Leserundenarchiv > Gina Mayer – Das Lied meiner Schwester

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Sille:
Dritter Teil, die Nazis sind schon voll an der Macht und leben sie aus ... (1938)
Clemens ist da - ein gefeierter Star, unterstützt von den Machthabern.
Orlanda hat Leopold geheiratet - und der ist jetzt sympatischer als ich dachte: er lehnt die Nazis ab und weigert sich, in ihre Konzerte oder Ausstellungen zu gehen  8)

Orlanda hat noch einen Auftritt - und wieder gibt es Probleme mit Nazis. Es ist zum ... >:(

Und sie mag Clemens immer noch. Es gibt ein peinliches Foto von ihr und Clemens auf einer Ausstellung ...

Anna hingegen ist auch in der Oposition und geht zu friedlichen kirchlichen Treffen. Noch ist das kein Widerstand - aber es lässt hoffen!  8)

Zu dem traurigen Brief an Weihnachten 1942 mag ich gar nichts schreiben ...  :-\

Orlanda und Leopold scheinen nicht glücklich, er ist sehr resigniert.

Anna hat Probleme im Krankenhaus. Eine Schwester kommt immer zu spät - sie hat eine kranke Mutter. Psychisch krank. Sie würde gern helfen, aber das Ganze Müller zu erzählen ist natürlich keine Lösung ... im Gegenteil. Letztendlich kommt die Mutter in ein Heim. Wir wissen alle, was das zu der Zeit bedeutet hat  :o
Dabei hat Anna es nut gut gemeint  :(

Und nun hat die arme Anna natürlich ein Risiko: sie hat Müller von ihrer eigenen Mutter erzählt. Hoffentlich verwendet der das nicht irgendwann gegen sie  :o

Anna wird zu einer Widerstandsgruppe eingeladen  8)

Der nächste Brief ist wieder so traurig: "Ich muss nicht für zwei essen, nur für einen. Nur für Dich, mein geliebtes Kind."  :'(

Sille:
Leute, lest mal schneller ich komm mir so einsam vor hier ...  :winken:

Ich schreib mal von den nächsten Seiten nur auf, was mir hier aufgefallen ist ... Wir können dann ja nachher noch ausführlicher darüber schreiben, wenn alle mehr gelesen haben  :lesen:

Orlanda und Leopold sind verheiratet und leben zusammen. Leopold ist trübsinnig, ihm geht es ohne Musik nicht gut. Er kann einem fast leidtun, ich hätte nicht gedacht, dass er so Probleme mit der Nazi-Zeit haben wird.

Dann kommt ein Brief - und ich dachte gleich: Oh Orlanda ist die Mutter!! Aber es ist kein Brief von der Mutter an ihr Kind - es ist "nur" ein Brief an Clemens ...
Dann folgt ein Briefwechsel, den ich recht verliebt finde ...
Und "nebenbei" erfährt man, dass Clemens Fritzi wohl alleingelassen hat an dem Weihnachtsabend  >:(
Dieser feige ...  >:(

Sille:
Ich noch mal ...
Clemens hatte seine Amerika-Tour abgesagt - und ist dann doch gefahren. Ich dachte erst, boah, ne, dieser Feigling  >:(
Aber Goebbels hat ihn erpresst - mit Orlanda. Klar, jetzt musste er  :-\

Orlanda und Leopold wissen natürlich nichts davon und halten ihn erst recht für einen Feigling. Puh, aber er konnte ihr ja auch nichts sagen, oder?

Clemens Aufenthalt in den USA ist ein ziemlicher Reinfall und die Geschichte mit dieser Häusler find ich irgendwie ätzend.
Mir ist nicht klar, was sie für einen Grund hat, Clemens anzumachen. Ich finde sie und ihren Mann schlichtweg dubios und gestört ...

Papyrus:

--- Zitat von: Sille am 12. August 2010, 15:12:24 ---Leute, lest mal schneller ich komm mir so einsam vor hier ...  :winken:
--- Ende Zitat ---

ich eile ja schon  ;D

Der Abschnitt hat es in sich, mein Buch ist voll mit kleinen gelben Klebezettelchen  :)

Wir sind mittlerweile im Jahr 1938 und Orlanda und Leopold sind verheiratet. Das ausgerechnet Leopold und Johannes sich so gut verstehen habe ich allerdings nicht erwartet. Es freut mich aber, hat Leopold doch ein so unglückliches Leben und die Musik (nicht was die Nazis darunter verstehen) ist doch sein Lebenselixier.
Seine Meinung "man kann nicht für Verbrecher arbeiten, ohne selbst zum Verbrecher zu werden" macht einen leider nicht satt. Eine schwierige Gratwanderung, auch wenn ich seine Einstellung bewundere.

Immerhin hat Orlanda eine Arbeit und auch noch eine ausgesprochen nette Chefin. Frau Erle gefällt mir.

Von Clemens steckt wohl mehr in uns, als uns allen lieb ist. Würde sich unsereins verhalten wie Leopold? Oder nicht doch eher wie Clemens? Sich wie das Fähnchen im Wind halten. Bei vielen käme doch das Argument: "Du musst auch an die Familie denken." In diesem Fall recht ironisch, wo gerade Clemens keine hat. Sein Brief mit der Wahrheit über die Silvesternacht und Fritzi macht ihn sehr menschlich. Ich kann mir vorstellen, dass er wirklich glauben wollte, dass Fritzi in Sicherheit sei und ihn dies nun belastet. Und dass er sich nun von Goebbels erpressen lässt und nach Amerika aufbricht, ist wohl das erste mal, dass er zu einem Menschen, hier Orlanda, steht. Was es mit Frau Häusler auf sich hat, habe ich noch nicht verstanden. Mal schauen ob da noch was kommt.


--- Zitat von: Sille am 11. August 2010, 16:39:49 ---Anna hingegen ist auch in der Oposition und geht zu friedlichen kirchlichen Treffen. Noch ist das kein Widerstand - aber es lässt hoffen!  8)
--- Ende Zitat ---
Na ich weiß nicht, wenn ich mir die einzelnen Motive in dem Grüppchen so anschaue habe ich arge Zweifel, dass hier wirklicher Widerstand wächst.


--- Zitat von: Sille am 11. August 2010, 16:39:49 ---Anna hat Probleme im Krankenhaus. Eine Schwester kommt immer zu spät - sie hat eine kranke Mutter. Psychisch krank. Sie würde gern helfen, aber das Ganze Müller zu erzählen ist natürlich keine Lösung ... im Gegenteil. Letztendlich kommt die Mutter in ein Heim. Wir wissen alle, was das zu der Zeit bedeutet hat  :o
Dabei hat Anna es nut gut gemeint  :(

Und nun hat die arme Anna natürlich ein Risiko: sie hat Müller von ihrer eigenen Mutter erzählt. Hoffentlich verwendet der das nicht irgendwann gegen sie  :o
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht, ob das so ein Risiko ist. Irgendwie glaube ich ja immer noch an das Gute in Müller und das er Anna niemals irgendwie verraten wird. Ich kann mir eher vorstellen, das sein Satz von Seite 260 "Sie können nicht alles kontrollieren, Schwester Anna. Wenn sie sich nicht auf andere verlassen können, dann sind sie verlassen." noch wichtig sein wird.

Ich glaube auch, dass Müller es nicht böse meint wenn er die Mutter von Schwester Irmgard "professionell" behandelt sehen möchte. Auch wenn ich aufgrund der Zeit Schlimmes befürchte. Und wenn ich schon lese, dass man depressive Störungen mit Strom behandelt, na vielen Dank  :o Wie modern

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