Leserundenarchiv > Carla Federico (Julia Kröhn) – Jenseits von Feuerland

7. Abschnitt: Seite 605 bis Seite 693

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Imlammenien:
Hier könnt Ihr von Seite 605 bis 693 schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

apassionata:

Hallo ihr Lieben,

ich presche gerade mal etwas vor :-[  , da ich ab morgen Abend bis Montag voraussichtlich keine Zeit und wahrscheinlich kaum Möglichkeiten haben werde hier hereinzuschauen.
Lasst euch dadurch aber bitte nicht hetzen.  :)

Der blaue Tod. Dieser Titel sagte ja schon alles. Dramatisch und gekonnt brachte Julia hier diese große Wende in der Geschichte. Ich fand es sehr plastisch, wie ich Emilia auf ihren Weg durch Hamburg und Sankt Pauli mit begleiten durfte. Verstrickt und vertrackt natürlich wieder, dass Arthur sowie Emilia gleichsam mit Nora jeweils über ihren eigenen Stolz stolpern. Da hatte sich Arthur wohl verschätzt, wenn er dachte, er könnte bei Nora einfach so mit seiner Scheidungsforderung ankommen. Auch mit seiner Vermutung, Nora hätte einen Liebhaber, lag er ja wohl ziemlich daneben.
Oh Mann, und nun stehen sie inmitten all der sterbenden gemeinsam im Krankenhaus vereint.
Ich sehe Arthurs verdutzten Blick förmlich vor mir.  ;D
Auch hat mir die Annäherung der beiden Frauen sehr gut gefallen. Nora begreift, dass Emilia mehr ist als ein billiges Flittchen. Ihr Zugeständnis gegenüber Emilia hat dann irgendwie mein Herz erwärmt: „Ich kann doch sonst niemanden hassen.“ S.683
Ich schätze jetzt einfach mal, dass Julia den guten Arthur nicht einfach versterben lässt.
Ist Emilia schwanger? Ober kommt die morgendliche Übelkeit von den Ausläufern der Cholera.  :o

Ach ja, und Menschen wie diesen Dr. Hufnagel trifft man wohl leider überall.
Die Thematik der Cholera im Hamburg, und dass es bei weitem nicht so schlimm ausgefallen wäre, hätten die Zuständigen gleich richtig reagiert und Nägel (  ;D ) mit Köpfen gemacht, ist mir aus anderen Büchern bereits bekannt. Die Darstellung hier bisher von Julia hat mir aber auch sehr gut gefallen und ist durchweg stimmig.

Ohhhh. Währenddessen läuft bei Rita ja wieder einmal so ziemlich alles schief. :o Zunächst habe ich mich ja gefreut, dass sie zumindest Aurelia aus Estebans Fängen befreien kann. Aber nun dieser offizielle, grundsätzlich verlorene Vorwurf von Jeronimo. :o  Oh, oh, hier sehe ich ganz schwarz für die kleine Rita. :o

Dabei habe ich mich so gefreut, dass Rita beim Schuss auf Esteban endlich wieder die Erinnerung an ihren Namen erlangte. Ich fand es auch ganz toll, wie Maril Rita dazu gebracht hat in ihr Inneres zu hören…

Ganz toll fand ich die Stelle auf Seite 610. Als Rita der Kragen platzte und dem naiven Don Andrea endlich mal die Meinung geigte:
„Wir waren zuerst da! Und nun haben euresgleichen mein Kind verschleppt, nicht umgekehrt! Wer also ist hier gewalttätig?“ :klatschen:

Boah…
Und nun soll ich wirklich  erst noch einkaufen gehen, bevor ich erfahre wie es weiter geht? :o

Liebe Grüssle
                  Marion  :winken:

Julia:
Hallo,
um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern: Ich fand es sehr spannend, für dieses Buch nicht nur vieles zum Thema Chile zu recherchieren, sondern auch einen kleinen "Ausflug" nach Hamburg und St. Pauli zu machen. Ob nun die damaligen Etablissments oder die Cholera - vieles war für mich Neuland und spannend zu erfahren. Da musste ich mich sehr am Riemen reißen, um mich nicht in zu vielen Details zu verlieren.

Was mir als Autorin auch großen Spaß machte, war Esteban zu erschießen bzw. erschießen zu lassen. Wobei - etwas anderes machte fast noch mehr Spaß, aber das kommt noch  ;)
Liebe Grüße,
Julia

apassionata:
Hallo Julia.  :)


--- Zitat von: Julia am 09. August 2011, 16:48:54 ---Hallo,
um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern: Ich fand es sehr spannend, für dieses Buch nicht nur vieles zum Thema Chile zu recherchieren, sondern auch einen kleinen "Ausflug" nach Hamburg und St. Pauli zu machen. Ob nun die damaligen Etablissments oder die Cholera - vieles war für mich Neuland und spannend zu erfahren. Da musste ich mich sehr am Riemen reißen, um mich nicht in zu vielen Details zu verlieren. 
--- Ende Zitat ---

Das kann ich mir richtig gut vorstellen, Julia. Vor allem merkt man, dass es dir nicht nur viel Spaß bereitet hat sondern du auch richtig in die Materie eingetaucht bist. Gerade Sankt Pauli war für mich persönlich Neuland. Trotzdem konnte ich mir beim Lesen vorstellen, ich stünde an Emilias Stelle, mitten drin.  8) Ich konnte hier richtig abschalten, nachdem ich mich nach den ersten Augenblicken über den riesigen Wandel in der Geschichte noch gewundert hatte.


--- Zitat von: Julia am 09. August 2011, 16:48:54 ---Was mir als Autorin auch großen Spaß machte, war Esteban zu erschießen bzw. erschießen zu lassen. 
--- Ende Zitat ---

Das kann ich mir wahrlich vorstellen. Da hätte ich auch das größte Vergnügen verspürt. Schlimm muss es doch dann eher für dich gewesen sein, Rita und die anderen Mädels so leiden zu lassen, oder? Ich meine, da waren ja schon sehr heftige Szenen mit dabei. Szenen, die man sicher keinem wünscht. Wie konntest du dich hier nur immer wieder überwinden?


--- Zitat von: Julia am 09. August 2011, 16:48:54 ---Wobei - etwas anderes machte fast noch mehr Spaß, aber das kommt noch  ;)
--- Ende Zitat ---

Hui, da bin ich aber jetzt gespannt.
Wenn alles gut geht, werde ich es heute Abend ja noch erfahren...  :lesen:

Kati:
Mädels, es gibt Licht am Horizont.  ;D

Emilia ist im Varieté gelandet und macht sich dort nützlich. Ich find es gut, wie sie überall eine Aufgabe findet und einfach anpackt.
Hamburg selbst ist ja in einem schrecklichen Zustand. Müll, Ratten .... dann wunderte später die Cholera nicht.
Selbst dann schreckt sie die Arbeit nicht. Sie schaltet ab und bleibt bei den Kranken, lernt vom Zuschauen und hilft. Eine gute Seele, die endlich ein bisschen Liebe verdient hat!

Das Gespräch von Nora und Arthur über die Scheidung war sehr ernüchternd. Mist, Mist, Mist!
Aber ich kann Nora nun auch gut verstehen. Was bleibt ihr denn anderes übrig in dieser Zeit?
Das Treffen im Krankenhaus mit Emilia hat sie sehr sympathisch gemacht. Sie sieht nicht mehr eine Hure, sondern eine fleissige Frau in Emilia.
Wollen wir hoffen, dass sie sich irgendwie einigen können.
Vielleicht bleibt Nora einfach die Ehefrau und Arthur geht mit Emilia nach Chile und fängt dort neu an. Es kann doch eh niemand prüfen, ob er bereits verheiratet ist, oder? Dann wäre Nora nicht in Schande und die zwei Turteltäubchen (die sie mit Sicherheit wieder werden  ;) ) können ihr Leben genießen und nict mehr an Deutschland denken.
Die Geschäft könnte Arthur dort in Chile betreuen und so verdienen sie noch etwas neben der Schaffarm.
Ach... ich lasse mich überraschen. Ideen hätte ich schon.  :D

Esteban ist tot  :jakka: Endlich!
Ich hatte Gänsehaut, als Rita sagte: "Augen zu". Das war lang überfällig.
Dumm nur, dass Jeronimo direkt eine Intrige spinnen kann und die Pampapolizei in der Nähe ist.
Aber Rita schafft das! *hoff*

Mittlerweile bin ich so gefesselt von der Geschichte und sehr gespannt auf das Ende. Wenn das so richtig glücklich wird, fang ich an zu heulen. Ich schwörs euch.  ;D


--- Zitat von: apassionata ---Ist Emilia schwanger? Ober kommt die morgendliche Übelkeit von den Ausläufern der Cholera.  :o
--- Ende Zitat ---

Ohhh, das ist mir nicht aufgefallen. Kommt mir vor, als wäre sie schon ewig in Hamburg. Aber vielleicht hat es auf dem Schiff geschnaggelt ...  :lesen:


--- Zitat von: apassionata ---Dabei habe ich mich so gefreut, dass Rita beim Schuss auf Esteban endlich wieder die Erinnerung an ihren Namen erlangte. Ich fand es auch ganz toll, wie Maril Rita dazu gebracht hat in ihr Inneres zu hören…
--- Ende Zitat ---

Das hat mir auch gefallen.  :herz:

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