Autor Thema: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260  (Gelesen 1425 mal)

Offline Kiala

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #15 am: 15. Dezember 2010, 11:42:15 »
Beispiel hierfür: der Prolog! Wahnsinn, wie viele von euch den Engel für bare Münze genommen haben. Angesichts von deutlich gesetzten Hinweisen, wie der Spritze oder der Szene, bei der der "Nikolaus" den "Engel" anblafft, ob er "in der Schule nicht gelernt" habe, hätte ich das niemals für möglich gehalten. Offenbar war die Handlung an der Stelle für einige so mitreißend/schockierend, dass sie darüber schlicht hinweggelesen haben.
Oh, das liegt aber auch den Erwartungen die ein Buch erfüllen kann / soll.
Du schreibst viele Fantasyromane und hier einen Horrorroman, der auch, gemäß Klappentext, Stephen King Leser locken soll. Da kann der Engel im Prolog auch mal nicht von dieser Welt sein, einfach weil der Leser dies hier durchaus erwarten würde.
Bei einem Regionalkrimi würde ich die Lösung immer im realen Bereich suchen.

Da hat Papyrus völlig recht. Ich habe bei einem Horrorroman mit fantastischen Elementen einen richtigen Engel zumindest nicht ausgeschlossen, war aber eigentlich für alle Richtungen offen. Bei einem normalen Krimi wäre das jedoch von Beginn an unmöglich gewesen.


Leser lieben es schließlich auch, wenn sich ihre Mutmaßungen als richtig erweisen.

Ich gebe zu: Das liebe ich! ;D
Allerdings nicht mit der Holzhammermethode. Bei Hinweisen, die man so bekommt macht es ja keinen Spaß mehr etwas zu enträtseln. Andererseits dürfen die Andeutungen nicht zu kryptisch sein.
Deshalb kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass es schwierig ist die richtige Mischung zu finden.
Allerdings ist dir das in "Weißer Schrecken" wirklich gut gelungen!
Ich weiß natürlich immer noch nicht, wo das Ganze hinführt (was ja gut ist), aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass du uns als Autor absichtlich Informationen vorenthälst.
Ich habe jedenfalls meinen Spaß beim Lesen und Spekulieren.

Offline apassionata

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #16 am: 15. Dezember 2010, 11:57:24 »
Beispiel hierfür: der Prolog! Wahnsinn, wie viele von euch den Engel für bare Münze genommen haben. Angesichts von deutlich gesetzten Hinweisen, wie der Spritze oder der Szene, bei der der "Nikolaus" den "Engel" anblafft, ob er "in der Schule nicht gelernt" habe, hätte ich das niemals für möglich gehalten. Offenbar war die Handlung an der Stelle für einige so mitreißend/schockierend, dass sie darüber schlicht hinweggelesen haben.
Oh, das liegt aber auch den Erwartungen die ein Buch erfüllen kann / soll.
Du schreibst viele Fantasyromane und hier einen Horrorroman, der auch, gemäß Klappentext, Stephen King Leser locken soll. Da kann der Engel im Prolog auch mal nicht von dieser Welt sein, einfach weil der Leser dies hier durchaus erwarten würde.
Bei einem Regionalkrimi würde ich die Lösung immer im realen Bereich suchen.

Da hat Papyrus völlig recht. Ich habe bei einem Horrorroman mit fantastischen Elementen einen richtigen Engel zumindest nicht ausgeschlossen, war aber eigentlich für alle Richtungen offen. Bei einem normalen Krimi wäre das jedoch von Beginn an unmöglich gewesen.

Das kann ich auch für mich so unterschreiben. Denn kurz vor dem Beginn des Buches habe ich erst gesehen, dass Tom ja eigentlich Fantasy schreibt. Da es mein erstes Buch von Tom war, habe ich mich auch erst einmal auf den Engel eingelassen. Nunja spätestens nach der Spritze und vor allem, die Stelle da der "Engel" sich selbst bemitleidete doch nur irdische Fähigkeiten zu besitzen, war mir dann auch klar, dass es hier doch nicht ganz so fantastisch zugeht wie Tom uns im ersten Moment glauben lassen wollte. 

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Offline Heimfinderin

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #17 am: 15. Dezember 2010, 14:25:02 »
Hallo Tom,

danke für deine ausführliche Antwort und schön, dass du auch Spaß an der Runde hast.  :)  Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, die richtige Mischung zu finden, aber mir geht es wie den anderen bisher. Ich finde es bisher sehr gut gelungen, wie du die Hinweise verstreust. Es macht richtig Spaß, hin- und her zu überlegen und klar, liebe ich es auch, wenn ich etwas richtig erkenne.  ;D Genauso mag ich es aber auch, wenn ich mich immer mal wieder im Kreis drehe oder hin- und herspringe mit meinen Vermutungen. Zu einfach soll es ja auch nicht sein, das wäre ja langweilig! Wenn ich dabei aber das Gefühl habe, nach und nach alle Informationen zu bekommen, sie nur nicht richtig einordnen kann oder sie auch mal übersehe, macht das Spaß und so ist es hier. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Lösung wegen "fieser Unterschlagung von Hinweisen" einfach zurückgehalten wird.  :)

Also hier mal ein ganz dickes Lob für tolle Verschleierungen und rätselhafte Fährten! 8)
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline lesegrete

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #18 am: 15. Dezember 2010, 19:28:00 »
Hallo,
In diesem Teil des Buches habe ich deutlich gemerkt, dass ich keine Horror-Roman-Leserin bin. Ich konnte mich einfach nicht gruseln ;). Ein Wesen, das nach Kindern greift…hm. ??? Einen Film hätte ich wohl eher abgeschaltet…. Oder wäre mal raus gegangen, denn einiges fand ich durchaus spannend. 8)

 Super finde ich:
- Ich weiß nun, warum das Buch den Titel „Weißer Schrecken“ trägt
- der Gedanke der Reinkarnation und die große Freundschaft der Fünf
- Sowohl Niklas als auch die übrigen vier schlagen sich tapfer
- Der Kinderchor als Helfer und Unterstützer
- Niklas Vater verhält sich so, wie man es von einem Vater erwartet: er schützt seinen Sohn.

Dies nur als kurze Anmerkungen zu diesem Part.

Bis morgen und gruselt euch heute Nacht nicht…. Na ja, der 6. Dezember ist auch schon vorbei und wir sind nicht in Perchtal :)

@ Tom: Auch von mir vielen Dank für deine Ausführungen! Finde ich sehr interessant!!!!

LG lesegrete



P.S. Natürlich bin ich auch gespannt, wie es weitergeht und ob ES nun endgültig zur Strecke gebracht wird....
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2010, 19:30:17 von lesegrete »
Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.

Chinesisches Sprichwort

Offline Kathchen

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #19 am: 17. Dezember 2010, 20:38:06 »
Huhu  :winken:

Also, der Vater von Niklas ist mir ja ein wenig unheimlich geworden. Zwar ist es schön, dass er sich um ihn "kümmert" und verhindert, dass Niklas noch so spät aus dem Haus geht, aber irgendwie hatte ich da als ein komisches Gefühl. Und amüsant fand ich ja, dass Niklas spontan Konrad beschuldigt in der Leichenhalle eingebrochen zu sein, auch wenn sein Vater das ja eher nicht so interessiert.
Ich gestehe, was genau "Raunächte" sind und was diese Wilde Jagd ist, wusste ich nicht  :-[ Daher fand ich das wirklich spannend zu lesen. Und ein wenig traurig war ich ja, dass ausgerechnet Niklas, der sich oft ausgeschlossen fühlt, von seinem Vater erwischt wird. Zwar schafft er es dennoch aus dem Haus zu kommen, aber doch zu spät und dann sieht er auch noch Elke und Andy beim Küssen zu, ausversehen. Armer Kerl  :(

Gläserrücken finde ich ja an sich schon total gruselig und dann in diesem alten Bootshaus  :o Das hätte ich mich nicht getraut  :D
Ich war mir ja klar, dass das funktionieren wird, aber als dann das Radio angeschaltet wurde und die Fragen sozusagen mit den Weihnachtsliedern von diesem Kinderchor gesungen und beantwortet wurden, gruuuselig! (Ich glaube, so langsam wird gruselig zu meinem Lieblingswort   ;D )

Puh! Jetzt geht es also endlich zur Sache. Die ersten konkreten Angriffe. Das erleichtert mich persönlich. Direkte Angriffe finde ich bei weitem nicht so gruselig wie diese vielen kleinen Merkwürdigkeiten und mir wurde es schon fast zu gruselig! :o
Ja, so geht es mir auch.

Nein, nein, nein. Ich glaube an den Jungen Niklas. Sonst hätte Robert bestimmt auch als Erwachsener keinen Kontakt mehr mit ihm. Aber ich lass mich beim weiteren Lesen gerne eines Besseren belehren.
Ich schließe mich dir an. Ich mag, ehrlich gesagt, nicht daran denken, dass Niklas sie später verrät, oder ähnliches. Ich denke, dass er sich im entscheidenden Moment für seine Freunde entscheidet und die Wut/Hass/Neid außer Acht lässt.

Ist es nicht auch eigenartig, dass sich die vier Freunde auf der alten Fotografie wie Zwillinge ähneln, nur Niklas nicht. Er war im ersten Leben schlanker. Das finde ich fast noch gespenstischer als das Gläserrücken und den Schneeangriff.
Ja, das ist mir auch aufgefallen. Sehr seltsam...aber ob es wirklich daran liegt, dass seine Mutter versucht hat ihn umzubringen und ihn jetzt mit Süßigkeiten vollstopft, bzw. er ja auch selbst um sich zu beruhigen? Ich weiß nicht...aber eine gute Erklärung wäre es ja schon...

 :winken:
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Offline Literaturjunkie

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #20 am: 18. Dezember 2010, 21:23:47 »
So, heute habe ich mal richtig aufgeholt …

Zitat
Die ersten konkreten Angriffe. Das erleichtert mich persönlich. Direkte Angriffe finde ich bei weitem nicht so gruselig wie diese vielen kleinen Merkwürdigkeiten und mir wurde es schon fast zu gruselig!
Das finde ich auch! Diese unklare, diffus beängstigende Atmosphäre, in der nichts klar ist, ist einfach viel schwerer zu ertragen, als der wirkliche Schrecken, der dahinter steckt.

Zitat
Elke hat die gleiche Theorie wie ich. Dann wird sie wohl stimmen.
Naja, grundsätzlich können sich ja auch Romanfiguren irren, aber dass sie alle gleich (zumindest mehr oder weniger) aussehen, spricht doch schon sehr für die Reinkarnationstheorie.

Zitat
Zur gleichen Zeit hat Niklas ganz eigene Probleme. Er hat Elke und Andreas knutschen gesehen und nun sind seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt.
Tja, ist doch etwas dran an der "Verräter-Theorie"? Ich meine, er ist jetzt tief verletzt; wird er noch mit den anderen sprechen und zusammen mit ihnen dem Schrecken entgegentreten? Oder wird er es nicht tun und deshalb kann sich der Blutschwur der "damaligen Kinder" nicht erfüllen?

Zitat
Er war im ersten Leben schlanker.
Da wird er ja vermutlich auch nicht ununterbrochen von seiner Mutter gemästet worden sein. Ich hatte den gleichen Gedanken wie Kiala, dass das vielleicht ihre Art ist die zwei Söhne auseinanderzuhalten?

Zitat
Beunruhigender fand ich dann, dass die Geisterkinder einen Hund auf Niklas hetzten. Bisher haben die Kinder doch immer versucht zu helfen, auch wenn sie die Freunde damit mal erschreckt haben. Warum haben sie das getan?
Möchten sie Niklas aus irgendeinem Grund tot sehen?
Oder war es doch eine Hilfe? Denn durch Zauberhand wird der Hund ja kurz bevor er Niklas erreicht von den Eiszapfen getötet. Der tote Hund liegt über ihm, während das Böse über Perchtal hinweg zieht.
Also hat entweder das Böse die Eiszapfen gelenkt, um Niklas vor den Kindern zu retten oder die Kinder wollten mit dem toten Hund dafür sorgen, dass Niklas nicht entdeckt wird.
Ich denke, dass die Geisterkinder versuchen den fünf Freunden zu helfen, aber das nicht einfach frei tun können. Nikolas Vater hat doch gesagt, wer alles zur Wilden Jagd gehört: neben den ganzen bösen Hunde (wie der Schäferhund) und die Seelen derer, die der Wilden Jagd in die Hände gefallen sind (Sind das nicht die ganzen verschwundenen Kinder?).

Hey Tom, schön, dass Dir die Leserunde auch gefällt! (Ich werde mich jetzt die Zeit beim Lesen als kleine weiße Maus sehen, die von Tom Finn im Laborkittel interessiert beobachtet wird ...  ;) :D)
Stimmt es, dass die Raunächte durch die Umstellung der Kalender verschoben wurden? Oder ist das eine künstlerische Freiheit?

Offline Thomas Finn

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #21 am: 19. Dezember 2010, 02:31:38 »
Stimmt es, dass die Raunächte durch die Umstellung der Kalender verschoben wurden? Oder ist das eine künstlerische Freiheit?

Nein, keine künstlerische Freiheit. Absolut alle historischen Infos, die ihr im Roman erhaltet, entstammen meinen Recherchen. Dazu werde ich auch noch mal etwas in Kapitel 8 schreiben :)
LG Tom

Offline Seychella

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #22 am: 19. Dezember 2010, 19:43:05 »
Niklas Vater ist der erste Erwachsene, der sich hier um sein Kind sorgt und ihn beschützen will. Das Gespräch ist wirklich seltsam, vor allem auch weil der Vater sonst kaum etwas sagt - und da gerät er ja fast zur Labertasche. Irgendwie wirkt er aber auch bedrohlich, man spürt aber auch dass er Niklas unbedingt schützen will. Ob er jedes Jahr in dieser bestimmten Nacht darüber gewacht hat, dass Niklas nicht das Haus verlässt?

Dadurch verspätet sich Niklas aber auch und kann den Kuss zwischen Elke und Andy beobachten. Er ist gekränkt, zornig, traurig - aber kann man in dem Alter schon richtig hassen? So tief hassen, dass man Freundschaften vergisst und so schnell zum Verräter wird? Oder sollen wir das nur glauben, durch die Hinweise mit den Büchern und weil Niklas ein eher weicher Charakter ist? Vielleicht muss er kurze Zeit einen eigenen Weg gehen, aber ich bin mir sicher dass er danach wieder zu den anderen gehört. Dazu passt ja auch die andere Zeitschiene - sonst hätte Andy doch ganz anders auf ihn reagiert, Robert würde nicht schon so lange mit ihm nach Informationen suchen und vor allem wäre Niklas dann nicht derjenige gewesen, der Andy aufstöbert bzw. zurückruft.

Die Szene mit der Geisterbeschwörung bzw. dem Hexenbrett hat mir wieder sehr gefallen, sehr mystisch! :) Zudem hatte ich bei den Liedern die Eindrücke von der Lesung im Kopf, die auf mich ja sehr intensiv gewirkt haben. Selbst das Knacksen des Radios. Aber jetzt gibt es mehr Zusammenhänge. Die Geister der älteren Geschwister sind nicht dort, weil sie in ihnen wiedergeboren wurden - spätestens bei dem Foto gab es da keine Zweifel mehr. Sie ähneln sich bis aufs Haar, nur Niklas ist heute dicker (was ich aber auf die Mutter schiebe, die mit dem vielen Süßkram wohl ihren Mordversuch wiedergutmachen will). Allerdings... Mir geht die Szene nicht aus dem Kopf, als Elke die Tote unter dem Eis sieht - Anna, die ihr etwas sagen will. Das kann doch nur ihr Geist gewesen sein (da waren ja auch die vielen Kinder), aber das widerspricht doch eigentlich der Sache mit der Wiedergeburt. Ist Anna das "normale" alle 16 Jahre fällige Opfer? Und die anderen 4 wurden wiedergeboren? Aber wer steckt dann in Elke? Oder spinne ich gerade so ziemlich?

Der direkte Angriff war unheimlich, jetzt geht es richtig los! Schlimmer fand ich allerdings die düstere Atmosphäre, die Bedrohung und Macht durch die wilde Jagd. Wirklich mitreißend, ich war komplett woanders. Und die Nacht vom 5. auf den 6. Dezember werde ich nun wohl immer ganz anders sehen...
Die Kinder, die einen Hund auf Niklas gehetzt haben, haben mich auch beschäftigt. Wollten sie ihn schützen/verbergen oder wirklich töten? Ich kann mir beides vorstellen, daher muss ich wohl weiterlesen um mir etwas Klarheit zu verschaffen. ;)

Offline Heimfinderin

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #23 am: 20. Dezember 2010, 15:28:15 »
und da gerät er ja fast zur Labertasche.
:D  Stimmt.

Er ist gekränkt, zornig, traurig - aber kann man in dem Alter schon richtig hassen?

Ich denke schon. Ich glaube, gerade in jungen Jahren haben doch Gefühle sehr viel Macht, im Guten wie im Bösen. Abgeklärter ist man ja meist eher im hohen Alter.   ;)
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Thomas Finn

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #24 am: 20. Dezember 2010, 15:39:16 »
Hey Tom, schön, dass Dir die Leserunde auch gefällt! (Ich werde mich jetzt die Zeit beim Lesen als kleine weiße Maus sehen, die von Tom Finn im Laborkittel interessiert beobachtet wird ...  ;) :D)

*Lach* Na, so schlimm ist es nun auch nicht  ;)

Stimmt es, dass die Raunächte durch die Umstellung der Kalender verschoben wurden? Oder ist das eine künstlerische Freiheit?

Jede historische/sagentechnische Information, die ihr im Roman findet, entstammt meinen Recherchen. Wo sich Historiker/Archäologen/Mythenforscher uneins sind, merken die Romanfiguren das auch an.
Bei den Raunächten musste ich aber auch zweimal nachforschen, um die Abweichung zu den heute angesetzten Raunächten zu verstehen.

LG Tom

Offline Kiala

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #25 am: 20. Dezember 2010, 17:15:49 »
Er ist gekränkt, zornig, traurig - aber kann man in dem Alter schon richtig hassen?

Ich denke schon. Ich glaube, gerade in jungen Jahren haben doch Gefühle sehr viel Macht, im Guten wie im Bösen. Abgeklärter ist man ja meist eher im hohen Alter.   ;)

Das sehe ich auch so. Außerdem ist es ein häufiger, fataler Fehler von Erwachsenen, die Gefühle von Kindern und Jugendlichen nicht ernst zu nehmen. Auch als kleines Kind kann man schon lieben und hassen. Sogar mit wesentlich mehr Inbrunst, wie Heimfinderin schon sagt.
Ich weiß noch selbst, wie mich dieses Belächeln meiner Gefühle von Erwachsenen geärgert hat. Und auch heute tue ich das nie. Ich nehme jedes Kind sehr ernst.

Und 15 ist ja nun wahrlich nicht mehr so jung. Die sind doch schon fast erwachsen, die Fünf!

Offline apassionata

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #26 am: 20. Dezember 2010, 19:40:28 »
Und 15 ist ja nun wahrlich nicht mehr so jung. Die sind doch schon fast erwachsen, die Fünf!

Ich schließe mich eurer Meinung an. Es heißt auch nicht umsonst "Kinder können wirklich grausam sein". Zumal 15 ein sehr emotionsintensives Alter sein kann. Die Pubertät und das entdecken von ganz vielen neuen Nuancen eigener Gefühle und Empfindungen kann da so manchen ganz schön durcheinander wirbeln. Da reagiert man ganz leicht mal über ohne wirklich noch die Kontrolle zu haben oder formulieren wir es um: Ohne noch genau zu wissen, was denn jetzt nun tatsächlich der eigentliche Auslöser war, der da einen aus dem Tritt gebracht hat.
Diesbezüglich konnte ich mir sehr gut in Niklas hineinversetzen.
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Sookie

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Re: 05 - "Raunacht" Seite 216 bis Ende „Raunacht“ Seite 260
« Antwort #27 am: 20. Dezember 2010, 20:12:08 »
Hallo ihr Lieben!

Das war wirklich bisher der spannenste, gruseligste und überhaupt beste Abschnitt. Woran ich das gemerkt habe? Ich wollte gestern Abend die ersten Seiten lesen und dann früh schlafen gehen. Und dann war ich bis halb zwölf wach (ja, so langsam lese ich  ::) ) und habe den ganzen Abschnitt durchgelesen.  ;D

Gläserrücken finde ich einfach grundsätzlich spannend. Solche Szenen sind für mich in Filmen oder Büchern immer die gruseligsten. Denn, wie auch hier, sieht man ja nichts, aber man weiß, dass trotzdem jemand oder etwas da ist. Und als dann die tiefe Stimme aus dem Radio kam, hab ich eine richtige Gänsehaut gekriegt, so alleine im dunklen Zimmer.
Und dann habe ich natürlich die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Hütte abbrennt, wie ich ja schon im vorletzten Abschnitt spekuliert hatte.  ;) Aber ich hätte eher erwartet, dass es beim Gläserrücken selbst passiert. Dass es etwas mit der Wilden Jagd zu tun haben könnte, die in dieser Nacht losgeht, hätte ich nicht erwartet, aber das war natürlich noch wesentlich gruseliger.

Von den Raunächten habe ich, das muss ich gestehen, erst letztes Jahr zum ersten Mal gehört. Da habe ich eine Weihnachtsgeschichte gelesen (von Susanne Gerdom, glaube ich), in der von ihnen die Rede war und danach habe ich mich ein bisschen schlau gemacht. Aber so wirklich wusste ich nicht, worum es geht. Umso unheimlicher war mir der Vortrag von Niklas Vater. Und so wie er es erzählt hat, habe ich keine Sekunde daran gezweifelt, dass es auch wirklich so kommt. An Niklas Stelle hätte ich so eine Riesenangst gehabt - ich wäre im Bett geblieben. Aber andererseits kann ich ihn auch verstehen, immerhin fühlt er sich sowieso ausgegrenzt, da will er nicht auch noch in einer so wichtigen Nacht zuhause bleiben, während die anderen vielleicht gerade das Geheimnis ihrer Geschwister lüften...
Zitat
Beunruhigender fand ich dann, dass die Geisterkinder einen Hund auf Niklas hetzten. Bisher haben die Kinder doch immer versucht zu helfen, auch wenn sie die Freunde damit mal erschreckt haben. Warum haben sie das getan?
Möchten sie Niklas aus irgendeinem Grund tot sehen?
Oder war es doch eine Hilfe? Denn durch Zauberhand wird der Hund ja kurz bevor er Niklas erreicht von den Eiszapfen getötet. Der tote Hund liegt über ihm, während das Böse über Perchtal hinweg zieht.
Also hat entweder das Böse die Eiszapfen gelenkt, um Niklas vor den Kindern zu retten oder die Kinder wollten mit dem toten Hund dafür sorgen, dass Niklas nicht entdeckt wird.
Ich denke, dass die Geisterkinder versuchen den fünf Freunden zu helfen, aber das nicht einfach frei tun können. Nikolas Vater hat doch gesagt, wer alles zur Wilden Jagd gehört: neben den ganzen bösen Hunde (wie der Schäferhund) und die Seelen derer, die der Wilden Jagd in die Hände gefallen sind (Sind das nicht die ganzen verschwundenen Kinder?).
Also ich war davon ehrlich gesagt auch sehr überrascht, hatte dann aber im Nachhinein doch eher das Gefühl, dass die Kinder Niklas damit beschützt haben, indem sie ihn "getarnt" haben. Immerhin hätte der Schatten/Tod/? ihn dort draußen schutzlos vorgefunden und vielleicht mitgenommen. So aber war er unter einer seiner Kreaturen verborgen und blieb verschont.

Wie das jetzt allerdings mit den Fünf weitergeht, von wegen Wiedergeburt, gegen das Böse kämpfen usw.  - da habe ich immer noch nicht wirklich den Durchblick. Ich schätze, das wird sich noch klären, also gehe ich mal wieder weiterlesen! ;)

LG,
Sookie