Hallo zusammen,
Mensch, war dass noch einmal ein spannender Schluss.
Für mich war die größte und äußerst positive Überraschung, dass sowohl Grohe als auch Wittschorek zu den Guten gehörten. Logisch und gut aufgebaut und vor allem für mein Empfinden nicht enttäuschend, da ich Wittschorek immer ein wenig mit Sympathie und Hoffnung betrachtet habe. Am Schluss, als er an Danielas Bett saß, erfasste mich sogar eine gewisse Rührung, die haarscharf an den Tränchen vorbeigeschlüpft ist. Natürlich mutet es etwas klischeehaft an, wenn ich mir nun vorstelle, dass vielleicht aus Wittschorek und Daniela, gemeinsam mit Lukas etwas werden könnte. Doch es fühlt sich für mich trotzdem sehr gut an und so hoffe ich doch gemeinsam mit den beiden auf eine friedvollere Zukunft.
Apropo Lukas. Ich hatte hier ja nie gezweifelt, dass es ihn wirklich gibt. Trotzdem war es dann schön, es bestätigt zu sehen. Auch hier hat mir die Auflösung sehr gut gefallen. Letztendlich schlüssig und unkompliziert. Na wenigstens, was ihn angeht.

Ganz prima fand ich auch, den Perspektivenwechsel, als Hans eingriff und dann erschossen wurde. So etwas gefällt mir immer wenn es gut gemacht ist. Irgendwie empfand ich es auch als heilsam und schön, dass Hans so glücklich gestorben ist. Selbst Daniela hat trotz des abstoßenden Äußeren erkannt beziehungsweise gespürt, dass Hans ihr nichts angetan hätte.
Dieser arrogante Rob hat ja wohl seine gerechte Strafe bekommen. Hoffe doch sehr, dass auch sein Vater für seine Untaten erstmal eine ganze Weile schmoren muss. Auch wieder überraschend, dass er nicht nur ein kleiner Handlanger war, sondern der Sohn vom Doktor.
Oma Rosie ist natürlich die Wucht. Es war einfach stets erfrischend sie an Danielas Seite zu wissen. Selbst das „Geheimnis“ um die fotofreie Wohnung hat sich sehr erklärbar aufgelöst. Ihre Schicksalsjahre erklären vieles…
Grohe punktete bei mir spätetstens, als er zum Doktor meinte:
„Das ist pervers!“ „Sie sollten als Erstes ihr eigenes krankes Hirn überschreiben lassen.“ S. 318
Als sie da alle vor der „Synapsia“ standen, dass war dann doch schon sehr bedrückend in seiner Stimmung. Vor allem als dann auch noch die echte Sibylle Aurich hereingebracht wurde.

Alles in Allem war dieser Schluss für mich ein sehr gelungener und richtig passend zum Rest.
Spannend, knackig, zum Nachdenken anregend und doch auch einfühlsam. Danke Arno für fesselnde Lesestunden.

Ah, da fällt mir gerade noch etwas ein. Auf Seite 338 unten endet die Geschichte. Da ich gerade laut vorlas flogen meine Augen gleichsam nach oben auf die nächste Seite zum Weiterlesen. Gerade da ich gefühlt noch einige Textseiten vor mir hatte. Dort (auf Seite 389) erwartete mich dann aber ohne Vorwarnung der Danksagungstext. Den las ich dann doch glatt in einem Schwupps mit und ich brauchte ein paar verwirrende Sekunden bis ich blickte, dass die Geschichte eigentlich schon fertig war. Hier hätte eine Leerseite oder eine andere Gestaltung nicht geschadet, finde ich.

Grüssle
Marion
