Leserundenarchiv > Pu Bea W. Jaksarn – Dance with me

01 - Kapitel 1 - 4 (Anfang bis S. 52)

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Leen:
Hallo Ihr Lieben,

hier beginnen wir mit der Leserunde zu dem Roman "Dance with me". Ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Pu Bea W. Jaksarn, die Autorin. Schön, dass Du mit dabei bist, liebe Julia.

Bitte lest Euch kurz vorher die Leserunden FAQs durch. Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder Fragen habt. Die Beiträge „Buch liegt bereit, ich fange heute abend an“ ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschließlich Seite 52 schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Schmöckern.

Leen

Kiala:
Hallo an alle und besonders an Pu Bea, Leen und Sternchen!

So, nun habe ich den ersten Abschnitt gelesen und finde das Buch bisher sehr interessant. Die japanische Atmosphäre mit all ihrer eher steifen Höflichkeit finde ich sehr spannend.

Zunächst einmal zum Aussehen des Buchs: Gleich auf der Rückseite bin ich auf die beiden Icons gestoßen. Ich nehme man an, dass die auf jedem Buch des Comic Culture Verlags sind, aber als Manga-Dummie habe ich natürlich keine Ahnung, was unter "Shojo" zu verstehen ist. Also, was ist "Shojo"?
Dann fand ich persönlich die fett gedruckten Schlüsselworte in der kurzen Inhaltsangabe etwas zu unruhig, allerdings ermöglichen sie es auch bei nur flüchtigen Lesen Neugier zu wecken. Hmm. Ich bin nicht sicher, dass mir das gefällt, geben aber zu, dass es wohl nützlich ist, wenn man Leser werben möchte. Besonders, wenn die Leser noch jung sind und mehr Manga-, als Roman-Erfahrung haben.

Der Stil von Pu Bea ist flüssig, nur ab und an mal, merkt man doch, dass sie noch kein alter Hase im Literaturgeschäft ist. Ein paar Dinge sind mir nämlich schon aufgefallen, andere Dinge stören mich persönlich auf andere Weise.
1. Zunächst einmal zu einigen Formulierungen. Da das Buch in Japan spielt und japanische Protagonisten hat, fand ich die Formulierung auf Seite 4, dass "Massen von Japanern" irgendwohin strömen seltsam. Man wird in einem Roman, der in Deutschland spielt ja auch nicht lesen "Massen von Deutschen strömten in das Kaufhaus", sondern "Massen von Menschen/Leuten".
2. Es wird wirklich das alte "Ein Junge und ein Mädchen greifen nach demselben Gegenstand und berühren sich zufällig"-Klischee verwendet.  ::) Stöhn! Ich kam mir vor wie einem beliebigen Teenie-Film.
3. Dann verstehe ich es so, dass in Japan zu allen diesen Pop-Gruppen, die aus dem Boden schießen und möglicherweise schnell wieder weg vom Fenster sind als "Idole" bezeichnet werden. Die ursprüngliche Bedeutung von "Idol" wird also gekippt und bezieht sich nun auf eine bestimmte Personengruppe. (Ist das in den USA nicht ähnlich, wenn ich da an die Sendung "American Idol" denke?) Die Erklärung dazu fand ich aber nicht sonderlich gelungen.

Persönlich hat mich die starke Fixierung auf die Sprache Englisch gestört. Ich finde es noch in Ordnung, wenn Zoey gut Englisch spricht, weil ihr Vater für Großbritannien schwärmt und sie schottische Wurzeln hat, aber Jins Fixierung auf die Sprache fand ich sehr nervtötend.
Hallo? Er findet die einfachsten Worte in seiner eigenen Sprache nicht? Ist doch kompletter Schwachsinn, dass man bestimmte Dinge in Englisch besser ausdrücken kann. Zumindest in dieser Hinsicht. Man kann Gefühle in jeder Sprache adäquat ausdrücken, wenn man will. Etwas anderes ist es bei bestimmten Fachbegriffen. Da wird eine Übersetzung oft wirklich schwierig. Aber er kann noch nicht mal sagen, dass ihre Tanzvorführung ihn sehr beeindruckt hat... ihn umgehauen hat?
Mir ist schon klar, dass ich nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe dieses Romans gehöre und die Jugendlichen von heute diese Euphorie für die englische Sprache besser nachvollziehen können, aber muss das wirklich sein?
Vorallem frage ich mich, ob man sich damit nicht ins eigene Fleisch schneidet. Junge Leser, die zu diesem Roman greifen, wollen doch gerade Japan erleben und nicht ein verkapptes Amerika oder England.

Dann sind zwischendurch natürlich viele Rechtschreibfehler oder gar fehlende Worte zu finden. Da ich aber weiß, dass dies der erste Roman des Comic Culture Verlags ist und es Leens erste (noch dazu ehernamtliche) Arbeit als Lektorin war, will ich mal nicht so streng sein.  :)

So, nun zum Inhalt. Zoey ist mir persönlich ein kleines bisschen zu perfekt, aber durchaus sympathisch. Sie ist groß, hübsch, verantwortungsbewusst, selbstständig, eine fantastische Tänzerin, begabte Fotografin, überirdisch fleißig... Wirklich übel nehme ich ihr, dass sie keine Schokolade verträgt!  ;D ;)
Wenn da nich ab und an ihre Unsicherheit und Frustration durchblitzen würde, wäre sie nicht auszuhalten. Und das bösartige Getratsche in der Kantine bringt ihr natürlich auch Sympathie-Punkte.
Ich bin schon gespannt, wann wir ihre Schwester Suzuka kennenlernen werden. Zoey malt ja kein gutes Bild von ihr.
Ihr Vater ist bisher sehr interessant. Einerseits so professionell und begeisternd, wenn es um seine Arbeit geht. Aber auch selbsrefletkierend, als er seine Tochter fragt, ob er nicht seinen Ehrgeiz der Band aufdrückt. Andererseits scheint er sich vor den Problemen mit seiner eigenen Tochter zu verschließen. Und das, wo er beide Töchter doch anscheinend alleine großgezogen hat und das auch noch recht gut. Ich freue mich schon, mehr von ihm zu hören.

Die Band gefällt mir bisher. Natürlich steht Jin im Vordergrund, aber auch die anderen Jungs gefallen mir. Sie sind sehr respektvoll und scheinen mit kein bisschen eingebildet, wie Zoey zunächst befürchtete. Ich kann Takuyas Unsicherheit über die Choreo allerdings nur zu gut verstehen!

Klar, dass sich da zwischen Jin und Zoey von Beginn an etwas anbahnt. Und ich brauche kein Japaner zu sein, um mir darüber klar zu sein, dass das noch schwierig wird, wenn die beiden nicht sehr, sehr diskret sein werden. Zunächst einmal ist es nie gut, wenn zwischen einem Lehrer (auch wenn sie nur Co-Trainerin ist) und einem Schüler etwas passiert und dann gelten für Boy-Bands sicher überall auf der Welt das Gleiche: Freundinnen sind unerwünscht, weil sie die weiblichen Fans stören. Die Mitglieder einer Boy-Group sollen immer angehimmelt werden können und in der Fantasie der Mädchen irgendwie erreichbar sein.

Zoeys Praktikumschef gefällt mir gar nicht! Dieser Minoru ist vielleicht schleimig! Ich habe auch bei diesem Fototermin ein ganz schlechtes Gefühl. Ich glaube nicht so recht, dass er wirklich will, dass Zoey voran kommt. Hoffentlich geht die ganze Sache nicht schief. Ich wittere eine Verschwörung.
Die beiden westlichen Models Rumina und Casey fand ich ganz nett, wenn auch ein klein wenig taktlos. Es wäre aber doch schön, wenn die drei sich anfreunden würden. Die Szene mit den beiden war jedenfalls die erste Stelle im Buch, bei der ich lachen konnte und eine gewisse Leichtigkeit aufkam.


 

Pu Bea:
@Kiala:
Hallo an alle und besonders an Pu Bea, Leen und Sternchen!

So, nun habe ich den ersten Abschnitt gelesen und finde das Buch bisher sehr interessant. Die japanische Atmosphäre mit all ihrer eher steifen Höflichkeit finde ich sehr spannend.

Hallo liebe Kiala,

vielen Dank für deinen ersten Kommentar. Der erste ist immer der Tapferste. ^^ Ich entschuldige mich als Erstes, dass ich mich erst jetzt zurückmelde, aber klappt es mit den Benachrichtigungen für die neuen Beiträge bei mir nicht... Aber ab jetzt schaue ich täglich hier rein.

Zunächst einmal zum Aussehen des Buchs: Gleich auf der Rückseite bin ich auf die beiden Icons gestoßen. Ich nehme man an, dass die auf jedem Buch des Comic Culture Verlags sind, aber als Manga-Dummie habe ich natürlich keine Ahnung, was unter "Shojo" zu verstehen ist. Also, was ist "Shojo"?
Dann fand ich persönlich die fett gedruckten Schlüsselworte in der kurzen Inhaltsangabe etwas zu unruhig, allerdings ermöglichen sie es auch bei nur flüchtigen Lesen Neugier zu wecken. Hmm. Ich bin nicht sicher, dass mir das gefällt, geben aber zu, dass es wohl nützlich ist, wenn man Leser werben möchte. Besonders, wenn die Leser noch jung sind und mehr Manga-, als Roman-Erfahrung haben.

Uh, auf die Icons werde ich erst durch deinen Kommentar darauf aufmerksam. Lach. Bisher hat mich das Benjamin-Cover immer abgelenkt.
Der Begriff Shojo wird im Glossar hinten erklärt: "Mädchen-Manga"

Der Stil von Pu Bea ist flüssig, nur ab und an mal, merkt man doch, dass sie noch kein alter Hase im Literaturgeschäft ist. Ein paar Dinge sind mir nämlich schon aufgefallen, andere Dinge stören mich persönlich auf andere Weise.

Ich schreibe erst seit 11 Jahren und davon erst seit 2 Jahren unter der Aufsicht zweier Lektoren und Verlegers. Dass du meinen Schreibstil zu 50% als flüssig empfindest ist schon ein großes Kompliment. ^^ Danke.

1. Zunächst einmal zu einigen Formulierungen. Da das Buch in Japan spielt und japanische Protagonisten hat, fand ich die Formulierung auf Seite 4, dass "Massen von Japanern" irgendwohin strömen seltsam. Man wird in einem Roman, der in Deutschland spielt ja auch nicht lesen "Massen von Deutschen strömten in das Kaufhaus", sondern "Massen von Menschen/Leuten".

Hm, die Formulierung "Massen von Japanern" bezieht sich direkt auf Japan, das immer mit einer "Masse von schwarzen Köpfen" verbunden wird. Solche (sarkastischen) Bemerkungen habe ich in Deutschland aufgesammelt und ihn durch die Augen eines deutschen Publikums dargestellt. Sozusagen die Fernrohrsicht von Europa nach Japan auf dem ersten Blick = beim Aufschlagen des Buches. Das kann natürlich jetzt als Ausrede verstanden werden, aber das war tatsächlich mein Gedanke.
Als ich in Italien war, habe ich von Deutschen gehört "Hey, da kommt ne Masse Chinesen, Japaner" an. Ich weiß nicht genau, woher die Sprüche von "Masse Japaner" kommt, aber meinen Beobachtungen zufolge fand ich diese damit verbunden, dass man es im Hinblick auf die große Einwohnerzahl Tokios sagt und zwar spezifisch auf Tokios Einwohner bezogen. Menschen/Leute entspricht nicht dem, was ich ausdrücken wollte, da Menschen nicht klar die Herkunft ausdrückt. Wäre die Bevölkerung auf Japans Straßen so offensichtlich bunt gemischt wie in Deutschland, dann wäre deine Alternative auf jeden Fall schöner, aber wie gesagt, OPTISCH gleicht es einfach einer Masse ... Japaner.

2. Es wird wirklich das alte "Ein Junge und ein Mädchen greifen nach demselben Gegenstand und berühren sich zufällig"-Klischee verwendet.  ::) Stöhn! Ich kam mir vor wie einem beliebigen Teenie-Film.

Ähem ... hm. Das Alter für das Buch wurde auf 12 herabgesetzt. Leen hat alle dirty-Anspielungen von mir herausgestrichen. Aber im nächsten Buch wirst du mehr Spaß haben. Hoffe ich. ^^;;

3. Dann verstehe ich es so, dass in Japan zu allen diesen Pop-Gruppen, die aus dem Boden schießen und möglicherweise schnell wieder weg vom Fenster sind als "Idole" bezeichnet werden. Die ursprüngliche Bedeutung von "Idol" wird also gekippt und bezieht sich nun auf eine bestimmte Personengruppe. (Ist das in den USA nicht ähnlich, wenn ich da an die Sendung "American Idol" denke?) Die Erklärung dazu fand ich aber nicht sonderlich gelungen.

Mir ist American Idol nicht bekannt und meinen Charakteren auch nicht. Ein Fauxpass meinerseits, da habe ich mich zu sehr auf Japans Unterhaltungsindustrie konzentriert.
Was bei jap. Idol kritisch zu betrachten ist, dass sie nicht nur eine bestimmte Personengruppe bezeichnet, sondern auch indirekt (durch ihre Unterhaltungsindustriestruktur) eine "Warengruppe zum Verkauf". Amerikas Unterhaltungsindustrie ist da "persönlicher" mit Management, persönl. Assistent, eigenes Team etc. Ob das allerdings auch die "American Idols" betrifft, kann ich nicht sagen, da ich diese Unterhaltungsgruppe wie gesagt nicht kenne. Ich beziehe mich jetzt nur auf die allgemeinere liberaliere Handhabung von Stars in Amerika.


Persönlich hat mich die starke Fixierung auf die Sprache Englisch gestört. Ich finde es noch in Ordnung, wenn Zoey gut Englisch spricht, weil ihr Vater für Großbritannien schwärmt und sie schottische Wurzeln hat, aber Jins Fixierung auf die Sprache fand ich sehr nervtötend.
Hallo? Er findet die einfachsten Worte in seiner eigenen Sprache nicht? Ist doch kompletter Schwachsinn, dass man bestimmte Dinge in Englisch besser ausdrücken kann. Zumindest in dieser Hinsicht. Man kann Gefühle in jeder Sprache adäquat ausdrücken, wenn man will. Etwas anderes ist es bei bestimmten Fachbegriffen. Da wird eine Übersetzung oft wirklich schwierig. Aber er kann noch nicht mal sagen, dass ihre Tanzvorführung ihn sehr beeindruckt hat... ihn umgehauen hat?

Mir ist schon klar, dass ich nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe dieses Romans gehöre und die Jugendlichen von heute diese Euphorie für die englische Sprache besser nachvollziehen können, aber muss das wirklich sein?
Vorallem frage ich mich, ob man sich damit nicht ins eigene Fleisch schneidet. Junge Leser, die zu diesem Roman greifen, wollen doch gerade Japan erleben und nicht ein verkapptes Amerika oder England.

Jep. Dass du davon genervt bist, ist gut so, denn es ist auch NERVTÖTEND. Jins Amerikafixierung entspricht sowohl meiner Charakterinspiration als auch der realen Amerikafixierung Japans. Die Tendenz der Amerikanisierung ist in Japan unglaublich hoch und geradezu dreist in ihrer Ausführung. Die Europarisierung hinkt bisschen hinterher, erstmal ist ihr großes Vorbild Amerika.

Sein "Wortverlust auf Japanisch" bezieht sich darauf, dass es auf Englisch flüssiger und cooler klingt und sich besser singen lassen würde als auf Japanisch. Stimmt, man kann Gefühle in jeder Sprache adäquat ausdrücken, charakteristisch für Jin ist es nur, dass ER es kurz und knapp und in Verbindung seiner Englischfixierung haben möchte. Wenn man sich nach etwas sehnt bzw. ein Vorbild hat, ist in der Regel mit dem, was man hat, nicht zufrieden. Das bezieht wirkt sich auch auf die eigene Sprache aus.

Die skizzierte Euphorie für Englisch basiert weniger auf die (ich nehme an, du meinst deutsche) Jugend von Heute, sondern auf die JAPANISCHE Jugend von Heute. (Außerdem bin ich nicht sicher, ob die deutsche Jugend von heute wirklich so Englisch begeistert ist außer von Games, weil diese als erstes auf Englisch herauskommen; die Jugendlichen, die ich getroffen habe, mögen kein Englischlernen, aber ich möchte es nicht auf die "deutsche Jugend" beziehen)
Wenn man eine jap. Videothek besucht, dann sind die meisten orginalsprachigen (englischen) Videos verliehen und nicht die synchronisierten. Die Japaner verstehen zwar kein Wort und bekommen ein falsches, abgeschwächtes Bild von der Sprache Englisch, weil die jap. Untertitel abgeschwächt sind, aber es geht ihnen um das Gefühl von "original Englisch" erleben wie für uns original Japan erleben, wenn wir in Cosplay auf die LBM oder in eine Sushi-Restaurant gehen.

Das Buch orientiert sich nach der realen Popkultur Japans, die (leider) unübersehbare Tendenzen eines "verkappten Amerikas" hegt. Demzufolge ist es tatsächlich Japan, so wie es heute ist, wo Moderne mit Tradition aufeinanderprallt. Leser, die von Japan als das Land der Kirschblüten und Kimonos träumen werden von dem Bild, das Japan selbst durch die Mangas vermittelt getäuscht. Das Japan aus Last Samurai existiert leider längst nicht mehr, sondern es ist zu einem Extrem von absurder Moderne geworden.


Dann sind zwischendurch natürlich viele Rechtschreibfehler oder gar fehlende Worte zu finden. Da ich aber weiß, dass dies der erste Roman des Comic Culture Verlags ist und es Leens erste (noch dazu ehernamtliche) Arbeit als Lektorin war, will ich mal nicht so streng sein.  :)

Dafür kann ich mich nur wieder entschuldigen.
Ich danke dir nochmals ganz herzlich, dass du die die Zeit für das Buch genommen hast und viele Grüße. ^^

Kiala:
Hallo Pu Bea!

Wow! Da warst Du ja fleißig! Danke für all deine Antworten!
Kennst Du eigentlich schon die Zitierfunktion? Dann musst Du nicht alles einzeln kopieren und färblich ändern. Rechts oben im jeweiligen Threadbeitrag in der Antwortfunktion gibt es "Zitat einfügen".

Und die Funktion werde ich gleich mal kräftig nutzen!


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Uh, auf die Icons werde ich erst durch deinen Kommentar darauf aufmerksam. Lach. Bisher hat mich das Benjamin-Cover immer abgelenkt.
Der Begriff Shojo wird im Glossar hinten erklärt: "Mädchen-Manga"

--- Ende Zitat ---
Ahh! Danke! Da hatte ich wiedrum noch nicht geschaut.
Es ist allerdings gut möglich, dass Leen es mir in der anderen Leserunde bereits erklärt und ich Dödel es schon wieder vergessen hatte.  :-[


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Ich schreibe erst seit 11 Jahren und davon erst seit 2 Jahren unter der Aufsicht zweier Lektoren und Verlegers. Dass du meinen Schreibstil zu 50% als flüssig empfindest ist schon ein großes Kompliment.

--- Ende Zitat ---
Also ich finde den Stil definitiv zu mehr als 50% flüssig. Das andere waren ja nur ein paar Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss gestört haben.


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Hm, die Formulierung "Massen von Japanern" bezieht sich direkt auf Japan, das immer mit einer "Masse von schwarzen Köpfen" verbunden wird. Solche (sarkastischen) Bemerkungen habe ich in Deutschland aufgesammelt und ihn durch die Augen eines deutschen Publikums dargestellt. Sozusagen die Fernrohrsicht von Europa nach Japan auf dem ersten Blick = beim Aufschlagen des Buches.
--- Ende Zitat ---
Das dachte ich mir schon.
Allerdings verwendest Du doch die personale Erzählsituation (diesen Abschnitt nehmen wir durch Zoey wahr) und sie als Japanerin würde so etwas wohl nicht denken oder sagen.


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Als ich in Italien war, habe ich von Deutschen gehört "Hey, da kommt ne Masse Chinesen, Japaner" an. Ich weiß nicht genau, woher die Sprüche von "Masse Japaner" kommt, aber meinen Beobachtungen zufolge fand ich diese damit verbunden, dass man es im Hinblick auf die große Einwohnerzahl Tokios sagt und zwar spezifisch auf Tokios Einwohner bezogen.
--- Ende Zitat ---
  ;D Ich persönlich verwende immer den Begriff "Horde". Meine Uni liegt sehr touristisch und kaum eine andere Nationalität tritt in so geballten und disziplinierten Gruppen auf. Klar reisen andere auch in Gruppen, aber die bleiben meist nicht so eng beianander. Die Gruppe zieht sich und wirkt deshalb nicht mehr so "massig".  ;)
Ich denke also der Begriff kommt von den üblichen Touristengruppen. Kaum jemand wird dabei wohl an Japan selbst denken. Andererseits, wenn ich da an Bilder aus der japanischen U-Bahn denke... Das sind wirklich Massen!


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Ähem ... hm. Das Alter für das Buch wurde auf 12 herabgesetzt. Leen hat alle dirty-Anspielungen von mir herausgestrichen. Aber im nächsten Buch wirst du mehr Spaß haben. Hoffe ich. ^^;;
--- Ende Zitat ---
  :D Also, wenn ich daran denke, dass ich die Ayla-Bücher von Auel in dem Alter gelesen habe!  ;D
Also Leen: Nicht übertreiben mit den Streichungen! Mädchen können in dem Alter können schon etwas mehr als zartes Händchenstreifen ertragen!
Dann bin ich ja schon mal auf den nächsten Band gespannt.


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Ob das allerdings auch die "American Idols" betrifft, kann ich nicht sagen, da ich diese Unterhaltungsgruppe wie gesagt nicht kenne.
--- Ende Zitat ---
Das ist so weit ich weiß, eine von diesen hunderttausend nervigen Casting-Shows. Muss man nicht kennen. Zumindest ich kenne sie nicht. Ich musste nur daran denken wegen der vielen Idole in diesem Buch.


--- Zitat von: Pu Bea am 11. August 2011, 14:52:19 ---Jep. Dass du davon genervt bist, ist gut so, denn es ist auch NERVTÖTEND. Jins Amerikafixierung entspricht sowohl meiner Charakterinspiration als auch der realen Amerikafixierung Japans. Die Tendenz der Amerikanisierung ist in Japan unglaublich hoch und geradezu dreist in ihrer Ausführung. Die Europarisierung hinkt bisschen hinterher, erstmal ist ihr großes Vorbild Amerika.
...
Die skizzierte Euphorie für Englisch basiert weniger auf die (ich nehme an, du meinst deutsche) Jugend von Heute, sondern auf die JAPANISCHE Jugend von Heute.
--- Ende Zitat ---
;D Schön, dass du das auch so empfindest, aber dann ist dein Buch in dieser Hinsicht ja sehr realistisch. Das war mir gar nicht so klar.
Schade eigentlich. Die Japaner haben es doch eigentlich gar nicht nötig so amerikafixiert zu sein.

Pu Bea:
Hallo Pu Bea!

Wow! Da warst Du ja fleißig! Danke für all deine Antworten!
Kennst Du eigentlich schon die Zitierfunktion? Dann musst Du nicht alles einzeln kopieren und färblich ändern. Rechts oben im jeweiligen Threadbeitrag in der Antwortfunktion gibt es "Zitat einfügen".

Und die Funktion werde ich gleich mal kräftig nutzen!

Liebend Dank für die Erklärung. ^^
Mein Mozilla stürzt nur regelmäßig ein, daher schreibe ich meine Kommentare immer offline und kopier dann alles rein.


Zitat von:
    Ahh! Danke! Da hatte ich wiedrum noch nicht geschaut.
Es ist allerdings gut möglich, dass Leen es mir in der anderen Leserunde bereits erklärt und ich Dödel es schon wieder vergessen hatte.  :-[

Ah, kein Problem. Ich persönlich finde es sowieso etwas zu Genre-fixiert das Buch als Shojo zu bezeichnen. Sozialstudie würde es eher treffen.

Zitat von:
Also ich finde den Stil definitiv zu mehr als 50% flüssig. Das andere waren ja nur ein paar Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss gestört haben.

Darauf wurde ich schon von einer detaillierten Leserin aufmerksam gemacht. Ich arbeite noch hart daran, einen Kompromiss zwischen Literatur, Norddeutsch und Süddeutsch zu finden. In Bayern wird vieles als flüssig verstanden, was in Berlin nicht der Fall ist, musste ich bei den Korrekturen feststellen.


Zitat von:
Das dachte ich mir schon.
Allerdings verwendest Du doch die personale Erzählsituation (diesen Abschnitt nehmen wir durch Zoey wahr) und sie als Japanerin würde so etwas wohl nicht denken oder sagen.

Hm, ich denke, das ist das Überbleisel meiner allwissenden Erzählperspektive, die in eine möglichst personale korrigiert wurde.

Zitat von:
  ;D Ich persönlich verwende immer den Begriff "Horde". Meine Uni liegt sehr touristisch und kaum eine andere Nationalität tritt in so geballten und disziplinierten Gruppen auf. Klar reisen andere auch in Gruppen, aber die bleiben meist nicht so eng beianander. Die Gruppe zieht sich und wirkt deshalb nicht mehr so "massig".  ;)
Ich denke also der Begriff kommt von den üblichen Touristengruppen. Kaum jemand wird dabei wohl an Japan selbst denken. Andererseits, wenn ich da an Bilder aus der japanischen U-Bahn denke... Das sind wirklich Massen!

Genau. Von daher ist die Formulierung "Masse" visuell treffender und anschaulicher. Auch wenn die personale Erzählung darunter leidet.


Zitat von:
Das ist so weit ich weiß, eine von diesen hunderttausend nervigen Casting-Shows. Muss man nicht kennen. Zumindest ich kenne sie nicht. Ich musste nur daran denken wegen der vielen Idole in diesem Buch.

Das jap. Verständnis von Idol scheint sich dann nicht mit dem des "American Idol" zu decken. In Japan werden die Jungs vorhand und auf der Straße gescoutet und nicht à la Dieter Bohlen - Shows wo Bands und Sänger gecastet werden.


Zitat von:
;D Schön, dass du das auch so empfindest, aber dann ist dein Buch in dieser Hinsicht ja sehr realistisch. Das war mir gar nicht so klar.
Schade eigentlich. Die Japaner haben es doch eigentlich gar nicht nötig so amerikafixiert zu sein.

Kein Mensche, Land, Kultur etc. hat es wohl nötig etwas anderes zu imitieren, aber ich erklär das mit dem Gesetz von Wettkampf und Vorbild usw. ^_^

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