Autor Thema: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)  (Gelesen 1313 mal)

Offline SheRaven

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #15 am: 13. Dezember 2011, 09:37:25 »

Eines frage ich mich die ganze Zeit: wo verrichten die Obdachlosen Mädchen ihre Notdurft? Am Bahnhof wird es öffentliche Toiletten geben, aber wenn sie im Rohbau sind? Das ist so ein Tick von mir. Immer wenn Protagonisten seit Stunden nicht gepinkelt haben (und die wenigsten Autoren lassen uns das wissen) und meiner Ansicht nach gar kein geeigneter Ort dafür in der Nähe ist, fragt ein Männchen in meinem Kopf "Wo könnte der jetzt überhaupt mal Pipi machen, wenn er müsste?" Bin ich alleine mit diesem Tick? Oder kann ich mich einer Selbsthilfegruppe anschließen?  ;D Aber gut. Wir müssen ja nicht alles ganz genau wissen.

Als Tick würde ich es zwar nicht bezeichnen, aber ich stelle mir diese rein praktischen Fragen auch schon mal.  ;D
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Lucie

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #16 am: 13. Dezember 2011, 10:57:26 »

Eines frage ich mich die ganze Zeit: wo verrichten die Obdachlosen Mädchen ihre Notdurft? Am Bahnhof wird es öffentliche Toiletten geben, aber wenn sie im Rohbau sind? Das ist so ein Tick von mir. Immer wenn Protagonisten seit Stunden nicht gepinkelt haben (und die wenigsten Autoren lassen uns das wissen) und meiner Ansicht nach gar kein geeigneter Ort dafür in der Nähe ist, fragt ein Männchen in meinem Kopf "Wo könnte der jetzt überhaupt mal Pipi machen, wenn er müsste?" Bin ich alleine mit diesem Tick? Oder kann ich mich einer Selbsthilfegruppe anschließen?  ;D Aber gut. Wir müssen ja nicht alles ganz genau wissen.

Als Tick würde ich es zwar nicht bezeichnen, aber ich stelle mir diese rein praktischen Fragen auch schon mal.  ;D

Sehr aufmerksame Frage.
Tatsächlich gab es die Baustelle, auf der sich die Mädchen aufhalten, zu dem Zeitpunkt in Bochum wirklich.
Auch an dem Ort, an dem ich es beschrieben habe, in der Nähe des Stadtparks.
Ich hatte mir vorgestellt, dass sie sich nach draußen hinter einen der Haufen mit Baumaterialien begeben.
Ich hoffe zumindest, dass sie nicht aus Bequemlichkeit in das nächste, halbfertige Zimmer hinübergehen  :o
Tatsächlich habe ich den direkten Vorgang des Pinkelns nicht näher beschrieben  :(. Mal sehen, ob ich das im nächsten Buch besser berücksichtigen kann. 
Lucie
2008: DER 13. BRIEF (Grafit)
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2011: FLIEGE MACHEN (Grafit)
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2013: DAS FÜNFTE FOTO (Grafit)

Offline apassionata

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #17 am: 13. Dezember 2011, 11:04:03 »

Eines frage ich mich die ganze Zeit: wo verrichten die Obdachlosen Mädchen ihre Notdurft? Am Bahnhof wird es öffentliche Toiletten geben, aber wenn sie im Rohbau sind? Das ist so ein Tick von mir. Immer wenn Protagonisten seit Stunden nicht gepinkelt haben (und die wenigsten Autoren lassen uns das wissen) und meiner Ansicht nach gar kein geeigneter Ort dafür in der Nähe ist, fragt ein Männchen in meinem Kopf "Wo könnte der jetzt überhaupt mal Pipi machen, wenn er müsste?" Bin ich alleine mit diesem Tick? Oder kann ich mich einer Selbsthilfegruppe anschließen?  ;D Aber gut. Wir müssen ja nicht alles ganz genau wissen.

Als Tick würde ich es zwar nicht bezeichnen, aber ich stelle mir diese rein praktischen Fragen auch schon mal.  ;D

Sehr aufmerksame Frage.
Tatsächlich gab es die Baustelle, auf der sich die Mädchen aufhalten, zu dem Zeitpunkt in Bochum wirklich.
Auch an dem Ort, an dem ich es beschrieben habe, in der Nähe des Stadtparks.
Ich hatte mir vorgestellt, dass sie sich nach draußen hinter einen der Haufen mit Baumaterialien begeben.
Ich hoffe zumindest, dass sie nicht aus Bequemlichkeit in das nächste, halbfertige Zimmer hinübergehen  :o
Tatsächlich habe ich den direkten Vorgang des Pinkelns nicht näher beschrieben  :(. Mal sehen, ob ich das im nächsten Buch besser berücksichtigen kann. 
Lucie

Ich habe mir hier nun wirklich keine näheren Gedanken gemacht. Für mich gingen die Mädels einfach in der Pampa, leicht abseits der Gebäude.  ;D
Bei einer ellenlangen Flucht würde es mich aber auch stören, wenn so etwas nicht auf logische Weise geklärt würde. Hier aber gibt es doch selbstsprechende Möglichkeiten zu Hauf.
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Spatzi79

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #18 am: 13. Dezember 2011, 11:09:06 »
Hier aber gibt es doch selbstsprechende Möglichkeiten zu Hauf.

 ;D

Offline roulade

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #19 am: 13. Dezember 2011, 11:20:02 »
Mal sehen, ob ich das im nächsten Buch besser berücksichtigen kann. 
Lucie

Oh! Danke! Wenn du das tust kann ich mich damit brüsten, am Entstehungsprozess beteiligt gewesen zu sein!  ;D

Hier aber gibt es doch selbstsprechende Möglichkeiten zu Hauf.

 ;D

Das stimmt auch wieder. Dieser Roman ist eigentlich nicht das beste Beispiel für Helden ohne menschliche Bedürfnisse. Ich musste nur meinen Tick outen.  :-[


Offline apassionata

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #20 am: 13. Dezember 2011, 11:34:51 »
Hier aber gibt es doch selbstsprechende Möglichkeiten zu Hauf.

 ;D

 :-[  ok, zuhauf.
Aber so konnte ich wenigstens erheitern.  :P  ;D

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline lesegrete

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #21 am: 13. Dezember 2011, 16:23:01 »
Sorry, dass ich so hinter euch her zottele. Es liegt nicht am Buch sondern an meiner Situation: Es ist nicht nur Vorweihnachtszeit, wir haben außerdem noch eine Baustelle im Haus, die bis Weihnachten erledigt sein soll....

Über das Schicksal Flieges brauchen wir nicht weiter zu spekulieren: Spurensicherung, Polizei sind eindeutige Hinweise, dass Fliege tot aufgefunden wurde. Ich gehe davon aus, dass er getötet wurde. Damit wird Lilas Fall zu einer Mordermittlung, denn auf keinen Fall wird Lila den Fall aufgeben, schließlich will sie Detektivin werden und sie will sich als Danners ebenbürtige Partnerin erweisen.

Das und eine festere Beziehung zu dem bindungsunwilligen Danner  ist zumindest ihre Zukunftsplanung und ich drücke  die Daumen, dass Lila endlich irgendwo ankommen darf. Selbst wenn die Beziehung zu Danner scheitern sollte, setze ich fest auf Molle: er wird Lila auf keinen Fall gehen lassen.

Lilas persönliche Geschichte, von der wir in diesem Abschnitt einiges erfahren, ist, wenn auch locker-flockig erzählt, schwerer Tobak. Der Vater, ein brutaler Oberstaatsanwalt, hat sie buchstäblich auf die Straße geprügelt. Die Mutter wird als „ein mit Haut überzogenes Skelett“ beschrieben. Ein Bild, das einiges erzählt über ihren Selbsthass, ihre strenge Selbstdisziplin und ihren Umgang mit sich selbst.
Auch Lila hat immer noch diese Härte sich selbst gegenüber. Der Satz
Zitat
Es war ja nicht so, dass ich neuerdings besonders an meinem Leben hing...
S. 99
spiegelt ihren seelischen Zustand und ließ mich erst einmal schlucken.

Lila passt damit hervorragend in ihre neue „Wohngemeinschaft“ der Straßenmädchen, denn alle haben ähnliche Schicksale wie sie. So leben sie in einer Zufallsgemeinschaft mehr neben- als miteinander. Ihre Freiheit hat einen hohen Preis: ein hartes Leben auf der „Platte“, Einsamkeit...  Engels Wunsch nach einer beständigen Beziehung ist verständlich, aber ein Baby, um die eigene seelische Bedürftigkeit zu stillen, dürfte kaum der richtige Weg sein.
Ich finde das Miieu, der seelische Zustand der Straßenkids ist sehr sensibel, einfühlsam und realistisch dargestellt.

Ich frage mich, was der Streetworker Hagen von Engel möchte. Immerhin möchte er ihr sogar seine Gästewohnung zur Verfügung stellen. Ich glaube nicht, dass Hagen ein sexuelles Interesse an Engel hat.... Ich könnte mir eher vorstellen, dass er es auf das Baby abgesehen hat. Er lebt mit seiner „Alten“ zusammen, von Kindern ist nicht die Rede. Spekuliert Hagen hier auf eine Pflegschaft oder Adoption?

Danner klärt fast nebenbei den „Handy-Fall“ auf oder glaubt ihn zumindest für geklärt.
Ich gehe davon aus, dass wir von  Frau Müller-Wunks Handy noch hören werden.
Mich wundert, dass die Polizei dieser Diebesbande nicht ohne Danner auf die Schliche gekommen ist und kann nur hoffen, dass so schlechte Polizeiarbeit nicht an der Tagesordnung ist.
Das treffende Verb „ebayisieren“ habe ich noch nie gehört, werde ich aber sofort in meinem Wortschatz einführen. Ist das eine Erfindung von dir, Lucie?

Es gibt gute Nachrichten über Mücke! Lila findet endlich auch nette Namen für ihn: Raumdufterfrischer , Alaska frisch Fellträger lässt mich für ihre Beziehung zu diesem Fellbündel hoffen. ;)

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Offline lesegrete

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #22 am: 13. Dezember 2011, 16:35:57 »
Na, dieser Leseabschnitt endet ja mit einer erstaunlichen Information! Fliege ist der Erzeuger von Engels / Ninas ungeborenem Kind. Wie wir von Sozialarbeiter Hagen Komischer-Doppelname wissen, war sie bei der Zeugung erst 14. Und Fliege ist lange erwachsen. Somit könnte der Grund für sein Verschwinden (und, wie es aussieht, für seinen Tod) auch in dieser Schwangerschaft liegen.
Als Täter käme dann Kevin/Bohne in Frage, der als ehemaliger "Macker" von Engel nicht gut auf Fliege zu sprechen ist und sowieso zu extremen Agressionen neigt.

Ich habe eher ein fürsorgliches Bild von Fliege und kann mir nicht vorstellen, dass er sich  wegen der Schwangerschaft abgesetzt hat. Vielleicht wusste er nicht einmal, dass er der Vater ist?

Bohne hat ein starkes Motiv für dem Mord an Fliege, so viel ist klar.



Der Handy-Fall ist also gelöst. Tja, schien letztendlich dann doch nur eine kleine Ablenkung zur Einleitung zu sein.  ;D

Daran glaube ich nicht wirklich....  ;)


Dass "Fliege machen" abhauen bedeutet, ist wohl nicht das Ei des Kolumbus. Hmm... ob es gar nicht (der echte) Fliege ist, der im Stadtpark gefunden wurde?

Tja, die Bedeutung werden wir wohl erst am Ende des Buches verstehen.  ???
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Offline roulade

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #23 am: 13. Dezember 2011, 17:13:08 »

Ich habe eher ein fürsorgliches Bild von Fliege und kann mir nicht vorstellen, dass er sich  wegen der Schwangerschaft abgesetzt hat. Vielleicht wusste er nicht einmal, dass er der Vater ist?

Er wird als fürsorglich beschrieben, und bis jetzt macht er keinen komplett unsympathischen Eindruck auf mich. Wäre da nicht eines: Nennt mich konservativ, aber ein ca. 50-jähriger, der mit einer 14-jährigen Sex hat sprengt meine Toleranzgrenzen...

Bohne hat ein starkes Motiv für dem Mord an Fliege, so viel ist klar.

Ich wette aber, dass uns Bohne nicht als Täter am Ende vorgesetzt wird. Lucie war bis jetzt immer für eine Überraschung gut... ;)




Offline apassionata

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Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #24 am: 13. Dezember 2011, 17:40:48 »

Ich habe eher ein fürsorgliches Bild von Fliege und kann mir nicht vorstellen, dass er sich  wegen der Schwangerschaft abgesetzt hat. Vielleicht wusste er nicht einmal, dass er der Vater ist?

Er wird als fürsorglich beschrieben, und bis jetzt macht er keinen komplett unsympathischen Eindruck auf mich. Wäre da nicht eines: Nennt mich konservativ, aber ein ca. 50-jähriger, der mit einer 14-jährigen Sex hat sprengt meine Toleranzgrenzen...

Genau dies macht mir auch noch zu schaffen. Es widerspricht eigentlich all seinem sonstigen (fürsorglichen) Tun.
Konservativ hin oder her. Aber das Ausnützen von Minderjährigen jeglicher Art ist ganz sicher nicht entschuldbar. Selbst wenn Engel ihn sozusagen selbst dazu genötigt haben sollte.


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