Autor Thema: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)  (Gelesen 276 mal)

Aldawen

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4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« am: 18. April 2012, 18:28:43 »
Hier könnt Ihr zum vierten Kapitel schreiben.

Spoilermarkierungen sind auf Grund der Beschränkung nicht vorgesehen.

Aldawen

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #1 am: 26. April 2012, 20:49:07 »
Ha, recht gehabt! Elsa hat sich mit Thomas getroffen und es gab gar keine Entführung. Robinson war ja extrem leichtsinnig, eigentlich hätte man ihn da noch ein bißchen schmoren lassen sollen. Naja, vielleicht lernt er ja noch etwas draus. Viel Hoffnung habe ich bei ihm zwar irgendwie nicht, aber man weiß schließlich nie ... Allerdings kann ich mir die Gründe immer noch nicht ganz zusammenreimen, da paßt noch etwas nicht völlig zusammen. Wenn es vor allem darum ging, die Enteignungen zu verzögern oder sogar zu verhindern, dann wäre eine solche Entführung natürlich gut gewesen, aber das erklärt noch nicht den toten Gregor. Sollte Gregor inzwischen vielleicht doch zum Verkauf bereit gewesen sein und Thomas und die anderen Farmer haben ihn absichtlich beseitigt? Aber das vor den Augen von Elsa? Die müßte dann schließlich darin einbezogen gewesen sein. Kommt mir auch ein bißchen merkwürdig vor. Oder vielleicht doch eher ein Unfall? Den hätte man zwar sicher auch anders erklären können, aber vielleicht hat Schroeder, der ja überhaupt gerne das große Wort führt, sofort die Idee gehabt, daß der tote Gregor noch nützlich sein kann, wenn man ihn als Opfer schwarzer Gewaltverbrecher präsentieren kann? Ja, so etwas in der Art könnte ich mir wohl vorstellen ...

Hehe, gut, wenn man einen Buschmann in der Truppe hat, der noch Spurenlesen kann. Da hat nicht nur Thomas Rodenstein nicht mit gerechnet. Wer denkt aber auch schon an Stiefelprofile und nachtaktive Spinnen, die über Fußabdrücke kraxeln  ;D

Und dieser Claus  >:(  Verstanden hat er Clemencia wirklich nicht, wollte es zumindest in dem Moment nicht. Aber es ist ja auch so praktisch, wenn man einen Sündenbock hat, spielt doch keine Rolle, ob er's wirklich war, lügt doch eh nur der Kerl, ist quasi hautfarbenimmanent. Aber Clemencia hat es Claus ordentlich zurückgegeben *harrharr* Hoffentlich denkt er in Ruhe drüber nach und reagiert entsprechend, ich wäre sonst doch etwas enttäuscht von ihm, wenn er sich als derartiger Rassist entpuppte. Damit würde er ja fast noch Robinson schlagen! Daß die Jungs um Melvin über irgendwelche Mittelsmänner des Minister angestachelt wurden, ist jetzt wohl die naheliegende Variante, zumal das auch erklärt, warum der Lohn für die Einsätze keine Rolle spielte. Ok, so viel Geld könnten auch andere Leute haben, aber irgendein Interesse an der Farm muß schließlich auch vorliegen, sonst wäre die Romanhandlung etwas arg willkürlich, und davon gehe ich einfach mal nicht aus  ;)

Insgesamt habe ich den Eindruck, daß ein paar Puzzlestücke schon an den richtigen Stellen liegen, aber das Gesamtbild ist – jedenfalls in meiner Vorstellung – noch etwas löchrig. Aber ich schätze, das wird sich auch noch alles stopfen lassen  ;D
« Letzte Änderung: 26. April 2012, 20:54:38 von Aldawen »

Offline irismaria

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #2 am: 27. April 2012, 13:07:01 »
Und wieder ein Abschnitt voller Überraschungen! Vor allem die angeberisch angekündigte Befreiungsaktion des jungen Farmers, bei der Robinson dann sehr alt aussieht! Hätte ich nicht erwartet, dass der seine Entführung inszeniert hat. Aber es ist natürlich fraglich, wie es zum Tod des Vaters kam und welche Rolle die anderen Farmer dabei spielen...

Und das Kaufangebot des Ministers bzw. seines Strohmannes - wie passt das ins Bild?

Spannend...
« Letzte Änderung: 28. April 2012, 08:42:06 von irismaria »

Offline kaluma

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #3 am: 28. April 2012, 00:15:26 »
Insgesamt habe ich den Eindruck, daß ein paar Puzzlestücke schon an den richtigen Stellen liegen, aber das Gesamtbild ist – jedenfalls in meiner Vorstellung – noch etwas löchrig. Aber ich schätze, das wird sich auch noch alles stopfen lassen  ;D

So geht es mir auch!

Thomas hat sich also tatsächlich auf dem Farmgelände versteckt. Das hatten wir alle ja schon länger vermutet. Als Thomas´ Aussage gegen die von Robinson stand, hätte ich nicht sagen können, wer von beiden lügt und wer die Wahrheit sagt. Eine dermaßen freche Lüge gegenüber der Polizei hätte ich von Thomas/den Farmern nicht erwartet! :o Zumal ich es Robinson auch zugetraut hätte, daß er sich nicht korrekt verhalten hat, sondern einfach ohne Ankündigung in diese Hütte marschiert ist. Insofern war Thomas´ Aussage doch irgendwie plausibel. Schon Robinsons Alleingang war ja höchst unkorrekt. Allerdings, welchen Grund sollte Robinson gehabt haben, zu lügen?

Aber der Spurenleser hat ja die Sache klargestellt, damit ist bewiesen daß Thomas nicht gefesselt gewesen sein kann, denke ich mal. Der Spurenleser wird ja wohl nicht lügen.

Die Spinne, die da nachts über die Fußspuren gelaufen ist, fand ich auch stark. (Wie groß mag eine solche Spinne sein, die Spuren im Sand hinterläßt - der möchte ich lieber nicht begegnen und schon gar nicht nachts.   :wegrenn:;D)

Ich kann mir zwar gut vorstellen, daß die Farmer den Überfall für sich ausnutzen und aus einer vorgetäuschten Entführung Vorteile für ihr Anliegen schlagen wollten. Nun bleibt aber die Frage, wie und warum Gregor Rodenstein starb. Der Gedanke, daß es ein Unfall gewesen sein könnte, ist mir auch schon gekommen. Denn warum sollten die Farmer sich gegenseitig erschießen, wo sie doch immer so zusammenhalten. Oder gibt es da Differenzen, von  denen wir noch nichts wissen?

Ich bin mir sicher, daß das Bild noch nicht vollständig ist und vielleicht einiges anders, als wir jetzt denken. Und ich habe das Gefühl, daß Schroeder bei der Sache eine entscheidende Rolle spielt. Er scheint ja sowas wie der Wortführer/Anführer der Farmer zu sein.

Claus hat mir in diesem Kapitel gar nicht gefallen.  :(  Obwohl ich es eigentlich ganz gerne habe, wenn die Personen in den Büchern nicht so eindimensional entweder gut oder böse sind. Aber es war schon ein starkes Stück, so etwas zu Clemencia zu sagen. Ich hoffe mal, das war nur so unüberlegt dahingesagt, denn für einen Rassisten halte ich ihn eigentlich nicht, auch nicht unterschwellig. Er hat vielleicht auch nicht so ganz den Überblick über die Faktenlage wie Clemencia.

Offline kaluma

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #4 am: 28. April 2012, 00:33:20 »
Vergessen: Wir haben ja eine Information über Melvins Verbleib bekommen: er wurde vor dem Krankenhaus abgesetzt. Ein bißchen feige von den Freunden finde ich das ja schon, ihn einfach nur abzusetzen und sich dann davonzumachen. Ob er wohl hineingegangen ist und sich unter falschem Namen hat behandeln lassen? Geht so etwas in Namibia? Denn ich sehe es wie Aldawen (kopiere das mal aus Leseabschnitt 3 hierher):

Ich bin kein Mediziner, aber wie lange kann man überhaupt mit einer Schußwunde im Bauch herumlaufen? Schätzungsweise ist das doch eine ziemlich blutige Angelegenheit, von irgendwelchen Schäden an Innereien ganz zu schweigen. Das macht man doch nicht mal so eben tagelang mit, oder?

Das meine ich auch, mit einer unbehandelten Bauchwunde wäre er womöglich schon tot. Andererseits hat Clemencia doch sicher in allen Krankenhäusern nach Leuten mit solch einer Verletzung nachfragen lassen. Ob es da wieder eine Informationsübertragungspanne gegeben hat?

Offline irismaria

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #5 am: 28. April 2012, 08:44:41 »
Vergessen: Wir haben ja eine Information über Melvins Verbleib bekommen: er wurde vor dem Krankenhaus abgesetzt. Ein bißchen feige von den Freunden finde ich das ja schon, ihn einfach nur abzusetzen und sich dann davonzumachen. Ob er wohl hineingegangen ist und sich unter falschem Namen hat behandeln lassen? Geht so etwas in Namibia? Denn ich sehe es wie Aldawen (kopiere das mal aus Leseabschnitt 3 hierher):


Mit genügend Kleingeld gibt es sicher Ärzte, die diskret behandeln, vielleicht auch im Auftrag der Hintermänner, die Melvin und seine Freunde beauftragt haben. Wobei die Melvin ja eher aus dem Weg räumen wollen - oder gibt es da zwei Gruppen?

Aldawen

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #6 am: 28. April 2012, 09:39:16 »
Ich kann mir zwar gut vorstellen, daß die Farmer den Überfall für sich ausnutzen und aus einer vorgetäuschten Entführung Vorteile für ihr Anliegen schlagen wollten. Nun bleibt aber die Frage, wie und warum Gregor Rodenstein starb. Der Gedanke, daß es ein Unfall gewesen sein könnte, ist mir auch schon gekommen. Denn warum sollten die Farmer sich gegenseitig erschießen, wo sie doch immer so zusammenhalten. Oder gibt es da Differenzen, von  denen wir noch nichts wissen?

Möglich. Was mir nicht aus dem Kopf geht und überhaupt nicht ins Bild paßt: Elsa Rodenstein hat bei der ersten Vernehmung doch erzählt, sie hätten an dem Abend einen Anruf bekommen und seien vor dem Überfall gewarnt worden. Wer hat da gewarnt und vor allem warum? Die Jungs selber werden sich nicht angekündigt haben, für so dämlich halte ich sie nun wirklich nicht. Wer kann noch von der Aktion gewußt haben? Die Mittelsmänner, über die die „Aufträge“ abgewickelt wurden, und deren Hintermann bzw. Hintermänner natürlich. Dann sehe ich wesentlichen zwei Möglichkeiten: Die Jungs wollten für die Arbeit mehr Geld und wurden so vielleicht lästig. Wäre denkbar, halte ich aber nicht für übermäßig wahrscheinlich.

Oder der/die Auftraggeber wußte, daß die drei unbewaffnet unterwegs sind und wollte eine Falle stellen, nicht unbedingt den Jungs, aber den Farmern. Wenn ich mir nämlich Tobias Kausikus Gefasel von den Ahnengräbern in Erinnerung rufe, dann könnte das eine vereinbarte (oder ihnen vielleicht von entsprechender Stelle vorgeschlagene?) Ausrede gewesen sein, falls man sie auf dem Land erwischt, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Jetzt stelle man sich den Aufschrei im Land vor, wenn junge Leute, die doch nur ihre toten Ahnen ehren wollen, einfach von den Farmern über den Haufen geschossen werden. Ganz schlechte Reklame für die Weißen. Dummerweise ist das dann nur gründlich schiefgegangen. Das wäre eine Variante.

Oder der Minister mit seinem Interesse an Steinland ist nur eine falsche Fährte von Bernhard  ;)  Dann wäre der Hintergrund vielleicht wirklich eher unter den Farmern selbst zu suchen, vor allem dieser Schroeder gefällt mir überhaupt nicht. Aber unter diesen Prämissen kriege ich die bekannten Puzzlestücke auch nicht recht zusammen. Wollte Thomas seinen Vater beerben und Gregor mußte deshalb sterben? Oder hat Schroeder was gedreht, weil er hofft, sich Steinland unter den Nagel reißen zu können, wenn das Thema Enteignung von Tisch zu bekommen ist? Nein, ich glaube, das geht irgendwie auch nicht recht auf  :-\


Offline Bernhard Jaumann

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #7 am: 28. April 2012, 16:38:24 »

Oder der Minister mit seinem Interesse an Steinland ist nur eine falsche Fährte von Bernhard  ;)  Dann wäre der Hintergrund vielleicht wirklich eher unter den Farmern selbst zu suchen, vor allem dieser Schroeder gefällt mir überhaupt nicht. Aber unter diesen Prämissen kriege ich die bekannten Puzzlestücke auch nicht recht zusammen.


Falsche Fährten für meine geschätzten Leser würde ich doch nie legen!! :-* Zu den Puzzlestücken: Es liegen schon so viele am richtigen Platz, dass ich bei jedem Beitrag fürchte, dass das Gesamtbild schon jetzt, also deutlich zu früh, erkennbar wird. Gott sei Dank ist es noch nicht ganz soweit, aber trotzdem Respekt für eure Gedankenspiele!


Die Spinne, die da nachts über die Fußspuren gelaufen ist, fand ich auch stark. (Wie groß mag eine solche Spinne sein, die Spuren im Sand hinterläßt - der möchte ich lieber nicht begegnen und schon gar nicht nachts.   :wegrenn:;D)


So groß ist die Spinne nicht, aber die Spuren sieht man in feinem Sand trotzdem gut, wenn man jemanden hat, der einen darauf aufmerksam macht. Und Leute wie die San, die sich auf so etwas verstehen, können dir wirklich ganze Geschichten über die Ereignisse der vergangenen Nacht daraus vorlesen. Faszinierend.

Vergessen: Wir haben ja eine Information über Melvins Verbleib bekommen: er wurde vor dem Krankenhaus abgesetzt. Ein bißchen feige von den Freunden finde ich das ja schon, ihn einfach nur abzusetzen und sich dann davonzumachen. Ob er wohl hineingegangen ist und sich unter falschem Namen hat behandeln lassen? Geht so etwas in Namibia? Denn ich sehe es wie Aldawen (kopiere das mal aus Leseabschnitt 3 hierher):

Ich bin kein Mediziner, aber wie lange kann man überhaupt mit einer Schußwunde im Bauch herumlaufen? Schätzungsweise ist das doch eine ziemlich blutige Angelegenheit, von irgendwelchen Schäden an Innereien ganz zu schweigen. Das macht man doch nicht mal so eben tagelang mit, oder?

Das meine ich auch, mit einer unbehandelten Bauchwunde wäre er womöglich schon tot. Andererseits hat Clemencia doch sicher in allen Krankenhäusern nach Leuten mit solch einer Verletzung nachfragen lassen. Ob es da wieder eine Informationsübertragungspanne gegeben hat?


Richtig, eine Schusswunde muss behandelt werden. Ob Melvin allerdings Ärzte kennt, die das unter der Hand für ihn machen würden, ist zweifelhaft. Und noch ein Tipp: Er ist nicht nur verwundet, sondern auch durcheinander, alles ist schief gelaufen. Ich glaube, er reagiert ziemlich nachvollziehbar (jetzt habe ich doch glatt vergessen zu schreiben, wie er reagiert ;))

Offline kaluma

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #8 am: 28. April 2012, 18:58:44 »
Oh schön wie du spekulierst Aldawen, da mache ich doch gleich ein bißchen mit!  ;D

Ich kann mir zwar gut vorstellen, daß die Farmer den Überfall für sich ausnutzen und aus einer vorgetäuschten Entführung Vorteile für ihr Anliegen schlagen wollten. Nun bleibt aber die Frage, wie und warum Gregor Rodenstein starb. Der Gedanke, daß es ein Unfall gewesen sein könnte, ist mir auch schon gekommen. Denn warum sollten die Farmer sich gegenseitig erschießen, wo sie doch immer so zusammenhalten. Oder gibt es da Differenzen, von  denen wir noch nichts wissen?

Möglich. Was mir nicht aus dem Kopf geht und überhaupt nicht ins Bild paßt: Elsa Rodenstein hat bei der ersten Vernehmung doch erzählt, sie hätten an dem Abend einen Anruf bekommen und seien vor dem Überfall gewarnt worden. Wer hat da gewarnt und vor allem warum? Die Jungs selber werden sich nicht angekündigt haben, für so dämlich halte ich sie nun wirklich nicht. Wer kann noch von der Aktion gewußt haben? Die Mittelsmänner, über die die „Aufträge“ abgewickelt wurden, und deren Hintermann bzw. Hintermänner natürlich. Dann sehe ich wesentlichen zwei Möglichkeiten: Die Jungs wollten für die Arbeit mehr Geld und wurden so vielleicht lästig. Wäre denkbar, halte ich aber nicht für übermäßig wahrscheinlich.

Stimmt, an den Anruf habe ich gar nicht mehr gedacht, weil ich mir beim Lesen des ersten Abschnittes überhaupt nicht erklären konnte, wer das gewesen sein sollte. Auch jetzt wissen wir noch nicht genug, um das zu deuten. Gewußt haben, daß der Überfall geplant war,  können eigentlich nur die Mittelsmänner und deren Auftraggeber/Hintermann, der vielleicht Minister Shilongo ist, vielleicht aber auch nicht. Einer von denen muß also der Anrufer gewesen sein.

Für mich stellt es sich so dar: Durch den Anruf wollte also jemand einen (bewaffneten) Zusammenstoß zwischen den Dieben und den Farmern provozieren, damit die ganze Sache Öffentlichkeit erhält und in Bewegung kommt. Möglicherweise tatsächlich um die Farmer in schlechtem Licht erscheinen zu lassen? Vielleicht ging der Auftraggeber davon aus, daß die Farmer nervös reagieren würden und daß es eine Schießerei geben würde? Der Tod eines Farmers war da allerdings sicher nicht beabsichtigt gewesen (vermutlich war eher der Tod der drei Diebe einkalkuliert), und durch die (angebliche) Entführung neigte sich die Waage der öffentlichen Meinung ja erstmal zugunsten der Farmer, was sicher auch nicht beabsichtigt war. Nun, da herausgekommen ist, daß Thomas doch nicht entführt wurde, geht die ganze Sache wieder in die andere Richtung.

Daß die drei Jungs mehr Geld wollten, glaube ich nicht. Ich denke, sie waren eine Art Bauernopfer und weil die Sache aus dem Ruder gelaufen ist, müssen sie aus dem Weg geräumt werden, damit nicht mehr nachweisbar ist, wer sie beauftragt hat.

Voraussetzung bei alldem ist natürlich, daß es tatsächlich einen Hintermann wie Shilongo gibt, der auf die Farm scharf ist. Aber warum gerade auf Steinland? Kurz dachte ich, daß dort vielleicht irgendwelche Bodenschätze entdeckt wurden, aber Elsa Rodenstein sagte ja zu Claus, daß alles, was mehr als drei Fuß unter der Oberfläche liegt, sowieso dem Staat gehört.

Und bei allem ist immer noch unklar, wie Gregor Rodenstein ums Leben kam.
Wollte Thomas seinen Vater beerben und Gregor mußte deshalb sterben?

Meinst du? Ich könnte mir eher vorstellen, daß Gregor vielleicht einknickte und verkaufen wollte und weder Thomas noch Schroeder, noch Elsa damit einverstanden waren.

Oder hat Schroeder was gedreht, weil er hofft, sich Steinland unter den Nagel reißen zu können, wenn das Thema Enteignung von Tisch zu bekommen ist? Nein, ich glaube, das geht irgendwie auch nicht recht auf  :-\

Das halte ich nicht für wahrscheinlich.

Falsche Fährten für meine geschätzten Leser würde ich doch nie legen!! :-* Zu den Puzzlestücken: Es liegen schon so viele am richtigen Platz, dass ich bei jedem Beitrag fürchte, dass das Gesamtbild schon jetzt, also deutlich zu früh, erkennbar wird. Gott sei Dank ist es noch nicht ganz soweit, aber trotzdem Respekt für eure Gedankenspiele!

Also ich sehe noch kein Gesamtbild, auch nicht nach dem Lesen des nächsten Kapitels (5), und sicher werde ich auch nicht auf die Lösung kommen.

So groß ist die Spinne nicht, aber die Spuren sieht man in feinem Sand trotzdem gut, wenn man jemanden hat, der einen darauf aufmerksam macht. Und Leute wie die San, die sich auf so etwas verstehen, können dir wirklich ganze Geschichten über die Ereignisse der vergangenen Nacht daraus vorlesen. Faszinierend.

Ja, das stelle ich mir auch höchst interessant vor.

Und zu Melvin und seiner Schußwunde:
Das sehe ich wie ihr, Geld für eine ärztliche Behandlung hatte er sicher nicht, und seine Auftraggeber werden auch nicht daran interessiert sein, daß er behandelt wird. Im Gegenteil.


« Letzte Änderung: 28. April 2012, 19:20:08 von kaluma »

Offline Büchermanfred

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Re: 4 – Kapitel 4 (S. 150 – 194)
« Antwort #9 am: 06. Mai 2012, 16:57:22 »
Hehe, gut, wenn man einen Buschmann in der Truppe hat, der noch Spurenlesen kann. Da hat nicht nur Thomas Rodenstein nicht mit gerechnet. Wer denkt aber auch schon an Stiefelprofile und nachtaktive Spinnen, die über Fußabdrücke kraxeln  ;D

Bei der nachtaktiven Spinne musste ich auch schmunzeln und finde es sehr faszinierend, welche interessanten Methoden angewendet werden, um die Tat zu rekonstruieren, obwohl eben nicht viel Geld dafür zur Verfügung steht. Ob das Wort des Sans allerdings bei allen vor Gericht als glaubhaft angesehen wird, ist noch die Frage. Oder die spezielle Gabe hat in Namibia noch einen hohen Stellenwert und wird deswegen nicht angezweifelt..?
Ich hoffe jedenfalls, dass der junge Rodenstein nun endlich merkt, dass er mit dem Rücken zur Wand steht und sich nicht weiter hinter seinen Lügen und seiner Mutter versteckt.

Ich bin mir sicher, daß das Bild noch nicht vollständig ist und vielleicht einiges anders, als wir jetzt denken. Und ich habe das Gefühl, daß Schroeder bei der Sache eine entscheidende Rolle spielt. Er scheint ja sowas wie der Wortführer/Anführer der Farmer zu sein.

Vielleicht teilt Schroeder mit Elsa ein Geheimnis, was weder ihr Ehemann noch ein anderer Farmer wissen darf und somit hat sich ein stilles Einverständnis zwischen den beiden ergeben, wodurch so ein Unfall dann gerne mal vertuscht wird und mit Freude den ungeliebten Schwarzen angelastet werden kann.
Er ist auf jeden Fall immer dort wo es gerade brenzlig wird und nicht unbedingt zimperlich, wenn es um sein (vermeintliches) Land und Recht geht.

Insgesamt habe ich den Eindruck, daß ein paar Puzzlestücke schon an den richtigen Stellen liegen, aber das Gesamtbild ist – jedenfalls in meiner Vorstellung – noch etwas löchrig. Aber ich schätze, das wird sich auch noch alles stopfen lassen  ;D

Löchrig trifft es ganz gut!  ;D
Ich warte sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen von Melvin und auch sonst werden immer mal wieder einige neue Stückchen eingeworfen, welche die Spannung anfachen, denn Robinsons spontanen Alleingang hätte ich niemals mit den Entführern in Verbindung gebracht und wäre schockiert, wenn Clemencia ihm dort etwas nachweisen könnte.