Hallo lieb Leserunde.
Rössler und die Geschichte um scheine Schwester Isabelle… Hm, könnte natürlich auch eine erfundene Geschichte sein, doch für mich passt sie eigentlich ganz gut ins Bild. Wir als Leser und Außenstehende sehen natürlich etwas mehr als Jane/Sibylle. Nicht auszudenken wie es der Armen gehen muss in diesem unaufhörlichen Strudel der Fehlinformationen und Wirrungen.
Hier hat mir der Besuch bei ihrer Freundin Elke richtig gut gefallen. Für mich hat Arno hier exakt die richtige Mischung des Hin - und Hergerissenseins der Freundin dargestellt. Sie ist ja selbst ganz verwirrt, hört aber auch auf ihr Bauchgefühl. Schwierige Situation, das Ganze. Da bin ich echt froh, dass es nur eine Lektüre ist und ich nicht selbst mit drin stecke. Obwohl sich die Geschichte schon so manches Mal so anfühlt, als wäre ich mitten drin.
Dann die Kehrtwende um Rosie. Oh, wie hatte ich mich hier doch am Anfang über eine solch tolle Freundin gefreut. Dann aber ist mir schon vor Rösslers Auftauchen mit aufgefallen, dass es keine persönlichen Gegenstände in ihrer Wohnung gibt, was mich aufhorchen lies. Nun, so wie es momentan aussieht hat dieser Rössler wohl recht. Rosie lügt ganz eindeutig. Jetzt mit ihm alleine in ein Hotel zu gehen zeugt trotzdem von einem gewissen Mut. Vor allem, da ich Jane/Sibylle so gut nachempfinden kann. Ich wüsste hier auch bald nicht mehr, wem ich eigentlich noch trauen könnte…
Meine große Hoffnung für den Schluss ist tatsächlich Hans. Denn nicht nur auf Seite 95 scheint er Jane doch sehr positiv gegenüber zu stehen.
„Hans hatte das Bedürfnis, in dieses Altenheim zu gehen und sich mit demjenigen zu beschäftigen, der Jane solche Angst eingejagt hatte.“ Ich hoffe jetzt einfach, dass er zum Schluss nicht einfach nur noch Befehlen folgt, sondern zum richtigen Zeitpunkt Herz zeigt und Skrupel hat. Weil es scheint ja Fakt, dass nach dieser Exkursion der Trakt auf Jane wartet.

Und was dort passieren soll…

Dass Sibylle ihren Sohn Lukas nicht in gemeinsamen Erinnerungen mit ihrem Mann Johannes oder ihrer Schwiegermutter sieht, bestätigt nur meine Vermutung, dass es sich hier um die Erinnerungen zweier verschiedener Personen handeln muss.
Über die Erinnerungsstücke der Musik und Texte um Peter Maffay kann man jetzt natürlich auch spekulieren. Entweder gehören diese zu einer eventuell dritten Person, oder aber diese Musik lies man der Patientin während ihrer Bewusstlosigkeit ständig im Hintergrund herumdudeln.
Ganz entscheidend für mich waren aber noch die beiden zivilen Polizisten. Während dieser Grohe da anscheinend wirklich irgendwie mit drin zu stecken vermag oder wenigstens ein gedankenloser Festbeißer ist, macht mir der nettere Wittschorek doch mittlerweile viel eher den Eindruck als wäre er zu einem Spezialeinsatz seinem Kollegen unterstellt. Vielleicht um hinter das Geheimnis zu kommen. Er lässt Sibylle erst aus dem Keller entfliehen und sieht später (am Hintereingang) einfach nur auf den Boden. Er hält Sibylle doch tatsächlich jedes Mal die Fluchtmöglichkeiten frei. Hm… Oder ist er genau deswegen genau das Gegenteil? Könnte sein. Doch mein Bauchgefühl spricht sich eher dafür aus, dass er nicht zu den Bösen gehört. Aber bei Arno kann man ja nie wissen.

Grüssle
Marion, die jetzt erstmal eure Meinungen durchlesen geht...
