Hallo Ihr Lieben,
Bei den historischen Persönlichkeiten durchwühle ich dann alle Quellen so gründlich wie möglich, um dem überlieferten Bild gerecht zu werden und das möglichst nicht durch meine persönliche Einstellung einzufärben.
Ich finde, dass ist dir bisher gut gelungen - vor allen Dingen bei Salimas Vater. 
Dem kann ich mich nur anschließen: Ich finde es total super, wie du die einzelnen Personen zum Leben erweckst und sie wirklich "atmen" lässt. Und mit diesem "atmen" meine ich, dass du es schaffst, sie so darzustellen, dass sie sich wirklich nach Menschen anfühlen. Sich so anfühlen, dass es sie so wirklich gegeben haben könnte und das ist schon eine schwierige Sache - finde ich. Gerade wenn es sich um historische Personen handelt. Dabei spielt auch mit rein, dass nicht jede Figur abgrundtief böse oder nur gut ist, sondern jeder eben seine guten und seine weniger guten Seiten hat und das kommt bei mir hier richtig gut an! Ganz klasse! 
Vor allem, weil ich auch denke, dass es nicht so einfach ist, Figuren, gerade tatsächlich gelebte, so darzustellen, dass man sie nicht komplett verteufelt oder in einem total rosaroten Licht dastehen lässt!
Dankeschön!

Mir ist das auch sehr wichtig, dass Charaktere nicht schwarz-weiß geraten; interessanterweise finde ich es leichter, gebrochene Charaktere zu schildern als harmonische, überwiegend "gute" - weil ich es schwierig finde, sie so zu schreiben, dass sie nicht unterträglich glatt werden oder nur zweidimensional rüberkommen.
Und zum Off-Topic muss ich ja gestehen, dass ich noch kein Buch von ihr gelesen habe ... 
Ich auch nicht! Aber nach der Begeisterung von dir Nicole, denke ich vielleicht mal darüber nach... 
Ich glaube nicht, dass man sie gelesen haben MUSS, finde es aber so ungerecht, dass diese drei in der fast ununterscheidbaren Masse ihrer anderen Werke untergehen. Sowas stelle ich mir aus Autorensicht wirklich schlimm vor: man hat ein paar richtig gute Sachen geschrieben, wird aber nur mit ganz anderen Sachen identifiziert ...

Mit dem Lesen und Schreiben hast du natürlich recht, Nicole. Gerade in Ländern wie Afghanistan ist das ja immer noch keine Selbstverständlichkeit. Erinnert mich auch sehr an den Roman von Khaled Hosseini, "A thousand splendid suns". Da geht es ja auch um dieses Thema. Das fand ich sehr interessant, das Buch.
Da drücke ich mich bislang noch davor - seit ich hauptberuflich schreibe, habe ich ein bisschen Berührungsängste bei Büchern, bei denen ich ahne, sie könnten besonders traurig oder tragisch sein. Weil meine das auch überwiegend sind und mich das doch immer sehr leiden lässt - da packe ich das nicht auch noch in der Lektüre.

Da du erwähnt hast, dass du bei Lesungen gerne als Einleitung über die typischen Sansibar-Assoziationen berichtest, kommt natürlich diese Frage: Wann liest du mal in Stuttgart???
Diesen Leseherbst / -winter wohl nicht mehr, da bleibt es voraussichtlich bei der Lesung am 2. November in Tuttlingen.
Aber für das 2. Buch in 2012 sowie für das Jugendbuch 2013 sind von Verlagsseite aus Lesereisen zumindest mal angedacht.

Ach ja, ich habe mir gerade mal deine Homepage etwas genauer angeschaut. Dickes Lob! Das ist ja Wahnsinn, wie viel Liebe du da reinsteckst. Du lieferst uns Lesern ja reichlich Hintergrundwissen und Einblicke in deine Arbeit. Ganz besonders schön finde ich die alte Weltkarte, auf der man deine Romane anklicken kann. Man merkt wirklich, wie sehr du das Schreiben liebst und lebst.
Dankeschön! *freu*
Fairerweise muss ich sagen, dass ich zwar unbedingt eine Weltkarte auf der Startseite haben wollte - diese kleine Spielerei mit dem Anklicken war allerdings die Idee von Mr. Nicole, der auch die ganzen Texte und Bilder, die ich dafür schreibe und zusammentrage, programmiert und die Seite am Laufen hält.
Du hattest ja kurz Richard Burton erwähnt. Ich war mir nicht mehr sicher, ob er im Buch noch im ersten oder schon Anfang des zweiten Teils erwähnt wird, aber ist ja denke ich auch kein Geheimnis.
Das hat mich besonders gefreut, weil ich gleich an "Unter dem Safranmond" denken musste.
Wer wie Du den "Safranmond" gelesen hat, wird im Laufe des Buches (hoffentlich) ein paar kleine Déjà-vu-Momente bzw. Schmunzel-Augenblicke haben - aber diejenigen, die das Buch nicht kennen, müssen sich keine Sorgen machen: euch wird deshalb nichts fehlen!
Ach ja, ich habe mir gerade mal deine Homepage etwas genauer angeschaut. Dickes Lob! Das ist ja Wahnsinn, wie viel Liebe du da reinsteckst. Du lieferst uns Lesern ja reichlich Hintergrundwissen und Einblicke in deine Arbeit.
Dem Lob kann ich mich nur anschließen. Ich muss leider zugeben, dass ich normalerweise nicht mehr recherchiere, wenn ich lese - außer bei Leserunden. Deswegen finde ich es gerade bei diesem Buch wirklich super, dass du dir so viel Mühe machst. 
Da doch nicht' für!

Ich muss ja ganz ehrlich sagen: Aufgrund des Covers und des Titels hätte ich das Buch nicht gekauft.
Ist zwar wunderschön, passt aber eigentlich so überhaupt nicht in mein "Beuteschema". Aber der Klappentext hat mich überzeugt. 
Umso mehr freu ich mich, dass Du Dich dennoch für das Buch entschieden hast - und ich hoffe sehr, dass Du es am Ende zuklappst und findest, dass sich die Zeit damit gelohnt hat!

Als ich hier eure Eindrücke gelesen habe, musste ich auch gleich mal zur Homepage springen.
Beeindruckend und da steckt sicherlich sehr viel Arbeit dahinter und die historische Landkarte ist perfekt gewählt und dass man dann gleich auf die entsprechenden Romane kann, top!
Werde die nächsten Tage mich mal tiefer einlesen, auch in die anderen Romane und die kommen dann gleich auf die Weihnachtsliste, zum Glück ist es nicht mehr zulang bis dahin.
*freu*
So, ich habe es geschafft und bin mit dem 1. Teil fertig geworden. 
Ich hatte ja schon geschrieben, dass es mein erstes Buch von dir, liebe Nicole, ist und eins ist sicher, es ist nicht das letzte. Ich bin sehr beeindruckt, durch die bildhafte Sprache kann ich mir sehr gut die Luxuswelt von Salima vorstellen. Die Weite des Palast und auch die Natur von Sanisbar.
* gleich nochmal freu*
Auch die Gefühlswelt von Salima wird für mich nachvollziehbar beschrieben, sie muss ja doch mit Änderungen klar kommen und verliert auch ihre Freunde aus Kindestagen. Ihre Mutter kann die Gefühle der Tochter nachvollziehen, denkt aber nur darüber nach, ohne dies mit ihr zu besprechen, ich denke, dies hätte Salima viel gebracht. Vor allem stell ich mir die Beziehung zum Sultan auch sehr schwierig vor - vor allem wie er seiner Vaterrolle gerecht wird, wohl eher gar nicht. Dahinein kann ich mich gar nicht versetzen.
Das stimmt, die Zeit hat sie sich da nicht genommen zwischen all ihren Verpflichtungen und Aufgaben. Ich denke auch mal, dass sie ihre Tochter nicht mit ihrer - doch sehr traurigen - Vergangenheit belasten wollte.
Und was den Sultan betrifft: für einen Mann in seiner Position hat er sich verhältnismäßig viel mit seinen (sehr vielen) Kindern beschäftigt. Kein Vergleich zu den Vätern heute, klar, aber für einen Sultan war das doch schon recht ungewöhnlich.
Kurz nach dem Tod vom Sultan stirbt auch noch ihre Mutter. Somit ist sie gefühlt (fast) allein auf der Welt. Salima hat zwar ein sehr schönes Leben bisher gehabt, musste nie Hunger leiden oder andere Dinge zurückstecken. Aber sie muss auch mit Verlusten klar kommen und das im Alter von 12 Jahren!
Ich denke, dieses Bewußtsein für Salimas Kindheit, ihr Aufwachsen im Luxus ist sehr wichtig, um sie zu einem späteren Zeitpunkt ihres Lebens verstehen zu können.
Ich hoffe, ihr nehmt's mir nicht übel, wenn ich die Beiträge zum 2. Abschnitt erst heute Abend beantworte - ich gleich noch verabredet, und danach werden der Mr. und ich uns durch den Vor-Feiertags-Wahnsinn im Supermarkt kämpfen. Aber heut Abend bin ich dann wieder da!
