Autor Thema: 6. Abschnitt: Seite 491 bis Seite 601  (Gelesen 1049 mal)

Offline Imlammenien

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Re: 6. Abschnitt: Seite 491 bis Seite 601
« Antwort #15 am: 13. August 2011, 17:52:46 »
@Julia: Das heißt also, dass Maril zwar gegen andere Menschen kämpft, die ihn angreifen (sozusagen als Selbstverteidigung), er aber keine Wehrlosen töten bzw. hinrichten würde - ganz egal, was die wiederum vorher angestellt haben?

Offline apassionata

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Re: 6. Abschnitt: Seite 491 bis Seite 601
« Antwort #16 am: 13. August 2011, 18:18:41 »
Über Maril hatte ich mich hier in dieser Situation auch etwas gewundert, dass da nicht mehr kam. Immerhin hat man sein Volk ausgerottet und den Mädels so einiges angetan. Da kann er doch mit solch einem Widerling nicht noch großes Nachsehen gehabt haben. Andererseits scheint er mir auch einer von den sanften zu sein.


Ich glaube, das hat nicht unbedingt mit Nachsehen zu tun. Von den Ureinwohnern, die damals mehr oder weniger ausgerottet wurden, haben sich viele nicht gewehrt (andere natürlich schon - da gab es auch genügend Gewaltakte gegen Chilenen). Das hat weniger mit Feigheit oder Entschlusslosigkeit zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie traditionell Gewalt gewertet wurde. Und während es eben sehr kriegerische Stämme gab, gab es im Gegenzug auch absolut friedliebende (an anderer Stelle habe ich ja auch erwähnt, dass bei den Tehuelche Gewalt gegen die Frauen absolut verpönt war). Zu töten war für diese, wenn überhaupt, ultima ratio, aber nichts, was man leichtfertig tat.
Liebe Grüße,
Julia

Das klingt logisch, liebe Julia. So besehen gehört Maril ganz sicher zu eben jenen, die der Weisheit ihres Volkes ein Stückchen näher sind.

@Julia: Das heißt also, dass Maril zwar gegen andere Menschen kämpft, die ihn angreifen (sozusagen als Selbstverteidigung), er aber keine Wehrlosen töten bzw. hinrichten würde - ganz egal, was die wiederum vorher angestellt haben?

Was ja grundsätzlich sehr löblich wäre.  ;)
Diesen friedlichen Wesenszug haben heutzutage und wohl auch damals nicht unbedingt viele.

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi