Autor Thema: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende  (Gelesen 1940 mal)

Offline Kiala

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #15 am: 20. Dezember 2010, 17:26:53 »
Einzig eine Kleinigkeit habe ich dann doch nicht ganz verstanden beziehungsweise vielleicht auch nicht richtig mitbekommen. Konrad wurde doch zuvor schon vor Elkes Selbstopferung von dem weißen Schrecken zerfleischt. Hätte er als Opfergabe nicht bereits ausgereicht? Ihr dürft mich gerne aufklären, wenn ich hier etwas durcheinander bringe.

Konrad hatte ja den Stab nicht. Außerdem habe ich das so verstanden, dass eine Gegenmacht (von den durchgedrehten Druiden Perchta genannt) den Kinderfresser in Schach hält. Und diese Gegenmacht verlangt das Opfer. Vielleicht als so eine Art Batterie, die die Gefängnismauern rund um das Monster wieder mit Energie versorgt?
Jedenfalls wurde Konrad ja eindeutig von Kinderfresser getötet, war also als reguläres Opfer damit nutzlos.
Dennoch verstehe ich auch nicht so ganz alles.
Besonders die Sache mit "Opf're all und ich dien Dir". Wie das funktionieren sollte, verstehe ich nicht.  ???

Offline apassionata

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #16 am: 20. Dezember 2010, 19:48:45 »
Einzig eine Kleinigkeit habe ich dann doch nicht ganz verstanden beziehungsweise vielleicht auch nicht richtig mitbekommen. Konrad wurde doch zuvor schon vor Elkes Selbstopferung von dem weißen Schrecken zerfleischt. Hätte er als Opfergabe nicht bereits ausgereicht? Ihr dürft mich gerne aufklären, wenn ich hier etwas durcheinander bringe.

Konrad hatte ja den Stab nicht.

Das ist natürlich ein Argument. Darauf hatte ich in diesem Augenblick gar nicht direkt geachtet.
Deine weitere Idee mit Perchta hat auch etwas logisches an sich. Glaube damit könnte ich mich auch anfreunden.  ;)

Besonders die Sache mit "Opf're all und ich dien Dir". Wie das funktionieren sollte, verstehe ich nicht.  ???

Ich hatte es so verstanden: Derjenige der den Kinderfresser befreit so dass er alle Kinder (auch jene im Dorf) fressen kann, erlangt eine gewisse Macht.
Hat zumindest einen Wunsch frei, so hieß es doch irgendwo auch. Diese Macht und die Erfüllung der individuellen Wünsche suggestierten ja auch die vorgegaukelten Bilder. Sie sollten jene die Schwach sind in Versuchung führen. Was ja auch schon bei Jonas bzw. Niklas geklappt hat.
"Opfere die Kinder des Dorfes und ich diene dir (dem Befreier)." Wobei wenn ich ehrlich bin, glaube, dass dies ein leeres Versprechen war und der Befreier gleich mitverzehrt werden würde.  ;D Erwachsen oder nicht.
« Letzte Änderung: 20. Dezember 2010, 19:50:29 von apassionata »
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Kiala

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #17 am: 21. Dezember 2010, 09:59:25 »
Besonders die Sache mit "Opf're all und ich dien Dir". Wie das funktionieren sollte, verstehe ich nicht.  ???

Ich hatte es so verstanden: Derjenige der den Kinderfresser befreit so dass er alle Kinder (auch jene im Dorf) fressen kann, erlangt eine gewisse Macht.

Anfangs hatte ich das auch so verstanden.
Aber was ist dann mit der "Gegenmacht", die die Kinderopfer will?
Und wie ich es verstanden habe, gab es ja bereits des Öfteren Bestrebungen in diese Richtung.
Bei der Sache mit der Köhlerin und was war damals bei der Cholera?


Wobei wenn ich ehrlich bin, glaube, dass dies ein leeres Versprechen war und der Befreier gleich mitverzehrt werden würde.  ;D Erwachsen oder nicht.

Das denke ich auch. Wie will man denn erreichen, dass er "nur" die Kinder im Dorf frisst?
Was soll ihn davon abhalten alle zu fressen oder einfach ins nächste Dorf weiter zu wandern? Und weiter. Und weiter...

Und so ganz habe ich nicht verstanden, warum das Opferkind aus Perchtal stammen musste, außer den praktischen Erwägungen.
Die Klosterkinder kamen doch auch sicher nicht alle ursprünglich aus Perchtal.
Andererseits haben wir diese Information ja von diesen verrückten Druiden-Trotteln. Die hatten ja nun wirklich keine Ahnung.

Offline apassionata

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #18 am: 21. Dezember 2010, 10:22:14 »
Besonders die Sache mit "Opf're all und ich dien Dir". Wie das funktionieren sollte, verstehe ich nicht.  ???

Ich hatte es so verstanden: Derjenige der den Kinderfresser befreit so dass er alle Kinder (auch jene im Dorf) fressen kann, erlangt eine gewisse Macht.

Anfangs hatte ich das auch so verstanden.
Aber was ist dann mit der "Gegenmacht", die die Kinderopfer will?Und wie ich es verstanden habe, gab es ja bereits des Öfteren Bestrebungen in diese Richtung.
Bei der Sache mit der Köhlerin und was war damals bei der Cholera?

Diese Gegenmacht hätte dann eben Pech gehabt und verloren?
Allerdings macht mich auch stutzig, dass es doch in der Vergangenheit bereits so geschehen sein sollte. Da stellt sich ganz natürlich die Frage, wie die Perchta den Weissen Schrecken wieder in den Griff bzw. in die Höhle bekommen hat.

Wobei wenn ich ehrlich bin, glaube, dass dies ein leeres Versprechen war und der Befreier gleich mitverzehrt werden würde.  ;D Erwachsen oder nicht.

Das denke ich auch. Wie will man denn erreichen, dass er "nur" die Kinder im Dorf frisst?
Was soll ihn davon abhalten alle zu fressen oder einfach ins nächste Dorf weiter zu wandern? Und weiter. Und weiter...

Vielleicht hat unser Schrecken einfach nur Apettit auf Kinder und verschmäht Erwachsene, da unverdaulich oder so.  ;D
Warum der Schrecken dann nicht weiterzieht kann viele Gründe haben. Vielleicht ist er an etwas gebunden, dass ihn in der Nähe des Meteoritengesteins hält. Oder er wird immer wieder auf ein Neues von Perchtas Macht in Schacht gehalten?...
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Offline Kiala

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #19 am: 21. Dezember 2010, 10:41:05 »
Vielleicht hat unser Schrecken einfach nur Apettit auf Kinder und verschmäht Erwachsene, da unverdaulich oder so.  ;D

So rein biologisch betrachtet ergibt das jetzt nicht wirklich Sinn, aber bei diesen Außerirdischen kann man ja nie wissen.  ;D


Warum der Schrecken dann nicht weiterzieht kann viele Gründe haben. Vielleicht ist er an etwas gebunden, dass ihn in der Nähe des Meteoritengesteins hält. Oder er wird immer wieder auf ein Neues von Perchtas Macht in Schacht gehalten?...

In der Nähe des Meteoritengesteins. Das würde auch Sinn geben, aber dann wären immer noch sehr viele Dörfer mit sehr vielen Kindern in Gefahr.
Die Sache mit Perchta wäre auch möglich. So eine Art Zyklus, der sich nie besonders weit ausbreiten kann. Hmm.

Letztlich kann uns da nur Thomas weiter helfen!

Offline Thomas Finn

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #20 am: 21. Dezember 2010, 12:39:50 »
Letztlich kann uns da nur Thomas weiter helfen!

Okay, dann enthülle ich mal das Geheimnis um Ruprecht:

Ein zentraler Mechanismus wie „Weißer Schrecken“ als Schauerroman funktioniert, ist die verstörende Fremdartigkeit der Ruprechts-Entität. Es ist gewollt, dass sich der Leser anschließend zurücklehnt und sich seine eigenen Gedanken über das Grauen macht. Manche Mechanismen wurden von mir bewusst nur angedeutet, hinter allem steckt aber ein Konzept, das sich durch den ganzen Roman zieht.

So lasse ich bewusst offen, ob die in Perchtal miteinander in Konflikt liegenden Kräfte zwei komplett unterschiedliche und miteinander rivalisierenden Mächte sind - oder gar zwei Seiten einer Medaille!

Beim Schreiben hatte ich aber faktisch die Vorstellungen der Kelten von ihren Göttern ernst genommen, die diesen Entitäten sowohl (!) einen lichten als auch (!) einen finsteren Aspekt zuweisen. Denkt an die Legenden zu Perchta!

Ich bin also von einer furchtbaren außerirdischen Intelligenz ausgegangen, die nach menschlichen Vorstellungen komplett wahnsinnig ist und deren zwei Aspekte auf schizoide Weise miteinander im Wettstreit liegen. Da ist der eine Aspekt, der völlig enthemmt Kinderfleisch fressen und aus dem eisigen/salzigen Gefängnis ausbrechen will - und der andere Aspekt, der weiß, dass er in Schach gehalten werden muss und kann, wenn ihm alle 16 Jahre zumindest ein Opfer gebracht wird (quasi als Minimum zur Aufrechterhaltung seiner Existenz). Diese Entität ist körperlich im Berg gefangen, aber mental - wenn auch begrenzt - in der Lage, auf die nähere Umgebung Einfluss zu nehmen. Man denke nur an die Erscheinungen in der ersten Raunacht und die Manipulation des Wetters, aber auch an die anderen Geschehnisse im Vorfeld des 6. Dezembers. 

Gerade dieses Gefühl des "irgendwie nicht fassen könnens", trägt meiner Meinung nach dazu bei, den Leser nachhaltig zu verstören. Es handelt sich dabei also um eine ganz bewusst gewählte Unschärfe, die die Fremdartigkeit des Geschöpfs im Berg betonen soll.

LG Tom

Offline Kiala

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #21 am: 21. Dezember 2010, 14:41:55 »
Ich bin also von einer furchtbaren außerirdischen Intelligenz ausgegangen, die nach menschlichen Vorstellungen komplett wahnsinnig ist und deren zwei Aspekte auf schizoide Weise miteinander im Wettstreit liegen. Da ist der eine Aspekt, der völlig enthemmt Kinderfleisch fressen und aus dem eisigen/salzigen Gefängnis ausbrechen will - und der andere Aspekt, der weiß, dass er in Schach gehalten werden muss und kann, wenn ihm alle 16 Jahre zumindest ein Opfer gebracht wird (quasi als Minimum zur Aufrechterhaltung seiner Existenz). Diese Entität ist körperlich im Berg gefangen, aber mental - wenn auch begrenzt - in der Lage, auf die nähere Umgebung Einfluss zu nehmen. Man denke nur an die Erscheinungen in der ersten Raunacht und die Manipulation des Wetters, aber auch an die anderen Geschehnisse im Vorfeld des 6. Dezembers. 

Ahh!!!

Danke!

Offline apassionata

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #22 am: 21. Dezember 2010, 14:45:02 »
Hallo Tom.
Vielen Dank für diese ausführliche Erläuterung. Dann kam das Ganze ja ziemlich richtig und gut bei mir herüber.  ;D
Ich hatte jetzt aber auch schon beim Lesen kein Problem damit, dass ich nicht bis in kleinste, technisch-biologische Detail alles verstanden hätte.
Für mich war die Stimmung und die Präsenz des Bösen und seinem Gegenspieler (Gegenspielerin) viel eher entscheidend. Und genau diese kam ja sehr intensiv herüber.  ;)
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Offline Heimfinderin

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #23 am: 21. Dezember 2010, 21:09:29 »
Gerade dieses Gefühl des "irgendwie nicht fassen könnens", trägt meiner Meinung nach dazu bei, den Leser nachhaltig zu verstören. Es handelt sich dabei also um eine ganz bewusst gewählte Unschärfe, die die Fremdartigkeit des Geschöpfs im Berg betonen soll.

Was mich betrifft, hat das sehr gut funktioniert!  Mich graut es auch immer noch viel mehr, wenn ich "nicht alles fassen" kann, wie du schreibst. Wenn etwas übrig bleibt, über das ich nachgrübeln kann, verstärkt das eher bei mir den Grusel, als wenn ich am Ende alles genau erklärt bekomme. Das kann dem Ganzen ja auch schnell das Mysteriöse nehmen. Die Geschichte war also perfekt für mich!  8)

Und wenn ich dazu noch die ganzen historischen Details nehme und ich mir dann vorstelle, dass da ein Körnchen Wahrheit dahinter stecken könnte....!   :o Nikolaus wird für mich nie mehr so sein wie es war!  ;D

Ich werde auf jeden Fall noch ein Fazit zum Buch schreiben, auch wenn es vielleicht noch ein paar Tage dauern kann.
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Seychella

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #24 am: 25. Dezember 2010, 20:19:19 »
Teufel auch! Was für ein Ende! In diesem Abschnitt habe ich mich mehrfach dabei erwischt, wie meine Augen vor ungläubigem Staunen größer wurden und ich total fasziniert weiterlesen musste. Auch wenn ich manche Szenen grausam fand (z.B. wie kalt und gewalttätig die Erwachsenen mit den 5 umgegangen sind oder wie Köhler den Stab von den früheren Körpern "getrennt" hat), es ging einfach nicht anders. Glücklicherweise wurde es aber nicht zu blutig, der Grusel war mehr schaurig, unheimlich und mysteriös. Das hat mir gut gefallen, und war auch nicht "zuviel" für mich Weichei.

Niklas... Es gab immer wieder Hinweise, dass er der Verräter ist. Sehr deutliche Hinweise. Und doch habe ich fast bis zuletzt gehofft, vielleicht auch weil die anderen ihn ja nach wie vor als Freund sahen - nur er ist völlig... durchgedreht. Miriam hat ihn jedoch mit der Zeit durchschaut und ihren eigenen Plan verfolgt, zum Glück. Ich hatte ja wirklich Angst, dass sie sich - ebenso wie vor 16 Jahren Elke - opfert. Das hatte mich ziemlich geschockt, trotz der Hinweise - durch die ich damit gerechnet hatte. Sehr gelungen fand ich auch die ruhigeren Momente, die tiefergehenden Gedanken von Andy. Wie würde man sich selbst entscheiden? Darf man so eine Entscheidung überhaupt treffen?

Die Geschichte wirkt absolut rund auf mich, auch wenn vieles offen gelassen wurde. So wirkt das Buch auch noch länger nach, denn über einige Dinge werde ich sicher noch öfter nachdenken und mir detaillierte Entwicklungen oder Möglichkeiten vorstellen. Sehr spannend finde ich beispielsweise die Ungewissheit, ob diese beiden Mächte Gegner sind oder zwei Seiten eines Wesens. Ich tendiere ja zu letzterem, zu einem lichten und einem dunklen Aspekt.
Und auch der Meteoriteneinschlag und die Folgen auf die Religion der Kelten lassen mich nicht los, das ist mir völlig neu und überhaupt ein sehr spannendes Thema, über das ich gerne mehr wissen würde.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich mich an dieses Buch getraut habe. Es kommt mir auch so vor, als ob man die Geschichte "unterschiedlich" lesen kann - mit anderen Gewichtungen, je nach Interesse. Und natürlich gefällt mir der Epilog, der Hoffnung schenkt und mich das Buch zufrieden beenden lässt.
« Letzte Änderung: 25. Dezember 2010, 20:22:07 von Seychella »

Offline Heimfinderin

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #25 am: 26. Dezember 2010, 12:03:48 »
So wirkt das Buch auch noch länger nach, denn über einige Dinge werde ich sicher noch öfter nachdenken und mir detaillierte Entwicklungen oder Möglichkeiten vorstellen.

Ich muss auch immer noch an die Geschichte denken, obwohl ich ja schon eine Weile damit fertig bin. Ich denke, es wird auch noch länger in meinem Kopf bleiben, denn die Atmosphäre und die gruseligen Bilder wirken irgendenwie noch länger nach in mir.  :)
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Thomas Finn

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #26 am: 26. Dezember 2010, 13:55:37 »
 :)

Liebe Grüße Tom

Offline Literaturjunkie

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #27 am: 01. Januar 2011, 21:16:34 »
Hallo Ihr Lieben! Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches, friedliches, glückbringendes und wunscherfüllendes neues Jahr!

Ich habe das Buch auch durch und komme endlich auch dazu, hier zu schreiben …

So viel Überraschendes war nicht mehr in dem letzten Abschnitt. Lediglich die Explosion hat mich so richtig überrascht! (Aber ich sag's ja: Das war wie in einem Cthulhu-Abenteuer.)

Die Keltengruppe ist wirklich beängstigend. Fanatisch, skrupellos und total ahnungslos. Was für eine gefährliche Mischung! Wenn sie tatsächlich an ihre Sache geglaubt hätten, hätten sie die Kinder doch sicherlich geliebt - immerhin hat ihre eigene Göttin sie ihnen zurückgegeben!

Die Bande um Konrad hat dann nur noch einen kleinen Auftritt. Schade! Es wäre irgendwie stimmungsvoll gewesen, wenn die fünf Freunde sie überzeugt hätten und sie dann auch noch ihre Hilfe gebraucht hätten, um zum Gefängnis des Rauen Knechts zu kommen.

Das Gefängnis des Rauen Knechts jedenfalls war sehr, sehr cool! Der Salzstock, die mittelalterliche Kapelle und dann der Eisdom. Sehr stimmungvoll!
Zitat
Und dann zerbricht Köhler die gefrorenen Hände!
In der Tat! Das war ein ganz schön krasses Bild!

Elkes Opfer war ja schon "angekündigt". Zum Glück, sonst wäre das für mich wirklich hart geworden. Ich hasse es, wenn Charaktere, die ich lieb gewonnen habe, ohne Ankündigung sterben. So hatte ich aber genug Zeit mir darauf vorzubereiten. Aber wie bitter! Mit 16 Jahren sein Leben "beenden" zu müssen.

Zitat
Konrad wurde doch zuvor schon vor Elkes Selbstopferung von dem weißen Schrecken zerfleischt. Hätte er als Opfergabe nicht bereits ausgereicht?
Ich sehe das wie Kiala. Konrad hielt ja nicht den Stab (oder jemand anderes) und erkor ihn zum Opfer. So habe ich jedenfalls die ganze Sache verstanden. Das mit dem Opfer (oder der Opferung) klappt nur, wenn man auch den Stab benutzt.
Allerdings verstehe ich es so, dass der Raue Knecht sich für 16 Jahre zur Ruhe begibt, wenn er ein Opfer bekommt. Wenn er sich an allen Kindern des Dorfes gütlich tun kann, dann dient er demjenigen, der ihm die Kinder opfert.

Die Erklärung mit den Alien passt für mich nicht. Wer hat die Seelenwanderung bewerkstelligt? Seelen haben für mich irgendwie etwas mit dem Göttlichen zu tun. Und das sind Aliens einfach nicht.
Für mich ist der Raue Knecht tatsächlich ein mythologisches Etwas, das von der Frau Perchta gebannt wird.
Zitat
Gerade dieses Gefühl des "irgendwie nicht fassen könnens", trägt meiner Meinung nach dazu bei, den Leser nachhaltig zu verstören. Es handelt sich dabei also um eine ganz bewusst gewählte Unschärfe, die die Fremdartigkeit des Geschöpfs im Berg betonen soll.
Ja, da hast Du auf jeden Fall Recht. Nur in meinem Fall ist mit der Erklärung "Das ist ein Alien." genau diese Unschärfe verschwunden. Plötzlich gibt es eben eine Erklärung.

Zitat
Vielleicht ist er an etwas gebunden, dass ihn in der Nähe des Meteoritengesteins hält.
Kryptonit?  ;)

Niklas ist also wirklich ein Verräter. Tja, bei mir fielen alle Puzzleteile zusammen, als er sich nicht von den verführerischen Bildern des Stabs/Rauen Knechts lösen kann. Und die Bücher haben ihn tatsächlich gewarnt - auch sein Ende ist so extrem unschön wie das der anderen Verräter …
Zitat
Für das Alter von 15 Jahren kann ich dieses Verhalten (bei dem Einfluss der Eltern) noch verstehen, 16 Jahre später allerdings nicht mehr. 
Das sehe ich auch so, Papyrus.

Miriams Veränderung beginnt ja schon in der Vergangenheit, als Elke anfängt zu zögern und ein wenig zu zaudern. Da übernimmt sie immer mehr die Führung; das sie also in der Gegenwart eine toughe Frau ist, ist nur folgerichtig. Aber trotzdem sehr schön!

Zitat
Dieser Einbruch war vermutlich nur Zufall, denke ich mal. Zumindest tauchen in dieser Richtung keine Probleme mehr auf.
Ich würde darauf tippen, dass Niklas versucht hat den Stab in seinen Besitz zu bringen.

Zitat
Und wie hat man Pandora wieder in die Büchse bekommen?
Der freigelassene Kinderfresser wäre doch sicher einfach mordend weiter gezogen und nicht mehr in die Mine zurückgekehrt?
Wie genau haben Andreas, Miriam und Robert den Kinderfresser endgültig zu Strecke gebracht?
Das würde mich auch interessieren.

Und oh! Was bin ich froh, dass dem kleinen Mädchen, dem Engel des Prologs nichts passiert ist! Ein paar schreckliche Momente lang hatte ich echt Angst um sie!

Offline apassionata

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #28 am: 02. Januar 2011, 10:17:53 »
Hallo Literaturjunkie,

Hallo Ihr Lieben! Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches, friedliches, glückbringendes und wunscherfüllendes neues Jahr!

Dankeschön, das wünsche ich dir auch.

Die Bande um Konrad hat dann nur noch einen kleinen Auftritt. Schade! Es wäre irgendwie stimmungsvoll gewesen, wenn die fünf Freunde sie überzeugt hätten und sie dann auch noch ihre Hilfe gebraucht hätten, um zum Gefängnis des Rauen Knechts zu kommen.

Schade einerseits, weil ich diese beiden Gruppen auch vielleicht noch etwas gerne zueinander gesehen hätte. Andererseits wäre mir aber dein Wunsch nach oben genannter Darstellung fast etwas zuviel des Guten gewesen. Ich fand es ganz ok so wie es beschrieben wurde. Es hatte so etwas ausgeglichenes für mich. Ich hätte mir jetzt auch nicht vorstellen können, dass Wastl und Lugge sich auf die andere Seite schlagen, schon gar nicht durch Argumente. Dafür reichte ihr IQ wohl sowieso nicht - zum eigenständigen Denken.  ;)

Zitat
Konrad wurde doch zuvor schon vor Elkes Selbstopferung von dem weißen Schrecken zerfleischt. Hätte er als Opfergabe nicht bereits ausgereicht?
Ich sehe das wie Kiala. Konrad hielt ja nicht den Stab (oder jemand anderes) und erkor ihn zum Opfer. So habe ich jedenfalls die ganze Sache verstanden. Das mit dem Opfer (oder der Opferung) klappt nur, wenn man auch den Stab benutzt.
Allerdings verstehe ich es so, dass der Raue Knecht sich für 16 Jahre zur Ruhe begibt, wenn er ein Opfer bekommt. Wenn er sich an allen Kindern des Dorfes gütlich tun kann, dann dient er demjenigen, der ihm die Kinder opfert.

Stimmt. Mittlerweile sehe ich es auch so. Diesem handfesten Argument kann ich mich auch nicht entziehen. Beim Lesen hatte ich nur den Stab irgendwie außer Acht gelassen, weshalb sich mir dann diese Frage auftat. Doch nun liegt alles wieder logisch vor mir.  :)

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Offline Literaturjunkie

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Re: 08 - "Die drei Heiligen" Seite 404 bis Ende
« Antwort #29 am: 02. Januar 2011, 21:08:43 »
Zitat
Dafür reichte ihr IQ wohl sowieso nicht - zum eigenständigen Denken.
*kicher*

Ich habe noch einmal über die Alientheorie nachgedacht. Und habe jetzt eine Erklärung, warum es kein Alien sein kann! Das Ende, also der Epilog macht ja eigentlich deutlich, dass unsere drei Freunde es geschafft haben den Rauen Knecht mittels einer gewaltigen Explosion zu beseitigen. Ich denke, da sind wir uns ja alle einig, oder? Aber welche Lebensform, die auf einem Meteoriten durchs All geflogen und dann durch die Atmosphäre in die Erde eingeschlagen ist und das überlebt hat, ist durch eine "simple" Explosion zu vernichten?