Hallo Claudia ,
so ,wie ich jetzt aus der Meinung von Phantasia heraus lesen , gibt es da noch mehr Bücher von Olivia ?? :)Stimmt das so ??
Interessant finde ich
, auch das Cover :)Wer ist auf diese Idee mit dem Vogelkopf=Waldkauz(Ausschnitt davon ) gekommen , möchte ich dich gerne auch noch fragen ??
Bin gespanntauf deine Antwort ...LG..starone... 
Es gibt insgesamt drei Bücher über Olivia, "Hexendreimaldrei" war der Beginn und ist ein Urban Fantasy Chick Lit Liebesroman auf Basis des Froschkönig Märchens. Es folgte Jagdzeit, das stärker zum Mystery Krimi tendiert, wie ihr merkt und im März wird "Goldprinz" erscheinen, das ein großer Fantasy Verschwörungsroman ist, der mit Elementen von Frau Holle und James Bond spielt.

Ja, wirklich.
Das Cover: Nachdem entschieden war, dass es nicht so verspielt und Chick Litig wie Hexendreimaldrei sein soll, war meine Idee, ganz viele Vogelaugen auf dunklem Hintergrund. Der Verlag hat dann - sicher mit Einflüssen der aktuellen Panem Cover - diesen Entwurf angeboten, der mir sofort gefallen hat. Im Nachhinein war es wohl trotzdem nicht komplett passend, aber schön finde ich es immer noch.
Das Cover finde ich ziemlich gruselig. Und das Schlimme ist: Ich kann mich noch nicht einmal entscheiden, was darauf zu sehen ist. Ein Wolf? Oder doch eine Eule (respektive Waldkauz)? Schwierig... Denn passen würde ja irgendwie beides.
Das ging nicht nur dir so.

Aber es ist definitiv als Eule gedacht. Aber ich finde es nicht uninteressant, wenn es beides sein könnte...
Mit Olivia habe ich so meine Schwierigkeiten. Sie wirkt auf mich sehr verzweifelt (wer sonst würde für ein Blindate mit einem Lehrer(!) in irgendein Kaff fahren?). Das ist nicht weiter schlimm, sondern macht sie sogar ein klein wenig sympathisch, weil ich ihr natürlich wünsche, dass sie ihre große Liebe noch findet.
Was mich aber stört, ist, dass sie in ihren Gewohnheiten sehr festgefahren ist. Sie scheint nicht bereit, sich auf Neues bzw. anderes einzulassen und bedauert sich unendlich, anstatt aktiv zu werden (und mit Handys schmeißen ist für mich KEINE AKtivität, sondern eine emotionale Überreaktion! ). Im Wald macht sie keine gute Figur und ihre wiederholte Abneigung gegen die NATUR (die ständige Großschreibung nervt ebenfalls) hat sie in meinen Augen einige Sympathiepunkte gekostet.
Das hat sicherlich geschmackliche Gründe (ich bin auch kein Freund vom Campen, kann aber Bergwanderungen und Waldspazierungen durchaus was abgewinnen), doch frage ich mich außerdem, ob der erwähnte Vergleich mit Bridget Jones unbedingt von Vorteil ist. Ich finde nicht.
Meine bisherige Erfahrung mit Lesern bezüglich Olivia ist folgende: Entweder sie lieben sie oder sie finden sie blöd.

Ich habe zum Glück mittlerweile genug Abstand, um es nicht mehr persönlich zu nehmen, am Anfang war das schwierig, weil wir in gewissen Punkten doch sehr verwandt sind. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber ich merke mit meinen 32 schon, dass das so ist, dass Gewohnheiten sich festgefahren haben, was wiederum die Verzweiflung nach sich zieht. Und ja, ich glaube schon, dass man sich erst einmal ausgiebig bedauern muss, ehe man etwas ändern kann. Aber da warte ich mal drauf, wie ihr das in den nächsten Abschnitten beurteilt. Am Anfang ist sie zweifellos sehr unfähig. Und damit sympathisiert man entweder oder man findet es lächerlich, das ist nicht zu ändern.

Bridget, Bridget, ich weiß nicht, ich erwähne es durchaus selbst ab und zu mal, wenn ich in sehr knapper Form einen Eindruck geben will, wo Olivia einzuordnen ist. Aber ich denke schon, dass sie sich davon immer mehr wegentwickelt, wegentwickelt muss, weil Bridgets Erlebnisse ja doch eher harmlos sind im Vergleich zu dem was Olivia so nach und nach zustößt. Ich liebe Bridget, aber mich nervt zB auch, dass sie sich mit Männern so generell blöd aufführt und das auch nie besser wird, sogar als sie den Traummann hat. Das ist für mich unverständlich, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch und damit auch jede Romanfigur eine Entwicklung erlebt. Würde ich Olivia im nächsten Roman wieder so unfähig mit Problemen umgehen lassen, hätte sie ja nichts gelernt und so etwas interessiert mich nicht.
Eben. Und ein mäßig intelligenter Mensch sollte in der Lage sein, das zu erkennen und sich beizeiten darauf einzustellen. Was Olivia aber stattdessen macht, ist sich leid zu tun und die Realität zu verweigern. Sie erstarrt zunächst und bleibt passiv. Das finde ich nicht sonderlich sympathisch und ihre Unflixibilität nervt mich phasenweise mehr, als dass ich sie unterhaltsam finde.
(Was aber wohl daran liegt, dass passive Menschen, die sich selbst bedauern, auch im realen Leben nicht mein Ding sind.)
Wie gesagt, ich glaube nicht wirklich daran, dass man in sich so einen Superhero trägt, dass man, konfrontiert mit seinen schlimmsten Ängsten und der ungewohntesten Lage, nicht erst einmal in Selbstmitleid verfällt. Viele Romanhelden agieren mir oft zu perfekt, zack, es passiert was und schon sind sie auf den Beinen, krämpeln die Ärmel hoch, wechseln die Batterien in der Taschenlampe und ziehen los um die Welt zu retten. Ich könnte das nicht.

Sympathischer ist mir da schon der Schnüffler aka Adrian Alt. Wobei sympathisch vielleicht auch nicht das richtige Wort ist. Aber ihn finde ich zumindest interessant. Sexy allerdings auch nicht, denn schmächtige Männer sind nicht so sehr mein Ding.
Claudia, lag es eigentlich an mir oder war es Absicht von deiner Seite, dass Adrians erster Auftritt im Wirthaus Assoziationen mit dem ersten Auftritt von Aragorn im Wirthaus in Bree im ersten "Herr-der-Ringe"-Film weckte?

Nein, lag nicht an dir, ja, es sollte eine Hommage an meine allerliebste Romanszene aller Zeiten sein. Hat auch damit zu tun, dass Aragorn immer mein persönliches Männerideal sein wird, meine Güte, war ich als Teenager verknallt in Aragorn, es war Liebe auf den ersten "Blick" im Tänzelnden Pony in Bree.

Mich irritieren diese seltsamen Namen der Freundinnen. Sorina, Xandra... Das Ganze wirkt ziemlich angehoben. Mir wären gewöhnlichere Namen lieber gewesen. Aber das ist vielleicht auch etwas kleinlich.
Ich denk da nicht groß drüber nach, Namen kommen von selbst. Ich mag aber schon Namen, die nicht Allerweltsnamen sind, das ist wahr, hätte ich ein Kind, würde es wahrscheinlich nicht Monika oder Anna oder Michael heißen. Und gerade bei Figuren, die nicht durchgehen, sondern nur hier und da erwähnt werden, hilft so etwas, weil es sonst sein kann, dass jemand drüber liest.

Ich mag neue Ansätze und auch die Mischungen verschiedener Genre-Ansätze. Ob diese neue Mischung dann jeweils beim Leser zündet, hängt vermutlich sehr mit dessen Erwartungen seiner geistigen Flexibilität zusammen. Und mit seinem persönlichen Geschmack.
Geschmack ist ein wichtiges Stichwort. Als Autor wählt man ja die Geschichte nach dem eigenen Geschmack aus und ist dann erst einmal sehr verblüfft, wenn andere den nicht teilen.

Wie wenn jemand zu mir sagt: Nougat? Ne, mag ich nicht. Halloooo??? Wie kann man kein Nougat mögen?

Es braucht ein wenig bis man sagt ok, ich find dafür Schokolade mit 80% Kakaoanteil nicht so prickelnd und wenn ich es mir genau überlege, Pralinen mit Alkoholfüllung brauch ich auch nicht ... Ist einfach so.

lg

Claudia