Oh, Mann! Die Spannung steigert sich ja immer mehr.
Aber wer solche Eltern hat, der braucht wahrlich keine Feinde!

Der Abschnitt beginnt mit Niklas. Ihn erwartet nach der Nacht ein gefüllter Nikolausstiefel und ein Frühstück mit seiner Mutter.
Und er wagt es tatsächlich sie auf Jonas anzusprechen, woraufhin sie versucht ihn umzubringen.
Sie glaubt also, dass nicht Gott die Wiedergeburt initiiert hat, sondern der Teufel und das damit Niklas Teufelsbrut ist, die man eliminieren muss. Mit Essen hat sie ihn tatsächlich vollgestopft, damit der Jonas nicht mehr ähnlich sieht.
Das ist natürlich reichlich heftig. So ein Verrat der Eltern ist für ein Kind absolut traumatisch.
Insofern sollte ich mit Niklas vielleicht etwas nachsichtiger sein, aber seine Einstellung gefällt mir zunehmend nicht.

Dennoch sind seine Recherchen ganz nützlich. Wir erfahren wieder mehr über Frigg, Hel, Borbeth, Wotan, Knecht Ruprecht und Kinderbischöfe.
Kinderbischöfe klang in meinen Ohren ja immer recht grauselig, aber eigentlich war das ja eine lustige Angelegenheit. Fast so wie an den römischen Saturnalien, wenn Sklave und Herr die Rollen tauschen. Und die werden ja auch im Dezember gefeiert.
Sehr witzig fand ich, dass Andy die gleiche Rechnung mit den toten Kindern anstellt, die ich auch schon gemacht hatte und er zu ähnlichen Schlüssen kommt.

Dabei war mir die angebliche Cholera-Epidemie ganz entfallen. Stimmt. Damals kamen ja alle Kinder des Dorfs um.
Die übersetzte Inschrift ist jedenfalls recht unheimlich. Aber es scheint tatsächlich fast so, als hätte sich alle 16 Jahre freiwillig ein Kind geopfert.
Da die keltische Göttin den Kessel der Wiedergeburt besessen haben soll, ist die Überzeugung von Niklas Mutter leider gar nicht mehr so abwegig. Zumindest scheint tatsächlich das Böse etwas damit zu tun zu haben. Und das glaubt anscheinend nicht nur Niklas Mutter…
Im Heimatmuseum bekommen Andy und Niklas dann noch mehr interessante Informationen.
Natürlich war Konrad mal wieder vor ihnen da und der Bürgermeister hat das wichtige Bild inzwischen verschwinden lassen.
Am wichtigsten ist sicher die zweimalige Erwähnung eines Stabs. Andy findet ja später auch den Kasten, in dem er aufbewahrt wurde.
Doch zunächst einmal zu Anne und Miriam.
Ihre Eltern gebärden sich mal wieder komisch. Bei der Sache mit dem Mittagessen musste ich jedenfalls auch sofort an eine Henkersmahlzeit denken und habe sie innerlich aufgefordert doch abzuhauen.
Aber zunächst einmal wollen sie die Rückführung durchziehen. Und zu meinem Überraschen klappt das auch tadellos.
Elke war also tatsächlich Anna. Der alte Strobl wollte sie anscheinend damals als Opfer vorbereiten, aber sie vertraute sich ihrer Schwester und ihren Freunden an.
Die Dynamik der damaligen Clique gleicht unheimlich den heutigen Beziehungen.
Leider hält die Rückführung (so interessant die auch ist) die beiden so lange im Hau, dass ihr Vater sie erwischt.
Und sein „was der Herr Euch bestimmt hat“ lässt schon Schlimmes ahnen.

Jetzt wissen wir also, wer der Tote im Baum ist! Das war Strobl.
Womit für die Identität des Schießwütigen nur noch Köhler übrig bleibt.
Und da ich ganz sicher, davon ausgehe, dass er nicht zu den Guten gezählt werden kann (so wie fast alle Erwachsenen in diesem verfluchten Dorf) glaube ich, dass Andreas auf der Glocke sein Motiv gefunden hat.
„Opf’re all und ich dien Dir“ scheint mir doch recht eindeutig zu sein.
Robert ist in der Zwischenzeit beim Tierarzt, der einer der wenigen netten und unschuldigen Erwachsenen im Dorf ist. Leider geht er danach direkt nach Haus und gerät in eine Falle.
Die Tochter des alten Hoeflinger (hatte der Alte doch recht, dass sie da mit drin steckt) und der Bürgermeister schnappen sich Robert mit brutaler Gewalt.
Immerhin versucht Roberts Mutter ihrem Sohn zu helfen. Das können ja nun wahrlich nicht alle der Freunde von ihren Eltern behaupten.
Andy und Niklas führen ihre Nachforschungen in der Kirche fort und beide werden fündig, obwohl eindeutig jemand vorher da war.
Komischweise schließe ich aus den Unterhaltungen des Bürgermeisters und der Väter, dass die das nicht waren. Dann war es wohl Köhler.
Niklas findet jedenfalls Strobls Geheimversteck alter Bücher über Druiden und Andreas den Kasten für den Stab und die informative Glockeninschrift.
Aus der schließe ich, dass das Böse im Wald (wie immer wir es auch nennen wollen, nachdem wir jetzt Dutzende von Namen dafür haben) alle 16 Jahre ein Kind fordert. Wobei das Kind sich scheinbar selbst opfert (zumindest scheint es so gedacht zu sein), damit alle anderen Kinder im Dorf leben können.
Geschieht dies nicht sterben alle Kinder und jemand bekommt dafür aber Macht. Ich denke da mal an denjenigen, der den Stab besitzt.
Wenn das Opfer freiwillig sein soll, dann erklärt es auch, warum die Erwachsenen nie ein Kind aus anderen Dörfern entführt haben. Andererseits wäre es nicht besser alle (oder ein paar auserwählte oder auch nur ein auserwähltes Kind) Kinder behutsam auf so etwas vorzubereiten?
Da kann ja jeder kommen. „Liebes Kind, du musst das Dorf retten, also hast Du jetzt zu sterben?“. So kann das jedenfalls freiwillig eher nicht funktionieren. Wer soll denn so etwas glauben, selbst wenn man tief religiös aufgezogen wird?
Im Übrigen war Dorles Vater ein Auswärtiger. Das schließt einen also von der Opferrolle nicht aus. Konrad fühlt sich wahrscheinlich deshalb so sicher, weil alle diesmal ja genau zu wissen scheinen, wer geopfert wird.
Das scheinen jedenfalls der Bürgermeister und die Eltern von Niklas und den Mädchen zu glauben. Sie wollen anscheinend ganz kaltblütig alle fünf opfern, nur weil ihre Geburt unheimlich war. „Dein Leben gehört nicht Dir, sondern einer höheren Macht…“
Die haben doch alle einen Knall!

Interessant war allerdings noch was diese Verrückten im Pfarrhaus bereden. Strobl und vor ihm sein Bruder haben anscheinend die ganze Sache erforscht und haben eigene Pläne gemacht.
Was ist das „letzte Mysterium“?