Hallo lieber Lucas, liebe LR,
vorab in eigenen Dingen: ich bin immer noch ein eifriger Krankenhaus-Besucher und am WE versetzte mich noch die Diagnose eines Sonntags-Arztes in Sorge.... Am Montag gab es aber wieder Entwarnung – es ist alles im grünen Bereich.
Vielen Dank für eure guten Wünsche für meinen Mann und euer Verständnis.

Gelesen habe ich auch, immer mal wieder zwischendurch, was dem Buch nicht richtig gerecht wird, denn es ist sehr spannend und zudem gut geschrieben.
Wie viele Details mir durch diese häppchenweise Leseart durchgehen werden, werde ich wahrscheinlich sehen.

Aber nun zu meinen Eindrücken:
Das Buch ist eine Ich-Erzählung, aus der Perspektive des Thomas Nyström, der in einem leicht selbst-ironischen Unterhaltungston dem Leser die Geschichte erzählt. Helen, die Frau mit der er sich verbunden fühlt, sich ihrer Verbundenheit aber nicht so ganz sicher fühlt, kommt ums Leben. Zusammen mit der Schwester seiner Geliebten tut er nun das, was die Polizei eigentlich tun sollte: er ermittelt.
Diese ungewöhnliche Form von Ermittlung finde ich als Leser sehr interessant und originell. Zu Beginn habe ich mich gefragt, wie es funktionieren soll.... aber es funktioniert offensichtlich. Der vage Verdacht, dass Helens Tod ein gewaltsamer war,
wird zur Gewissheit: der Einstich in einem Muttermal, die schmale Saunakabine, die mysteriösen Besucher ihrer Wohnung. Dennoch ist es so, dass die Polizei eher nachlässig ermittelt. Es gibt durchaus Gifte, die nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar sind, z. B. eine Überdosis Insulin. Das weiß sogar ich, erst recht sollte das ein Pathologe wissen.
Auch Kubens, Helens Chef, macht einen desinteressierten Eindruck, als Nyström Zweifel anmeldet. Ich frage mich, warum? Ist es vielleicht im allgemeinen Interesse, dass Helens Tod unaufgeklärt bleibt?
Nyströms sorgloser, beinah leichtsinniger Umgang mit Helens Tasche ließ mich die Luft anhalten

Die Begegnung mit dem Eismann hielt ich für keinen Zufall und so kam es dann zum Überfall auf der Toilette. Diesmal ist noch alles gut gegangen... Aber Nyström und Helens Schwester sind in Gefahr. Helens Killer haben sie im Auge und sicher ist, dass Nyström in Helens Wohnung nicht sicher ist....
Der Prolog, spannend und geheimnisvoll, lässt vermuten, dass er Helens Mörder auf die Schliche gekommen ist und selbst bereit ist zu töten, um sein Leben zu retten.
Ich hoffe, dass auch Helens Schwester überlebt hat. Ich mag sie.