Leserundenarchiv > Carla Federico (Julia Kröhn) – Jenseits von Feuerland

8. Abschnitt: Seite 694 bis Ende

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Imlammenien:
Hier könnt Ihr von Seite 694 bis zum Ende schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

apassionata:

Prima Schluss… soweit schon einmal vorab.  :daumen:

Jéronimo hat ja beinahe ganz Arbeit geleistet.  :o Nur gut, dass unsere Freunde hier alle zusammen gearbeitet haben. :schwitzen: Gänzlich gefesselt hing ich an den Zeilen, als Rita im Gerichtssaal saß. Ihre Ausweglosigkeit schien ja beinahe grenzenlos. Über diesen voreingenommenen Mopp habe ich mich wieder sehr aufregen müssen. Was maßen sich manche Menschen da eigentlich an. Von Objektivität keine Spur. *Pah*
Und dann Agustinas Auftritt… Aber Hallo war das toll und mutig von ihr. Sie tat es für die kleine Aurelia, ihre Enkelin. Ganz klar. Trotzdem eine Wahnsinnstat, sich selbst für die Mutter des Kindes zu opfern. Immerhin ist es ja nun durch den Leberfleck wenigstens gänzlich geklärt, wer der eigentliche Vater der Kleinen ist. Dass Ana dann auch noch das Gift von Ernesta zur Verfügung hatte, machte Agustinas Tod dann wenigstens noch ertragbarer für sie.
Übrigens hat mir die Beschreibung von Ana’s zwiespältigem Verhältnis zu Ernesta ausgesprochen gut gefallen. Hier steckte jede Menge Potenzial dahinter, welches mir in seiner Eindringlichkeit echt nahe gegangen ist.
Das galt übrigens auch für die Beziehung zwischen Emilia und Nora. Sehr gut beschrieben, Julia. Bravo.

Klasse fand ich ja, wie Rita bei ihrer Entlassung dem bösartigen Jéronimo noch die Stirn geboten hat. Ha… das tat doch in der Seele gut. Ich hoffe doch sehr, dass der Fluch funktioniert. Wenn nicht, hat unsere Pire wenigstens eine Saat der Unsicherheit gesät.  8)

Hier hatten wir also schon mal ein glückliches Happy-End.

Aber auch bei Emilia lief letztendlich alles wunderbar. Es war ganz prima zu sehen, wie sich die beiden Frauen um Arthur gemeinsam arrangieren. Respektvoll und ehrlich kämpfen sie beide auf ihre Art um Arthurs Genesung… und gewinnen den Kampf gegen die Cholera.

Siebzehntausend Menschen, die an der Cholera erkrankten. :o Ich glaube, wir sind uns hier in unserer Wut über die entscheidenden Obrigkeiten, die alles schon von Anbeginn verbanalisierten und am liebsten nicht wahrhaben wollten, einig. Blöd nur, dass es heute in der so genannten modernen Welt nicht viel anders laufen würde. Beispiele gibt es ja momentan zu genüge, da brauche ich nur an Fukushima oder gewisse Lebensmittelvergiftungen zu denken.  ::)

Diesem Dr. Hufnagel hätte ich ja auch am liebsten noch eins ausgewischt.   >:( Aber da hatte sich Emilia ja schon etwas ganz tolles für Nora ausgedacht. Ich finde, sie haben alle eine gute Lösung gefunden. Nora kann im Haus wohnen bleiben und weiterhin ihren humanitären Dienst im Krankenhaus tun und unser Liebespärchen ist frei.  :flirt:  Und sie fetzten sich glücklich bis an ihr Lebensende.  ;D

Nun wissen wir auch, wie wir den Prolog zu deuten haben. Klar, nun fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Der Mann auf dem Schiff ist natürlich nicht Manuel, sondern Arthur. Ich fand es auch ganz toll, dass Emilia nicht mit ihrer Vergangenheit brechen will. Sie benennt ihrer (noch nicht geborene) Tochter bereits nach ihrem leiblichen Vater: Victoria.
Ich denke, wenn die beiden (Emilia und Arthur) sich endlich mal geeinigt haben, wie sie denn nun leben möchten, wird allen letztendlich eine glückliche Zukunft bevorstehen.

Ah, da fällt mir gerade noch ein, Julia…
Pire, dieser Namen hat doch bestimmt eine Bedeutung? Ich habe ein bisschen herumgesucht aber leider nichts gefunden. Vom französischen „le pire“, „das Schlimmere“ wird es ja jetzt vielleicht eher weniger kommen, oder?

Zum Nachwort:
Natürlich, liebe Julia, habe ich Lust und Zeit, mich auf die Geschichte von Aurelia und Victoria einzulassen.  ;)
Denn sicher erzählst du dann auch wieder genauso facettenreich und einfühlsam wie in diesem Band.

Spannend, gefühlvoll und voller Emotionsauslöser, war dieses Buch der reinste Lesegenuss. Dir, liebe Julia, vielen Dank dafür.  :-*

Liebe Grüssle
                   Marion  :winken:

Julia:
Dieser Teil beinhaltet jede Menge Lieblingsszenen von mir - allen voran, wie Aurelia Jeronimo verflucht (ich bin überzeugt, der Fluch wirkt!!!) oder wie Ana Ernesta zu denken gibt, was Leben und Lieben bedeuten (sollen).

Was Pire genau in der Mapuche-Sprache bedeutet, weiß ich leider nicht - ich habe ihn allerdings mal gehört, und er hat mir sehr gut gefallen.

Ach ja - Aurelias und Victorias Geschichte wird "Im Schatten des Feuerbaums" heißen und im Mai 2012 erscheinen.
Liebe Grüße,
Julia

apassionata:
Hallo Julia.


--- Zitat von: Julia am 10. August 2011, 15:05:15 ---... wie Aurelia Jeronimo verflucht (ich bin überzeugt, der Fluch wirkt!!!)
--- Ende Zitat ---

Da bin ich beruhigt.  8)
Jedem was er verdient.  ;D


--- Zitat von: Julia am 10. August 2011, 15:05:15 ---Was Pire genau in der Mapuche-Sprache bedeutet, weiß ich leider nicht - ich habe ihn allerdings mal gehört, und er hat mir sehr gut gefallen.
--- Ende Zitat ---

Ein sehr schöner Name ist Pire auf jeden Fall.
Ich dachte nur, ich frage mal nach. Hätte ja sein können. Doch so ist es natürlich auch ok.  ;)


--- Zitat von: Julia am 10. August 2011, 15:05:15 ---Ach ja - Aurelias und Victorias Geschichte wird "Im Schatten des Feuerbaums" heißen und im Mai 2012 erscheinen.
--- Ende Zitat ---

Prima. Da freue ich mich doch gleich schonmal vor.  :jakka:
Vielleicht hast du ja bis dann sogar noch einmal Lust eine Leserunde dazu hier zu begleiten.
Darauf hoffe ich jetzt einfach mal.  ;)


Kati:
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Die Vorgeschichte wandert direkt auf den Wunschzettel.  ;)
Und grundsätzlich habe ich für mich festgehalten, dass historische Romane aus fremden Ländern (außerhalb Europas) doch auch ihren Reiz haben.

Aber nun mal zum Inhalt:

Ernesta hat mich überrascht. Sie zeigt tatsächlich einen Hauch von Menschlichkeit und lässt sich allein durch Worte überzeugen... ohne Gegenleistung. das hätte ich nicht mehr gedacht.
Natürlich war ich an der Stelle gespannt, was sie Ana da in die Hand gegeben hat!

Genauso die Szene im Gerichtssaal, an der spannensten Stelle (jemand stürmt in den Saal und beteuert Rita´s Unschuld) kommt plötzlich ein Kapitelwechsel.
Das war fies, Julia!   ;)
Innerlich habe ich aber fest an Agustina gedacht. Ich fand auch den Grund so rührend, dass sie an ihre Enkelin dachte und ihr die Mutter nicht nehmen wollte, weil auch Esteban dem Mädchen nichts antun konnte.

Rita´s Auftritt vor Jeronimo war spitze! Bei dem Fluch auf Mapuche hatte ich Gänsehaut. Und obwohl die Worte nicht geschrieben standen, konnte ich sie deutlich spüren. Das war so eine starke Szene!
"Pire" klingt ungewöhnlich, aber sehr schön.  :herz:

Nora bekommt eine Danksagung für ihre Arbeit im Krankenhaus. So hat Emilia durch einen kleinen Trick die Kündigung vorerst abgewendet. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen!
Auch in die Scheidung hat Nora eingewilligt, klasse wie sie betont, dass allein Emilia das verdient hat.  ;D

Emilia ist tatsächlich schwanger. Hast du gut kombiniert, Marion  ;)
Die Sache, dass sie nun zu ihrem wirklichen Vater steht... und ein Töchterchen Victoria nennen möchte, war ganz rührend.  :'(

Positiv erwähnen möchte ich noch den klugen Schachzug, aus dem Prolog den Epilog zu machen. Jetzt lesen wir die ganze Szene mit mehr Details und plötzlich macht alles Sinn.
Und zum zweiten die historische Anmerkung am Ende. Sehr gut geschrieben. Das öffnete im Nachhinein noch einmal die Augen für die Hintergründe des Landes und der Ureinwohner. Fand ich wirklich sehr interessant.

LG Kati  :winken:

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