Autor Thema: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)  (Gelesen 1273 mal)

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3892
02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« am: 08. Dezember 2011, 23:34:21 »
Hier könnt Ihr von Seite 64 bis 130 schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline SheRaven

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 916
  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #1 am: 10. Dezember 2011, 21:11:54 »
Na, dieser Leseabschnitt endet ja mit einer erstaunlichen Information! Fliege ist der Erzeuger von Engels / Ninas ungeborenem Kind. Wie wir von Sozialarbeiter Hagen Komischer-Doppelname wissen, war sie bei der Zeugung erst 14. Und Fliege ist lange erwachsen. Somit könnte der Grund für sein Verschwinden (und, wie es aussieht, für seinen Tod) auch in dieser Schwangerschaft liegen.
Als Täter käme dann Kevin/Bohne in Frage, der als ehemaliger "Macker" von Engel nicht gut auf Fliege zu sprechen ist und sowieso zu extremen Agressionen neigt.

Aber auch Sozialarbeitger Hagen Komischer-Doppelname scheint mir nicht ganz kosher zu sein. Ein paar Seiten vorher wäre er auch für mich ein heißer Anwärter auf die Vaterschaft gewesen, aber dass er es nicht ist, heißt ja nicht, dass er es nicht versucht hat und Engels Situation ausnutzen will.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass Hagen es tatsächlich gut mit Engel meint und die vertraut wirkenden Umarmungen keinen sexuellen Grund haben, sondern einen väterlichen. Vielleicht ist er der / ein Ex-Freund der Mutter?
Denn es ist ja schon ziemlich seltsam, das er Engel anbietet, bei ihm und seiner "Alten" zu wohnen.

Ziemlich nahegehend fand ich die ganzen Beschreibungen der Situation der Straßenkinder. Der Dreck, die äußere und emotionale Kälte, mit der sie sich umgeben (müssen), die hochschwangere Engel/Nina, die das Kind nur haben will, damit sie jemanden für sich allein hat.
Vor allem die Nächte auf der Baustelle fand ich bedrückend. Das alles gepaart mit Alkohol und anderen Drogen... puhh...


Ganz anderes geht es mir mit Lila und Danner. Da habe ich ein gutes Gefühl, dass es etwas richtig ernstes wird. Lila zweifelt zwar noch sehr daran, aber sie denkt in Bezug auf Danner schon ein bisschen an Liebe (Ild und Hdl - das war soo süß). Und ich habe den Eindruck, dass es Danner ähnlich geht. Aber beide sagen dem anderen erst mal nichts davon, denn sie können sich gegenseitig noch nicht richtig einschätzen. Danner hatte seit ewigen Zeiten keine richtige Beziehung mehr, sondern nur Kurzzeit-Geliebte und Lila hält nicht nur sich selbst für beziehungsunfähig. Aber... ich weiß es besser!  ;D
Und, liebe Lucie, wenn du da anderer Meinung sein solltest, müssen wir beide mal ein ernstes Wort miteinander reden!   :haue:    ;)
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Lucie

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 139
    • lucieflebbe.de
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #2 am: 11. Dezember 2011, 09:58:16 »
Ganz anderes geht es mir mit Lila und Danner. Da habe ich ein gutes Gefühl, dass es etwas richtig ernstes wird.
Und, liebe Lucie, wenn du da anderer Meinung sein solltest, müssen wir beide mal ein ernstes Wort miteinander reden!   :haue:    ;)

Ja, ich bin auch gespannt, ob die beiden es miteinander geregelt kriegen.
Leider kann ich als Autorin es nicht ändern, wenn sich meine Figuren zu dusselig anstellen. :-\
Aber weil die beiden im Allgemeinen ja recht clever sind, habe ich zumindest Hoffnung.
Genau weiß ich es leider auch erst, wenn ich weiterschreibe  ;D
Lieben Gruß,
Lucie
2008: DER 13. BRIEF (Grafit)
2010: HÄMATOM (Grafit)
2011: FLIEGE MACHEN (Grafit)
2012: 77 TAGE (Grafit)
2013: DAS FÜNFTE FOTO (Grafit)

Offline SheRaven

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 916
  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #3 am: 11. Dezember 2011, 11:55:42 »

Leider kann ich als Autorin es nicht ändern, wenn sich meine Figuren zu dusselig anstellen. :-\
Aber weil die beiden im Allgemeinen ja recht clever sind, habe ich zumindest Hoffnung.

Liebe Lucie,
zeig ihnen, wer der Boss ist!   8)
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Spatzi79

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2379
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #4 am: 11. Dezember 2011, 16:38:50 »
Puh, das Leben auf der Straße ist ganz schön hart - da kann Fliege romantisieren, soviel er will. Erstaunlich, dass Engel noch an so was glaubt.
Nicht, dass es mich je gereizt hätte, eine Nacht bei Minusgraden irgendwo draußen zu verbringen, aber spätestens nachdem ich einmal irgendwo in Bier festgefroren wäre, wäre mir klargeworden, dass das gar nicht romantisch ist.

Und sich ein Kind machen zu lassen, damit man irgendjemanden hat, der einen liebhat - das ist so traurig! Aber auch so dumm  :o

Dass Fliege der Vater sein könnte, hab ich nun wirklich nicht vermutet, ich hatte da eher einen älteren Kerl vor Augen, so 50+
Und Engel ist erst 14/15, das ist ja fürchterlich...

Der Krötenretter ist mir auch gar nicht sympathisch. Was wohl seine Frau davon hält, dass er sich so intensiv um weibliche Jugendliche auf der Straße kümmert? Und natürlich lieber um die Hübschen, zumindest hab ich bisher nicht bemerkt, dass ihm Dicke auch so viel Aufmerksamkeit wert wäre

Danner und Lila sind einfach herzig!
Ich hoffe doch sehr, dass die beiden schlau genug sind, zu erkennen was sie aneinander haben!

Offline Lucie

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 139
    • lucieflebbe.de
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #5 am: 11. Dezember 2011, 16:49:17 »
Dass Fliege der Vater sein könnte, hab ich nun wirklich nicht vermutet, ich hatte da eher einen älteren Kerl vor Augen, so 50+

Den hast du richtig vor Augen.
Er ist fast fünfzig, wirkt aber durch die Spuren des Lebens auf der Straße eher älter.
So jedenfalls hab ich ihn mir beim Schreiben vorgestellt.
Lieben Gruß,
Lucie
2008: DER 13. BRIEF (Grafit)
2010: HÄMATOM (Grafit)
2011: FLIEGE MACHEN (Grafit)
2012: 77 TAGE (Grafit)
2013: DAS FÜNFTE FOTO (Grafit)

Offline Spatzi79

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2379
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #6 am: 11. Dezember 2011, 16:55:45 »
Also Bohne wäre ja auch kein Traumvater, aber dass so ein alter Sack *sorry* mit einer 14jährigen... brrrr, das ist ja noch gruseliger  :o
Wieso hat sie das nur gemacht? Nur weil er nett zu ihr war?
Oder hat Lila das falsch verstanden und Fliege ist gar nicht der Kindsvater?

Ich muss wohl weiterlesen  ;)

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #7 am: 11. Dezember 2011, 17:22:48 »
Hallo zusammen.

Die Geschichte macht sich auch weiterhin sehr gut. So langsam finde ich es richtig spannend, gemeinsam mit Lila in die Rolle einer Obdachlosen zu schlüpfen. Beängstigend was die Kiddies da alles aushalten müssen. Schon sehr traurig, wenn man bedenkt, dass es sehr vielen gerade auch jetzt in diesem Augenblick so ergehen mag. Hier hat mich natürlich Engels Wunsch nach einem Kind aus Einsamkeit sehr, sehr traurig gemacht. Wie verzweifelt muss sie denn sein, um solch eichen Schritt zu tun?  :o
Und dann ausgerechnet noch mit einem so viel älteren Mann, der eigentlich gerade in solchen Situationen doch eine Mindestportion an Verantwortungsgefühl haben sollte.  :(
Die Beschreibungen, rund um die "Unterkünfte" und Möglichkeiten für die obdachlosen Jugendlichen, kamen bei mir richtig gut herüber. Auch die Szenen mit dem Winterbus fand ich richtig gut. Wie Lila sich zu Beginn den Mädchen genähert hat und ihre Beziehungen ausweitete, konnte mich ebenso überzeugen. Sie macht ihre Sache doch richtig gut.

Aber ich hatte ja auch erst den Streetworker in Verdacht. Komischer Typ irgendwie. Der ist aber doch auch nicht ganz sauber, will ich meinen. Lilas Gesicht als sie Danner bei diesem Streetworker Hagen im Büro sitzen sah, habe ich richtig schön vor mir sehen können.  ;D Irgendwie hat sie mir ja schon auch ein wenig leid getan. Schließlich wäre sie doch so gerne der zweite Namen auf dem Türschild gewesen beziehungsweise die Frau an Danners Seite. Aber ich glaube, auch wenn beide schon etwas in die richtige Richtung spüren, so muss das Ganze wohl erst noch ein bisschen reifen. Gut für uns, denn so ist bestimmt noch die eine oder andere tolle Situation zwischen den beiden vorprogrammiert.  ;D

Der Handy-Fall ist also gelöst. Tja, schien letztendlich dann doch nur eine kleine Ablenkung zur Einleitung zu sein.  ;D

Süß finde ich ja nicht nur die Kabbeleien zwischen Danner und Lila. Nein, auch der stets um Lila besorgte "Superpapi" Staschek, kommt sehr süß bei mir herüber. Er weiß bestimmt nicht, wer Lilas Vater ist, oder? Es sind die kleinen Handgriffe zwischen diesem Vierergestirn Danner - Lila - Staschek  - Molle, die so manche Passagen hier sehr liebenswürdig herüber sprudeln lassen.

Ob Kevin jetzt auch der Meinung ist, er würde Vater? Oder wäre diese Lösung doch nun zu einfach, er hätte Fliege umgebracht? Hat unser Engelchen vielleicht allen möglichen Leuten gleichzeitig die Möglichkeit einer Vaterschaft untergejubelt? Auch Hagen? Das wäre ja dann schon grob fahrlässig. Hm... da hilft wohl nur eins...  :lesen:  Leider werde ich heute Abend nicht mehr weit kommen. Mist, wo es doch gerade so schön spannend ist.

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #8 am: 11. Dezember 2011, 17:30:38 »
Na, dieser Leseabschnitt endet ja mit einer erstaunlichen Information! Fliege ist der Erzeuger von Engels / Ninas ungeborenem Kind.

Da war ich auch erstmal platt. Zu Flieges Hintergrund würde ich eigentlich auch noch gerne ein bisschen was erfahren. Er scheint eine nicht ganz gängige Vergangenheit zu haben. So wie er denkt und eingestellt ist. Es scheint mir ja fast, als ob er dieses Obdachlosenleben freiwillig gewählt hat. Zudem kennt er sich noch erschreckend gut aus. Es wird immer wieder im Text betont, er sei clever und weiß zu helfen. Da muss doch noch was dahinter stecken.

Also Bohne wäre ja auch kein Traumvater, aber dass so ein alter Sack *sorry* mit einer 14jährigen... brrrr, das ist ja noch gruseliger  :o
Wieso hat sie das nur gemacht? Nur weil er nett zu ihr war?
Oder hat Lila das falsch verstanden und Fliege ist gar nicht der Kindsvater?

Ich habe da irgendwie kein gutes Gefühl. So wie sich der
Streetworker und Kevin verhalten, kommt es mir fast schon so vor, als ob unser Engel hier allen dreien das selbe beziehungsweise das jeweilige über die Vaterschaft erzählt haben könnte. Aber ich lasse mich da gerne überraschen.


Leider kann ich als Autorin es nicht ändern, wenn sich meine Figuren zu dusselig anstellen. :-\
Aber weil die beiden im Allgemeinen ja recht clever sind, habe ich zumindest Hoffnung.

Liebe Lucie,
zeig ihnen, wer der Boss ist!   8)

Ja Lucie... zeig ihnen wozu sie geboren wurden.  :D
Aber lass ihnen noch genügend Zeit, denn es ist gerade so wunderbar herzig zwischen den beiden mit all ihren provokanten Kabbeleien.  ;D



"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3892
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #9 am: 11. Dezember 2011, 19:09:23 »
Hallo zusammen,

huch, mit Fliege als Vater von Engels Kind habe ich nun gar nicht gerechnet! Die Überraschung ist gelungen!


Also Bohne wäre ja auch kein Traumvater, aber dass so ein alter Sack *sorry* mit einer 14jährigen... brrrr, das ist ja noch gruseliger  :o
Wieso hat sie das nur gemacht? Nur weil er nett zu ihr war?
Oder hat Lila das falsch verstanden und Fliege ist gar nicht der Kindsvater?

Ich habe da irgendwie kein gutes Gefühl. So wie sich der
Streetworker und Kevin verhalten, kommt es mir fast schon so vor, als ob unser Engel hier allen dreien das selbe beziehungsweise das jeweilige über die Vaterschaft erzählt haben könnte. Aber ich lasse mich da gerne überraschen.

Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht habe, habe ich mir auch überlegt, dass das ja nicht die Wahrheit sein muss, nur weil Engel der Dicken das so erzählt haben mag. Wenn wirklich mehrere Väter in Frage kommen sollten, dann kann man natürlich auch erzählen, was gerade passt. Puhhh, ich will gar nicht darüber nachdenken, dass das junge Mädchen mit dem alten Penner was gehabt haben soll, aber genauso wenig mag ich mir vorstellen, dass sie mit Hagen ein Kind haben könnte. Wenn sie es aber natürlich darauf angelegt hat, ein Kind zu bekommen, um nicht mehr alleine zu sein (Puh, da kamen mir fast die Tränen ... ), dann ist die Wahl des Partners wohl eher zweitrangig gewesen. Aber wie schrecklich, dass sie nun, wo sie doch das Kind erwartet, sich dann doch so "abweisend" dagegen verhält. Der Wunsch, jemanden zu haben und die Realität, dafür dann auch Verantwortung zu übernehmen, das überfordert das Mädchen total.

Überhaupt fand ich die ganzen Szenen mit den Obdachlosen total traurig. Wie schrecklich, so leben zu müssen  :( Der Winterbus mit seinem heißen Tee wirkte wie eine Oase nach der ganzen Kälte und Aussichtslosigkeit. Die Szenen wirkten auf mich sehr bedrückend und real. Lucie, wie hast du dafür recherchiert, um das so beschreiben zu können?

Ich finde es sehr gelungen, wie die ernsthaften Szenen sich zwischen all dem Humor und dem eher lockeren Stil hier einfügen. Ebenso die ernsten Momente, in denen Lila darüber nachdenkt, wie schnell sie selbst auf der Straße hätte leben oder wird wieder leben können. Ihre Erinnerungen an den prügelnden Vater, etc. . Beides macht Lila aus, ohne sich auszuschließen, zumindest fühlt es sich so an. Man kann über ihre Schnodderigkeit und ihr Gekabbel mit Danner lachen und über ihre Respeklosigkeit und ihre lustige Sicht auf viele Dinge, aber man kann auch sehr gut mit ihr mitfühlen, wenn sie einen in ihr Inneres schauen lässt. Das gefällt mir richtig gut.

Apropos prügelnder Vater: das war jetzt natürlich für Lila ein Schock, dass der Sozialarbeiter nun die Vermisstenanzeige von ihr vorliegen hatte, nachdem sie sich bisher erfolgreich vor ihrer Familie versteckt hatte. Damit hat sie offensichtlich nicht gerechnet. Ich bin gespannt, ob die Sache nun einen weiteren Verlauf nehmen wird.

Nein, auch der stets um Lila besorgte "Superpapi" Staschek, kommt sehr süß bei mir herüber. Er weiß bestimmt nicht, wer Lilas Vater ist, oder? Es sind die kleinen Handgriffe zwischen diesem Vierergestirn Danner - Lila - Staschek  - Molle, die so manche Passagen hier sehr liebenswürdig herüber sprudeln lassen.

Ja, Staschek finde ich auch klasse. Der stirbt sicher mal an Bluthochdruck oder Herzinfarkt.  ;) Manchmal kommt er mir so vor, als würde er Lila am liebsten adoptieren, um sie ganz legal "erziehen" zu dürfen.  ;D  Du hast jedenfalls sehr Recht: gerade das Gespann der Vier bringt immer wieder so amüsante Dialoge und gibt einem das Gefühl, es wäre eine Familie (mit Molle als Mama  ;D )

Ja, der Handy-Fall ist also gelöst. Da hat Danner punkten können. Ich gebe trotzdem Lila noch nicht auf. Am Ende löst sie vielleicht doch das entscheidende Rätsel um Fliege und bekommt doch noch ihren Namen auf das Schild. Und wenn nicht, dann eben im nächsten Fall! Den Triumph würde ich ihr einfach gerne gönnen.

P.S. Den Namen Hagen Borze-Filzhut finde ich klasse.  :D   
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline SheRaven

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 916
  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #10 am: 11. Dezember 2011, 20:51:02 »

Der Handy-Fall ist also gelöst. Tja, schien letztendlich dann doch nur eine kleine Ablenkung zur Einleitung zu sein.  ;D


Hm, wurde nicht extra erwähnt, dass das rote Handy nicht gefunden wurde? Nur die Dinge aus Erzieherin Doros Wohnung und ein paar andere Sachen. Aber das Handy??
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Lucie

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 139
    • lucieflebbe.de
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #11 am: 11. Dezember 2011, 21:00:05 »
Überhaupt fand ich die ganzen Szenen mit den Obdachlosen total traurig. Wie schrecklich, so leben zu müssen  :( Der Winterbus mit seinem heißen Tee wirkte wie eine Oase nach der ganzen Kälte und Aussichtslosigkeit. Die Szenen wirkten auf mich sehr bedrückend und real. Lucie, wie hast du dafür recherchiert, um das so beschreiben zu können?

Mosaikarbeit. Ich habe ja über ein Jahr lang alles über das Thema Wohnungslosigkeit gesammelt, was ich finden konnte. Ich habe an den Schauplätzen in Bochum recherchiert (im Winter), mir Obdachlosenunterkünfte und Treffpunkte angesehen, mich bei der Tafel angestellt, und Abonnentin der Straßenzeitung bodo war ich schon vorher  :).
Aber auch unserer beschauliches Heimatstädtchen Pyrmont habe ich mit offenen Augen betrachtet.
Ich wollte nicht nur das schwierige Leben auf der Straße beschreiben, sondern auch die vielen, vielen Menschen nicht vergessen, die oft ehrenamtlich Hilfe anbieten.
Die fiktiven Figuren mit ihren eigenen Geschichten vor diesem Hintergrund handeln zu lassen, war dann meine kreative Aufgabe als Autorin.
Denn ich wollte ja einen fesselnden und unterhaltsamen Krimi schreiben, kein Sachbuch über die Situation der Wohnunglosen.
LG, Lucie   
2008: DER 13. BRIEF (Grafit)
2010: HÄMATOM (Grafit)
2011: FLIEGE MACHEN (Grafit)
2012: 77 TAGE (Grafit)
2013: DAS FÜNFTE FOTO (Grafit)

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #12 am: 11. Dezember 2011, 21:58:22 »

Der Handy-Fall ist also gelöst. Tja, schien letztendlich dann doch nur eine kleine Ablenkung zur Einleitung zu sein.  ;D


Hm, wurde nicht extra erwähnt, dass das rote Handy nicht gefunden wurde? Nur die Dinge aus Erzieherin Doros Wohnung und ein paar andere Sachen. Aber das Handy??

Ja, klar. Aber der Satz "Der Handy-Fall ist gelöst", stammt zumindest von Danner selbst. S.107  ;)
Du meinst, da kommt noch was? Hm, vielleicht. Hatte jetzt nur das Gefühl Danner hat hier schon losgelassen, da er ja auch sagte, das rote Handy sei sicher schon längst verebayt. Aber wer weiß...
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Heimfinderin

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3892
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #13 am: 12. Dezember 2011, 11:38:28 »
Die fiktiven Figuren mit ihren eigenen Geschichten vor diesem Hintergrund handeln zu lassen, war dann meine kreative Aufgabe als Autorin.
Denn ich wollte ja einen fesselnden und unterhaltsamen Krimi schreiben, kein Sachbuch über die Situation der Wohnunglosen.

Ich finde es gut gelungen. Die schlimme Situation kommt für mich richtig rüber, aber völlig in der Handlung eingebettet.  :)

Hatte jetzt nur das Gefühl Danner hat hier schon losgelassen, da er ja auch sagte, das rote Handy sei sicher schon längst verebayt.

Ich hatte hier auch das Gefühl, der Fall ist für Danner erledigt. Wenn die Leiterin nicht noch ein anderes Problem bekommt, z. B. vielleicht doch noch mit Bildern erpresst wird, werden die beiden wohl auch nicht mehr in den Kindergarten gern, denke ich. Was eigentlich schade ist. Vielleicht sollte ich hoffen, dass da noch eine kleine Sache nachkommt.  ;D
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline roulade

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 110
Re: 02 - Kapitel 12 bis 25 (Seite 64 bis 130)
« Antwort #14 am: 13. Dezember 2011, 00:52:07 »
Hier ist die Milieu-Studie, wie ich es vorher genannt habe deutlich im Vordergrund, aber wie! Puh. Das ist harter Tobak, und wie Heimfinderin schon bemerkt hat, ist der locker-flotte Stil ganz gut mit dem Ernst des Themas Obdachlosigkeit verwoben. Heute habe ich schon die Obdachlosen auf den Straßen mit ganz anderen Augen gesehen. (OT: ich arbeite in einem Spital und sehe seit "Hämatom" die Putzfrauen dort auch mit ganz anderen Augen...)

Dass "Fliege machen" abhauen bedeutet, ist wohl nicht das Ei des Kolumbus. Hmm... ob es gar nicht (der echte) Fliege ist, der im Stadtpark gefunden wurde?

Den Handy-Fall betrachte ich noch nicht als gelöst. Ebayisiert.... Verebayt... Was für schöne neue Wörter auf dem deutschen Sprachmarkt. Vielleicht werden die Sex-Videos doch youtubisiert, wie Danner schon für die Dame befürchtet?

Eines frage ich mich die ganze Zeit: wo verrichten die Obdachlosen Mädchen ihre Notdurft? Am Bahnhof wird es öffentliche Toiletten geben, aber wenn sie im Rohbau sind? Das ist so ein Tick von mir. Immer wenn Protagonisten seit Stunden nicht gepinkelt haben (und die wenigsten Autoren lassen uns das wissen) und meiner Ansicht nach gar kein geeigneter Ort dafür in der Nähe ist, fragt ein Männchen in meinem Kopf "Wo könnte der jetzt überhaupt mal Pipi machen, wenn er müsste?" Bin ich alleine mit diesem Tick? Oder kann ich mich einer Selbsthilfegruppe anschließen?  ;D Aber gut. Wir müssen ja nicht alles ganz genau wissen.