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Die Türme von Taladur

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Bernard:
Wer Mantel und Degen-Geschichten mag, dem wird "Die Türme von Taladur" gefallen. Der sechsbändige Zyklus spielt in Taladur, einer Stadt der feinen Sitten, geprägt vom Stolz der Familias, deren Streittürme das Stadtbild beherrschen. Hinter den Fächern der Damen, auf eleganten Bällen im Teatro und zuweilen auch mit blitzenden Degen werden Intrigen gesponnen und Fehden ausgetragen. Zwar wird selten gezaubert, aber ein Hauch von Magie durchweht diese Fantasy-Geschichte.

"Türme im Nebel" ist der Auftaktband des sechsteiligen Zyklus "Die Türme von Taladur", dessen Redakteur ich bin. Bei der Konzeption haben wir besonderen Wert darauf gelegt, auch Leser, die "Das Schwarze Auge" noch nicht kennen, zu einem Ausflug in das erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Setting einzuladen. Im Zentrum der Handlung stehen die Figuren mit ihrer Liebe, ihrem Sehnen, ihren Ängsten und manchmal auch mit ihrer Tragik. Durch ihre Augen entdeckt der Leser ein Stück von Aventurien, dem Kontinent, an dem seit über fünfundzwanzig Jahren eine große Schar von Fantasy-Liebhabern seine Freude hat.

Die Bände und ihre Autorinnen bzw. Autoren:
Bernard Craw - Türme im Nebel
André Wiesler - Die Last der Türme
Marco Findeisen - Das Spiel der Türme
Eevie Demirtel - Tanz der Türme
Dorothea Bergermann - Türme aus Kristall
Stefan Schweikert - Meister der Türme

Das Projekt hat eine eigene Webseite, die unter http://www.taladur.de/ zu erreichen ist.

Bei "Türme im Nebel" würde es mich mehr noch als bei meinen anderen Veröffentlichungen freuen, es in einer Leserunde vorstellen zu dürfen, um überprüfen zu können, ob es uns gelingt, den Funken der Begeisterung für diese wundervolle Welt überspringen zu lassen.

nimue:
Hallo Bernard,

das klingt sehr interessant! Werde ich ganz sicher im Auge behalten, da ich bisher vom Schwarzen Auge nichts kenne. Ist die Reihe denn auch für Nicht-Rollenspieler geeignet?

Liebe Grüße
nimue

Bernard:
Hallo Nimue,

auf jeden Fall!
"Das Schwarze Auge" ist ein gemeinsamer Hintergrund, der von vielen Autoren für viele Zwecke verwendet wird. Man kennt das vielleicht eher von solchen Projekten wie "Star Trek" - da gibt es eine Fernsehserie, Kinofilme, Computerspiele, Stoffpüppchen, Kinoproduktionen, Comics und eben auch Romane. Bei weitem nicht jeder, der in einem Kinofilm über Spoks trockenen Humor lacht, hat zu Hause auch das Computerspiel installiert oder die Bücher im Regal stehen.
So ist es bei "Das Schware Auge" auch. Es gibt das Rollenspiel mit seinen Regeln, aber diese Regeln braucht man nicht zu kennen, um die Romane genießen zu können. Tatsächlich ist es sogar so, dass die Geschichten, die in den Romanen behandelt wären, für ein Rollenspiel ungeeignet wären und umgekehrt - Dramaturgie und Spielmechanik stellen hier unterschiedliche Anforderungen. Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass ich selbst die aktuellen Regeln nicht mehr kenne - meine aktive Rollenspielzeit endete Anfang der neunziger Jahre.
Bei "Die Türme von Taladur" haben wir speziell darauf geachtet, dass man kein "was bisher geschah" braucht - man muss nichts von dem Kontinent Aventurien wissen, bevor man die erste Seite aufschlägt.

Danke für Dein Interesse,

Bernard

nimue:
Hallo Bernard,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!  8) Noch eine weitere Frage: Sind die Enden jeweils sehr offen?

Liebe Grüße
nimue

Bernard:
Hallo Nimue,

der Zyklus hat mehrere übergreifende Handlungsbögen. Einige ziehen sich vom ersten bis zum sechsten Band durch, andere setzen erst im zweiten ein oder werden im dritten abgeschlossen. So entsteht ein dichtes Geflecht, in dem der Leser immer wieder auf Bekanntes stoßen wird, aber auch Neues entdecken kann und die übergeordnete Geschichte beständig fortschreitet.
Darüber hinaus sind die Autorinnen und Autoren ermuntert, ihren eigenen Stil einzubringen und auch jeweils abgeschlossene Geschichten zu erzählen, die in die Haupthandlung eingebettet sind, aber in dem jeweiligen Roman beginnen und auch enden. Jeder Roman ist also auch etwas Eigenständiges, nicht einfach "nur" ein Kapitel in der übergeordneten Geschichte. Die Autorinnen und Autoren wurden unter anderem danach ausgewählt, dass sie recht unterschiedlich schreiben, und das führt dazu, dass man Taladur aus vielen Blickwinkeln kennenlernen kann. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber wir haben einen Fantasy-Krimi ebenso dabei wie eine Geschichte um einen üblen Despoten, die actiongeladene Fehde mit vielen blitzenden Degenklingen wird einen Roman prägen, eine düstere Verschwörung einen anderen.
"Türme im Nebel", der erste Band, hat insofern eine Sonderstellung, als wir die Leserschaft bei Null abholen wollen (wir wollen ja keine Vorkenntnisse voraussetzen) und deswegen das Setting ausgebreitet wird. Ich habe sozusagen die Ehre, den roten Teppich für die Leserschaft auszurollen, in meinem Buch lernt man die Stadt und viele Figuren kennen, viele Rätsel werden aufgeworfen. Einige kleinere Dinge finden auch ihren Abschluss, aber da das komplette Setting an dieser Stelle noch neu und unvertraut ist, habe ich mich entschieden, keine so große Zusatzhandlung einzubauen, wie das in den Folgebänden jeweils der Fall ist.
Im sechsten Band "Meister der Türme" werden natürlich die Haupthandlungsstränge abgeschlossen, sodass der Zyklus ein befriedigendes Ende findet.

Alles Gute,

Bernard

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