Autor Thema: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)  (Gelesen 3426 mal)

Offline monica

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #15 am: 25. August 2006, 08:56:10 »
Einen wunderschönen guten morgen,

heute morgen bin ich bis zum Marienfeiertag gekommen.
Der Roman fesselt mich noch immer *gg* und die etwas düstere Stimmung passt hervorragend zu der Witterung im Moment.

Ludgar - ja nimue, den schreibt man so - mea cupla  ;)  (aber das war auch der Name auf meiner Namenskarte ....) - ist in meinen Augen ein wirklich clveres kleines Bürschchen.  Mich wundert es auch, warum der Kleine lesen kann - ich hoffe mal, daß sich das Rätsel noch lösen wird.

Der Vater von Ambros bekomt jetzt wieder die Mühle - nur kann ich im Moment noch nicht erkennen ob das für ihn ein Fluch oder doch ein Glück ist. Die ganze Dorfgemeinschaft erscheint mir sehr suspekt.

Jetzt wo auch noch der jüdische Händler erzählt hat, daß sie eine "vernarbte" Leiche gefunden haben, Maria hat ja gemeint, daß der "richtige" neue Müller die Plattern überlebt hat und verunstaltet ist.
Rätsel über Rätsel ....

Ich frage mich auch, was mit der Mutter von Ambros passiert ist - ob sie überhaupt gestorben ist?

Jetzt mach ich mich mal ans Arbeiten, obwohl ich am liebsten weiterlesen würde, denn ich will unbedint wissen, wie die Story weitergeht  :lesen:

Blos einen Kritikpunkt habe ich in meiner ganzen Begeisterung schon noch - für mich ist es sehr schwer mit den ganzen Begriffen zurechtzukommen.  Die Bezeichnungen der Menschen und der Örtlichkeiten ist für mich das reinste chinesisch. Mir würde ein Glossar das lesen ungemein erleichtern.

Liebe Grüße aus dem verregneten und bereits herbstlichen Wien
Monica

Offline Bianca

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #16 am: 25. August 2006, 15:13:50 »
Hallo Ihr Lieben,

Hm, laut Klappentext lebt Ambros im Jahr 1535 - da gab es wohl noch ordentliche Pestepidemien in Europa: Mittelalterliche Pestepidemien

Stimmt. Ich hatte wohl nur die großen Epidemien im 14.Jahrhundert im Kopf, über die spätere Zeit bin ich nicht sehr informiert  :).

Auch ich habe heute den ersten Teil beendet und bin nach wie vor sehr angetan von der Geschichte. Die Schreibweise ist flüssig, aber nicht anspruchslos, die Handlung scheint sich nach und nach zu entfalten - genau wie ich das mag  :D.

Was die Handlung im 19.Jh. bringt und wie sie mit dem ersten Teil verknüpft ist, spannt mich sehr auf die Folter  :lesen:.

Die Kräuterweihe erschien mir, ebenso wie offenbar dem Pfarrer, eher "heidnisch". Da allerdings viele Feiertage der früheren Religionen sehr dicht an den christlichen liegen, wird auch hier irgendein Zusammenhang bestehen...


Zitat von: monica
Die ganze Dorfgemeinschaft erscheint mir sehr suspekt.

Mir auch und das finde ich richtig gut  8).

Zitat von: monica
Ich frage mich auch, was mit der Mutter von Ambros passiert ist - ob sie überhaupt gestorben ist?

Ich denke schon. Da ihr Grab aber nicht auf dem geweihten Friedhof zu finden ist, vermute ich, daß sie als Selbstmörderin außerhalb der "geweihten Erde" bestattet wurde.

Zitat von: monica
Blos einen Kritikpunkt habe ich in meiner ganzen Begeisterung schon noch - für mich ist es sehr schwer mit den ganzen Begriffen zurechtzukommen.  Die Bezeichnungen der Menschen und der Örtlichkeiten ist für mich das reinste chinesisch. Mir würde ein Glossar das lesen ungemein erleichtern.

Hinten im Anhang ist ja einiges erklärt. Ansonsten komme ich ausnahmsweise einmal gut mit Namen und Personen klar  ;D.

Zitat von: nimue
Bezüglich des Lesenkönnens: Warum kann eigentlich Ludger lesen? Das hat mich doch sehr gewundert.

Das habe ich mich auch schon gefragt. Seine Schwester scheint ja allerdings nicht ungebildet zu sein, vielleicht hat sie es ihm beigebracht. Irgendwer muß doch wissen, daß Ludger nicht geistig, sondern nur körperlich behindert ist  :).

A propos die Schwester:
Irgendwie glaube ich ja doch, daß sie eine Affäre mit dem Pfarrer hat...vielleicht bringt der sie noch als Hexe auf den Scheiterhaufen  :o. So, für heute beende ich meine wilden Spekulationen  ;).

Bis bald

Bianca



Liebe Grüße,

Bianca

Offline Bella

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #17 am: 25. August 2006, 15:49:12 »
Zitat von: monica
Ich frage mich auch, was mit der Mutter von Ambros passiert ist - ob sie überhaupt gestorben ist?

Ich denke schon. Da ihr Grab aber nicht auf dem geweihten Friedhof zu finden ist, vermute ich, daß sie als Selbstmörderin außerhalb der "geweihten Erde" bestattet wurde.

Genau das habe ich mir auch schon überlegt. Es gibt ja so einigen Stoff für wilde Spekulationen: Der Tod der Mutter, der mysteriöse neue Müller, seine Bekanntschaft mit dem Pfarrer, die rätselhafte Medaille.... Und dann ist der erste Teil an der spannendsten Stelle plötzlich zuende. Gemein!  ;)

Ich finde die Stimmung eigentlich gar nicht unbedingt düster, sondern eher geheimnisvoll (was zwar meistens auch ein bißchen dunkler ist, aber naja).
LG, Bella

Offline Moorteufel

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #18 am: 26. August 2006, 11:04:11 »
Was ich noch erwähnen möchte, ist das mir die Aufmachung des Buches auch sehr gut gefällt. Die Einbandgestaltung finde ich sehr passend zum Inhalt, auch das die einzelnen Teile eine eigene, schön gestaltete Titelseite haben find ich gut. Schön, dass man mittlerweile auch beim preiswerten Taschenbuch auf Äußerlichkeiten achtet.
Hallo von der Ostsee,
mit der Aufmachung und Gestaltung meines Romans bin ich auch sehr zufrieden. Die Illustrationen von Tina Dreher sind sehr hübsch und passend, und auch das Cover gefällt mir. Danke an Lübbe dafür ;-)
Gruß, Mani Beckmann

Offline Moorteufel

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #19 am: 05. September 2006, 20:29:30 »
@Moorteufel
Ich bin gespannt, mehr über fiktive und authentische Schauplätze zu hören.
Zunächst möchte einmal das "Geheimnis" der Teufelsmühle lüften: die Kolkmühle aus dem Roman steht an der deutsch-holländischen Grenze nahe dem Dorfe Alstätte und heißt eigentlich "Haarmühle". Sie ist noch heute in Betrieb (nicht zum Kornmahlen, sondern zur Energiegewinnung). Auch die Hügelgräber und den Kolk hat es tatsächlich gegeben, allerdings ist von beiden heutzutage nichts mehr zu sehen. Pikanterweise gibt es auch den Galgenbülten - wieder: er wurde erst vor kurzem an originaler Stelle (direkt am historischen Handelsweg "Hessenweg") wieder errichtet, nachdem er jahrhundertelang verschwunden war. Leider hat sich die Landschaft, die ich beschreibe, in den letzten Jahrhunderten (und vor allem in den letzten Jahrzehnten) merklich verändert: die Moore wurden trockengelegt, die Heide ist Ackerland gewichen, die Kolks und Moortümpel sind Vergangenheit.
Vieles aus der "Teufelsmühle" lässt sich aber heute noch mit etwas Fantasie erahnen.

Offline nimue

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #20 am: 09. September 2006, 06:26:53 »
Hallo Herr Beckmann,

wie schön, dass Sie etwas zur Teufelsmühle geschrieben haben. Ich habe nämlich schon sehr erfolglos danach im Internet gesucht und unter dem Namen "Teufelsmühle" nur Ergebnisse im Schwarzwald erhalten.

Und siehe da: Die Haarmühle hat sogar eine Webseite - ist das die Mühle?

Auch die Hügelgräber und den Kolk hat es tatsächlich gegeben, allerdings ist von beiden heutzutage nichts mehr zu sehen.

Ah! Auch danach wollte ich nach dem Lesen des viertel Teiles fragen, weil da die Hügelgräber ja vermehrt in den Vordergrund rücken.[/quote]

Sehr schade, dass das Moor weitgehend verschwunden ist - die Atmosphäre in "Teufelsmühle" hat es mir aber sehr bildlich vor Augen geführt.

Liebe Grüße
nimue

Offline Moorteufel

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #21 am: 09. September 2006, 09:34:37 »
Und siehe da: Die Haarmühle hat sogar eine Webseite - ist das die Mühle?
Ja, das ist die Mühle. Ich habe mir den Spaß erlaubt, die zweite Mühle (also die Windmühle in Holland) Haermolen zu nennen - als kleinen Hinweis auf das reale Vorbild. Die Mühle spielt übrigens auch eine wesentliche Rolle in "Moorteufel" (es wird ja mehrmals auf einen Brand im Jahr 1814 hingewiesen).
Herzliche Grüße
Mani Beckmann

Offline Primavera

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #22 am: 03. November 2006, 20:37:32 »
Ich habe gestern mit diesem Buch begonnen. Darf man jetzt noch was in dieser "alten" Leserunde schreiben oder nur bei laufenden?

Also zum Buch:
Ich habe den ersten Teil und Prolog gelesen und mir gefällt der Anfang sehr gut. Diese Mühle am Kolk, etwas mystisch, geheimnisvoll... Auch die Personen sind sehr interessant beschrieben und bringen Spannung. 

Zitat
Genau das habe ich mir auch schon überlegt. Es gibt ja so einigen Stoff für wilde Spekulationen: Der Tod der Mutter, der mysteriöse neue Müller, seine Bekanntschaft mit dem Pfarrer, die rätselhafte Medaille.... Und dann ist der erste Teil an der spannendsten Stelle plötzlich zuende. Gemein!

Genau das habe ich mir auch gedacht.
So jetzt werd ich mal  :lesen:

lg primavera

Offline sandhofer

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Re: Mani Beckmann - Teufelsmühle (Prolog & Erster Teil)
« Antwort #23 am: 03. November 2006, 20:48:27 »
Hallo Primavera!

Ich habe gestern mit diesem Buch begonnen. Darf man jetzt noch was in dieser "alten" Leserunde schreiben oder nur bei laufenden?

Na ja: Der Sinn einer Leserunde ist schon, dass alle mehr oder weniger zusammen das Buch erfahren bzw. er"lesen". Nachträgliche Impressionen leiden darunter, dass vielen Teilnehmern einer Leserunde das Buch schon ein wenig aus dem Gedächtnis entschwunden ist.

Für solche, nicht-gemeinsamen Lesediskussionen eignet sich nimues grosses Bücherforum auf Literaturschock, finde ich, besser. Nix für Ungut!

Grüsse

Sandhofer