Auf Maschke als Täter spekuliere ich eigentlich auch schon - allerdings hauptsächlich nur weil ich ihn eigentlich überhaupt nicht mag und weil eines der Kinder aus dem Kinderheim ihn am liebsten tot sehen würde - zumindest laut ihrer Geste.
Er ist ein Charakter, der immer undurchsichtiger wird je weiter die ganze Geschichte geht und der einem von Kapitel zu Kapitel unsympathischer wird.
Aber auch MacDonald ist sehr undurchsichtig finde ich - obwohl ich ihn doch recht mag kann ich ihn noch nicht einordnen.
Stave ist auch ein Kapitel für sich. Ich leide mit ihm, kämpfe mich mit ihm durch denn Fall und die zerstörten Straßen von Hamburg. Aber manchmal verstehe ich seine Gedanken nicht.
Ich finde auch seinen Einsatz - jedes Wochenende auf dem Bahnhof nach seinem Sohn zu suchen und zu fragen - bemerkenswert. Zumal es ja doch sehr trostlos ist und er nicht wirklich auf Hilfe hoffen kann, ist es fast seine einzige Hoffnung.
Die Beschreibung des Suchdienstes, die Arbeit der Organisation - hat mich schon sehr beeindruckt. Für viele Menschen damals die einzige Hoffnung, etwas von ihren verschokllenen Angehörigen zu erfahren.
Beeidruckend auch die Idee von Stave, zu dem Psychologen zu gehen, iihm den Fall zu erklären und zu hoffen, von ihm einen Ansatz zu hören - ein Schubs in die richtige Richtung zu erhalten. Hat mich sehr an die heutigen "Profiler" erinnert.
Maschke war mir auch von Anfang an unsympatisch, er verkörpert richtig den "bösen" Polizisten. Er urteilt schnell und hat einfache eine unausstehliche Art. Dann die Sache. dass er ständig raucht und der Gedanke von Stave in Maschkes Büro, dass man sich die vielen Zigaretten eigentlich nicht vom Lohn leisten kann, es sei den man gibt die Hälfte dafür aus. Hat Maschke andere Quellen und dann auch der Hinweis von Anna hins. dem Tabakgeruch hat mich in diesem Moment gleich an Maschke denken lassen.
McDonald ist mir an gewissen Stellen auch unheimlich, seine Art der Reaktion und auch Äußerungen zum Hergang. So ganz kann ich ihm nicht trauen, obwohl ich ihm mir nicht als Täter vorstellen kann, aber das ist mehr Gefühl.