Autor Thema: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403  (Gelesen 1134 mal)

Offline apassionata

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"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Papyrus

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #1 am: 15. Dezember 2010, 22:36:51 »
 :o :o :o Jetzt wird es ja richtig lustig. Das halbe Dorf ist in die Vorgänge involviert und die Eltern wollen ihre Kinder regelrecht opfern.
So erklärt sich auch das "eigenartige" Verhalten einzelner Elternteile, wie die Alkoholsucht von Roberts Mutter, die Abwesenheit von Andys Vater, usw. Alle die ihre Kinder nicht opfern wollen reagieren auf ihre Art, konnten sich aber nicht zusammen tun und gegen diese andere Seite ansteuern. Wahrscheinlich gab es auch zu viel Misstrauen auf allen Seiten.
Aber es ist schon interessant, mit was für Geschichten sich die anderen Dorfbewohner abspeisen lassen. Aber das ist wohl immer so und erinnert stark an die drei Affen die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen  ::)

Roman Köhler war die Person bei den Gebeinen, mein Verdacht erhärtet sich. Allerdings scheint er Aufklärungsarbeit leisten zu wollen, wie auch das Bonbonpapier in der Wohnung von Pfarrer Strobel bezeugt. Ich hätte aber auch auf jeden und alles in der Nacht geschossen.

Die Hobbyhypnose von Miriam und Elke war aber auch nicht schlecht. Was einmal Schreinemakers schauen so alles bewirken kann. Aber da es eine hilfreiche Sache war um in der Geschichte weiter zu kommen, kann ich damit leben  :)

Ich rätsel aber immer noch, wie der Pfarrer in 5 Meter aufgespießt wurde und warum. An einen Kollateralschaden glaube ich nicht. Das war schon Absicht. Vielleicht als Warnung?

Mehr mag ich jetzt aber gar nicht spekulieren, ich lese jetzt einfach zu Ende  ;D :winken:
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Thomas Finn

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #2 am: 15. Dezember 2010, 22:55:57 »
Ja ja, die Hypnoseszene   ;)

Ich weiß schon durch einige Rezensionen, dass viele Hypnose für ein ziemliches Mysterium halten. Doch dem ist mitnichten so.
Letztlich geht es dabei nur darum, einen anderen in Trance zu wiegen. Ich selbst habe das problemlos als 17jähriger im Urlaub bei einem Freund geschafft und ihn auf Kommando Arme anheben und absenken lassen. Okay, das war keine Tiefenhypnose, aber ich hatte auch keine Unterstützung durch geheimnisvolle Kräfte. Aber es erklärt, warum zumindest noch in meiner Jugend so viele Hobby-Hypnotiseure von Disco zu Disco getingelt sind und dort erfolgreich Hypnose-Shows dargeboten haben (was heute m.W.n. erboten ist) :)

LG Tom

Offline Kiala

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #3 am: 16. Dezember 2010, 12:10:36 »
Oh, Mann! Die Spannung steigert sich ja immer mehr.
Aber wer solche Eltern hat, der braucht wahrlich keine Feinde! :o

Der Abschnitt beginnt mit Niklas. Ihn erwartet nach der Nacht ein gefüllter Nikolausstiefel und ein Frühstück mit seiner Mutter.
Und er wagt es tatsächlich sie auf Jonas anzusprechen, woraufhin sie versucht ihn umzubringen.
Sie glaubt also, dass nicht Gott die Wiedergeburt initiiert hat, sondern der Teufel und das damit Niklas Teufelsbrut ist, die man eliminieren muss. Mit Essen hat sie ihn tatsächlich vollgestopft, damit der Jonas nicht mehr ähnlich sieht.
Das ist natürlich reichlich heftig. So ein Verrat der Eltern ist für ein Kind absolut traumatisch.
Insofern sollte ich mit Niklas vielleicht etwas nachsichtiger sein, aber seine Einstellung gefällt mir zunehmend nicht.  :(

Dennoch sind seine Recherchen ganz nützlich. Wir erfahren wieder mehr über Frigg, Hel, Borbeth, Wotan, Knecht Ruprecht und Kinderbischöfe.
Kinderbischöfe klang in meinen Ohren ja immer recht grauselig, aber eigentlich war das ja eine lustige Angelegenheit. Fast so wie an den römischen Saturnalien, wenn Sklave und Herr die Rollen tauschen. Und die werden ja auch im Dezember gefeiert.
Sehr witzig fand ich, dass Andy die gleiche Rechnung mit den toten Kindern anstellt, die ich auch schon gemacht hatte und er zu ähnlichen Schlüssen kommt.   :D
Dabei war mir die angebliche Cholera-Epidemie ganz entfallen. Stimmt. Damals kamen ja alle Kinder des Dorfs um.
Die übersetzte Inschrift ist jedenfalls recht unheimlich. Aber es scheint tatsächlich fast so, als hätte sich alle 16 Jahre freiwillig ein Kind geopfert.
Da die keltische Göttin den Kessel der Wiedergeburt besessen haben soll, ist die Überzeugung von Niklas Mutter leider gar nicht mehr so abwegig. Zumindest scheint tatsächlich das Böse etwas damit zu tun zu haben. Und das glaubt anscheinend nicht nur Niklas Mutter…
Im Heimatmuseum bekommen Andy und Niklas dann noch mehr interessante Informationen.
Natürlich war Konrad mal wieder vor ihnen da und der Bürgermeister hat das wichtige Bild inzwischen verschwinden lassen.
Am wichtigsten ist sicher die zweimalige Erwähnung eines Stabs. Andy findet ja später auch den Kasten, in dem er aufbewahrt wurde.

Doch zunächst einmal zu Anne und Miriam.
Ihre Eltern gebärden sich mal wieder komisch. Bei der Sache mit dem Mittagessen musste ich jedenfalls auch sofort an eine Henkersmahlzeit denken und habe sie innerlich aufgefordert doch abzuhauen.
Aber zunächst einmal wollen sie die Rückführung durchziehen. Und zu meinem Überraschen klappt das auch tadellos.
Elke war also tatsächlich Anna. Der alte Strobl wollte sie anscheinend damals als Opfer vorbereiten, aber sie vertraute sich ihrer Schwester und ihren Freunden an.
Die Dynamik der damaligen Clique gleicht unheimlich den heutigen Beziehungen.
Leider hält die Rückführung (so interessant die auch ist) die beiden so lange im Hau, dass ihr Vater sie erwischt.
Und sein „was der Herr Euch bestimmt hat“ lässt schon Schlimmes ahnen.  :o

Jetzt wissen wir also, wer der Tote im Baum ist! Das war Strobl.
Womit für die Identität des Schießwütigen nur noch Köhler übrig bleibt.
Und da ich ganz sicher, davon ausgehe, dass er nicht zu den Guten gezählt werden kann (so wie fast alle Erwachsenen in diesem verfluchten Dorf) glaube ich, dass Andreas auf der Glocke sein Motiv gefunden hat.
„Opf’re all und ich dien Dir“ scheint mir doch recht eindeutig zu sein.

Robert ist in der Zwischenzeit beim Tierarzt, der einer der wenigen netten und unschuldigen Erwachsenen im Dorf ist. Leider geht er danach direkt nach Haus und gerät in eine Falle.
Die Tochter des alten Hoeflinger (hatte der Alte doch recht, dass sie da mit drin steckt) und der Bürgermeister schnappen sich Robert mit brutaler Gewalt.
Immerhin versucht Roberts Mutter ihrem Sohn zu helfen. Das können ja nun wahrlich nicht alle der Freunde von ihren Eltern behaupten.

Andy und Niklas führen ihre Nachforschungen in der Kirche fort und beide werden fündig, obwohl eindeutig jemand vorher da war.
Komischweise schließe ich aus den Unterhaltungen des Bürgermeisters und der Väter, dass die das nicht waren. Dann war es wohl Köhler.
Niklas findet jedenfalls Strobls Geheimversteck alter Bücher über Druiden und Andreas den Kasten für den Stab und die informative Glockeninschrift.
Aus der schließe ich, dass das Böse im Wald (wie immer wir es auch nennen wollen, nachdem wir jetzt Dutzende von Namen dafür haben) alle 16 Jahre ein Kind fordert. Wobei das Kind sich scheinbar selbst opfert (zumindest scheint es so gedacht zu sein), damit alle anderen Kinder im Dorf leben können.
Geschieht dies nicht sterben alle Kinder und jemand bekommt dafür aber Macht. Ich denke da mal an denjenigen, der den Stab besitzt.
Wenn das Opfer freiwillig sein soll, dann erklärt es auch, warum die Erwachsenen nie ein Kind aus anderen Dörfern entführt haben. Andererseits wäre es nicht besser alle (oder ein paar auserwählte oder auch nur ein auserwähltes Kind) Kinder behutsam auf so etwas vorzubereiten?
Da kann ja jeder kommen. „Liebes Kind, du musst das Dorf retten, also hast Du jetzt zu sterben?“. So kann das jedenfalls freiwillig eher nicht funktionieren. Wer soll denn so etwas glauben, selbst wenn man tief religiös aufgezogen wird?
Im Übrigen war Dorles Vater ein Auswärtiger. Das schließt einen also von der Opferrolle nicht aus. Konrad fühlt sich wahrscheinlich deshalb so sicher, weil alle diesmal ja genau zu wissen scheinen, wer geopfert wird.

Das scheinen jedenfalls der Bürgermeister und die Eltern von Niklas und den Mädchen zu glauben. Sie wollen anscheinend ganz kaltblütig alle fünf opfern, nur weil ihre Geburt unheimlich war. „Dein Leben gehört nicht Dir, sondern einer höheren Macht…“
Die haben doch alle einen Knall!  >:(

Interessant war allerdings noch was diese Verrückten im Pfarrhaus bereden. Strobl und vor ihm sein Bruder haben anscheinend die ganze Sache erforscht und haben eigene Pläne gemacht.
Was ist das „letzte Mysterium“?


Offline Kiala

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #4 am: 16. Dezember 2010, 12:24:36 »
Aber es ist schon interessant, mit was für Geschichten sich die anderen Dorfbewohner abspeisen lassen. Aber das ist wohl immer so und erinnert stark an die drei Affen die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen  ::)

Allerdings!
Sogar Dorles beste Freundin glaubte ja, dass sie weg gelaufen war.
Und ausgerechnet ein Selbstmord eines Pfarrers?
Andererseits sind das natürlich alles Erklärungen, die sich leicht glauben lassen.
Eine Wandergruppe, die im bergigen Wald im Winter einen Unfall hat, ist gar nicht unglaubwürdig. Ein ausgerissener Teenager auch nicht.
Nur die Sache mit dem Pfarrer ist eher unwahrscheinlich, aber immerhin noch theoretisch möglich.


Roman Köhler war die Person bei den Gebeinen, mein Verdacht erhärtet sich. Allerdings scheint er Aufklärungsarbeit leisten zu wollen, wie auch das Bonbonpapier in der Wohnung von Pfarrer Strobel bezeugt. Ich hätte aber auch auf jeden und alles in der Nacht geschossen.

Hmpf!
Ich galube ja auch, dass es Köhler ist, aber ich glaube nicht, dass er etwas Gutes damit im Sinn hat. Aufklärung ist ihm völlig schnuppe, denke ich. Der will Macht, wie es auf der Glocke steht.
Ich glaube auch immer noch, dass er Konrads und seine Schläger anführt. Und das Tieropfer im Feuer deutet für mir ganz klar auf satanische Rituale hin.
Und was ist das Ziel solcher Rituale? Macht eben.


Ich rätsel aber immer noch, wie der Pfarrer in 5 Meter aufgespießt wurde und warum. An einen Kollateralschaden glaube ich nicht. Das war schon Absicht. Vielleicht als Warnung?


Strobls Rolle ist immer noch nicht ganz klar. Er hat auf jeden Fall an der ganzen Sache geforscht und dabei gleichzeitg immer eine schützende Hand über die Kinder gehalten.
Die Aussage des Bürgermeisters dazu ist ja eindeutig. Man fragt sich, was die den Fünfen angetan hätten, wäre Strobl nicht gewesen.  :o
Was genau er geplant hat ist ein Rätsel, aber sein Tod scheint daraufhin zu deuten, dass er die Kinder weiterhin schützen und das Böse bekämpfen wollte.

Offline apassionata

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #5 am: 16. Dezember 2010, 15:24:03 »

Hallo zusammen,

was sind denn das für Eltern… Da lobe ich mir doch echt noch Roberts Mutter, die zumindest versucht ihren Sohn im letzten Augenblick vor der Gefahr zu warnen. Auch wenn es leider ohne Erfolg scheint. Auch Andreas Mutter hat es eher vorgezogen sich selbst ins Aus zu katapultieren, als ihrem Sohn etwas anzutun.
Ganz, ganz grausam auf der ganzen Linie, wie Niklas Mutter plötzlich zu ihrem wahren Wesen mutiert. Ehrlich gesagt ist mir hier während des Lesens die Kinnlade herunter geklappt.
Die Freunde werden also zusammen getrieben. Wohl klar, dass sie geopfert werden sollen. Nur der tote Strobel hatte den Jugendlichen eine Chance geben wollen – zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Aber gerade auf seinem „Mist“ scheint doch auch alles ein wenig gewachsen? Bei ihm gab es diese alten geheimen Bücher mit den schrecklichen Bräuchen (?). Zumindest Andreas konnte hier so einiges noch im letzten Augenblick an sich reißen. (Wenn auch nicht den dicken Niklas durchs Fenster  ;D ) Obwohl ihm das Buch ohne Niklas Latein-Kenntnisse nur wenig helfen wird.

Der aufgespießte Tote war Strobel. Ich denke auch, dass das Grauen hinter dem Sturm ihn durch die Luft schleuderte und ihn dann aufgespießt hat. Wie sonst hätte er da hoch kommen sollen. Dass Andreas dem Hauptmann der Feuerwehr einen anonymen Tipp gab fand ich fahrlässig und riskant. Riskant war auch die Rückführung von Elke. Mensch, auch diese Szene war sehr spannend und richtig gut geschrieben. Ich sah die Zwei geradezu vor mir sitzen/liegen. Vor allem als dann der Schatten des Vaters in der Türe stand.  :o

Aber auch die Szene mit unserer Frau Rosi im Heimatmuseum war wieder amüsant.  ;D Vor allem, da Niklas sie doch das eine oder andere Mal verbessern bzw. ergänzen konnte.
Ach ja, da fällt mir gerade noch ein: Ganz zu Beginn dieses Abschnittes wurde bereits dieses Hefeteig-Männele (wie es bei uns heißt) erwähnt und ich glaube da erging es mir sicher nicht schon alleine so, dass ich ahnte hier gäbe es später noch etwas zum Gruseln. Umso schlimmer dann, als die befürchtete Szene erst gegen Ende des Abschnittes kam…  :o Da hat Tom auch ein wenig mit uns als Leser gespielt will ich meinen und es ist ihm nicht schlecht gelungen. Also zumindest bei mir hat es funktioniert.  ;)

Der Schlüssel scheint tatsächlich bei dieser keltischen Göttin zu liegen. Auch die Bräuche und Gegebenheiten rund um die Kinderbischöfe fand ich sehr interessant. Hier habe ich wieder viel dazulernen können. Da habe ich dem guten Niklas gerne über die Schulter geschaut.

Die Meute ist also aufgeschreckt, die Hetzjagd geht los…
Also heißt es auch für mich: Auf zum Endspurt…  :lesen:

Liebe Grüssle
                 Marion  :winken:
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Offline Thomas Finn

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #6 am: 16. Dezember 2010, 16:40:35 »
Yep - bei euer Annahme mit Sturm und Strobel liegt ihr richtig! :)
LG Tom

Offline apassionata

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #7 am: 16. Dezember 2010, 18:02:08 »
Da fällt mir gerade noch ein, dass während der Hypnose von Elke ein paar ganz tolle Kindheitsbilder meinerseits vor den Augen stand.
Zum Beispiel diese ab und aufklebbaren Pril-Blumen  ;D  und "Disco" mit Ilja Richter.  8) Das fand ich irgendwie ganz Klasse.  8)
Aber natürlich auch Frau Neuleitners "CAFFEE, trink nicht sooo viel Caffee..."

Die Sage der Köhlerin hat nicht zufällig auch was mit unserem Vertrauenslehrer Herr Köhler direkt zu tun?
Dieser Gedanke huschte nur eben beim Lesen ganz kurz bei mir durch.
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Offline Thomas Finn

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #8 am: 16. Dezember 2010, 18:50:59 »
@Apassionata: Erinnere mich später, dass ich zu einer deiner Feststellungen hier noch etwas anmerken will. Großartig :)
LG Tom

Offline apassionata

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #9 am: 16. Dezember 2010, 20:40:53 »
@Apassionata: Erinnere mich später, dass ich zu einer deiner Feststellungen hier noch etwas anmerken will. Großartig :)
LG Tom

Mach ich.  ;)
Bin ja jetzt gar nicht neugierig.  ;D
Aber ich habe ja Geduld.  :)
Im Gegensatz zur Lesezeit... Heute und leider auch in den nächsten zwei Tagen werde ich jeweils nur wenig zum Lesen kommen.  :'(
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Offline Heimfinderin

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #10 am: 16. Dezember 2010, 22:00:21 »
Puhh ist das spannend!  :o

Aber wer solche Eltern hat, der braucht wahrlich keine Feinde! :o

Was für ein schreckliches Bild, wie der Vater sich so brutal Niklas greift und ihn zu Boden wirft!! Das hat mich echt geschockt. Ich wusste ja, dass die Eltern alle  einen Schuss haben, aber diese handgreifliche Szene war echt schlimm. So wie man ein Tier fängt, das man schlachten will. Der Angriff der Mutter vorher war ja schon schlimm, aber ihr kann man noch zugute halten, dass sie mit der Zeit verrückt geworden ist und bei der Tat mit dem Messer nicht ganz bei Sinnen war. Das Verhalten des Vaters dagegen erscheint mit sehr bewusst gesteuert. Er hat nämlich seinen Sohn am Abend vorher gar nicht im Haus halten wollen aus Fürsorge und Angst, sondern weil er sichergehen wollte, dass er ihm nicht entwischt!  >:(

Ich bin froh, dass Niklas zumindest wieder zu seinen Freunden zurückgegangen ist, um den Kampf gemeinsam weiter zu führen, aber wie Kiala gefällt mir seine neue Einstellung gar nicht (will sich nicht mehr benutzten lassen und jeden Schmerz doppelt zurückzahlen). Er wirkt jetzt schon sehr verbissen und wenn sich die Einstellung gesteigert hat im Laufe der Jahre, dann braucht man sich nicht über sein bösartiges Verhalten dem Kind im Prolog gegenüber zu wundern.  :(

Ja, und es ist also Strobel, der vom Baum aufgespießt wurde. Ein bisschen hat mich das überrascht, denn ich sah ihn bisher eher im Verbund mit der bösen Macht und frage mich, warum diese ihn so aus dem Weg geräumt hat. Der Gedanke, dass dort jemand hängen müsste, der den Jugendlichen helfen wollte, erscheint mir eigentlich immer noch logisch und deshalb frage ich mich nun, ob er die Kinder in den Wald führen wollte, um sie zu schützen anstatt zu opfern, sozusagen aus der Gefahrenzone zu entfernen und dafür dann bestraft wurde. Aber das will mir eigentlich nicht ganz einleuchten, denn sein ganzes Verhalten vorher war schon so unheimlich verdächtig und außerdem sagte Elkes Vater, dass nun sie nach Strobels Tod die Sache weiterführen müssen. ...Oder hat er vielleicht die Eltern nur getäuscht und in der Zwischenzeit vielleicht einen Weg gesucht, gegen das Böse vorzugehen, ohne Kinder opfern zu müssen? Es heißt, dass er das letzte Mysterium über das Ungeheuer gelüftet hat. Bedeutet das, er war kurz vor einer endgültigen Lösung, das Dorf und die Kinder für immer von ihm zu befreien? Oder interpertiere ich da jetzt zu viel Gutes in ihn hinein? ..... aber warum sollte er sonst aufgespießt werden? Ein Irrtum der bösen Macht war das sicher nicht.

Ja, ich glaube nun auch, dass es Köhler war, den die Jungs in den Katakomben getroffen hatten. Vor allem nachdem wir hier in Elkes Hypnose erfahren haben, dass Jonas damals die alten Schriften unter den Dielenbrettern versteckt hat. Und wer wohnt nun im Haus, in dem Niklas Eltern damals lebten? Genau, Köhler. Der hat die Schriften bestimmt gefunden.

Apropos Hypnose: das fand ich unheimlich. Wie Miriam zu beobachten, wie eine Person sich plötzlich in Wort und Verhalten in eine völlig andere Person verwandelt, ist bestimmt gruselig. Die Informationen, die wir erhalten haben,sind aber wieder interessant. Die Clicque zeigte früher schon das Verhalten wie heute, alles wiederholt sich.

Ach ja, da fällt mir gerade noch ein: Ganz zu Beginn dieses Abschnittes wurde bereits dieses Hefeteig-Männele (wie es bei uns heißt) erwähnt und ich glaube da erging es mir sicher nicht schon alleine so, dass ich ahnte hier gäbe es später noch etwas zum Gruseln. Umso schlimmer dann, als die befürchtete Szene erst gegen Ende des Abschnittes kam… 

Ging mir auch so. Ich habe mich etwas irritiert gefragt, warum immer wieder dieses Gebäck zur Sprache kam. Als dann beim Reinbeißen das Blut daraus hervorquoll, wurde mir ganz anders :o Das wurde das "Kinderfressen" durch Niklas mal eben kurz optisch vorgemacht. So wirkte es jedenfalls in dem Moment auf mich. Puhhhhh! Irgendwie bereiten mir die Vorgänge mit und um Niklas immer öfter eine Gänsehaut.... Wer weiß was wir mit dem Erwachsenen Niklas am Ende noch erleben ...

Ich galube ja auch, dass es Köhler ist, aber ich glaube nicht, dass er etwas Gutes damit im Sinn hat. Aufklärung ist ihm völlig schnuppe, denke ich. Der will Macht, wie es auf der Glocke steht.

Ich bin hier immer noch hin- und hergerissen. Momentan tendiere ich aber auch eher dazu, dass von ihm Gefahr ausgeht. Der Spruch auf der Glocke, der Macht verspricht, ist doch beängstigend. Vor allem mit den ganzen weiteren Informationen, die wir hier wieder über die verschiedenen Götter, Riten etc. erhalten haben. Es kann ja sein, dass es ihm erst mal ums Nachforschen und Aufklären der seltsamen Vorgänge ging, aber je mehr er herausgefunden hat, desto mehr kann er ja auch selbst in den Wahn gezogen worden sein. Denn wie apassionata auch, ist mir sein Name Köhler gleich bei der Sage der schönen Köhlerin in den Kopf geschossen. Vielleicht sieht er sich oder weiß er sich als ein Nachkomme von ihr?

Arghhhhh, ich muss heute noch unbedingt den letzten Abschnitt lesen und wenn es noch die halbe Nacht dauert, bis ich damit fertig bin!
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline apassionata

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #11 am: 17. Dezember 2010, 10:04:51 »
Ja, und es ist also Strobel, der vom Baum aufgespießt wurde. Ein bisschen hat mich das überrascht, denn ich sah ihn bisher eher im Verbund mit der bösen Macht und frage mich, warum diese ihn so aus dem Weg geräumt hat. Der Gedanke, dass dort jemand hängen müsste, der den Jugendlichen helfen wollte, erscheint mir eigentlich immer noch logisch und deshalb frage ich mich nun, ob er die Kinder in den Wald führen wollte, um sie zu schützen anstatt zu opfern, sozusagen aus der Gefahrenzone zu entfernen und dafür dann bestraft wurde. Aber das will mir eigentlich nicht ganz einleuchten, denn sein ganzes Verhalten vorher war schon so unheimlich verdächtig und außerdem sagte Elkes Vater, dass nun sie nach Strobels Tod die Sache weiterführen müssen. ...Oder hat er vielleicht die Eltern nur getäuscht und in der Zwischenzeit vielleicht einen Weg gesucht, gegen das Böse vorzugehen, ohne Kinder opfern zu müssen? Es heißt, dass er das letzte Mysterium über das Ungeheuer gelüftet hat. Bedeutet das, er war kurz vor einer endgültigen Lösung, das Dorf und die Kinder für immer von ihm zu befreien? Oder interpertiere ich da jetzt zu viel Gutes in ihn hinein? ..... aber warum sollte er sonst aufgespießt werden? Ein Irrtum der bösen Macht war das sicher nicht.

Hier kann ich mich nur anschließen. Du hast damit das Wirrwar auch meiner Gedanken sehr gut zum Ausdruck gebracht. Denn bei Strobel bin ich auch immer noch hin und hergerissen. Es scheint oft so, als hätte er die besten Absichten gehabt, auch wenn wir ihn wohl generell eher auf der Seite des Grauens sehen. Doch wie du bereits angemerkt hast, hat sich das Grauen sicher nicht geirrt. Da stellt sich auch mir die Frage, ob Strobel vielleicht einem Ausweg aus der Misere auf die Spur gekommen ist und somit abtrünnig wurde. Ist er gar der angedeutete Verräter? Aber diese Verratsindizien waren wohl doch ganz und gar auf Niklas gemünzt. Ich denke wir werden es noch erfahren...
Interessant und undurchschaubar sind so manche Charaktere in diesem Buch sicherlich. Da sind nicht nur Strobel und Köhler zu nennen. Aber genau das macht es auch so wunderbar spannend.

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Offline lesegrete

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #12 am: 19. Dezember 2010, 16:24:11 »
:o :o :o Jetzt wird es ja richtig lustig. Das halbe Dorf ist in die Vorgänge involviert und die Eltern wollen ihre Kinder regelrecht opfern.
So erklärt sich auch das "eigenartige" Verhalten einzelner Elternteile, wie die Alkoholsucht von Roberts Mutter, die Abwesenheit von Andys Vater, usw. Alle die ihre Kinder nicht opfern wollen reagieren auf ihre Art, konnten sich aber nicht zusammen tun und gegen diese andere Seite ansteuern. Wahrscheinlich gab es auch zu viel Misstrauen auf allen Seiten.
Aber es ist schon interessant, mit was für Geschichten sich die anderen Dorfbewohner abspeisen lassen. Aber das ist wohl immer so und erinnert stark an die drei Affen die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen  ::)
Ich konnte es nicht fassen, dass fast ganz Perchtal infiziert von diesem WAHNSINN ist...  :o Elkes und Miriams Vater hätte ich das zugetraut, aber nicht mal Niklas Mutter .....

Niklas tut mir wirklich leid. Von seinen Freunden fühlt er sich ausgenutzt und verraten, seine Mutter sähe ihn lieber tot als lebendig. Nur in der Rolle des Lehrers fühlt er sich gut. Kein Wunder, dass er später diesen Beruf ergreift. Ob er wohl ein verständnisvoller Lehrer sein wird oder wird er wegen seiner Erfahrungen/Traumata völlig verbittern?

Das Bonbonpapier weist eindeutig auf Roman Köhler hin. Ob von ihm noch Hilfe zu erwarten ist?
Oder von Tierarzt Bayer?
Ich hoffe es für die fünf Freunde.  ::)

Geschichtlich habe ich nun einiges dazu glernt. So ein Freund wie Niklas ist schon recht praktisch  ;)

NIE hätte ich gedacht, dass eine Hypnose soo einfach durchzuführen ist.....  :-\ Hier bewundere ich sowohl Miriams als auch Elkes Mut. Auf die "Entdeckung" durch den Vater habe ich schon lange gewartet.... >:(

Ihr seid mir fast alle weit voraus, deswegen eile ich euch  :lesen: hinterher


Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.

Chinesisches Sprichwort

Offline Literaturjunkie

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #13 am: 20. Dezember 2010, 11:22:14 »
So, dann sind die ganzen Rätsel gelöst! Die Frage ist jetzt nur noch die Frage wie die Jugendlichen den Schrecken zu bekämpfen versucht haben. Wir wissen ja, dass sie gescheitert sind … Und wie werden die Erwachsenen es heute tun?

Zitat
Roman Köhler war die Person bei den Gebeinen, mein Verdacht erhärtet sich. Allerdings scheint er Aufklärungsarbeit leisten zu wollen, wie auch das Bonbonpapier in der Wohnung von Pfarrer Strobel bezeugt. Ich hätte aber auch auf jeden und alles in der Nacht geschossen.
Das denke ich nicht. Ich glaube, der will Macht. Denke doch mal an die Inschrift auf der Glocke! Wenn ein Kind sich opfert, dann gibt das Ungeheuer Ruhe, wenn alle Kinder geopfert werden, dann dient einem das Ungeheuer - wie Kiala schon sagt.
Köhler hat die Spur aufgenommen, als er auf die ganzen gesammelten Unterlagen von Niklas Bruder gestoßen ist. Er lebt immerhin in der Wohnung in der die Bäckersfamilie früher gelebt hat und dort hat Jonas die Papiere laut Anna/Elke in Hypnose versteckt, wie Heimfinderin ja auch schon festgestellt hat.
Konrads Bande benutzt er. Und das Ritual mit dem Tieropfer - wer weiß, ob das nicht für Strobls unerfreuliches Ableben verantwortlich ist.

Zitat
Die Sage der Köhlerin hat nicht zufällig auch was mit unserem Vertrauenslehrer Herr Köhler direkt zu tun?
Dieser Gedanke huschte nur eben beim Lesen ganz kurz bei mir durch.
Das hatte ich gar nicht gesehen, apassionata! Du bist gut. Und dass das kein Zufall ist, ist ja wohl klar. Da bin ich ja mal gespannt, was Du dazu noch zu sagen hast, Tom.

Zitat
Kinderbischöfe klang in meinen Ohren ja immer recht grauselig, aber eigentlich war das ja eine lustige Angelegenheit.
Und heute werden sie gerne von Horrorromanautoren benutzt …  ;) In Phil Rickmans Die fünfte Kirche spielt dieser Brauch auch eine wichtige Rolle.

Es gefällt mir, wie Du die Informationen über Sagen und Bräuche einbaust, Tom! Lustigerweise habe ich vor ein paar Wochen über Frau Holle recherchiert und erkenne ganz viel wieder …  ;)

Zitat
Immerhin versucht Roberts Mutter ihrem Sohn zu helfen. Das können ja nun wahrlich nicht alle der Freunde von ihren Eltern behaupten.
Ja, ist das nicht ganz und gar gruselig? Ich glaube das habe ich schon mal geschrieben, aber ich verstehe einfach nicht, wieso die Eltern nicht versuchen ihre Kinder zu schützen! Auch, wenn diese ganze Reinkarnationsgeschichte recht gruselig sein mag, liebe ich doch mein Kind und will nicht, dass ihm das gleiche Schicksal auch/wieder ereilt! Diese Eltern sind alle ganz, ganz schrecklich! Und von den anderen Erwachsenen schweige ich lieber ...  >:(

Zitat
Und das Tieropfer im Feuer deutet für mir ganz klar auf satanische Rituale hin.
Nicht jedes Blutopfer muss für den Satan sein. Und mal ehrlich, ganz offenbar stammt der Schrecken, um den es hier geht, aus vorchristlicher und damit auch vorsatanischer Zeit. Und die Kelten haben auch gerne mal Blutopfer gemacht … Das hier fasst es ganz hübsch zusammen.

Zitat
Obwohl ihm das Buch ohne Niklas Latein-Kenntnisse nur wenig helfen wird.
Das habe ich auch gedacht, aber da waren doch kaum leserliche Anmerkungen, oder? Vielleicht sind die ja Strobls Anmerkungen auf deutsch ...

Offline apassionata

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Re: 07 - "Knecht Ruprecht" Seite 316 bis Ende "Glockenschlag" Seite 403
« Antwort #14 am: 20. Dezember 2010, 12:16:03 »
Zitat
Die Sage der Köhlerin hat nicht zufällig auch was mit unserem Vertrauenslehrer Herr Köhler direkt zu tun?
Dieser Gedanke huschte nur eben beim Lesen ganz kurz bei mir durch.
Das hatte ich gar nicht gesehen, apassionata! Du bist gut. Und dass das kein Zufall ist, ist ja wohl klar. Da bin ich ja mal gespannt, was Du dazu noch zu sagen hast, Tom.

Gut ist was anderes. Dafür habe ich andere Dinge übersehen.  ;)
Um so schöner mit euch gemeinsam zu lesen. Da entgeht einem dann erst gar nichts.  8)
Obwohl. Tom sitzt bestimmt vor seinem Rechner und schmunzelt bei all unseren Spekulationen und eventuellen Irrwegen auch vor sich hin. Wir haben hier bestimmt noch nicht alle Möglichkeiten erfasst.  ;D

Das Bonbonpapier weist eindeutig auf Roman Köhler hin. Ob von ihm noch Hilfe zu erwarten ist?
Oder von Tierarzt Bayer?

Ja, den Tierarzt hatte ich auch kurz als eine letzte hilfreiche Hand im Gedanken.
Er machte mir einen doch sehr bodenständigen und zur Sache ahnungslosen Eindruck, der mich Hoffnung für die Fünf schöpfen lies.

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi