Autor Thema: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)  (Gelesen 724 mal)

Offline sternchen28

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #15 am: 04. März 2012, 18:10:34 »
Zitat
Am Anfang habe ich mir überlegt, ob ich mich geschmeichelt oder eher verfolgt fühlen würde, wenn mein Ex einmal quer (oder besser längs?) durchs Land fährt, nur weil ich 2 Tage keine Mails beantwortet habe und nicht ans Telefon gehe. Schließlich geht er zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht davon aus, dass etwas passiert sein könnte, das merkt er erst, als er das Polizeisiegel sieht.

Hm, ich glaube, weder das eine noch das andere. :) Im Grunde kann ich es nachvollziehen, was Nyström da macht. Denn auch wenn Helen und er nicht oft und lange telefoniert haben, so hatten sie doch einen relativ verlässlichen Mailkontakt. Und er schreibt ihr ja unter anderem, dass er sie braucht... Wenn darauf keine Antwort kommt, würde ich mir auch Gedanken machen. Und das Wochenende und das nötige Kleingeld kommen hinzu, so packt er eben seinen kleinen Koffer. Finde ich auf jeden Fall sympathisch.

Ich fänds vermutlich einerseits nett wenn mein Ex sich solche Gedanken machen würde, andererseits würd ich ihm vermutlich die Tür vor der Nase zumachen. Nur weil man regelmäßigen e-mail Kontakt hat ist man trotzdem noch der/die Ex und sollte sich damit vielleicht etwas zurückhalten. Weil 2 Tage ist eigentlich keine lange Zeitspanne.

So einen  Fall hatte ich leider auch - ein Typ den ich über Internet kennengelernt habe hat schon nach einer Woche Mailkontakt (mehr war nicht!!) verlangt das ich mich jeden Tag melde und als ich mich zwei Tage nicht gemeldet habe mich mit Mails bombardiert.

Das fand ich unangenehm, abartig und hab mir das schnell vom Hals geschafft.

Wenn man aber eine, wenn auch lockere Beziehung hat und täglich miteinander Kontakt hat kann ich schon nachvollziehen, dass man unruhig wird, wenn der andere sich zwei Tage nicht meldet.

Allerdings, ob ich quer durch Deutschland fahren würde um nach dem Rechten zu sehen .... ich weiß nicht. Ich glaube eher nicht.

Offline Phy

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #16 am: 04. März 2012, 21:52:23 »
Nyström kann ich momentan noch nicht so recht einschätzen. Er kommt mir zur rational, um nicht zu sagen kühl vor. Momentan schiebe ich es noch auf den Schock, den der Tod eines nahen lieben Menschen nun mal auslöst.

Ich denke mal er konzentriert sich einfach sehr stark darauf das warum zu verstehen bzw auf zu decken. Ähnlich der situation mit seinem vater. Er erforscht gehirne und scheint emotional unfähig mit der krankheit seines vaters umzugehen.
Für mich ist er zumindest so ein typ.

Zitat
Wen ich hingegen überhaupt nicht mag ist Geldorf. Irgendwas verbirgt der Typ - ich weiß nur noch nicht was.

Hm ich fand ihn garnicht so schlimm. Er erschien mir eher hilflos bezüglich der ganzen situation. Ich hatte eher den eindruck, dass er den fall selbst gern weiter untersuchen möchte.

Offline Erendis

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #17 am: 05. März 2012, 15:38:27 »
Zitat
Wen ich hingegen überhaupt nicht mag ist Geldorf. Irgendwas verbirgt der Typ - ich weiß nur noch nicht was.

Hm ich fand ihn garnicht so schlimm. Er erschien mir eher hilflos bezüglich der ganzen situation. Ich hatte eher den eindruck, dass er den fall selbst gern weiter untersuchen möchte.

Geldorf fand ich jetzt auch nicht direkt unsympathisch. Er scheint nur einen Heidenrespekt vor der ganzen Sache zu haben, was ich durchaus verständlich finde. Aber ich denke auch, dass er mehr weiß, als er an Thomas weitergibt.

da muss ich kurz was richtig stellen: Ich habe den Glauser noch nicht bekommen. Richtig ist: Ich war im letzten Jahr mit Ölspur für den Preis nominiert ("Bestes Debut") und bin auch dieses Jahr mit Mörderische Fracht nominiert in der Sparte "Bester Roman". Aber, wie der Name schon sagt, nominiert heißt nicht gewonnen. Das entscheidet sich am 28. April. Falls euch Ölspur gefallen sollte, hätte ich allerdings gegen ein paar gut gedrückte Daumen nichts einzuwenden.  ;)

Na, da drücke ich dir selbstverständlich die Daumen!  :)
LG,
Erendis

Offline Phy

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #18 am: 05. März 2012, 16:18:46 »
Zitat
Wen ich hingegen überhaupt nicht mag ist Geldorf. Irgendwas verbirgt der Typ - ich weiß nur noch nicht was.

Hm ich fand ihn garnicht so schlimm. Er erschien mir eher hilflos bezüglich der ganzen situation. Ich hatte eher den eindruck, dass er den fall selbst gern weiter untersuchen möchte.

Geldorf fand ich jetzt auch nicht direkt unsympathisch. Er scheint nur einen Heidenrespekt vor der ganzen Sache zu haben, was ich durchaus verständlich finde. Aber ich denke auch, dass er mehr weiß, als er an Thomas weitergibt.

Ja genau. Das könnte ich mir auch gut vorstellen. Und mal ehrlich warum sollte die Polizei auch direkt alles an jemanden der so daher gelaufen kommt weitergeben?
Vorallem wenn es sich vielleicht nur um Vermutungen handelt?

da muss ich kurz was richtig stellen: Ich habe den Glauser noch nicht bekommen. Richtig ist: Ich war im letzten Jahr mit Ölspur für den Preis nominiert ("Bestes Debut") und bin auch dieses Jahr mit Mörderische Fracht nominiert in der Sparte "Bester Roman". Aber, wie der Name schon sagt, nominiert heißt nicht gewonnen. Das entscheidet sich am 28. April. Falls euch Ölspur gefallen sollte, hätte ich allerdings gegen ein paar gut gedrückte Daumen nichts einzuwenden.  ;)

Na, da drücke ich dir selbstverständlich die Daumen!  :)

Ich drück auch mit! (:

Offline lesegrete

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #19 am: 06. März 2012, 14:29:22 »
Hallo lieber Lucas, liebe LR,

vorab in eigenen Dingen: ich bin immer noch ein eifriger Krankenhaus-Besucher und am WE versetzte mich noch die Diagnose eines Sonntags-Arztes in Sorge.... Am Montag gab es aber wieder Entwarnung – es ist alles im grünen Bereich.
Vielen Dank für eure guten Wünsche für meinen Mann und euer Verständnis. ;)

Gelesen habe ich auch, immer mal wieder zwischendurch, was dem Buch nicht richtig gerecht wird, denn es ist sehr spannend und zudem gut geschrieben.
Wie viele Details mir durch diese häppchenweise Leseart durchgehen werden, werde ich wahrscheinlich sehen. ::)

Aber nun zu meinen Eindrücken:
Das Buch ist eine Ich-Erzählung, aus der Perspektive des Thomas Nyström, der in einem leicht selbst-ironischen Unterhaltungston dem Leser die Geschichte erzählt. Helen, die Frau mit der er sich verbunden fühlt, sich ihrer Verbundenheit aber nicht so ganz sicher fühlt, kommt ums Leben. Zusammen mit der Schwester seiner Geliebten tut er nun das, was die Polizei eigentlich tun sollte: er ermittelt.
Diese ungewöhnliche Form von Ermittlung finde ich als Leser sehr interessant und originell. Zu Beginn habe ich mich gefragt, wie es funktionieren soll.... aber es funktioniert offensichtlich. Der vage Verdacht, dass Helens Tod ein gewaltsamer war,
wird zur Gewissheit: der Einstich in einem Muttermal, die schmale Saunakabine, die mysteriösen Besucher ihrer Wohnung. Dennoch ist es so, dass die Polizei eher nachlässig ermittelt. Es gibt durchaus Gifte, die nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar sind, z. B. eine Überdosis Insulin. Das weiß sogar ich, erst recht sollte das ein Pathologe wissen.
Auch  Kubens, Helens Chef, macht einen desinteressierten Eindruck, als Nyström Zweifel anmeldet. Ich frage mich, warum? Ist es vielleicht im allgemeinen Interesse, dass Helens Tod unaufgeklärt bleibt?

Nyströms sorgloser, beinah leichtsinniger Umgang mit Helens Tasche ließ mich die Luft anhalten >:(  Die Begegnung mit dem Eismann hielt ich für keinen Zufall und so kam es dann zum Überfall auf der Toilette. Diesmal ist noch alles gut gegangen... Aber Nyström und Helens Schwester sind in Gefahr. Helens Killer haben sie im Auge und sicher ist, dass Nyström in Helens Wohnung nicht sicher ist....
Der Prolog, spannend und geheimnisvoll, lässt vermuten, dass er Helens Mörder auf die Schliche gekommen ist und selbst bereit ist zu töten, um sein Leben zu retten.
Ich hoffe, dass auch Helens Schwester überlebt hat. Ich mag sie.
Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.

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Offline lesegrete

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #20 am: 06. März 2012, 14:44:49 »

Ich wundere mich gerade, dass mir dieser Autor bisher völlig entgangen ist, wenn sich das Buch weiterhin so liest wie der erste Abschnitt, ein ganz klares Versäumnis!
Aber das kann ja nun hier aufgeholt werden  ;)

Vorne im Buch steht, dass Ölspur Erlers erster Roman ist. Das lässt hoffen, dass weitere, spannende folgen werden...

Nyström kann ich momentan noch nicht so recht einschätzen. Er kommt mir zur rational, um nicht zu sagen kühl vor. Momentan schiebe ich es noch auf den Schock, den der Tod eines nahen lieben Menschen nun mal auslöst.

Ich mag Nyström.... Auf mich wirkt er auch keines Falls kühl. O.k. in seiner Besorgnis um Helen reagiert er typisch(?) männlich, er besäuft sich, aber dann handelt er, obwohl er sich dieser Frau, die er liebt, nicht sicher fühlt.... Das macht ihn mir sehr sympathisch. Auch die Tatsache, dass er nicht in Trauer versinkt, sondern den Umstand ihres Todes aufklären will, spricht für ihn. Dabei fühlt man als Leser die Nähe, die er zu Helen hat...  er führt mitunter einen inneren Dialog mit ihr.
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Offline urlaubsbille

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #21 am: 06. März 2012, 17:51:34 »
In diesem Abschnitt lernen wir einige Menschen im Umfeld von der verstorbenen Helen kennen. Ist sie eines natürlichen Todes oder durch Fremdeinwirkung gestorben?? Diese Frage zieht sich durch den ersten Aschnitt, wobei die Polizei an einem natürlichen Tod hängt, aber ich das Gefühl habe, daß der ermittelnde Beamte Geldorf persönlich Zweifel hegt. Der Freund von Helen, Nyström, hat jedenfalls jede Menge Zweifel. Plötzlich lernt er auch noch die jüngere Schwester von Helen, Anna, kennen, die bisher nie erwähnt wurde. Wie wohl deren Verhältnis war? Hat Helen sich für Anna geschämt? Sie scheint ja das schwarze Schaf der Familie zu sein.
Dazu kommen die merkwürdigen Dinge, die Nyström widerfahren bzw. die er erfährt. Der Forscher hat ja auch nur kryptische Andeutungen gemacht. Damit könnte ich noch nicht viel anfangen. Der ehemalige Arbeitgeber hatte es ja ziemlich eilig, das Büro zu räumen. Auch dort keine Auskünfte. Anna und Nyström rennen die ganze Zeit gegen Mauern des Schweigens.
Was wohl in der so wertvollen Tasche aus dem Bahnhofsschließfach ist? Ist da die vermutete Akte drin?

So langsam nimmt das Buch an Fahrt auf und wird interessant. Ich finde, dieser Abschnitt plätscherte ziemlich vor sich hin.

Offline Erendis

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #22 am: 07. März 2012, 19:38:16 »
Das Buch ist eine Ich-Erzählung, aus der Perspektive des Thomas Nyström, der in einem leicht selbst-ironischen Unterhaltungston dem Leser die Geschichte erzählt. Helen, die Frau mit der er sich verbunden fühlt, sich ihrer Verbundenheit aber nicht so ganz sicher fühlt, kommt ums Leben. Zusammen mit der Schwester seiner Geliebten tut er nun das, was die Polizei eigentlich tun sollte: er ermittelt.
Diese ungewöhnliche Form von Ermittlung finde ich als Leser sehr interessant und originell. Zu Beginn habe ich mich gefragt, wie es funktionieren soll.... aber es funktioniert offensichtlich.

Diese Erzählweise finde ich auch sehr interessant. Dadurch, dass Thomas Ich-Erzähler ist, lassen sich seine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen und der Leser ermittelt praktisch mit ihm und Anna zusammen.

Und ich liebe die Konstellation Thomas & Anna! Sie verstehen sich gut, sind aber doch reichlich unterschiedlich, so dass es zwangsläufig zu Reibereien kommt. Das gefällt mir gut.  :)
LG,
Erendis

Offline Büchermanfred

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #23 am: 09. März 2012, 10:55:09 »
Hallo lieber Lukas und liebe Leserunde,

der erste Abschnitt ist geschafft und ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Teil.  :)

Am Anfang habe ich mir überlegt, ob ich mich geschmeichelt oder eher verfolgt fühlen würde, wenn mein Ex einmal quer (oder besser längs?) durchs Land fährt, nur weil ich 2 Tage keine Mails beantwortet habe und nicht ans Telefon gehe. Schließlich geht er zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht davon aus, dass etwas passiert sein könnte, das merkt er erst, als er das Polizeisiegel sieht.
Auf jeden Fall war sein Impuls, nach Hamburg zu fahren, aber wohl richtig.

Wenn mir die Person wichtig wäre und sie sonst sehr verlässlich ist, würde ich auch spontan entscheiden nach dem Rechten zu sehen. Vielleicht hätte ich aber vorher noch eine E-Mail geschickt á la "Ich mach mir große Sorgen und wenn ich kein Lebenszeichen von dir höre, komme ich nach Hamburg."; wer sich dann nicht meldet, darf sich über den Besuch nicht wundern.  ;) Bei Thomas zählt noch hinzu, dass er diesen merkwürdigen Traum hatte, der Helen mit einem nicht seriös erscheinenden Typen in ihr Unglück laufen lässt. Alpträume hat er sonst nicht, wenn ich mich richtig erinnere und in Verbindung mit seinen starken Gefühlen, finde ich die Reise in Ordnung; selbst wenn sie gegen ihre Abmachung ist.

Mir gefällt die Geschichte auf Anhieb, weil sie sofort Spannung verbreitet und mich vom Stil ein bißchen an die skandinavischen Krimis erinnert. Ein bißchen düster, sozialkritisch und sprachlich ausgereift.

Oh ja und vor allem der sozialkritische Aspekt wird hier wohl noch eine große Rolle spielen! Das Thema der Ölpest finde ich sehr interessant, vor allem weil wir in dieser Hinsicht total machtlos sind. Worüber wollte Helen in ihrem Artikel berichten? Hat sie einen Skandal aufgedeckt? Warum hatte Helen eine Waffe in ihrer Tasche; wurde sie bedroht? Neu für mich war, dass sie Säuberung der Vögel keinen Erfolg verspricht. Ich finde die Bilder von Greenpeace sind nach diesen Tragödien immer die einzigen Lichtblicke.  :(

Anna selbst finde ich weder besonders sympathisch, noch richtig unsympathisch. Als Vogelretterin kann ich sie mir nicht vorstellen, als Steinewerfer schon eher.  ;D Hat sie noch ein Geheimnis oder ist sie schlichtweg ein Einzelgänger? Helen wirkte nicht so, als ob sie sich von ihrer Schwester zurückziehen würde, bloß weil sie eine rebellische Phase hat.. Mal sehen, was da noch aufgedeckt wird. Sie muss sich bei mir auf jeden Fall erst noch beweisen; wehren kann sie sich schon mal: mit Worten und Taten.

Von Geldorf erhoffe ich mir nicht sehr viel.. Ihm sind die Hände gebunden und sein ständiges Grinsen macht ihn nicht gerade kämpferisch. Thomas wird, was auch immer er in der Tasche findet, bestimmt (vorerst) nicht der Polizei melden.
Ob Helens Gesprächspartner gefunden wird? Thomas lebt nun sehr gefährlich und nach der Szene auf dem Bahnhofsklo sollte er etwas unauffälliger agieren.

Es gibt durchaus Gifte, die nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar sind, z. B. eine Überdosis Insulin. Das weiß sogar ich, erst recht sollte das ein Pathologe wissen.

Ich vermute auch, dass Helen so gefügig gemacht wurde. Eine Klaustrophobie kann man nicht mit einem Bierchen wegtrinken.

Offline Büchermanfred

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #24 am: 09. März 2012, 10:56:57 »
Hallo,

da muss ich kurz was richtig stellen: Ich habe den Glauser noch nicht bekommen. Richtig ist: Ich war im letzten Jahr mit Ölspur für den Preis nominiert ("Bestes Debut") und bin auch dieses Jahr mit Mörderische Fracht nominiert in der Sparte "Bester Roman". Aber, wie der Name schon sagt, nominiert heißt nicht gewonnen. Das entscheidet sich am 28. April. Falls euch Ölspur gefallen sollte, hätte ich allerdings gegen ein paar gut gedrückte Daumen nichts einzuwenden.  ;)

 :wahrsager: :daumen: :daumen: ;)

Offline foenig

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Re: # 01 - Anfang bis Seite 86 (einschließlich Kapitel 12)
« Antwort #25 am: 30. März 2012, 08:50:19 »
So, nun auch von mir endlich mal ein paar abschließende Kommentare...

Prolog:

Toll! Ich mag solche plötzlichen Einstiege, die spannend sind und bei denen man noch nicht weiß, um was genau es geht und wie man in solch eine Lage geraten ist. Bei mir wurde das Ziel erreicht, ich war neugierig und musste direkt weiterlesen.

Von der Beschreibung her erinnert sie mich ein bisschen an Lisbeth Salander, das kann aber auch an den Äußerlichkeiten liegen, hoffentlich ist sie ähnlich tough  ;)
Ich musste auch an die Millenium-Triologie denken. Anna hat mich ein wenig an Salander erinnert. Zunächst habe ich einen Abklatsch befürchtet, aber mein erster Eindruck von Anna veränderte sich dann doch noch. Sie hat doch nicht allzu viele Gemeinsamkeiten mit Salander.

Nyström:
Ich habe ihn nicht als typischen Ex gesehen. So wie ich Helens und Nyströms Beziehung verstanden habe, haben sie sich nicht aus fehlender Liebe getrennt, sondern weil keiner in seinem Beruf zurückstecken wollte. Beide Berufe waren aber nicht kompatibel mit einer gemeinsamen Beziehung. Daher bin ich davon ausgegangen, dass die beiden eine tiefe Freundschaft mit vielen Gefühlen verbindet und wenn sich Helen egal mit welchem Medium nicht meldet, dann finde ich Nyströms Reaktion verständlich. Wahrscheinlich ist er auch ganz froh einen Vorwand gefunden zu haben, sie  mal wieder zu besuchen.

Mir gefällt die Wahl des Ich-Erzählers. Auf diese Weise kann man an Thomas Gedanken teilhaben und selbst miträtseln. Außerdem ist er selbst kein Ermittler der Polizei, sondern ein „stinknormaler“ Mensch von nebenan, dessen Leben eine unfreiwillige 180°-Drehung macht. Ich bin gespannt, wie er damit umgeht.

Geldorf:
Mir ist beim alleinigen Lesen gar nichts Seltsames bei Geldorf aufgefallen. Ich fand ihn einfach unsympathisch. Erst aufgrund eurer Kommentare und blättern im Buch habe ich noch mal über sein Verhalten nachgedacht.

Desweiteren verlagert sich die Handlung der Ölspur-Trilogie von Band zu Band nach Norden,
Ohje, da habe ich mich mal wieder nicht genug vorher informiert. Ich wusste gar nicht, dass es sich um eine Trilogie handelt und nicht um ein einzelnes Buch. Ich bin doch immer so schnell gefährdet von Reihen, weil ich immer unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. ;)

Oh ja und vor allem der sozialkritische Aspekt wird hier wohl noch eine große Rolle spielen! Das Thema der Ölpest finde ich sehr interessant,
[...]
Neu für mich war, dass sie Säuberung der Vögel keinen Erfolg verspricht. Ich finde die Bilder von Greenpeace sind nach diesen Tragödien immer die einzigen Lichtblicke.  :(
Mich hat genau dieses Thema der Ölpest an diesen Roman interressiert. Ich war gespannt, wie dieses Thema in die Unterhaltungsliteratur eingebunden wird.
Die eher sinnlose Säuberung der Vögel war mir auch neu und hat mich geschockt. Das zeigt noch mehr, wie hilflos man ist, bei solchen Katastrophen. Also muss man viel mehr unternehmen, damit es gar nicht erst zu solchen Katastrophen kommt.

@Lukas:
Auch von mir ein paar feste Daumendrücker!!!