Leserundenarchiv > Michael Marcus Thurner – Turils Reise
02 - Kapitel 05 bis 07 (S. 82 bis S. 148)
Heimfinderin:
Hier könnt Ihr von Seite 82 bis 148 schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
Kati:
In diesem Abschnitt werden ja die Aspekte von Turil´s - auf deutsch gesagt - beschissenem Leben sehr deutlich :o
Er wird in eine Schublade gepresst, in etwas hinein gezwungen, hinter dem er nicht steht. Er hat so viele Zweifel und hat keine Wahl... er muss so weiter machen.
Mich hat erst ziemlich gewundert, warum er den Baumkönig so verteidigt... plötzlich nicht mehr so skrupellos ist wie auf dem Planten.
Dort hätte er ihn mühelos und ohne zu zucken getötet. Sein Leben wird aber von den Aufträgen geprägt, die ein angesehener Totengräber nun bekommt. Es gibt noch eine schöne Erläuterung: "Der Auftrag befindet sich in der Schwebe. Solange sich daran nichts ändert, darf und muss der Götzliche weiterleben." Was für eine Zwickmühle.
Gut gefallen haben mir die Halle der Erinnerungen, das Handwerkszeug der Totengräber und auch die sehr krasse Umsetzung der künstlichen Intelligenz im Schiff. Turil steht ja fast völlig unter Kontrolle. :o
Die KI gibt sich fast so, als würde das gesamte Schiff leben. Die externen Mitarbeiter Licht & Schatten sind unterwegs zur Spionage und selbst diese verstorbenen Abbilder werden mundtot gemacht.
Leben strebt nach Freihheit, auch die Gelfar. Obwohl sie ja eigentlich "nur" ein Schiff ist. In dieser Zukunft ist wohl alles schon so verwoben, dass die stärkste Entwicklung KI´s durchmachen. Die Zeiten, wo sie sich von Menschen dirigieren lassen, haben wir galant übersprungen. Oder wird es diese Phase niemals geben? :schwitzen:
Turil´s Traum war sehr heftig. Er fürchtet sich vorm schlafen, weil schreckliche Erinnerungen ihn dann heimsuchen. Ja er wurde in diesen Job geboren. Und dieses halb durchgeführte Abkommen mit dem interstellaren Krämer macht die Kontrolle seit Beginn sehr deutlich. Schade das die Kitar das unterbrochen haben! Irgendwie hab ich jetzt ziemlich Mitleid mit Turil :'(
Dann noch Kix und "seine" Xeniathen. Auch die streben schon nach Freihheit, wundert mich nicht.
Die Forschung am Kitar-Dummy war genial. Möchtegernforensiker am Werk ;D Ob sie jemals die Chance auf ein lebendes Exemplar haben werden?
Diese Körper scheinen ja eine Menge Rätsel und Ungleichheiten aufzugeben. Was ist das Geheimnis? :popcorn:
Ich kann mich nur wiederholen... sehr geile Geschichte! 8)
Heimfinderin:
Hallo zusammen,
eine wirklich sehr außergewöhnliche Geschichte, die mich momentan richtig gut unterhält. Auch wegen der vielen Ideen und Details, auch wenn ich deshalb öfter mal konzentrierter lesen muss. Die immer wieder wechselnden Charaktere (bzw. die heißen ja Sparten) von Ofenau und Sorollo und ihre wechselnden Dialoge z. B. erfordern schon Aufmerksamkeit fürs bildliche "Umswitchen" im Kopf, aber es macht auch unheimlich viel Spaß, die beiden .. ähh, vielen zu beobachten.
Ein wunderschönes Detail waren z. B. die Kugeln aus der Ortungspfanne, die wie Seifenblasen im Raum schwebten. :)
--- Zitat von: Kati am 07. November 2010, 13:46:39 ---Auch die streben schon nach Freihheit, wundert mich nicht.
--- Ende Zitat ---
Ich bin gespannt, welche eigenen Wege Ofenau und Sorollo irgendwann vielleicht gehen werden. Vorbereiten tun sie sich ja schon gut. Sie werden sicher irgendwann auf Turil treffen und ich bin gespannt, ob sie dann gemeinsame Wege in die eigene Freiheit suchen und finden oder daran scheitern werden.
--- Zitat von: Kati am 07. November 2010, 13:46:39 ---Die Forschung am Kitar-Dummy war genial. Möchtegernforensiker am Werk ;D Ob sie jemals die Chance auf ein lebendes Exemplar haben werden?
Diese Körper scheinen ja eine Menge Rätsel und Ungleichheiten aufzugeben. Was ist das Geheimnis?
--- Ende Zitat ---
Ja, ich fühlte mich auch in eine der vielen Krimiserien versetzt ;D Die Untersuchungen bringen ja nun gar nichts außer der Erkenntnis, dass die Kitar so eigentlich nicht existenzfähig sein könnten - und das trotz 99,998 Prozent Übereinstimmung ;D . Der fehlende Teil scheint sehr wichtig zu sein. Andererseits vermutet doch auch einer, sie könnten von äußerem Einfluss gesteuert werden. Aber von wem oder was wohl?
Und hier erfahren wir also, warum Turil so ist, wie er ist. Mir tut er auch richtig leid. Was für eine Folter sein Vater da mit ihm getrieben hat. :( Echt grausam >:( Seinen Wunsch, dem zu entgehen, kann ich gut verstehen...
--- Zitat von: Kati am 07. November 2010, 13:46:39 ---Mich hat erst ziemlich gewundert, warum er den Baumkönig so verteidigt... plötzlich nicht mehr so skrupellos ist wie auf dem Planten.
--- Ende Zitat ---
Ja, sein Auftrag, an den er sich halten muss, auch wenn er in der Schwebe ist, ist schon eine ärgerliche Angelegenheit. ;D Und er sagt ihm ja gleich, dass er ihn nicht mag, auch wenn sie nun miteinander auskommen müssen. Aber andererseits sieht man jetzt auch sein kurz aufgeflammtes Mitleid während der Zeremonie in einem anderen Licht. Dieses Gefühl hätte er gar nicht haben dürfen, aber nun weiß man woher es kommt. Vielleicht ist dies auch die Motivation gewesen, Fünkchen mitzunehmen: Emotionen. Mir ist er hier schon viel näher gekommen. Anfangs war er einfach nur arrogant und eher unsympathisch, aber nun kennt man seine andere Seite und wie sehr er eigentlich unter allem leidet. Auf seine weitere Entwicklung bin ich gespannt.
--- Zitat von: Kati am 07. November 2010, 13:46:39 ---Und dieses halb durchgeführte Abkommen mit dem interstellaren Krämer macht die Kontrolle seit Beginn sehr deutlich. Schade das die Kitar das unterbrochen haben!
--- Ende Zitat ---
Ja, allerdings! Und das begründet wohl auch seinen besonderen Hass auf sie. Wären sie nicht gekommen, wäre er vielleicht schon lange frei.
--- Zitat von: Kati am 07. November 2010, 13:46:39 ---Gut gefallen haben mir die Halle der Erinnerungen, das Handwerkszeug der Totengräber und auch die sehr krasse Umsetzung der künstlichen Intelligenz im Schiff.
--- Ende Zitat ---
Die Halle der Erinnerungen fand ich auch ein geniales Bild! Die ganzen Abbilder der Toten, die für ein Gespräch bereit standen, schufen eine seltsame Atmosphäre. Und das Gespräch mit dem Admiral wirkte auch skurril. Wie traurig ist das denn, wenn man nur solche Avatare als Gesprächspartner und Freunde hat? Wie deprimierend, wenn auch für Turil wohl sehr normal, wenn er es schon so unsinnig findet, sich mit einem Lebenden zu unterhalten. ;D
Die Fetische für seine unterschiedlichen Zeremonien fand ich auch sehr interessant und gehören zu den vielen kleinen Details, die mir immer wieder gut gefallen.
Ja und das Eigenleben des Schiffes ist wirklich total spannend. Diese Illusionen und Irrealitäten, die immer wieder erzeugt werden und natürlich seine Intelligenz. Es wirkt so allmächtig, ihm entgeht nichts und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sich Turil davon irgendwann lösen können sollte.
Was stelle ich mir eigentlich unter einem Schiffskind vor? Mit dem Gehirn des Schiffes spricht Turil ja, ist dann das Kind wirklich als Kind zu verstehen, das sich so ein Schiff selbst erzeugt für bestimmte Aufgaben, die es selbst nicht erledigen will/kann? Gibt es nur ein Schiffskind pro Schiff?
Ich freu mich aufs Weiterlesen!
Nirika:
Hallo!
Ich bin mit dem Abschnitt noch nicht ganz durch, aber bevor mich die absolute Leserundenunlust überkommt, schreibe ich lieber schon mal was.
Die Gelfar ist ein seltsames Schiff, vor allem sehr eigenwillig. Wenn die Gelfar gerne ihre Freiheit hätte, ist sie dann sowas wie eine Gefangene?
Das mit Licht und Schatten habe ich noch nicht ganz begriffen. Sie sind Virtuellbilder, die sich um die Psyche kümmern oder wie?
Wohin und warum sind die Kitar verschwunden?
Liebe Grüße
Nirika
starone:
Hallo liebe Mitleser und lieber Michael ,
nun so skurril , wie ich es befürchtet hatte , ist unserer Held "Turil " nun auch wieder nicht , denn wer von Beruftswegen ..sonst keine Gesprächspartner hat ..nimmt wahrscheinlich gerne Tote oder ??
Ob er seine Abschottung so noch bei behalten, stelle ich hier mal in Frage ...besonders da Turil jetzt Füncken mitnimmt .
LG..starone...
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