Hallo zusammen,
hallo Tobias!
Nun habe ich extra abgewartet, bis ich den ersten Lesebaschnitt beendet habe, und ihr tummelt euch schon fleißig hier.

Momentan bin ich etwas hin und her gerissen, denn manches an dem Buch gefällt mir ausgesprochen gut, anderes deutlich weniger. Ich hoffe, letzteres löst sich schnell in Wohlgefallen auf.
Zuerst zur Aufmachung des Buches, die finde ich nämlich rundum gelungen. In das Cover habe ich mich sofort verliebt und diese Rorschach-Grafiken sind auch toll. Außerdem zieht man mich mit kleinen Details sofort auf seine Seite, wie etwa hiermit: "Für diese Pressung nach den Masters neu abgemischt."

Das vorangestellte
Zuerst die Echos lässt mich zwar etwas ratlos zurück, gefällt mir hinsichtlich Klang und Rhythmus aber sehr gut. Sehr musikalisch halt.

Der Einstieg in den eigentlichen Text fiel mir leider nicht so leicht, denn der Dialog zwischen Karen und Laurie wirkt mir viel zu aufgesetzt. Das liegt zum einen an der Sprache, die so möchtegern-cool klingt, zum anderen am Inhalt. Ich hatte eher den Eindruck, als Leser ins Bild gesetzt zu werden statt ein Gespräch zu belauschen. Die Informationen, die beide haben, weil sie während der Ereignisse dabei waren, werden in mundgerechten Happen präsentiert. Und bei manchen Formulierungen sträubten sich mir einfach die Nackenhaare, aber da bin ich erstens sehr empfindlich und zweitens ist das nun wirklich Geschmackssache. Nach dem Dialog der beiden wurde ich warm mit der Sprache, nur das Gespräch zwischen den Jungen Floyd und Harv gefiel mir sprachlich wieder nicht so gut. Mal sehen, wie sich das im Weiteren einpendeln wird.
Ansonsten gab es auch einige Details, die mich grinsen ließen - die Gibson Les Paul, Floyd hat Geschmack - und andere, bei denen ich die Stirn gerunzelt habe - Indie Labels sind und bleiben Indie, mit ein oder zwei Mann kann man einfach nicht mit den Majors gleichziehen. Leider habe ich noch keine Vorstellung von MBMI, geschweige denn Musik im Ohr. Die Beschreibung der Band, sprich der Instrumente und der "angespielten" Lieder, zeigt mir zwar die Richtung, aber mehr leider (noch) nicht. Die Szene am Piano hingegen fand ich super, auch die Schilderungen der Mrs. Timmen bezüglich der Glocken bzw. Lautstärke fand ich putzig, hier wird Floyds Verbundenheit zur Musik sehr deutlich. Toll seine Anmerkung
"Omi, da ist eine Musik hinter der Musik, da sind noch viel mehr Stimmen als nur die von den Instrumenten. Das kann man nur hören, wenn es ganz, ganz laut ist." Und Brian Reggler ist ein wahrer Musik-Nerd.
Insgesamt mag ich dieses Bruchstückhafte bisher, mal sehen, wohin es uns führen wird und wann (oder ob überhaupt) wir Floyd im "Jetzt" das erste Mal tatsächlich erleben werden. Allerdings kam durch die stetigen Wechsel auch noch keine wirkliche Verbundenheit zu einer der Personen auf.
fände ich es schön, wenn jeder mal seine musikalischen Vorlieben preisgeben könnte - damit wir auch wissen woran wir sind! 
Du verlangst ja Sachen!

Also, ohne Musik geht's bei mir nicht, es muss nicht immer Rock sein, aber irgendwie lässt es sich meist in diese große Schublade zwängen. Gerne von Vinyl, noch lieber live, auf jeden Fall laut. Manchmal auch selbstgemacht (früher Gitarre, inzwischen E-Bass). Es muss nicht immer mit Gesang sein, es gibt auch ganz tolle Sachen ohne (z.B. aus dem Drone/ Doom/ Ambient-Bereich), es darf auch mal jazzig werden (nur nicht zu experimentell) oder Dark Folk oder ein Film Score oder (selten) Klassik ... Ich will gar nicht erst anfangen, Bands aufzuzählen, aber reicht das als Orientierung, Yklamyley?

Ich finde, wenn ich jetzt zu Beginn schon verrate, welche Musik ich am liebsten höre, macht das im Buch zuviel Spannung kaputt.
Das sehe ich ein, aber magst/ kannst Du uns verraten, wie eng Du der Musik verbunden bist? Und wie ausgiebig Du hinter die Kulissen schauen konntest?
Viele Grüße
Breña