Autor Thema: 1. Abschnitt: Anfang bis Seite 100 („Aufbruch“ bis einschließlich „Wildwuchs“  (Gelesen 1073 mal)

Offline Imlammenien

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Hallo Ihr Lieben,

hier beginnen wir mit der Leserunde zu dem Roman "Sterne über Sansibar". Ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Nicole C. Vosseler, die Autorin. Schön, dass Du wieder mit dabei bist, liebe Nicole.

Bitte lest Euch vorher nochmal die Leserunden FAQs durch. Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch sagen könnt oder Fragen habt. Die Beiträge „Buch liegt bereit, ich fange heute abend an“ ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
Außerdem wäre es schön, wenn diese Runde über weite Strecken zusammenbleiben würde, d.h. nicht Einzelne soweit vorpreschen, dass die Übrigen ihnen nicht mehr folgen können. Bitte postet darum nicht mehr als für einen NEUEN Abschnitt pro Tag. 

Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschließlich Seite 100 schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
(Die Seiteneinteilung richtet sich übrigens nach der Taschenbuchausgabe!)

Ich wünsche uns allen viel Spaß beim   :lesen:

Liebe Grüße
Imlammenien  :winken:

Offline Sookie

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Hallo ihr Lieben! :winken:

Ich hab zwar erst die Hälfte des ersten Abschnitts gelesen, aber ich muss einfach schonmal was dazu schreiben, weil ich so begeistert bin! Also ich hatte natürlich ein gutes Buch erwartet, sonst hätte ich mich für die Leserunde ja gar nicht angemeldet, aber bisher werden meine Erwartungen wirklich übertroffen. Ich muss dazu sagen, es ist mein erstes Buch von Nicole.

Draußen ist es heute echt eklig nass, dunkel und kalt, da kommt mir Sansibar gerade recht. Und bisher liest es sich wirklich wie ein Sommerurlaub im Kopf. Traumhaft schön die Landschaftsbeschreibungen, Schilderungen der Menschen und Tiere und vor allem der Gerüche. Das springt ja fast von den Seiten! 8)

Und Salima finde ich unglaublich knuddelig und süß!  ;D Wie sie ein gutes Mädchen sein will, sich dann aber doch nicht überwinden kann, auf den Ausflug zu verzichten, wie sie die Erwachsenen immer wieder austrickst und von fernen Ländern träumt, die sie noch nie gesehen hat. Lachen musste ich vor allem bei der Szene, als sie sich zu ihrem Vater schleicht, weil sie bei dem Gedanken an die Bonbons nicht mehr schlafen kann. Und dann kommt sie an und wird ausgeschimpft, weil sie ihren Schmuck vergessen hat. Das fand ich einfach genial, wie sie ihre ganzen Armreifen, Ketten und Ohrringe abtastet, um dann festzustellen, dass der Haarschmuck fehlt. Und dann kann sie sich nicht entscheiden, was schlimmer ist, die Enttäuschung ihres Vaters oder die Tatsache, dass sie keine Bonbons bekommen hat. :D

Wenn ich mir allerdings den Klappentext durchlese, bekommt das Ganze doch einen etwas bitteren Beigeschmack: Wie soll sie es nur in Deutschland (und dann auch noch in Hamburg) aushalten, wenn sie aus einer so paradiesischen Gegend kommt? Vor allem, wenn sie jetzt schon sagt, dass sie zwar die Welt sehen will, aber nie für immer aus Sansibar weggehen will. :'(
Wobei ich sehr schön finde, was ihre Mutter sagt. Dass alles vorherbestimmt ist und man nie daran zweifeln darf, was Allah mit einem vorhat. Daran wird sie sich später bestimmt noch erinnern.

So, jetzt gehe ich aber weiterlesen. Zum Glück habe ich heute nicht mehr viel vor, ich kann das Buch nämlich kaum aus der Hand legen... :herz:

LG,
Sookie

Offline irismaria

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Bei uns ist herrliches Spätsommerwetter und ich habe eben auf dem Balkon gesessen und Abschnitt 1 gelesen.
Da ich den Safranmond ja schon kenne, habe ich auf ein tolles Buch gehofft und wurde bis jetzt nicht enttäuscht. Schon nach den ersten Seiten bin ich abgetaucht in Salimas Welt. Ich kenne Sansibar nicht, war aber im Sommer in Sri Lanka und so ähnlich stelle ich es mir auch vor: die vielen Pflanzen, die Gewüze, die Farben - wunderbar.
Salima verbringt eine Kindheit im Luxus und ohne große Sorgen, liebt ihre Mutter und Geschwister und ist neugierig und lebendig.

Schon nach Abschnitt 1 kann ich ein erstes Fazit ziehen: ein Buch, das es sich zu lesen lohnt! Danke Nicole!

Offline Sookie

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Guten Morgen!

Wie angekündigt  ;D habe ich gestern den ersten Abschnitt fertig gelesen. Und ich musste so heulen. :'(

Dass der Vater, also der Sultan, stirbt, das war ja noch akzeptabel. Immerhin war er schon alt (hab ich das richtig verstanden, dass er fünfzig Jahre lang regiert hat? Oder verwechsel ich da jetzt etwas?) und hatte die Kugel im Bein stecken - da hatte ich ehrlich gesagt die ganze Zeit schon mehr oder weniger darauf gewartet, dass so etwas passiert. Das ist für Salima auf den zweiten Blick betrachtet (auf den ersten ist es natürlich furchtbar traurig) ja eigentlich sogar etwas Gutes, immerhin bleibt ihr jetzt eine frühe Hochzeit und ein Leben im Oman erstmal erspart.

Aber als dann Djilfidan so plötzlich an der Cholera stirbt, das fand ich ganz furchtbar. :'( Nicht nur, dass Salima mit fünfzehn schon eine Vollwaise ist, sondern auch weil ihre Zukunft jetzt völlig ungewiss ist. Vorher konnte sie sich wenigstens an ihre Mutter halten. Sie hat zwar noch ihre vielen Geschwister, aber wie schon angedeutet auf den letzten Seiten dieses Abschnitts, glaube ich nicht, dass ihr die noch viel Sicherheit geben können. Die einen sind zu jung, die anderen in Machtkämpfe verwickelt.

Ich hab einfach nur mit ihr gelitten, als da auf wenigen Seiten ihre ganze Welt zusammenbricht. :'( Ein paar Seiten vorher ist sie (und der Leser) noch totunglücklich darüber, dass sie umziehen muss. Das erscheint jetzt geradezu lächerlich kleinlich...

Aber was mir total gut gefallen hat war, dass Salima freiwillig schreiben gelernt hat. Vor allem, dass endlich mal eine Protagonistin in einem Roman nicht einfach nur unglaublich lernbegeistert ist (ist zwar glaubwürdig, geht mir aber hin und wieder schon auf die Nerven), sondern sie tut es zum größten Teil deswegen, weil sie es besser können will als die Jungen und überhaupt etwas können will, was sonst keine Frau will. Das macht sie für mich noch einmal sympathischer.
Und ganz toll finde ich ihren Gedanken, als ihr das Schreiben verboten wird: Was ich gelernt habe, kann mir keiner mehr nehmen.  8)

Jetzt bin ich natürlich auf Heinrich gespannt... mal gucken, wann der auftaucht. ;D

LG,
Sookie

Offline Nicole C.

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Hallo zusammen,

ich freu mich riesig, dass ihr euch zusammengefunden habt, um Salima durch ihr bewegtes Leben zu begleiten!  :-*
Und ich freu mich auch, dass ich euch wiederum auf dieser Reise begleiten darf ...

Und Salima finde ich unglaublich knuddelig und süß!  ;D Wie sie ein gutes Mädchen sein will, sich dann aber doch nicht überwinden kann, auf den Ausflug zu verzichten, wie sie die Erwachsenen immer wieder austrickst und von fernen Ländern träumt, die sie noch nie gesehen hat. Lachen musste ich vor allem bei der Szene, als sie sich zu ihrem Vater schleicht, weil sie bei dem Gedanken an die Bonbons nicht mehr schlafen kann. Und dann kommt sie an und wird ausgeschimpft, weil sie ihren Schmuck vergessen hat. Das fand ich einfach genial, wie sie ihre ganzen Armreifen, Ketten und Ohrringe abtastet, um dann festzustellen, dass der Haarschmuck fehlt. Und dann kann sie sich nicht entscheiden, was schlimmer ist, die Enttäuschung ihres Vaters oder die Tatsache, dass sie keine Bonbons bekommen hat. :D

Diese Szene hat sich tatsächlich so zugetragen, und ich fand sie so schön (und gleichermaßen auch sehr bezeichnend für das Verhältnis zwischen Vater und Tochter und für das Selbstverständnis der Sultansfamilie), dass ich sie einfach nacherzählen musste.  ;D

Wobei ich sehr schön finde, was ihre Mutter sagt. Dass alles vorherbestimmt ist und man nie daran zweifeln darf, was Allah mit einem vorhat. Daran wird sie sich später bestimmt noch erinnern.

Ich finde es sehr schade, dass wir so wenig über Djilfidan wissen abgesehen von ein paar Fakten, ein paar Details. Aber aus dem Bisschen entstand für mich der Eindruck einer sehr lebensklugen, warmherzigen und starken Frau.

Wie angekündigt  ;D habe ich gestern den ersten Abschnitt fertig gelesen. Und ich musste so heulen. :'(

Oweh.  :-* Ich kann's Dir aber nachfühlen, mir ging es beim Schreiben genauso.

Dass der Vater, also der Sultan, stirbt, das war ja noch akzeptabel. Immerhin war er schon alt (hab ich das richtig verstanden, dass er fünfzig Jahre lang regiert hat? Oder verwechsel ich da jetzt etwas?) und hatte die Kugel im Bein stecken - da hatte ich ehrlich gesagt die ganze Zeit schon mehr oder weniger darauf gewartet, dass so etwas passiert. Das ist für Salima auf den zweiten Blick betrachtet (auf den ersten ist es natürlich furchtbar traurig) ja eigentlich sogar etwas Gutes, immerhin bleibt ihr jetzt eine frühe Hochzeit und ein Leben im Oman erstmal erspart.

Nein, das stimmt schon: er kam quasi als Kind an die Macht und regierte dann tatsächlich fünfzig Jahre lang, und für sansibarische Verhältnisse wurde er sehr alt.
Ich hab auf meiner Website ein Kurzportrait von ihm mit Bild:

Sultan Sayyid Sa'id bin Sultan

Was die geplante Verheiratung in den Oman betrifft: davon war nichts in den Quellen zu finden. Allerdings war das im Sultanshaus eigentlich so üblich - und ich habe mich immer gefragt, warum Salima zu dem Zeitpunkt, an dem sie Heinrich begegnet, noch unverheiratet war. Aus meiner Sicht lässt es sich einerseits durch den Tod des Vaters erklären, andererseits durch das, was danach passiert; da würde ich gerne später in der Leserunde nochmal drauf zurückkommen.  :)

Aber als dann Djilfidan so plötzlich an der Cholera stirbt, das fand ich ganz furchtbar. :'( Nicht nur, dass Salima mit fünfzehn schon eine Vollwaise ist, sondern auch weil ihre Zukunft jetzt völlig ungewiss ist. Vorher konnte sie sich wenigstens an ihre Mutter halten. Sie hat zwar noch ihre vielen Geschwister, aber wie schon angedeutet auf den letzten Seiten dieses Abschnitts, glaube ich nicht, dass ihr die noch viel Sicherheit geben können. Die einen sind zu jung, die anderen in Machtkämpfe verwickelt.

Das empfand ich auch als furchtbar, so kurz nach dem Tod des Vaters auch noch die Mutter zu verlieren.
Mich bedrückte und faszinierte gleichermaßen, wie eng beieinander auf Sansibar damals Schönes und Schreckliches lagen. In allen Quellen war das sehr deutlich zu sehen, einerseits diese paradiesisch-üppige Idylle, andererseits Grausamkeit, Krankheit und Tod.

Ich hab einfach nur mit ihr gelitten, als da auf wenigen Seiten ihre ganze Welt zusammenbricht. :'( Ein paar Seiten vorher ist sie (und der Leser) noch totunglücklich darüber, dass sie umziehen muss. Das erscheint jetzt geradezu lächerlich kleinlich...

Es ist zwar ein Gemeinplatz, aber wie so viele Gemeinplätze ist er einfach wahr: "Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen", und das gilt in meinen Augen nicht nur aus Sicht der Eltern, sondern auch aus Sicht eben dieser Kinder. Was einem als Kind ungeheuren Kummer verursacht, ist später dann so viel kleiner und nichtiger, wenn mit zunehmendem Lebensalter dann die großen Sorgen kommen.
Und ich finde, es ist auch wahr, dass man ganz automatisch vorzeitig erwachsen wird, wenn man ein Elternteil oder beide verliert.


Aber was mir total gut gefallen hat war, dass Salima freiwillig schreiben gelernt hat. Vor allem, dass endlich mal eine Protagonistin in einem Roman nicht einfach nur unglaublich lernbegeistert ist (ist zwar glaubwürdig, geht mir aber hin und wieder schon auf die Nerven), sondern sie tut es zum größten Teil deswegen, weil sie es besser können will als die Jungen und überhaupt etwas können will, was sonst keine Frau will. Das macht sie für mich noch einmal sympathischer.
Und ganz toll finde ich ihren Gedanken, als ihr das Schreiben verboten wird: Was ich gelernt habe, kann mir keiner mehr nehmen.  8)

Ich hab zwar auch schon (mit gutem Gewissen) lernbegeisterte Protagonistinnen beschrieben, aber ich fand es auch schön, mal solch eine Protagonistin wie Salima zu haben. Für mich war immer spürbar, dass sie sehr intelligent und wißbegierig ist, aber eben kein typischer Bücherwurm.


Jetzt bin ich natürlich auf Heinrich gespannt... mal gucken, wann der auftaucht. ;D

Ich hoffe, es dauert für Dich nicht zu lange, bis er in Salimas Leben tritt!  ;)

Salima verbringt eine Kindheit im Luxus und ohne große Sorgen, liebt ihre Mutter und Geschwister und ist neugierig und lebendig.

Das war wirklich eine sehr glückliche, behütete Kindheit.
Und der Sultan war unvorstellbar reich: ich habe für die Jahre nach seinem Tod Zahlen in Pfund bzw.  Dollar gefunden, die in die Millionen gingen.

Schon nach Abschnitt 1 kann ich ein erstes Fazit ziehen: ein Buch, das es sich zu lesen lohnt! Danke Nicole!

Ich hoffe sehr, dass es Dir auch weiterhin mit dem Buch so geht, irismaria!

Ich verlinke euch hier noch ein paar zeitgenössische Bilder:

Ansicht der Stadt von Sansibar vom Meer aus

Gasse in der Steinstadt

Beit il Mtoni um 1870
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Offline Imlammenien

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Hallo liebe Leserunde,
hallo Nicole,

der Roman beginnt genauso stimmungsvoll wie es das tolle Cover verheißt!
Durch die ausgiebigen Beschreibungen erfährt der Leser Sansibar mit allen Sinnen und fühlt sich dort schon bald "wie zuhause".

Salima lebt in einem goldenen Käfig. Luxus umgibt sie und sie nimmt diesen für selbstverständlich. Das ist durchaus nachvollziehbar, da sie ja nichts anderes kennt. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass sich dies im Verlauf des Buches ändern wird...
Salima ist ein aufgewecktes, eigenwilliges Mädchen, das ihre eigenen Vorstellungen vom Leben hat, die nicht immer mit dem, was man von ihr erwartet, einhergehen. Besonders gut hat mir die Stelle gefallen, als sie heimlich Schreiben lernt und ihr der Gedanke gefällt, dass sie nun etwas kann, was auf Sansibar kaum eine andere Frau beherrscht.  ;D

Dass sich Salimas Leben ändern muss, zeigt sich aber als ihr Vater, der Sultan, stirbt, und alle Frauen und Kinder des selbigen für "mündig" erklärt werden, also von nun an für sich selbst sorgen müssen. Weiterhin zeichnen sich interne Machtkämpfe zwischen den Nachfolgern des Sultans bereits ab und ich könnte mir vorstellen, dass auch Salima eines Tages hier Posotion beziehen muss.
Dann stirbt auch noch eine Mutter an der Cholera, ein schrecklicher Schlag für das Mädchen! Es bleibt abzuwarten, wo Salima nun Halt findet bzw. sucht...

Ein interessanter und vielversprechender Einstieg in den Roman! Ich bin gespannt, wie sich Salimas Schicksal weiter entwickeln wird!  :lesen:

Geez,
Imlammenien  :winken:

Offline Imlammenien

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Lachen musste ich vor allem bei der Szene, als sie sich zu ihrem Vater schleicht, weil sie bei dem Gedanken an die Bonbons nicht mehr schlafen kann. Und dann kommt sie an und wird ausgeschimpft, weil sie ihren Schmuck vergessen hat. Das fand ich einfach genial, wie sie ihre ganzen Armreifen, Ketten und Ohrringe abtastet, um dann festzustellen, dass der Haarschmuck fehlt. Und dann kann sie sich nicht entscheiden, was schlimmer ist, die Enttäuschung ihres Vaters oder die Tatsache, dass sie keine Bonbons bekommen hat. :D
Diese Szene fand ich auch klasse! Nicole hat hier das Kindliche, aber auch Salimas bereits vorhandenen eigenen Willen toll rausgearbeitet!  8)

Und ganz toll finde ich ihren Gedanken, als ihr das Schreiben verboten wird: Was ich gelernt habe, kann mir keiner mehr nehmen.  8)
Dieser Gedanke wird Salima sicherlich noch weiter begleiten...

@Nicole: Vielen Dank für die tollen und informativen Bilder!!!  :-*

Offline irismaria

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Danke auch von mir für die interessanten Links und Bilder!

Offline Luinil

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So, gestern konnte ich endlich anfangen zu lesen und habe auch gleich den ersten Abschnitt beendet. Dein Buch hat mir die Zugfahrt versüßt Nicole!  :)
Ich kenne auch den Safranmond von dir und habe dieses Buch geliebt! Muss ich demnächst mal wieder lesen. :)

Salima ist wirklich ein süßer Charakter. Ich fand auch die Szene sehr niedlich, in der sie ihren Vater besuchen möchte, mit dem Hintergedanken an die Bonbons, aber dann vergessen hat ihren Schmuck vollständig anzulegen und wieder weggeschickt wird. Aber die Szene ist auch traurig, da es zeigt, wieviel Wert sehr in ihrer Welt auf Regeln gelegt wird und wie streng man zu Kindern und Frauen ist, denn Salima hatte ja mehr als 85% ihres Schmucks an.
Mitleid hatte ich, als ihre Mutter sie beim Schreiben lernen gefunden hat. Es ist traurig, dass sie in einer Welt lebt, in der Frauen dies nicht dürfen.

Sehr traurig fand ich die Szene, in der ihre Mutter gestorben ist. Die Szene ist sehr bewegend! Die arme Salima, nun eine Vollwaise, mit ungewisser Zukunft. Ich bin gespannt wie das Leben für Salima nun weiter geht, wie sie Halt findet und wieder ihren Lebensmut zurück bekommt. ;(

Ich kann mir gar nicht vorstellen so viele Halbgeschwister zu haben. (naja, ich bin ja auch Einzelkind ;) ) Und jetzt werden die auch noch in alle Winde verteilt, das ist bestimmt schwierig und es ist fraglich, ob man sich wieder sieht :(

Deine Bücher sind immer so lebendig Nicole! Du beschreibst sehr anschaulich und lebhaft. Durch die Beschreibung der Farben und Gerüche kann man sich alles lebhaft vorstellen. So diesmal auch Sansibar. (Danke auch für die Links!)  :daumen:

Offline Imlammenien

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Ich kann mir gar nicht vorstellen so viele Halbgeschwister zu haben. (naja, ich bin ja auch Einzelkind ;) ) Und jetzt werden die auch noch in alle Winde verteilt, das ist bestimmt schwierig und es ist fraglich, ob man sich wieder sieht :(
So viele Halbgeschwister kann ich mir auch nicht vorstellen!  :D
Aber ich denke, da Salima es nicht anders kennt, ist es für sie normal. Außerdem wächst sie ja ausschließlich im Kreis ihrer (zugegeben recht großen) Familie und der Dienerschaft auf. Ich bezweifle, dass sie überhaupt Kontakt zu anderen Kindern hat.

Offline Nicole C.

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Guten Morgen, ihr Lieben!  :-*

Salima lebt in einem goldenen Käfig. Luxus umgibt sie und sie nimmt diesen für selbstverständlich. Das ist durchaus nachvollziehbar, da sie ja nichts anderes kennt. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass sich dies im Verlauf des Buches ändern wird...

Interessant, dass Du hier schon diesen Gedanken hast!  :)


Besonders gut hat mir die Stelle gefallen, als sie heimlich Schreiben lernt und ihr der Gedanke gefällt, dass sie nun etwas kann, was auf Sansibar kaum eine andere Frau beherrscht.  ;D

Mitleid hatte ich, als ihre Mutter sie beim Schreiben lernen gefunden hat. Es ist traurig, dass sie in einer Welt lebt, in der Frauen dies nicht dürfen.

Ich habe leider keine einzige Quelle gefunden, die mir begründet hätte, warum das als ein solches Vergehen betrachtet wurde, zumal ja das Schreiben etwas eigentlich Unwichtiges war und Lesen wiederum durchaus erwünscht bei Frauen; gerade Djilfidan war dafür ein sehr gutes Beispiel. Auch in einer anderen Leserunde zum Buch haben wir darüber gesprochen und Hypothesen aufgestellt, hatten aber am Ende auch nicht wirklich einen Grund aufgetan, bei dem wir hätten sagen können: ja, so muss es gewesen sein!

Ich kenne auch den Safranmond von dir und habe dieses Buch geliebt! Muss ich demnächst mal wieder lesen. :)

*freu*

Ich kann mir gar nicht vorstellen so viele Halbgeschwister zu haben. (naja, ich bin ja auch Einzelkind ;) ) Und jetzt werden die auch noch in alle Winde verteilt, das ist bestimmt schwierig und es ist fraglich, ob man sich wieder sieht :(

Mir persönlich (auch Einzelkind) ging es ganz ähnlich; ich konnte ein bisschen Second-Hand-Wissen aus meinem Gedächtnis beziehen, da sowohl meine Mutter als auch ihre Mutter jeweils doch recht viel Geschwister hatten.

Am Anfang der Recherche saß ich auch sehr lange völlig planlos über mehreren Quellen, die mir unterschiedlich viele Halbgeschwister Salimas präsentierten, mit teils unterschiedlichen Namen und sogar Widersprüchen in den Daten - also habe ich mich daran gemacht, handschriftlich eine Art Stammbaum der Kinder des Sultans anzufertigen. Schlußendlich umfasste er sechs quer aneinandergeklebte DIN-A4-Seiten - und just for fun verlinke ich euch den auch grad mal:

Die Kinder des Sultans

Größer konnten wir ihn leider nicht in die Website einbauen (deshalb kamen wir auf diese Lösung, die einzelnen Seiten durch das Drüberfahren mit der Maus zu vergrößern) und meine Schnörkelhandschrift ist meistens recht unleserlich - aber ich hoffe, er kann euch einen Eindruck vermitteln!  ;)

Für den Roman habe ich mich wirklich nur auf die allerwichtigsten Geschwister beschränkt und versucht, diese nach und nach einzuführen, was auch immer ganz gut mit den Ortswechseln bzw. Umzügen Salimas gepasst hat.

Ich kann mir gar nicht vorstellen so viele Halbgeschwister zu haben. (naja, ich bin ja auch Einzelkind ;) ) Und jetzt werden die auch noch in alle Winde verteilt, das ist bestimmt schwierig und es ist fraglich, ob man sich wieder sieht :(
So viele Halbgeschwister kann ich mir auch nicht vorstellen!  :D
Aber ich denke, da Salima es nicht anders kennt, ist es für sie normal. Außerdem wächst sie ja ausschließlich im Kreis ihrer (zugegeben recht großen) Familie und der Dienerschaft auf. Ich bezweifle, dass sie überhaupt Kontakt zu anderen Kindern hat.

Das stimmt. Die meisten ihrer Halbgeschwister hat Salima nie kennengelernt (nicht zuletzt durch den massiven Altersunterschied, Salima war eines der jüngsten Kinder ihres Vaters), sei es, weil diese schon nicht mehr lebten oder im Oman wohnten: seine jüngsten Kinder hat er während seiner letzten Oman-Reise gezeugt, und sie kamen erst nach seinem Tod zur Welt. Und auch auf Sansibar - so klein diese Insel auch ist - verteilten sich die Kinder (die ja oft selbst schon Kinder oder gar Enkel hatten) recht weitläufig.

Deine Bücher sind immer so lebendig Nicole! Du beschreibst sehr anschaulich und lebhaft. Durch die Beschreibung der Farben und Gerüche kann man sich alles lebhaft vorstellen. So diesmal auch Sansibar. (Danke auch für die Links!)  :daumen:

Dankeschön!

Und die Bilder verlinke ich euch doch gerne; falls es etwas gibt, was ihr noch gerne an Bildern oder Hintergrundinfos hättet, auf das ich nicht von selbst komme, sagt's mir bitte einfach!  :winken:
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Offline allegra

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Ich habe den ersten Teil auch gerade zu Ende gelesen.
 
Salimas behütete Kindheit nimmt ein sehr abruptes Ende. Mir hat sehr gut gefallen, wie die vier monatige Trauerzeit um den Vater beschrieben ist. Man spürt förmlich, wie es im Palast und auf ganz Sansibar kalt kalt geworden ist.
Danach hat eine fürchterliche Hitzewelle eine Cholera Epidemie verursacht, der die Mutter zum Opfer gefallen ist.
Es war sicher nicht ungewöhnlich, wenn jemand mit 15 Jahren schon verwaist war, aber dennoch ein trauriges Schicksal.
Ich finde es erstaunlich, dass der ältere Halbbruder Majid soviel Zeit mit seiner kleinen Schwester verbracht hat. Das muss eine ganz besondere Beziehung gewesen sein. Ist das historisch überliefert, dass er an Epilepsie gelitten hat?

Ich hoffe ja bald auf etwas kühleres Wetter. Ich lese Romane, die in heißen Ländern spielen nicht so gerne, wenn ich ohnehin schwitze. Notfalls muss ich eine Nachschicht einlegen.    :)

Offline Nicole C.

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Hallo allegra,

Danach hat eine fürchterliche Hitzewelle eine Cholera Epidemie verursacht, der die Mutter zum Opfer gefallen ist.
Es war sicher nicht ungewöhnlich, wenn jemand mit 15 Jahren schon verwaist war, aber dennoch ein trauriges Schicksal.

Nein, das war sicher nicht ungewöhnlich, zumal Sansibar mehr oder weniger regelmäßig von Cholera-Epidemien heimgesucht wurde. Aber, eben: dennoch traurig.

Ich finde es erstaunlich, dass der ältere Halbbruder Majid soviel Zeit mit seiner kleinen Schwester verbracht hat. Das muss eine ganz besondere Beziehung gewesen sein.

Das war es. Sicher auch, weil sich ihre jeweiligen Mütter sehr nahe standen, aber bestimmt nicht nur.

Ist das historisch überliefert, dass er an Epilepsie gelitten hat?

Ja, das ist verbürgt, und genauso, dass er sich davon nicht einschränken lassen wollte.

Ich hoffe ja bald auf etwas kühleres Wetter. Ich lese Romane, die in heißen Ländern spielen nicht so gerne, wenn ich ohnehin schwitze. Notfalls muss ich eine Nachschicht einlegen.    :)

Oh, das kann ich gut verstehen - ich schreibe die Szenen an fernen, heißen Schauplätzen am liebsten im Winter, wenn's draußen nebligkalt ist oder noch besser schneit.
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Offline Imlammenien

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Ich hoffe ja bald auf etwas kühleres Wetter. Ich lese Romane, die in heißen Ländern spielen nicht so gerne, wenn ich ohnehin schwitze. Notfalls muss ich eine Nachschicht einlegen.    :)
Nach diesem kalten Sommer sind die täglichen Sonnenstrahlen doch sehr angenehm.  :)
Na ja, aber zum Lesen komme ich tagsüber sowieso nur wenig, so dass bei mir (kühlere) Nachtschichten ohnehin vorprogrammiert sind.  ;D

Offline Sookie

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Oh, wow, der Stammbaum ist ja mal der Hammer! :o Meinen Respekt, Nicole, dass du daran nicht verzweifelt bist!

Das habe ich nämlich beim Lesen auch gedacht, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie das wohl sein muss, so viele Geschwister, Halbgeschwister, Stiefmütter, Tanten, Onkel etc. zu haben. Meine Familie ist ziemlich klein und das wird mir manchmal schon zu viel... ::) ;) Andererseits ist es natürlich schön, weil man so wenigstens immer jemanden hat, der für einen da ist. Zumindest theoretisch.

Ich hoffe ja bald auf etwas kühleres Wetter. Ich lese Romane, die in heißen Ländern spielen nicht so gerne, wenn ich ohnehin schwitze. Notfalls muss ich eine Nachschicht einlegen.    :)

Oh, das kann ich gut verstehen - ich schreibe die Szenen an fernen, heißen Schauplätzen am liebsten im Winter, wenn's draußen nebligkalt ist oder noch besser schneit.
Bei mir ist das ja sehr unterschiedlich. Mal unterstützen die äußeren Bedingungen meine Fantasie, wenn ich dann sowas lese und mal entführt ein solcher Roman dann in völlig andere Welten und lenkt von allem anderen ab. Aber Bücher, in denen es schneit, kann ich nur im Winter lesen. :D

Ich wollte mich übrigens auch nochmal für die Links mit den Bildern und die vielen Informationen bedanken! :-* Bei historischen Romanen informiere ich mich sehr ungerne vorher über das Thema, weil ich dann Angst habe, ich greife etwas vorweg. Aber nebenbei und vor allem hinterher, muss ich dann natürlich unbedingt wissen, wie das denn wirklich war, ob das alles so stimmt, usw. Deswegen liebe ich die Leserunden so sehr. :)

LG,
Sookie