&feature=related

ACHTUNG: Die letzte Filmminute zeigt die Toten des Feuersturms. Das sind besonders verstörende Aufnahmen!

Offline sternchen28

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Den zweiten Abschnitt hab ich am Wochenende gelesen und bin nach wie vor tief erschüttert und ratlos.

Erschüttert auf Grund der Beschreibungen - nachwievor gehen die einfach nur unter die Haut und lassen einen immer wieder nachdenklich zurück. Vorallem die wiederkehrenden Beschreibungen der Trümmerberge, aber auch die Vergabe der Bezugskarten und die darauffolgende "Jagd" nach den Lebensmitteln.

Einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte bzw. warum die Taten geschehen sind habe ich bisher noch nicht.

Das Erna und der Brite zusammen kommen find ich irgendwo schon - ein kleiner Farbtupfer - ein Lichtblick in der grauen Zeit.

Maschke war mir schon am Anfang leicht unsympathisch - die Antipathie hat sich ja jetzt bestätigt ... er ist ein Widerling. Das Zusammenschlagen des jungen Mannes nach Gestapo-Art, nur um ein Geständnis zu erpressen fand ich schon verdammt hart.

Offline SheRaven

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Schon gestern Abend habe ich diesen Leseabschnitt beendet, bin aber den ganzen Tag nicht dazu gekommen, hier zu posten. Aber jetzt, kurz bevor es ins Bett geht...


Ich vermute nun, dass eine Familie ermordet wurde. Vielleicht nimmt ein ehemaliger KZ-Häftling Rache an einer Verräter-Familie, die seine Familie an die Gestapo ausgeliefert hat. ???

Ich selbst habe auch jetzt noch keine wirkliche Idee, wer da wen und warum ermordet hat und könnte nur ins Blaue hinein raten, aber deine Idee wäre auf jeden Fall eine Möglichkeit. Vielleicht handelt es sich auch um Mitglieder einer Gestapo-Familie? Oder umgekehrt: ein Hitler-Anhänger hat eine Familie entdeckt, die dem KZ entkommen und will nun nachholen, was im Krieg (glücklicherweise) nicht gelungen ist.
Die Idee mit der Familie hatte Stave ja auch schon.



Nicht überraschend ist die Beziehung Erna Berg – Mc Donald. Schon als sie zusammen in Staves Büro auftauchten, war die Sache klar. Merkwürdig, dass Stave, ein guter Ermittler, in dieser Hinsicht zunächst blind war....  Ich gönne es den Beiden und hoffe für Erna, dass sie mehr als nur eine kurze Affäre ist.

Das umeinander herumscharwenzeln von Erna Berg und MacDonald gefällt mir richtig gut, es bringt ein bisschen Normalität. Geflirtet wird eben immer, egal wie die äußeren Umstände sind. Ich hoffe auch, dass es nicht nur eine kurz Affäre sein wird und das Erna und MacDonald ihren Weg finden werden.



Rätselhaft ist Anna von Veckinhausen, die widersprüchliche Angaben macht. (S. 116) ???.
Was verbirgt sie?

Anna von Veckinghausen könnte auch nur den Zweck haben, in Staves Leben einen Hauch von Normalität zu bringen, denn er scheint ja nicht nur berufliches Interesse an ihr zu haben. Einen Hauch von Interesse, ein Aufflackern nur, aber immerhin... Auch so kann man spüren, dass man noch lebt.

Liebe Grüße
SheRaven

Offline dubh

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Hallo Ihr Lieben,

endlich komme ich wieder zum Schreiben. Ich gestehe: ich tappe im Dunkeln und zwar im schwärzesten Schwarz. :-\ Und ich gestehe weiter: kurz war ich in Versuchung, Onkel Google nach diesen alten Fällen zu befragen... Und im Grunde bin ich mir sicher, dass mir das noch nicht einmal das Lesevergnügen schmälert, weil dieses Buch ja nicht nur von der Krimihandlung, sondern für mich genauso viel von der Atmosphäre lebt. Aber ich bin standhaft geblieben, denn ich will ja auch mit Euch gemeinsam rätseln.
Aaaaaalso, ich hatte zwischendurch immer mal wieder Maschke in Verdacht, dann erschien es mir wieder zu offensichtlich und ich war mir sicher, dass uns Cay nur eine Finte legt. Aber im Prinzip ist es noch nicht mal wirklich eine, denn eigentlich ist mir der Typ einfach nur unsympathisch. Er hat ziemlich Vorbehalte gegenüber den Briten, hat derbe Verhörmethoden und ist schlicht und ergreifend widerlich. Aber das reicht nicht zwingend für einen Mord, oder? ;)
Könnten die Ermordeten also irgendwie familiär zusammenhängen? Vielleicht Urenkelin, Enkelin und Großvater, die aus dem Osten geflüchtet sind? Oder DPs? Aber wieso melden sich dann nicht die restlichen Angehörigen? Haben sie das Vertrauen in die staatlichen Institutionen verloren? Das würde eher für Verfolgte sprechen. Aber wieso liegen die Tatorte so weit auseinander?
Und was ist bloß mit Anna von Veckinghausen los? Was verschwiegt sie Stave?

So, nun lese ich erstmal Eure Beiträge.

Liebe Grüße
dubh
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Offline dubh

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Ich vermute nun, dass eine Familie ermordet wurde. Vielleicht nimmt ein ehemaliger KZ-Häftling Rache an einer Verräter-Familie, die seine Familie an die Gestapo ausgeliefert hat. ???
Das würde auch den Tod des Mädchens erklären. Rache, für das Sterben eines Kindes im KZ.

So herum (also Rache eines Überlebenden an einer Nazi-Familie) lässt sich zumindest der gute körperliche Zustand der Leichen besser erklären. Vielleicht waren die Ermordeten Profiteuere von zum Beispiel enteigneten Juden... Aber warum kennt sie dann keiner? Hm. Vielleicht, weil alles in einer anderen Gegend passiert ist? Und die 'Nazi-Familie' unter falschem Namen nach Hamburg gekommen ist? Aber dann ist der Zufall, dass sie nun in einer großen und so zerstörten Stadt auf das frühere Opfer und jetzigen Täter treffen, umso größer.
Und was ist, wenn hier einfach ein Serienkiller, der ohne jegliches Muster zuschlägt, am Werk ist? Der wahllos tötet, einfach um des Tötens willen? Vielleicht ein traumatisierter Soldat?

Fischen wir gerade arg im Trüben, Cay? ;D

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Offline dubh

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Oh je, ich werde vergesslich. Aber das liegt daran, dass ich den Abschnitt schon gestern gelesen habe... ::)

Gleich zu Beginn musste ich nämlich das erste Mal wirklich schmunzeln:

"Ein Lustmord war das wohl nicht", sagt der Pathologe zur Begrüßung und deutet auf die Leiche.
"Wenn ich mal nicht mehr mag, dann schlage ich Sie für meinen Posten vor", brummt Stave.
"Wir können tauschen", erwidert Czrisini fröhlich.
(S. 76/77)

Großartig. Ich mag den Stave einfach! Und der Pathologe scheint auch in Ordnung zu sein. :)


MacDonald mag ich inzwischen übrigens uneingeschränkt, denn er ist clever, irgendwie smart und vor allen Dingen hat er echtes Interesse an Staves Ermittlerarbeit. Er schnüffelt nicht herum (was er sicher könnte und dürfte) und er schaut auch nicht aus Entfernung zu, nein, er macht sich seine eigenen Gedanken und trägt zur Gruppe bei. Bei Maschke bin ich da noch nicht so sicher. Der könnte auch sein eigenes Süppchen kochen...

Und dann dieses heftige Gespräch zwischen Ehrlich und Stave! Dass sich KZ-Überlebende tatsächlich bei der Kriminalpolizei melden müssen um Sonderrationen (und was für klägliche) zu bekommen, treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Was für eine Schikane! Und dann landen sie womöglich noch bei einem Beamten, der etwas zu einfach durchs Entnazifizierungsverfahren durchgerutscht ist...
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Offline allegra

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Mir hat in diesem Teil v.a. S.99 f gefallen, wo aus der Sicht von Stave beschrieben wird, wie er die Waren des täglichen Bedarfs besorgt; dieses komplexe System von Berechtigungsscheinen und Lebenmittelkarten.

Der Satz auf S.100 "Wenn ich die Karten fressen könnte, wäre ich wenigstens mal satt, denkt Stave...." bringt es auf den Punkt. Einerseits ist Papier Mangelware, andererseits muss man für jede Kleinigkeit neben Geld eben auch noch Karten haben. Dass Erna da die Nähe zu MacDonald gesucht hat, der natürlich mit den meisten Dingen besser versorgt war, ist verständlich und vermutlich auch typisch. Die german "Froileins" waren ja nicht unbeliebt.

Offline dubh

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Mir hat in diesem Teil v.a. S.99 f gefallen, wo aus der Sicht von Stave beschrieben wird, wie er die Waren des täglichen Bedarfs besorgt; dieses komplexe System von Berechtigungsscheinen und Lebenmittelkarten.

Der Satz auf S.100 "Wenn ich die Karten fressen könnte, wäre ich wenigstens mal satt, denkt Stave...." bringt es auf den Punkt.

Ja, da hast Du vollkommen recht, allegra. Das ist eine von den besonders anschaulichen Passagen, bei denen man die Sorgen und Alltagsnöte der damaligen Zeit sehr gut nachvollziehen kann.
Wenn man sich mal überlegt, wie lange die Menschen mit Lebensmittelrationierung leben mussten - ich meine, sogar bis 1950. Und heute werfen viele Menschen Lebensmittel weg, die sie nicht rechtzeitig essen konnten oder wollten. Unfassbar, wie verschwenderisch wir heute leben. Nach diesem Buch kann ich meine Mutter, die im Krieg geboren wurde und noch heute sehr sorgfältig mit Essen umgeht, noch besser verstehen.
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Offline SheRaven

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 Ich gestehe: ich tappe im Dunkeln und zwar im schwärzesten Schwarz. :-\


Ich tappe mit!  ;D



Der Satz auf S.100 "Wenn ich die Karten fressen könnte, wäre ich wenigstens mal satt, denkt Stave...." bringt es auf den Punkt. Einerseits ist Papier Mangelware, andererseits muss man für jede Kleinigkeit neben Geld eben auch noch Karten haben. Dass Erna da die Nähe zu MacDonald gesucht hat, der natürlich mit den meisten Dingen besser versorgt war, ist verständlich und vermutlich auch typisch. Die german "Froileins" waren ja nicht unbeliebt.

Diesen Aspekt der Beziehung zwischen Erna und MacDonald hatte ich noch gar nicht bedacht. Erna hat sicherlich Vorteile durch die Beziehung zu MacDonald, aber ich glaube auch, das so eine Versorgungsbeziehung zu der Zeit recht normal war. Wobei mein Friede-Freude-Eierkuchen-Gen hofft, dass Erna und MacDonald doch auf dem Weg in eine richtige Beziehung sind. Wobei Erna ja eigentlich noch verheiratet ist. Ihr Mann gilt doch noch als vermisst, oder? Deswegen bekommt sie doch keine Witwenrente.
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Saltanah

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Maschke war mir schon am Anfang leicht unsympathisch - die Antipathie hat sich ja jetzt bestätigt ... er ist ein Widerling. Das Zusammenschlagen des jungen Mannes nach Gestapo-Art, nur um ein Geständnis zu erpressen fand ich schon verdammt hart.

Stimmt, echt übel, sein Verhalten. Allerdings ist Staves Verhalten ja auch nicht immer perfekt. Den Vorwurf der Polizeibrutalität kann man ihm auch machen:
Zitat von: S. 111
Stave, noch immer mit Blutgeschmack im Mund, springt mit den Knien voran auf den Brustkasten des Liegenden.
Das mag ein nachvollziehbares Verhalten nach dem Schlag ins Gesicht, den er bekommen hatte, sein, aber akzeptabel ist es trotzdem nicht. Damit hätte er den Mann mit ein bisschen Pech auch umbringen können.

Apropos Maschke: Dauerte die Polizeischule wirklich nur ein Jahr? Er war doch bis Kriegsende Soldat und hat die Polizeischule schon 1946 abgeschlossen? Hm, sehr umfassend kann die Ausbildung da nicht gewesen sein.

Zur Tätersuche: Aufgefallen ist mir, dass er die Leichen immer am Wochenende oder kurz danach gefunden werden. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob sie erst am Wochenende "ausgelegt" wurden (es wird ja offensichtlich davon ausgegangen, dass sie gleichzeitig ermordet wurden), oder ob sie nur zufällig Montagmorgen, Samstagabend bzw. Sonntagnachmittag gefunden wurden. Wenn das kein Zufall war, erwarte ich die nächste Leiche in ca. einer Woche.

Offline dubh

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 Ich gestehe: ich tappe im Dunkeln und zwar im schwärzesten Schwarz. :-\


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 :five:


Zitat

Der Satz auf S.100 "Wenn ich die Karten fressen könnte, wäre ich wenigstens mal satt, denkt Stave...." bringt es auf den Punkt. Einerseits ist Papier Mangelware, andererseits muss man für jede Kleinigkeit neben Geld eben auch noch Karten haben. Dass Erna da die Nähe zu MacDonald gesucht hat, der natürlich mit den meisten Dingen besser versorgt war, ist verständlich und vermutlich auch typisch. Die german "Froileins" waren ja nicht unbeliebt.

Diesen Aspekt der Beziehung zwischen Erna und MacDonald hatte ich noch gar nicht bedacht. Erna hat sicherlich Vorteile durch die Beziehung zu MacDonald, aber ich glaube auch, das so eine Versorgungsbeziehung zu der Zeit recht normal war. Wobei mein Friede-Freude-Eierkuchen-Gen hofft, dass Erna und MacDonald doch auf dem Weg in eine richtige Beziehung sind. Wobei Erna ja eigentlich noch verheiratet ist. Ihr Mann gilt doch noch als vermisst, oder? Deswegen bekommt sie doch keine Witwenrente.

Wobei ja einige Frauen ihre Männer für tot erklären haben lassen und hinterher überrascht wurden. Allerdings weiß ich nichts über das Procedere, das die Frauen da durchlaufen mussten.
Ich hoffe ebenfalls, dass es zwischen Erna und James um mehr geht als um Lebensmittel (wobei das zur damaligen Zeit natürlich eine Menge ist, vor allem wenn man ein Kind zu ernähren hatte)...
Menschen sind senkrechte Schweine. Edgar Allan Poe

Offline dubh

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Cay, gab es einige Deiner Figuren wirklich? Momentan interessiert mich das besonders im Fall des Staatsanwaltes Ehrlich.
(Vielleicht eine Frage, die ich besser zum Ende stellen sollte, aber ich bin so neugierig...)
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Offline allegra

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Apropos Maschke: Dauerte die Polizeischule wirklich nur ein Jahr? Er war doch bis Kriegsende Soldat und hat die Polizeischule schon 1946 abgeschlossen? Hm, sehr umfassend kann die Ausbildung da nicht gewesen sein.

Das weiß ich nicht. Aber es war so, dass während und kurz nach dem 2. Weltkrieg manche Ausbildungen verkürzt waren, weil man die Leute einfach möglichst schnell gebraucht hat. Und dazu gab es vermutlich auch zuwenig "saubere" Lehrer.